Ryzen 3700X knapp 90 °C unter Last i.O.?

So da bin ich wieder... hatte 4 Tage kein DSL warum das sage ich besser nicht...

Also ich finde die Aussage des AMD Mannes missverständlich und ich vermute eher ein Problem in einer sub optimalen Implementierung von Collaborative Power and Performance Control 2 (CPPC2). Einige Tools (HW Monitor wird im dem Thread nicht explizit erwähnt) wecken offensichtlich die cores auf, die im Idle (die im C-6 State sind) bei den Versuch die Temperatur zu lesen. Der AMD Mann drückt sich dabei recht unglücklich aus, denn Cores die nicht im Idle sind (damit nicht Clock gated) sollten eigenlich sehrwohl in der Lage sein ihre Ihre Temperatur an ein Tool "weiterzugeben". Ob sind dafür boosten müssen (warum eigentlich? um eine Temperatur zu lesen??) hängt eventuell davon ab, wie oft diese gelesen werden, wobei ein schneller Zugriff (z.B. alle 20ms) dies eher begüngstigt als ein langsamer. Das gilt jezt ersmal nur für den Fall das Idle cores existieren dass verfälsch also in erster Linie ohne Last. Wobei ein Zugriff alle 200ms sehe ich recht unkritisch das sind 5 Zugriffe pro Sekunde, mal angenommen eine CPU braucht 2000 Takte um darauf zu antworten, wären also 5x 2000 takte also 10000 Takte das ist eigentlich nichts. EIN Core mit 4 GHz macht vier Milliarden Takte in der Sekunde UND DAS soll einen Temperaturunterschied von mehr als 10 Grad im Idle Ausmachen?? Selbst wenn es 400000 Takte wären, wäre das 1 Promille der verfügbaren Takte. eines Cores... wohlgemerkt...das will einfach nicht in meinen Kopf... Tools fressen so 0,3% Ressourcen meines Systems, Dragon Center braucht in der Tat mehr Ressourcen so das doppelte was immer noch sehr wenig ist...

Nur der komische Punkt ist: Wieso gibt nicht Collaborative Power and Performance Control 2 all die Werte an die SW Tools sondern die Cores selbst? Wie ich schon mehrfach sagte CPPC2" braucht doch genau diese Werte um
um die Cores entsprechend zu steuern...

Ich muss wir aber mal mehr Informationen zu Collaborative Power and Performance Control 2 (CPPC2) finden, um den Mechanismus besser zu verstehen.....

auch der Hinweis zu Race condition (also zwei Tools gleichzeitig) ist nur die halbe Wahrheit. Beide Tools lesen jeweils für sich bertrachtet richtig die Werte aus, nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Und wäre die Race Condition ein Problem würde mal die Werte identisch sein und mal nicht es würde stark schwanken m.M.n. tut es das aber nicht - die Unterschiede sind sehr konstant...

Für den AMD Mann sind eher die anderen Schuld, sehe ich aber nicht so...

Lustiger Nebeneffekt ich habe mit meinem Ryzen Balanced Power Profile rumgespielt und jetzt gefält mir das Verhalten viel besser :D
 
So wie ich das verstehe lesen die Tools mehr als nur Temperatur aus. So was wie HW Monitor liest auch die Spannung aus und diese kann es nicht auslesen ohne die Cores aufzuwecken. Und höhere Spannung bei gleichbleibendem Strom = mehr Watt/Temperatur.

Eine Alternative wäre, dass man den letzten bekannten Wert ausgibt, was aber auch zu Panik geführt hat, da Leute dachten deren CPU idlet mit 1.4V+ wenn in der Realität der Kern auf 1.4V gegangen ist, seine Arbeit beendet hat und nun schläft und gar keine Spannung anliegt.

Und jedes Mal, wo ein Tool mit HW Monitor die CPU "fragt" welche Spannung anliegt reagiert die CPU so als ob ihr gesagt wurde, sie solle doch mal Hochtakten und "die Arbeit" verrichten.

Und bei eine einem Energieplan (AMD Ryzen Balanced), der jede Millisekunde auf Anfragen reagieren kann, kommt es dann dadurch auf Spannungs- bzw. Temperaturenspitzen. (Auch ohne die Tools natürlich, da Hintergrundprogramme ähnlich Anfragen stellen.)

Das erkennt man recht gut, wenn man andere Energiepläne ausprobiert. Die anderen reagieren auf Anfragen jede 15 Millisekunden, deswegen gibt es dort weniger bis keine Temperatursprünge (=Spannungsprünge). Nachteil dabei ist natürlich dass die CPU etwas träger reagiert. Auch das kann man recht gut in CB20 beobachten; zwischen Energiesparmodus und AMD Ryzen Balanced liegen bei mir 500 Punkte, aber nicht weil Energiesparmodus nicht hochtakten - das tut es - aber es dauert dafür deutlich länger als AMD Ryzen Balanced.
 
Ryzen Master zeigt andere Werte an, weil auch Ryzen Master einen Algo für die Anzeige und Berechnung verwendet. HWInfo weicht auch ab, weil der Algo nicht öffentlich ist. Nachzulesen bei HWInfo irgendwo auf der Seite. Bin jetzt zu Faul die Quelle nochmal zu suchen.

BTW: Wer meint dass ein Tool besser oder schlechter "misst", soll damit glücklich werden. Ich "vertraue" am ehesten AMD Ryzen Master, die sollten wissen was sie tun und dann noch den Tools, die möglichst ähnliche Ergebnisse anzeigen. Rundungs- und Timings-Fehler gibt es immer, daher können Taktraten, Spannungen, etc. schon leicht abweichen. Was komplett daneben liegt, ist dann mit Sicherheit eher ungeeginet. Für mich sind nur GPU-Z, CPU-Z, HWInfo und natürlich Ryzen Master die Tools der Wahl.
 
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