Samsung HD204UI nicht mehr lesbar

Perdikkas

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Hallo zusammen!

Wie es scheint darf ich mich nun auch in die Reihe derjenigen einreihen die ein Problem mit der
Samsung EcoGreen F4 2000GB, HD204UI
haben.

Seit gestern ist die Festplatte die gut zur Hälfte gefüllt war, nicht mehr zu öffnen.
Im Explorer wird sie nur noch als "Lokaler Datenträger (E:)" angezeigt und Win7 schlägt nur noch vor sie zu formatieren "Sie müssen den Datenträger formatieren bevor sie ihn verwenden wollen" - was ich natürlich verneine.
In der Datenträgerverwaltung wird sie als 931,53 GB große Festplatte mit einer einzigen großen Partition im Format RAW erkannt - Was mich schon mal stutzig macht, wieso wird die Größe nicht mehr richtig erkannt?

Urprünglich waren 2 Partitionen auf der Festplatte, eine 150GB große und eine 500GB große.

Bin ich nun auch Opfer dieses Fehlers der Festplatte geworden?
Artikel: SMART-Tool beschädigt Daten auf Samsung-Festplatte
http://www.heise.de/ct/meldung/SMAR...en-auf-Samsung-Festplatte-Update-1143120.html

Habe aber bisher keine SMART Werte ausgelesen, vorallem nicht in den letzten Tagen
Darüberhinaus war die "HDD S.M.A.R.T. Capability" meines BIOS bislang Disabled, also kann es daran eigentlich nicht liegen, oder?

Die Festplatte habe ich im November 2010 gekauft...



Was ich bisher schon versucht habe:

BIOS UPDATE

Da eine falsche Größe ausgelesen wird, hat mir ein Freund zu einem BIOS Update meines MBs geraten, was ich auch getan habe.

Gigabyte P35-DS4
Ursprüngliche FW: bin mir nicht sicher, aber da ich ein Board der Rev 1.0 habe, und das MB im August 2007 gekauft wurde, eine wohl sehr frühe BIOS Version
Aktuelle FW: F14 (2009.06.19)

-> Das klang auch schon vielversprechend weil in der F9 Version des BIOS folgender FIX vorkam:
"Fix: Some of 1000 GB (1TB) HDDs will be detected size error."

Das hat mich schonmal hoffen lassen, aber leider ist der Zustand nach dem BIOS Update immernoch der selbe wie vorher - die HDD wird als 931,53GB große Platte erkannt.


TESTDISK

Ein anderer Freund hat mich auf TestDisk und diesen Artikel aufmerksam gemacht:
https://www.computerbase.de/2008-12/beratung-datenrettung-mit-testdisk/

Hab ich auch soweit versucht, allerdings erkennt TestDisk die größe der HD204UI ebenfalls nicht richtig - erkennt hier auch nur eine 1000GB große Festplatte: Siehe Screenshot:
Und da hier eindeutig darauf hingewiesen wird, dass "Disk Capacity must be correctly detected for a sucessful recovery. If a disk listed above has incorrect size, check HD jumper settings, BIOS detection, and install the latest OS patches and disk drivers" - bin ich bislang nicht viel weiter gekommen.

Was ist mit den HD Jumpern gemeint - ich hab an den Platten gar keine Jumper im Einsatz, BIOS ist auf dem neuesten Stand, die Festplatten Treiber ebenso (manuel neu installiert habe ich sie aber nicht) und Win7 sollte ebenfalls am neuesten Stand sein.

-> Allerdings erkennt auch das BIOS die Festplatte nur mit einer Gesamtgröße von 1000GB!

Jemand eine Idee?


Was kann ich noch machen?

