SSD: Preissturz noch dieses Jahr?

Viel interessanter wird sein, wann es keine HDD mehr geben wird.
Das wird dann auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.
 
matraj63 schrieb:
@ JazzLash
Dann hast du es nicht verstanden, sorry. Weil gleich der nächste Satz lautet "Demnach soll der Preis pro Gigabyte bei einer SSD nur noch um etwa 0,11 US-Dollar höher liegen als bei Festplatten.", womit, wie im anderen Link von dir, dann HDDs bei 0,06$ pro GB liegen, SSDs bei 0,17$, also immer noch fast der von mir genannte Faktor 3.

Zumindest für mich ist drei mal so teuer halt nicht Gleichstand. Und den hattest du nunmal postuliert.

Falsch.
Darüber hinaus sollen die Preise bis 2017 sich auch bei den 1-TB-Modellen annähren. Demnach soll der Preis pro Gigabyte bei einer SSD nur noch um etwa 0,11 US-Dollar höher liegen als bei Festplatten.

Das ist eine Prognose für (Bis 2017) 2016. Welche so auch eingetroffen ist.

Womit
Das ist das Ziel Samsungs, sie wollen mit ihren SSDs bis 2017/18 Preise von HDDs erreichen.
Nicht falsch ist, der Preis sinkt ja immernoch und soll ja TATSÄCHLICH die Preise der HDDs erreichen, ich muss zugeben es ist verwirrend von Hardwareluxx geschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die SSDs werden sich den HDDs preislich natürlich immer mehr annähern und die HDDs dann irgendwann ersetzten.

HDDs sehe ich langfristig nur noch in Storage- und Backuplösungen.
 
@JazzLash

Ich will mich mit dir nicht streiten (falls das so rübergekommen sein sollte), vielleicht interpretieren wir ja die Aussagen etwas anders (ich bin da halt nicht so optimistisch), wobei ich bisher noch nicht die Aussage von Samsung gefunden habe, sie wollen SSDs 2017/2018 für HDD Preise anbieten.

Egal, sollte es so kommen, würde ich mich natürlich freuen;-)
 
PaRin schrieb:
aber keine Lust habe, die noch horrenden Preise zu zahlen.
Horrende Preise sind relativ, ein Samsung 3rd Gen. V-NAND 256Gbit (32GiB) Die ist etwa 99,8mm² groß, in einer 500GB SSDs 16 davon verbaut, man bekommt also 1600mm² Chipfläche alleine an NAND und wenn es planares NAND ist, dann sogar mindestens doppelt so viel, denn das V-NAND mit 48 Layern hat etwa die doppelte Datendichte selbst der 15nm TLC NANDs von Toshiba.

AMDs Zambezi FX-CPUs für den S. AM3+ haben 319mm² Diesize und der billigste kostet über 50€, also rund halb sie viel wie z.B. die Trion 150 480GB in der 10mal so viel Chipfläche steckt und dabei ist weder der Controller noch das DRAM für den Cache dabei, die Chipsfläche der CPU ist also um den Faktor 5 teurer. Selbst im Vergleich zur 850 Evo 500GB die fast dreinmal vor viel wie der FX-4300 kostet sind noch 5mal so viel Diefläche (ohne Controller und DRAM) verbaut und das von dem aufwendig zu fertigen 3D NAND mit 48 Layern und die FX-4300 ist noch eine CPU im veralteten 32nm Prozess bei der nur die Hälfte der auf dem Chip vorhandenen Kerne freigeschaltet sind und trotzdem kostet der mm² Diefläche dort 60% mehr als bei der SSD mit dem modernsten 3D NAND.

