Mein neues Spielzeug seit etwas mehr als einem Monat ist mein Samsung R50 WVM 1860. Inzwischen habe ich nun auch ausreichend mit ihm herumgespielt um erste Erfahrungen zu Papier bzw. zu Blog zu bringen.
Es handelt sich um den mittleren Sproß der R50-Familie mit einem flotten 1,86GHz Pentium Mobile, einem Gigabyte PC2-4200 Hauptspeicher und einer geräumigen 100 Gigabyte Festplatte. Das Display ist ein superscharfes 15,4 Zoll SuperBright Glare TFT Display mit einer 1280 x 800 Pixel großen Breitbildauflösung. Grafikchip ist ein X700 von ATI mit 128 Megabyte eigenem Speicher. Vervollständigt werden die Eckdaten durch einen DVD-Brenner mit Multiformatunterstützung. Fast schon Standard sind die Beigaben aus W-LAN, 5-in-1-Cardreader und Modem. Soviel zu dem, was man bei Händlern oder auch bei Samsung zu lesen bekommt.
Zu den einzelnen Komponenten im Detail:
Mobile Intel Pentium M 750J, 1866 MHz
Motherboard Chipsatz: Intel Alviso i915PM
Soundkarte: Intel 82801FBM ICH6-M - AC'97 Audio Controller [B-1]
Festplatte: Hitachi HTS421210H9AT00 (85 GB, IDE)
Optisches Laufwerk: TEAC DV-W28EA (DVD+RW:8x/4x, DVD-RW:8x/4x, DVD-ROM:8x, CD:24x/10x/24x DVD+RW/DVD-RW)
WLAN: Intel(R) PRO/Wireless 2200BG Network Connection
Grafikkarte: ATI MOBILITY RADEON X700 (128 MB)
Speichermodule: 2x 512MB Infineon 64T64020HDL3.7A
Cardreader: Ricoh
Touchpad: Synaptics
Leider liefert Samsung bei der R50-Serie nur Windows XP Home mit, was mir in der Preis- und Güteklasse ein wenig unverständlich erscheint. Ausserdem liegt Windows nur in Form einer Recovery-CD bei, was allerdings inzwischen wohl eher Normalität ist. Weiterhin liegt dem Notebook eine Software-CD bei, auf der sich Treiber und ein Software-Paket von Samsung befinden. Unter anderem wird Nero Express und Norton AntiVirus 2005 mitgeliefert, wobei letzteres in meinen Augen erst gar nicht auf die Festplatte gehört. Wie nahezu jeder Hersteller legt auch Samsung einige eigenentwickelte Programme bei, die man getrost ignorieren kann. Nicht ignorieren kann man hingegen AV Station Premium, ein umfangreiches Audio/Video-Paket, dass auch als Direktstart-Variante auf der Festplatte fest verankert ist (daher auch die nur 87 Gigabyte nutzbarer Speicherplatz). Samsung integriert für den Start einen eigenen Button neben dem Einschaltknopf des Notebooks. Nachteil: Die Software kann im Direktstart-Modus nur auf das Laufwerk C: zugreifen, Mediadateien auf anderen Laufwerken oder gar im Netzwerk können nicht abgespielt werden.
Beim Thema Mediadateien liegt der Sound nahe, der ja auch bei Notebooks mittlerweile eine Rolle spielt. Mangels irgendwelcher professioneller Messmethoden bleibt mir natürlich nur der subjektive Eindruck, der sich für mein Empfinden einigermaßen positiv gestaltet. Echte Bässe darf man nicht erwarten, für den mobilen Genuß von Videos oder Musik reicht es aber für anspruchslose Ohren wie die meinen voll und ganz. Audio lässt sich natürlich auch mit externen Geräten anhören, dafür stellt das R50 einen gängigen 3,5mm-Klinkenstecker und einen SPDIF-Ausgang bereit. Weiterhin steht auch ein Mikrofoneingang zur Verfügung, der Sprache recht deutlich überträgt. Das integrierte Mikrofon ist leider (wie so häufig) nicht zu gebrauchen.
Mobilität wird bei Samsung ja in der Regel groß geschrieben. Auch beim R50 kann man nicht wirklich meckern: Das Gewicht bleibt unter 3 kg. Ausserdem schliesst das Notebook mit zwei Haken beim zuklappen und liegt nicht wie bei vielen anderen Modellen nur auf. So ist die Gefahr relativ gering, dass Dokumente oder ähnliches zwischen Display und Tastatur rutschen können, wenn man das Notebook in einer Tasche transportiert.
Apropos Display: Hier wird ein sogenanntes "Super Bright Glare"-Display verbaut, welches eine wirklich extrem klare und scharfe Sicht auf das dargestellte erlaubt. Prädestiniert ist der Bildschirm für relativ dunkle Umgebungen, ein Test im Sonnenlicht blieb bisher aus. Die Helligkeit lässt sich in acht relativ groben Einstellungen verstellen, wobei sie im Batteriemodus auf eine unbrauchbare (verstellbare) Voreinstellung eingerichtet wird. Alles in allem ist das Breitbilddisplay jedoch eine für mich sehr brauchbare Alternative zu meinem Schreibtisch-TFT ;-).
Zeit für ein Fazit? Ich denke schon: Für mich ist das R50 innerhalb kurzer Zeit zu einem treuen, sehr leisen und praktischen Begleiter geworden, der meinen Desktop-Rechner komplett ersetzt. Sämtliche Anwendungen und Spiele laufen problemlos, auch Windows Vista soll laut bisherigen Angaben keine zu großen Anforderungen stellen. Ich jedenfalls werde meinen Schleppi nicht mehr hergeben, komme was wolle :-).