HDD FW FLASHEN / UPDATEN

Hat vermutlich keinen Sinn mehr oder? Nachdem der Schaden offensichtlich schon eingetreten ist...
http://www.samsung.com/global/business/hdd/faqView.do?b2b_bbs_msg_id=386


Oder ist nur noch ein professioneller Datenrettungsdienst meine letzte Chance?
 

druckluft

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Ich würde noch probieren, die Platte an einen anderen Computer anzuschließen. Evtl. könnte es auch etwas bringen, die SATA-Anschlüsse des zusätzlich auf deinem Board verbauten Controller-Chips zu nutzen. Der hat ein eigenes BIOS und eigene Treiber. Ansonsten könnte das Firmware-Update natürlich auch weiterhelfen.
 

mastermc51

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Sieht irgend wie nach Controller Fehler aus, wenn er sich mit der halben Größe am BIOS "anmeldet".
Wenn dem nicht so wäre, hätte evtl. ein "chkdsk d: /F" geholfen (D: als bsp. für dein Laufwerksbuchstabe).
Ich fürchte die Platte ist komplett kaputt.... :(

Wenn Platten schon im BIOS nicht mehr richtig erkannt werden, war's das im allg.
 
W

Wolfsrabe

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Hier stand Müll

Ich würde auch erstmal einen anderen Rechner, oder andere Kabel und SATA Anschlüsse versuchen.
 

Perdikkas

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Zitat von glide3d:
Du hast ein Gigabyte Mainboard? Vieleicht hilft dir das weiter (mir hat es hat es geholfen): https://www.computerbase.de/forum/t...tition-wird-ploetzlich-falsch-erkannt.844429/
Grüße

Ja habe ich, danke für den Link
Tatsache ist diese "Backup BIOS Image to HDD" Funktion hatte ich bis dato deaktiviert, habe sie erst im Rahmen des BIOS Flash gestern aktiviert - das kann also eigentlich nicht die Ursache für den status quo sein - aber ich werde nun mal versuchen mittels HDAT dieses "Host-Protected-Area" sofern vorhanden, zu beseitigen.
Ergänzung ()

Zitat von druckluft:
Ich würde noch probieren, die Platte an einen anderen Computer anzuschließen. Evtl. könnte es auch etwas bringen, die SATA-Anschlüsse des zusätzlich auf deinem Board verbauten Controller-Chips zu nutzen. Der hat ein eigenes BIOS und eigene Treiber. Ansonsten könnte das Firmware-Update natürlich auch weiterhelfen.

Hab momentan leider keinen anderen PC zum Testen da, der alte hat nur IDE Anschlüße und der neue Laptop bringt mir ohne ein externes SATA Gehäuse auch nichts.

Hab die HDD an einen der GSATA Ports angesteckt, die mit dem GIGABYTE SATA2 Controller, und nicht wie bisher an einem der 6 Ports vom ICH9R Controller - aber leider auch keine Veränderung, weder im BIOS noch so...
Ergänzung ()

Zitat von Perdikkas:
Ja habe ich, danke für den Link
Tatsache ist diese "Backup BIOS Image to HDD" Funktion hatte ich bis dato deaktiviert, habe sie erst im Rahmen des BIOS Flash gestern aktiviert - das kann also eigentlich nicht die Ursache für den status quo sein - aber ich werde nun mal versuchen mittels HDAT dieses "Host-Protected-Area" sofern vorhanden, zu beseitigen.


Tatsache!
Danke HDAT habe ich mir eben die "Host-Protected-Areas" angesehen und da wird mir doch glatt ein 1 TB großes HPA angezeigt - Dahin scheint also meine halbe Festplatte verschwunden zu sein und wird deswegen im BIOS und unter Windows als nur noch 1TB groß angezeigt!

Jetzt stellt sich die Frage, kann ich den gefahrlos löschen, sowie in dem anderen Thread empfohlen oder laufe ich damit Gefahr, dass sich das Löschen des 1TB großen Bereiches auch auf meine daten auswirkt?