PaRin schrieb:
Was meinst ihr, geht dieses Jahr noch was oder sind die Preise bis auf weiteres zementiert? Gibt es verlässliche Quellen?
Zementiert ist nichts, alle Hersteller arbeiten daran die Kosten weiter zu senken. Verlässliche Quellen für Prognosen gibt es auch nie, keiner kann die Zukunft vorhersagen und wer es kann, der würde an der Börse schnell reich werden und sich nicht um NAND Preise kümmern. Die Erwartungen sind, dass es 2017 von etwa 20ct/GB auf 15ct/GB fallen dürfte, also um 25%. Da HW immer in Dollar gehandelt wird, kommt für den Euroraum immer auch die Wechselkursschwankungen hinzu. Zieht die FED die Zinsschraube wirklich stärker an als der Markt erwartet, könnten ein ganzer Teil dieser 25% von einem schwächeren Euro wieder aufgefressen werden, unterlässt sie es, könnte der Euro vielleicht wieder von seiner derzeitig Spanne zwischen rund 1,05 bis 1,15 wieder auf 1,40$ steigen und alleine damit wären dann rund 25% Preissenkung um Euroraum erreicht.

JazzLash schrieb:
Das ist das Ziel Samsungs, sie wollen mit ihren SSDs bis 2017/18 Preise von HDDs erreichen.
Das sollte man aber schon genauer lesen. Es geht nicht um die Preise pro GB, da bleibt der Unterschied wohl zumindest noch sehr lange wenn nicht für immer bestehen, die HDD Technologie entwickelt sich ja auch weiter und bei NANDs ist das Ende der Fahnenstange vielerorts schon sichtbar, denn nach der dritten lässt sich eben keine vierte Dimension mehr erschließen und schon die Zellgrößen und -abstände der aktuellen planaren 15/16nm NANDs gelten als problematisch. Endlos viele Layer können auch nicht wirtschaftlich vertretbar übereinander gestapelt werden, derzeit wird von 128 als Limit ausgegangen.

Gemeint war damit vielmehr, dass OEMs dann Rechner mit einer ausreichend großen SSD zum gleichen Preis wie für eine kleine HDD, die dann zwar mehr Kapazität hatte, anbieten können.
smuper schrieb:
Da ist die Ultra II aber definitiv vorzuziehen.
Da wäre ich nicht so sicher, die Ultra II hat immerhin einen Controller der kein LDPC Fehlerkorrektur unterstützt und die ist für TLC eigentlich nötig.

#.kFk schrieb:
Werden in der Größenordnung von 250GB denn überhaupt noch HDDs produziert ?
Glaube ich eher nicht, was sich da im Preisvergleich findet, sind ja alles uralte Modelle aus Serien die längst nicht mehr gefertigt werden. Es sollte mich nicht wundern, wenn das vor allem gebrauchte Platten mit zurückgesetzten S.M.A.R.T. Werten sind, denn die Grundkosten für die Herstellung einer HDD dürfte bei so etwa 40€ Verkaufspreis gedeckt sein und dafür bekommt man heute eine 1TB 3.5" oder eine 500GB 2.5" HDD gefertigt, so viel passt bequem auf einen Platter. Die Hälfte der Kapazität gibt es, wenn man einen Kopf einspart und nur eine Seite der Scheibe nutzt und die billigste HDD auf einer neuen Baureihe die ich bei Geizhals gefunden habe, ist die Toshiba P300 500GB ab 39,90€, die P300 Reihe ist erst knapp einem Jahr auf Markt, die dürfte also kaum gebraucht sein, die P300 1TB kostet ab 44€, also 10% mehr, ein weitere Kopf kostet eben nicht viel. In 2.5" sind die WD Blue Mobile 500GB, SATA 6Gb/s (WD5000LPCX) ab € 39,90 und die Toshiba L200 Mobile 500GB ab 42,13€ die günstigsten aus aktuellen Baureihen, es ist also nicht billiger eine 500GB 2.5" statt einer 500GB/1TB 3.5" HDD zu fertigen.

Für 40€ gibt es derzeit nur SSDs bis 120GB, für eine 240GB sind noch mindestens knapp 60€ zu zahlen. Je nachdem ob man nun 120GB als ausreichend betrachtet um einen damit bestückten Rechner verkaufen zu können oder erst 240GB, ist das Ziel also schon erreicht oder eben noch nicht, aber bei noch einmal 25% Preisverfall bei den SSDs wäre es dann fast erreicht.
 
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