Stromverbrauch einer Tiefkühltruhe

Schuffi

Ensign
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Sep. 2014
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Guten Abend liebe Leute,

Ich habe keine Ahnung, wen ich sonst fragen soll, daher frage ich hier mal:

Ich besitze eine (vom Design her) ca. 20 Jahre alte Tiefkühltruhe. Diese ist konstant auf -18°C eingestellt. Der Inhalt gehört mir und einem Freund von mir und wir wollen uns die Stromkosten dafür teilen. Sie ist ca 120x80x80 groß und wird selten geöffnet, ist bis oben hin gefüllt. Das ist leider alles, was ich euch an Infos geben kann.
Könnte ihr mir vielleicht eine ganz ganz grobe Abschätzung darüber geben, was das im Monat oder Jahr ca. an Kosten verursacht?

Vielen Dank schon mal und beste Grüße

Oliver
 
Je nach Modell, Alter und Volumen kann man wohl von einem jährlichen Leistungsverbrauch von mindestens 200 kWh ausgehen.

Bei oben genannten Modell mit einen geschätzen Volumen von etwa 300 Litern und einer geringen Energieeffizienz dürfte sich der reale Leistungsverbrauch eher im Bereich von 400 kWh jährlich bewegen.

Bei einem Strompreis von 0,25 bis 0,30 € pro kWh ergeben sich dann jährliche Kosten von etwa 100,- €. Grob geschätzt. ;)
 
http://www.umweltbewusst-heizen.de/.../alt/Stromverbrauch-alter-Gefrierschrank.html

Kurz gegoogled.

10 Jahre alte Geräte haben 1kwh/Tag
Wenn man bei nem 20 Jahre alten Gerät nochmal 50% aufgeschlagen hat, liegt man bei 1,5 x 360 = 540
ergo rund 150 Euro im Jahr.

Das ist dann irgendwo die alte Binsenweisheit 1 DM pro Tag.. auch wenn das quatsch ist, weil die Regel so alt ist und dann Inflation und Teuro.. aber naja :D
 
Schuffi schrieb:
Könnte ihr mir vielleicht eine ganz ganz grobe Abschätzung darüber geben, was das im Monat oder Jahr ca. an Kosten verursacht?

Messgerät ---> Dreisatz anwenden ---> geteilt durch 2.
 
Zuletzt bearbeitet:
Haudrauff schrieb:
Bleibt eins übrig. Die sind aber zu zweit. Wenn man keine Ahnung hat....

Was soll daran denn falsch sein?

1.) Für 1 oder 24 Stunden die Kosten X messen.
Man kann jede Zeit nehmen, aber den eventuell vorhandenen NT berücksichtigen.

2.) Dann per Dreisatz diese Kosten für 1 Monat (Jahr) berechnen.
Das solltest auch Du hinbekommen. :p

3.) Dann durch 2 teilen.
Weil jeder die Hälfte bezahlt.
 
Ein Energiekostenmessgerät für unter 10 Euro ist die genaueste Lösung. Allerdings kann es je nach Aufstellungsort sein, dass die Truhe in der warmen Jahreszeit mehr verbraucht.
 
Das Energiekostenmessgerät müsste 1 Jahr durchmessen, um ein genaueres als die bereits geschätzten Ergebnisse zu bekommen.

Und letztendlich kommt man doch zu dem Ergebnis, dass die jährlichen Kosten bei etwa 100,- € liegen werden. ;)
 
Als allererste Massnahme kann man auch aufs Typenschild sehen, dort steht der Verbrauch normalerweise drauf.
 
Mir wär ne alte Gefriertruhe echt zu teuer.
Energieschleuder hoch 10.
 
Wenn die Gummidichtungen schon etwas marode sind, wenn Luftdurchlässigkeit vorhanden ist, wenn der Kompressor schon einen weg hat, oder die Truhe in einem Raum steht, mit einer unterschiedlichen Temperatur (Winter 20°C, Sommer 40°C) dann geht wirklich nur eine Jahresmessung. Ich tippe auch auf ca. 400KWh und demnach nach deutschem Tarif ca. 100€ im Jahr an Stromkosten. Das durch 2 ergibt für jeden nen Fünfziger. Es sei denn, das Gerät brummt schon, oder ist permanent an (Kompressor ist immer an). Dann wird es schnell mehr.