Und woher kommt dieser HPA?
Die BIOS Funktion des "Backup BIOS IMage to HDD" habe ich erst beim Flashen des BIOS gestern abend aktiviert, da war die Festplatte aber schon nicht mehr lesbar und der HPA offensichtlich schon vorhanden....
 

glide3d

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Also ich hatte keinerlei Probleme nach dem Entfernen von "Host-Protected-Area". Einfach gewissenhaft arbeiten, dann sollte nichts schief gehen.

Tatsache ist, dass ich meines Wissens "Backup BIOS IMage to HDD" niemals aktiviert hatte. Ich kann für mich nur behaupten, dass ich keine Gigabyte Mainbaords mehr kaufen und empfehlen werde.

HINWEIS: Ich hatte ein Backup der Daten auf einem anderen PC erstellt bevor ich den "Host-Protected-Area" entfernt hatte. Ein Abit Mainboard hat die Festplatte mit allen Partitionen trotz "HPA" erkannt. Du solltest ebenfalls ein Backup machen bevor du dich an die Arbeit machst. Sicher ist sicher.

Viel Erfolg!
 
Zuletzt bearbeitet:

Perdikkas

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Zitat von glide3d:
Also ich hatte keinerlei Probleme nach dem Entfernen von "Host-Protected-Area". Einfach gewissenhaft arbeiten, dann sollte nichts schief gehen.

Schonmal gut zu wissen!

Zitat von glide3d:
HINWEIS: Ich hatte ein Backup der Daten auf einem anderen PC erstellt bevor ich den "Host-Protected-Area" entfernt hatte. Ein Abit Mainboard hat die Festplatte mit allen Partitionen trotz "HPA" erkannt. Du solltest ebenfalls ein Backup machen bevor du dich an die Arbeit machst. Sicher ist sicher.
Viel Erfolg!

Leichter gesagt als getan. Wie mach ich das am besten ? Einfach die Platte klonen - aber dazu brauch ich ja eine zweite 2TB F4 - und ich hab keine Lust das selbe Modell jetzt nochmal zu kaufen (ausser ich kann sie dann im RAID laufen lassen, wo mir dann der Ausfall einer Platte relativ egal sein sollte *grübel*)...
 

Madnex

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@Perdikkas
Um ein Backup aller auf der Platte befindlichen Daten zu erstellen, ist es notwendig die HPA zumindest temporär zu umgehen, so wie es anscheinend mit dem Abit Board von glide3d möglich war. Ansonsten hast du keinen Zugriff auf die Daten im "ausgeblendeten" Bereich.

Wie ich gelesen habe deaktivieren manche (ältere) Linux Distributionen eine vorhandene HPA auf Festplatten temporär, so dass es möglich sein sollte an die Daten heranzukommen. Ob das aber generell bei allen Distributionen der Fall ist und ob das auch auf die aktuellen Versionen zutrifft, weiß ich nicht. Versuchs doch mal mit einer Linux Live-CD (z.B. Ubuntu oder Knoppix), wenn du gerade eine griffbereit hast (evtl. auf Heft-DVD).

Ein RAID-1 lohnt sich in deinem Fall eigentlich nicht, da das nur den Ausfall einer einzigen Festplatte auffängt. Alle anderen Möglichkeiten seine Daten zu verlieren werden dabei nicht verhindert. Eine zweite 2 TB Platte würde sich aber dennoch lohnen. Beispielsweise als externe Festplatte für die Datensicherung, um die du dir unbedingt mal Gedanken machen solltest.
 

Perdikkas

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Zitat von Madnex:
Wie ich gelesen habe deaktivieren manche (ältere) Linux Distributionen eine vorhandene HPA auf Festplatten temporär, so dass es möglich sein sollte an die Daten heranzukommen. Ob das aber generell bei allen Distributionen der Fall ist und ob das auch auf die aktuellen Versionen zutrifft, weiß ich nicht. Versuchs doch mal mit einer Linux Live-CD (z.B. Ubuntu oder Knoppix), wenn du gerade eine griffbereit hast (evtl. auf Heft-DVD).

