Schwebende Sektoren

syntec

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Leider habe ich keine Erfahrung mit "schwebenen Sektoren" die mir ChrystalDiskInfo auswirft bei meiner fast neuen Samsung HD203WI. Ist das ein Fall für die Garantie weil es früher oder später zu reallocated Sektoren führt, oder hilft vielleicht ein LowLevel Format?

Ich hatte die Platte zuerst in meinem Synology NAS im Einsatz - als die Platte dann gut zur Hälfte gefüllt war, trat dann der Fehler (siehe Screen).

Nach dem Umbau in den PC zeigt allein Chrystal die Warnung an, die SMART Werte scheinen ja an sich ok. in HD Tune hab ich die Platte gestern laufen lassen, ohne Befund.

Also, kann ich noch was machen oder sollte ich die Platte reklamieren - und wenn ja, hat das Aussicht auf Erfolg?
 

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Ernst@at

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So etwas ist unausbleiblich, wenn man eine neue Platte einfach reinsteckt und verwendet.
So kommt man erst Wochen oder Monate später auf Sektoren, die erstmals beschrieben und nicht ausgelagert werden, weil sie danach nur mehr schlecht gelesen werden können, die hängen dann lange in der "pending list".
Nur ein anfänglicher "Burn-in" Lauf über die gesamte Oberfläche kann sowas verhindern.

Jetzt hilft nur auslagern der Daten und Write-all-zero, denn das Samsung Tool FSUTIL wird keine Fehler bemängeln, welche eine RMA rechtfertigen. Ein paar sporadisch ausgelagerte Sektoren auf einer neuen Platte sind kein Fehler - nur wenn die später gehäuft auftreten.
 
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syntec

Lt. Commander
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Danke für die Antwort - ich habe die Platte aber erst ein paar Tage und wollte ja eben ALLE meine Daten sichern bis ich nach Hause kam und das NAS piepte weil eben das Volume abgestürzt war. D.h. ich habe den quasi "burn-in" ja gemacht indem ich die Festplatte einfach vollkopiert habe.

Abgesehen davon wäre es eigentlich Sache des Herstellers einen derartigen "Test" durchzuführen. Wenn ich ein neues Gerät kaufe, möchte ich nicht erst 10 Stunden testen um zu sehen ob es auch funktioniert.
 

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Lt. Commander
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Bevor man handelsübliche Gerätschaften der Unterhaltungselektronik ernsthaft einsetzt, muss man sie erst mal gründlich ausprobieren. Fabrikneue Geräte haben zunächst eine hohe Ausfallrate, die erst innerhalb der ersten ca. 200 Betriebsstunden auf einen minimalen Stand fällt. Da der Käufer heute "billich" will, muss er das Einbrennen selber durchführen.
Wenn es die Zeit erlaubt, lasse ich eine neue Platte nach dem Partitionieren und Formatieren erst mal ca. 1 Woche nebenbei laufen und teste sie mindestens einmal mit h2testw auf Datenintegrität.

Aber nicht nur den verwendeten Massenspeicher, sondern insbesondere die verwendete Backup-Software sollte man gründlich überprüfen. Während bzw. unmittelbar nach dem Backup-Lauf muss ein Vergleich der Originaldaten mit den gesicherten Daten möglich sein. Obendrein muss die Integrität von Backup-Dateien überprüfbar sein (üblicherweise mit Prüfsummen). Ansonsten kann man die Backup-Software zumindest für wichtige Daten in die Tonne kloppen.
Insofern ist das Vollspielen mit einem Backup-Programm nebst anschließender Integritätsprüfung der Backup-Dateien natürlich ein Test der Platte, wenn auch ein recht kurzer.

Der Hersteller sollte seine Festplatten aber schon so produzieren, dass alle Sektoren mit eventueller Leseschwäche bereits ausgelagert, d.h. durch Reservesektoren ersetzt sind. Nun stellen manche Hersteller von NAS-Geräten Kompatibilitätslisten ins Web, weil nicht jedes Laufwerk in jedem NAS zuverlässig funktioniert. Wenn nicht, kann es sein, dass die schlechte Kompatibilität von den Anwendern auf die harte Tour herausgefunden wird.
Hier war sicher etwas faul im Staate Dänemark. Wenn nicht im NAS, dann im eingesetzten Laufwerk.

Mit Aussicht auf Erfolg kann man eine Platte reklamieren, wenn man sie mit dem Testtool des Herstellers in einem vertrauenswürdigen PC überprüft und eine eindeutige Fehlermeldung bekommen hat. Bei Samsung heißt das Testtool "ES-Tool".
 
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Ernst@at

Admiral
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Das Samsung Tool heißt natürlich ESTool. Hab gestern wohl zu lange in den Metadaten eines NTFS herumgepopelt :)
Das einfache Befüllen mit Daten zB mit h2testw für den Burn-in hat den Nachteil, dass nach der Partitionierung in einem Filesystem bei weitem nicht alle Sektoren der Platte beschrieben und wiedergelesen werden. Um die Platte vom ersten bis zum letzten Sektor zu checken, schreibt man per Utility Testpattern drauf und vergleicht beim Lesen die erhaltene Prüfsumme mit dem erwarteten Wert.

DAs NAS scheint auch ein wenig pingelig zu sein - denn ein "pending Sektor" bedeutet noch keinen Datenfehler - nur, dass die HDD mehrmals versuchen musste, die Daten zu lesen, bis es dann fehlerfrei geklappt hat. Das ist noch kein Verlust der Datenintegrität...
 
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syntec

Lt. Commander
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Ganz ehrlich finde ich pingelig aber besser, als mal drüber hinwegzusehen. Die Platte für die DS war eigentlich als dritte Datensicherung gedacht - ich lege darauf gesteigerten Wert - übertreiben will ich es aber auch nicht. :D

Die DS steht mittlerweile im Keller, also drei Stockwerke unter mir - so das es nochmal an einem anderen Ort ist. Gut, Überschwemmungen haben wir noch nie gehabt (trotz Platzregen, Gewittern, die DS steht auch gut 2m über dem Boden) und die Heizung und Gaszuleitung ist "brandneu" - da sollte also eigentlich auch nicht passieren (das Haus steht seit 1917, naja, die Giebel haben den II.WK überlebt).

Kompatibel ist Platte natürlich auch, habe ich ja vorher gecheckt. Ich habe das Laufwerk mittlerweile trotzdem eingeschickt (in Rücksprache mit dem Händler). Vielleicht sparen die sich ja die Arbeit und schicken mir eine neue HD. So lang erfolgt die Sicherung auf eine ältere 500er und eine externe Platte an der DS.

Zukünftig werde ich mir wohl die Arbeit machen müssen, Laufwerke solcher Größe erstmal ausgiebig zu testen bevor sie den eigentlichen Zweck erfüllen werden.

Ich danke Euch auf jeden Fall für die informativen antworten.
 
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