Nach einer Tagesmessung mit einem ausgeliehenen Messgerät sollte aber eine ungefähre Einschätzung möglich sein, die genauer ist. Wenn schon im Winter der Kompressor die ganze Zeit rödelt, wirds im Sommer nicht besser werden....

@Haudrauff
Gehen wir also von einer neuen Truhe aus:
Da seine 1,20m x 0,80m x 0,80m ist, können wir von einem durchschnittlichen Volumen von ca. 400 - 500 Liter ausgehen. Das Billigste Gerät mit 467 Litern von Beko verbraucht 350KWh. Das sind geschätzte 50KWh weniger als jetzt. Kosten: 332€.

Jetzt rechnen wir mal, und sind wir mal großzügig. Die alte würde 500KWh verbrauchen: 500KWh * 0,25€ = 125€ pro Jahr.
Die Neue: 350KWh * 0,25€ = 87,5€ pro Jahr

Ersparnis pro Jahr: 37,50€.
Abschreibung sinnig nach: 332€ / 37,50€ = 8,85 Jahre.

Das heißt, nach 8 Jahren hätte er dann einen Vorteil gegenüber dem alten Gefrierer. Und die 8 Jahre muss das neue Billiggerät auch halten. Er kann natürlich auch einen 600€ Liebherr kaufen. Bei dem dauert es dann wiederum knapp 15 Jahre, bis er die Ersparnis raus hätte. Natürlich darf in der Zeit nichts kaputt gehen. Geht die neue kaputt, ist die Ersparnis dahin.

Die alte Truhe zu behalten bis sie ins Nirvana springt ist daher die beste Option, selbst, wenn sie mehr verbraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein ganzes Jahr zu messen ist eher unnötig. Je 24 Stunden an einem kalten und an einem warmen Tag ermöglichen eine ausreichend genaue Abschätzung.

Ein Blick aufs Typenschild hilft übrigens eher wenig. Ein Blick auf die EU-Energieverbrauchskennzeichnung (gibt es seit 1994, also potenziell auch für dein Gerät) vielleicht eher.
 
Wenn sich der TE und sein Kumpel sowieso die Energiekosten für die Gefriertruhe hälftig teilen und es auch ganz genau machen möchten, sollten sie auf jeden Fall ein Energiekostenmessgerät ständig nutzen. Das macht am Ende des Jahres eine Schätzung überflüssig, man kann die Kosten exakt ermitteln.

Dass die alte Energieschleuder natürlich nicht mit aktuellen Geräten zu vergleichen ist, weiß der TE sicher schon selbst. Ob sich eine Neuanschaffung lohnt, na ja, Onkelhitman hat es bereits ganz richtig erklärt. ;)
 
Wenn ich meinen Kühlschrank, wie in diesem wundervollen Blog, direkt neben meinen Herd gestellt hätte, würde sicherlich auch eine weitere Isolierschicht helfen. Man kann natürlich auch den Kühlschrank weg vom Herd stellen. Die Truhe wird aber in keinem Fall neben einem Herd stehen (nehme ich einfach mal so an). Wenn er die Truhe im Winter noch aufn Balkon stellt, spart er noch mehr Strom.... ;)
 
Ich hasse es wenn jemand mit schlüssigen Argumenten gegen meiner subjektiven Meinung daher kommt.
 
Onkelhitman schrieb:
...Da seine 1,20m x 0,80m x 0,80m ist, können wir von einem durchschnittlichen Volumen von ca. 400 - 500 Liter ausgehen. Das Billigste Gerät mit 467 Litern von Beko verbraucht 350KWh...

Diese Kühltruhe kann mit einem Bruttovolumen von 768 Litern maximal ein Nettovolumen von etwa 300 Litern besitzen. Selbst bei modernen Kühltruhen nehmen Isolation, Kompressor und Nebenaggregate rund 60% des Volumens ein.

Ansonsten stimme ich deinem Beitrag voll zu. ;)
 
Vielen Dank, liebe Leute! :)
Ein Messgerät zu kaufen scheint mir etwas aufwendig. Ich gehe jetzt einfach mal vom Durchschnitt der Rechnungen aus und nehme einfach 130, also 65€ für jeden.
Das reicht mir absolut.
Danke Euch!
 
Zu Aufwendig? Die Dinger bekommst du ab 10€.
 
Bei EnBW können sich Kunden ein Strommessgerät für 14 Tage kostenlos ausleihen. Dies könnte bei anderen Unternehmen ähnlich sein.
 
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