Gute Idee, hab damit eh erst vor kurzem experimentiert (Linux von USB Stick gestartet um Daten von einem alten Laptop herunterzuholen) - Ich werd das gleich nochmal herrichten und versuchen ob ich damit auf die Festplatte zugreifen kann!

Zitat von Madnex:
Ein RAID-1 lohnt sich in deinem Fall eigentlich nicht, da das nur den Ausfall einer einzigen Festplatte auffängt. Alle anderen Möglichkeiten seine Daten zu verlieren werden dabei nicht verhindert. Eine zweite 2 TB Platte würde sich aber dennoch lohnen. Beispielsweise als externe Festplatte für die Datensicherung, um die du dir unbedingt mal Gedanken machen solltest.

Also würdest mir echt vorschlagen, dass ich mir nochmal die selbe Platte hole (die dann aber eines neueren Herstellungsdatums und damit nicht mehr vom SMART Problem betroffen sein dürfte) und diese nicht im RAID 1 betreibe, sondern eventuell extern als einfache Auslagerungs-/Backup Platte verwende?
 

Madnex

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Zitat von Perdikkas:
Also würdest mir echt vorschlagen, dass ich mir nochmal die selbe Platte hole (die dann aber eines neueren Herstellungsdatums und damit nicht mehr vom SMART Problem betroffen sein dürfte) und diese nicht im RAID 1 betreibe, sondern eventuell extern als einfache Auslagerungs-/Backup Platte verwende?
Nicht Auslagerungsplatte sondern ausschließlich als Backup Platte (außer du möchtest für dich unwichtige Daten auslagern). Wenn du wichtige Daten auslagerst und die externe Festplatte gibt den Löffel ab, hast du die Daten auch wieder verloren. Das ist nicht der Sinn der Sache.

Dein Problem hat nichts mit dem Firmware-Bug zu tun. Daran ist einzig und allein der BIOS-Bug deines Gigabyte Mainboards schuld.

Es muss nicht unbedingt die gleiche Festplatte sein. Wichtig ist nur, dass du zumindest deine wichtigsten Daten regelmäßig sicherst, also auf mindestens einem weiteren Datenträger (am besten extern und nicht ständig am PC und am Stromnetz angeschlossen) zusätzlich speicherst.

Der Firmware-Patch der F4 ist übrigens bei den Laufwerken, die ab dem Dezember 2010 produziert wurden, bereits ab Werk enthalten.
 

Perdikkas

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Spannend.

Habe gestern versucht von einem USB Stick LinuxMint zu booten - das hat nicht funktioniert aus welchem Grund auch immer (PC blieb ewig im Ladebildschirm hängen - und ich brach das nach vielen Minuten mit einem Reset ab).

Allerdings als ich danach wieder in Windows arbeitete, konnte ich auf einmal völlig normal wieder auf die Festplatte zugreifen, als ob nichts gewesen wäre! Alle Daten und alle 3 Partitionen vorhanden. Auch in der Datenträgerverwaltung alles wie gehabt.

Allerdings; heute nach dem Neustart, das selbe Bild wie zuvor...

Scheinbar hat der wenn auch nicht vollständige Bootvorgang der Linux Distribution irgendwas bereinigt, wodurch Windows danach die Festplatte wieder richtig erkannte, aber nun nach einem Neustart ist wieder alles beim alten. Ich werde das gleich nochmal versuchen (Linux booten und dann wieder per Windows auf die Festplatte zugreifen)


Und ich spiele nun mit dem Gedanken mir eine zweite F4 zuzulegen und diese mit der aktuellen (nachdem der Schaden offensichtlich nicht an der Platte liegt) in einem NAS als RAID-1 einzusetzen und dort meine Video und Audiodaten auszulagern und doppelt zu sichern, und so die Platten nur zu aktivieren, wenn sie gebraucht werden...
 

Madnex

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Zitat von Perdikkas:
Habe gestern versucht von einem USB Stick LinuxMint zu booten - das hat nicht funktioniert aus welchem Grund auch immer (PC blieb ewig im Ladebildschirm hängen - und ich brach das nach vielen Minuten mit einem Reset ab).
Hast du es mal mit einer Live-CD probiert? Das Booten eines Betriebssystem per USB-Stick hat noch so einige Stolpersteine im Weg.

