SSD Gesundbacken

rush111 schrieb:
laut der Seite kostet die Datenrettung über 700 Euro und bleibt ja auch offen ob die es schaffen
Ob eine Datenrettung möglich ist, kann vorab keiner mit Sicherheit sagen und wenn der Seagate Datenrettungsdienst es nicht schafft, wird ja nur die Bearbeitungsgebühr von etwa 60€ fällig.
 
rush111 schrieb:
Tja hab es jetzt mehrfach probiert und es hat nichts gebracht.

Allzu viel Temperatur und auch Dauer solltest Du den Flash Chips nicht antun, da dadurch ohnehin die Informationen in den Speicherzellen gelöscht oder beschädigt werden.
 
was nimmt man da, Ober- Unterhitze, oder Thermogrill?
Die Mikrowelle wird ja nicht funktionieren?
 
Man nimmt nicht Thermogrill und Mikrowelle erst recht nicht. Am besten Um~/Heißluft, ansonsten Ober~ + Unterhitze.
 
Holt schrieb:
Ob eine Datenrettung möglich ist, kann vorab keiner mit Sicherheit sagen und wenn der Seagate Datenrettungsdienst es nicht schafft, wird ja nur die Bearbeitungsgebühr von etwa 60€ fällig.

Naja schon klar aber 700 Euro sind auch nicht wenig. Und da es hier ja doch scheinbar einige User geschafft haben, wäre das natürlich super gewesen wenn es geklappt hätte.

Samurai76 schrieb:
Man nimmt nicht Thermogrill und Mikrowelle erst recht nicht. Am besten Um~/Heißluft, ansonsten Ober~ + Unterhitze.

Hm hab es aufs Blech gelegt, also nicht auf den Rost. Glaubt ihr das macht einen Unterschied? Da ja die heiße Luft dann nicht so gut auf die untere Seite vom Board kommt.

Ich hab auf jeden Fall heute in der Früh die SSD kurz nochmal angeschlossen und siehe da, auf einmal hat Windows einen Datenträger erkannt und wollte ihn initialisieren nur danach kam aber leider wieder eine Fehlermeldung mit Datenträger beschädigt oder so. Also irgendwas hat das ganze scheinbar schon bewirkt. Muss heute schauen vielleicht kann ich Sie mit Linux einlesen, sonst vielleicht nochmal in den Ofen.

juenger schrieb:
Allzu viel Temperatur und auch Dauer solltest Du den Flash Chips nicht antun, da dadurch ohnehin die Informationen in den Speicherzellen gelöscht oder beschädigt werden.

Ist die Frage was die aushalten. Viele User zumindest was ich bei den Grafikkarten gelesen hab, haben es ja Monate später nochmal gemacht, weil Sie dann ja wieder nicht funktioniert haben. Also hoffe ich, dass der Chip schon ein wenig was aushält. Es gibt leider soviele Unterschiedliche Anleitungen was vorallem die Temperatur und die Dauer des backens betrifft.
 
rush111 schrieb:
Temperatur und die Dauer
Diese Angaben bekommt man normalerweise vom Chiphersteller (Speicher und Controller). Wald und Wiesen Standard IC liegen da so bei bis 120°C für 30 bis 180 sek, 150°C bis 200°C für 10 bis 20 sek und Löttemperatur 285°C bis 300°C für bis zu 10 sek. Da du weder Temperatur noch Zeit im Backofen einhalten kannst, gibt es so viele verschiedene Anleitungen dazu.
 
So hab es gestern noch 2x probiert ohne Erfolg.

Dieses mal jetzt direkt am Rost mit einer Backfolie ohne das es mit einer Alu Folie noch zusätzlich eingewickelt war.

100 Grad vorheizen
150 Grad 25 min
15 auskühlen

Getestet ohne Erfolg, dann nochmal


160 Grad vorheizen
160 Grad 30 min
180 Grad 2 min
200 Grad 2 min

Wird leider aber weiterhin nicht gefunden, auf der Rückseite der SSD leuchten zwar die Lampen das wars aber auch schon. Hab es direkt am PC angeschlossen und mit USB-Adaptern probiert. Komischerweise gab es ja gestern kurz in der früh wieder ein Lebenszeichen. Tja somit sind die Chancen wohl gegen Null gesunken... Noch höhere Temperaturen werden vermutlich auch nichts mehr bringen.

h00bi schrieb:
Du kannst beim backen nur Mikrorisse durch Materialspannungen fixen und das auch nur temporär.
Das hat mit dem Lötzinn und dessen Schmelzpunkt absolut gar nicht zu tun.

Und kurzfristig würde mir schon reichen egal wie. Will nur die Daten sichern, dann ist mir alles weitere egal.

Wären halt von anderen Usern noch Berichte interessant, wie die es gemacht haben, vor allem die Versuche die erfolgreich waren.
 
ich hab wirklich gedacht, beim Backen geht es um kalte Lötstellen.
 
Kalte Lötstellen sollte es so gut wie nicht mehr geben, solange keine Abweichungen im Produkt auftreten (Falsche/Neue Lotmischung, Materialfehler im IC oder der Leiterplatte). Wenn der Fertigungsprozess erst einmal aufgesetzt und verifiziert wurde, ist die Fertigung fast ohne Schwankungen. Und nein, eine kalte Lötstelle bekommst du nicht gesundgebacken. So, wie h00bi es schon schrieb, Mikrorisse, die durch unterschiedliche Materialwärmekoeffizienten kurzfristig wieder zu schliessen. Wenn es ein Riss im Lot ist, kann das mit den richtigen Kräften auch dauerhaft gelingen, da auch 'festes/kaltes' Lot mitnichten fest ist. Eher 'halbfest', wie Wachs, halt sehr weich für ein Metall.
Eine kalte Lötstelle kannst du nur reparieren durch erneutes Aufschmelzen des Lotes, evtl auch nur durch kpl. Entfernung, Reinigung und erneutem verlöten. Das Aufschmelzen geht mit Kontaktwärme an SMD Bauteilen bei 285°C oder höher. Das schafft meines Wissens nach kein Backofen von Zuhause und hätte den Nachteil, dass die Bauteile auf der Unterseite dann herunterfallen.
 
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Moderne Backöfen schaffen schon 300°C aufwärts im "Pizzamodus" oder so und auch 500°C+ für Pyrolyse aber das wäre trotzdem ziemlich ungeeignet, denn die Komponenten halten diese Temperaturen nicht/bzw nicht lange aus.
 
Sobald das Lot schmilzt fallen die Bauteile ab u das wars... ansonsten versteh ich das ständige Gezeter nicht, jede "Mikrobaustelle" ist anders, manchmal hilfts manchmal halt nicht, wenn die gängigen Rezepte versagen hat man halt Pech gehabt und hoffentlich was gelernt was Backup betrifft. Zitat C'T vor einer guten Dekade: "Daten die man nicht gesichert hat (sprich Backup) kann man getrost als gelöscht betrachten
 
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