Schon lustig wie die Industrie kein einziges Argument gegen den Erhalt von Spielen hat dass wirklich Sinn ergibt, was sich hier sehr gut auch im Artikel widerfindet:
Die Unternehmen, also die Entwickler und Publisher, müssten stets die Möglichkeit haben, sich für eine Einstellung eines Online-Dienstes (Spiels) zu entscheiden, wenn jenes sich nicht mehr rentiere, heißt es weiter.
Guess what, nur weil das Spiel nach dessen Server-Abschaltung irgendwie weiter für Käufer spielbar sein soll, dann könnt ihr eure Server trotzdem abschalten und das Spiel aus Stores entfernen. Nur wird das Spiel dann nicht auch bei Kunden unspielbar.
Ebenfalls Schwachsinn:
Dass viele
Spiele von Grund auf Online-Betrieb ausgelegt sind, würde einem geforderten Offline-Modus zuwider laufen, wird weiter argumentiert. Sollte es rechtliche Vorgaben zum Fortbestand solcher Online-Only-Titel geben, dann würde das die Entwicklung einschränken und auch „
unerschwinglich teuer“ machen.
Niemand verlangt dass es IMMER einen Offline-Modus geben soll. Es wird stattdessen verlangt dass der Publisher sich Gedanken machen soll wie das Spiel nach Abschaltung der offiziellen Server weiter verfügbar für Kunden ist. Wie genau das zu schaffen ist, steht dem Publisher ziemlich frei und der "Offline Modus" der angeblich soooo unmöglich ist, scheint oft ja doch ohne großen Aufwand möglich zu sein, nur muss man dass halt wollen.
Und dann genau in die gleiche Kerbe schlagen die angeblichen Kosten. Nur ein Beispiel hier, eine kurze Sicherheits-Analyse ob man die Server-Ware vor-kompiliert mit minimal Interfaces eventuell so zur Verfügung stellen kann bzw. was genau man dort brauch und was nicht, dürfte eine einzige Person mit genug Expertise weniger als nen Tag kosten, die Vorbereitung der Executable maximal wenige Tage und das Review dessen maximal ein paar Stunden. Ähnlich sieht es bei der Entfernung von aktiven Anti-Cheat Lösungen an die natürlich dann auch offline wären etc.
Klar kostet der Umstieg bei einer nicht gut modular gestalteten Integration des Netcode dann doch ein paar Tage mehr Aufwand, wir reden aber auch dann über X Monate eines Y Man Teams, sondern eher Wochen von einem Ein- bis Wenige-Man Team. Wobei man hier auch argumentieren könnte: besser als der wenige Wochen Aufwand weniger Leute wäre natürlich wenn man vorher den Code modular genug geschrieben hätte.
Ähnlich würde es bei Argumenten zur Qualifikation der Leute aussehen "die Leute arbeiten hier nicht mehr" zieht als Argument schlecht wenn man berüchtigt für Massen-Entlassungen trotz guter Zahlen ist weil man ALLES GELD möchte respektive die Leute gehen weil sie dank berüchtigt beschi**enen Arbeitsbedingungen Burn-Out haben. Oder in anderen Worten, Eigenverschulden gehört nicht zu den Dingen die Legislative berücksichtigen sollte.
Schlimmer noch waren die Argument nachdem man durch die weitere Verfügbarkeit der älteren Spiele Geld verlieren würde... Was so krasser Käse ist, dass man sich damit eigentlich nicht mal mit der Kneifzange beschäftigen sollte.
Am Ende spricht absolut nichts gegen eine wie auch immer gestaltete zur Verfügung-Stellung alter Spiele die irgendwie Online liefen. Nur die Ultra-Gier der Manager steht dem im Weg, auch wenn die Chancen dass jemand dann plötzlich nicht CoD Teil 37345 kauft gen Null gehen, aber selbst dass ist zu viel des guten, also NEIN!