Zitat von Perdikkas:
Scheinbar hat der wenn auch nicht vollständige Bootvorgang der Linux Distribution irgendwas bereinigt, wodurch Windows danach die Festplatte wieder richtig erkannte, aber nun nach einem Neustart ist wieder alles beim alten. Ich werde das gleich nochmal versuchen (Linux booten und dann wieder per Windows auf die Festplatte zugreifen)
Kann gut sein. So lange der PC nicht vollständig ausgeschaltet wurde und der RAM noch mit Strom versorgt wird beleibt die Firmware der Geräte und deren Konfiguration geladen. Beispielsweise funktioniert meine Soundkarte unter Windows nicht korrekt, wenn vorher Linux gelaufen hat und der Rechner nur per Softwarebefehl oder Reset neu gestartet wurde. Erst wenn ich den Rechner komplett heruntergefahren habe, der RAM somit stromlos war, funktioniert die Soundkarte unter Windows wieder normal.

Und ich spiele nun mit dem Gedanken mir eine zweite F4 zuzulegen und diese mit der aktuellen (nachdem der Schaden offensichtlich nicht an der Platte liegt) in einem NAS als RAID-1 einzusetzen und dort meine Video und Audiodaten auszulagern und doppelt zu sichern, und so die Platten nur zu aktivieren, wenn sie gebraucht werden...
Wie meinst du das? Du speicherst deine Video- und Audiodaten ausschließlich auf dem NAS und mit "doppelt zu sichern" meinst du das RAID-1? Wenn ich das so richtig verstanden haben, dann lass dir sagen, dass das keine Datensicherung ist.
 

Perdikkas

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Zitat von Madnex:
Hast du es mal mit einer Live-CD probiert? Das Booten eines Betriebssystem per USB-Stick hat noch so einige Stolpersteine im Weg.

Wird dann der nächste Anlauf sein. War nur verwöhnt weil das bei meinem alten Acer Laptop kein Problem war vom USB Stick zu booten.

Und ja, es ist reproduzierbar. Nach einem erfolglosen Bootversuch von Linux erkennt auch Windows wieder die Festplatte...

Das klärt aber immer noch nicht die grundsätzliche Frage ob ich den HPA gefahrlos löschen kann. Mit der Hoffnung dass damit nicht auch die eigentlichen Daten auf der Festplatte teilweise) gelöscht werden und Windows dann wieder ohne Linux Boot vorher die Platte erkennt...


Zitat von Madnex:
Wie meinst du das? Du speicherst deine Video- und Audiodaten ausschließlich auf dem NAS und mit "doppelt zu sichern" meinst du das RAID-1? Wenn ich das so richtig verstanden haben, dann lass dir sagen, dass das keine Datensicherung ist.

Was wäre denn eine echte Datensicherung?
Wenn ich mir eine zweite F4 inklusive externem Gehäuse besorge und dann einmal wöchentlich meine interne F4 klone und die externe nur für diesen Klonvorgang ans Netz hole und sonst auch am besten geografisch woanders aufbewahre?

Aber auch in diesem Fall ist es nur eine Festplatte, die ausfallen kann... 100%ige Datensicherheit kanns so doch nicht geben oder? Aber das wäre natürlich sicherer als ein RAID1 aus zwei F4 die dann zb durch ne Überladung bei einem Blitzschlag beide draufgehen würden, stimmt.
Eine NAS Lösung mit RAID 1 würde mir nur insofern etwas praktischer erscheinen, weil der Ausfall einer Platte kein Problem wäre, und das wöchentliche Klonen wegfallen würde, und man die zusätzlichen Vorteile eines NAS nutzen könnte...?

Aber ich lass mich gern aufklären ;-)
 

Simpson474

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Zitat von Perdikkas:
Das klärt aber immer noch nicht die grundsätzliche Frage ob ich den HPA gefahrlos löschen kann. Mit der Hoffnung dass damit nicht auch die eigentlichen Daten auf der Festplatte teilweise) gelöscht werden und Windows dann wieder ohne Linux Boot vorher die Platte erkennt...
Beim Zurücksetzen der HPA werden keine Daten gelöscht.
 

_TK_

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Spannend.
Warum Gigabyte seit ..zig Jahren S.M.A.R.T. grundsätzlich deaktiviert, ist mir rätselhaft. Das ist etwa so, als wenn man einem Auto Sicherheitsgurte und Airbags abschalten / ausbauen würde.
Gigabyte hat noch andere BIOS-Macken, so kann ich bei meinem Board z.B. eSATA nicht nutzen, also keine Platten im Betrieb anstecken. Die SATA-Spezifikation sieht sowas ja ausdrücklich vor!
 

glide3d

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Zitat von _TK_:
Spannend.
Warum Gigabyte seit ..zig Jahren S.M.A.R.T. grundsätzlich deaktiviert, ist mir rätselhaft. Das ist etwa so, als wenn man einem Auto Sicherheitsgurte und Airbags abschalten / ausbauen würde.
Gigabyte hat noch andere BIOS-Macken, so kann ich bei meinem Board z.B. eSATA nicht nutzen, also keine Platten im Betrieb anstecken. Die SATA-Spezifikation sieht sowas ja ausdrücklich vor!

Das bestätigt meine Aussage nur!

Zitat von glide3d:
...Ich kann für mich nur behaupten, dass ich keine Gigabyte Mainbaords mehr kaufen und empfehlen werde.
 

Perdikkas

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Zitat von Simpson474:
Beim Zurücksetzen der HPA werden keine Daten gelöscht.

Sicher?

"Da das Löschen eines HPA eine Schreiboperation auf den Datenträger darstellt, besteht die Gefahr, damit Daten zu vernichten. Daher sollte vor dem Entfernen des HPA, d.h. dem Sichtbarmachen des HPA-Bereichs ein vollständiges Image des sichtbaren Bereichs der Festplatte erstellt und danach der HPA entfernt werden."

Quelle:
http://de.wikibooks.org/wiki/Disk_Forensik/_Sicherstellung_Imaging#Entfernen_von_HPA_und_DCO

Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann dass ich mir damit tatsächlich meine halbe Festplatte lösche (der HPA ist 1TB groß!) - aber die auch nur die vage Möglichkeit dessen lässt mich derzeit noch zögern.

Werd mir wohl eine zweite 2TB Platte zulegen diese Woche, um dann ein Image zu machen, und dann den HPA zu löschen nur um auf Nummer sicher zu gehen...
 

Simpson474

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Und was bringt dir ein Image der halben HDD? Es werden beim Entfernen der HPA zwar Daten geschrieben, diese landen jedoch im gleichen Bereich wie z.B. die AAM- oder SATA-Einstellungen.

EDIT: Ok, du willst das Image unter Linux mit deaktivierter HPA machen - macht schon ein bisschen mehr Sinn. Ein vollständiges Backup kann hier sicher nicht schaden.
 

Perdikkas

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So, um der Geschichte einen Abschluss zu verpassen.

Ich habe nun doch ein Backup der Daten auf der Festplatte machen können.
(Wieder erfolglos Linux per USB Stick gebootet, dann nach Reboot unter Windows die Daten kopiert, siehe weiter oben).

Insofern hab ich mich nun drüber getraut, das HPA per HDAT2 zu löschen.
Was großartigerweise per "Autoremove" auch anstandslos funktioniert hat.

Und Windows erkennt die Platte nun auch wieder einwandfrei!
Und wie es scheint ist auch den Daten auf der Platte nichts passiert.

Also ein gutes Ende.


Aber woher das HPA gekommen ist, bleibt weiter ungeklärt...
 
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