Studiengebühren in D! Pro oder Contra?

e-ding

Commander
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Das Thema richtet sich an alle Noch- oder Baldstudenten oder an Leute die einfach Ihre Meinung loslassen wollen.

Wie seht Ihr das Thema Studiengebuehren in Deutschland?

Wo liegen Eurer Meinung nach Vor- und Nachteile in dieser Regelung?

Macht Ihr Eure Entscheidung zu studieren, von den Kosten abhaengig?

Wie werdet Ihr die Extrakosten finanzieren?


Bin gespannt auf Eure Meinungen!


Gruss aus China
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Hab zum Glück nur noch 3 Semester vor mir wenn die Studiengebühren kommen.

Ich denke aber mal, dass ich davon nicht viel merken werde. Von daher isses mir auch relativ egal und ich kümmer mich nicht weiter drum (zumindest kriegen wir gerade ne neue Mensa und ne neue Bib :))


Was mich am meisten stört: das bis zu 50% der Gebühren allein für den Verwaltungsaufwand draufgehen sollen :freak:
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Also aus Studentensicht find ich die Studiengebühren auch nicht wirklich toll, aber ich kann sie mir im Zweifelsfall leisten, da ich ja nebenher arbeite.

Allerdings denk ich schon, dass einem auf jeden fall die Möglichkeit gegeben werden sollte, neben dem Studium das Geld für Beiträge und Gebühren auch zu verdienen, da ich ziemlich viele Leute kenn, die einfach nicht bereit sind, sich zu verschulden.

Für mich selber käme es übrigens auch nicht in Frage, Kredite aufzunehmen, um mein Studium zu finanzieren. Aber da ich nebenbei Finanzcontrollingsoftware programmier und da im Monat 1250€ auf mein Konto wandern, stellt sich das Problem bei mir nicht.

Vom Sinn her habe ich auch nichts gegen diese Gebühren, da sie ja zu 100% wieder in die Hochschulen fließen (sollen). Damit sollte auch mit im Zweifelsfall minimalen staatlichen Förderungen ein Grundniveau garantiert sein. Hoffe ich zumindest :)

Allerdings hab ich eben via google hauptsächlich sehr voreingenommene Quellen gefunden, die vor Meinungen überquollen aber kaum eine Quelle für eine nüchterne Textform der 'Studiengebührenverordnung' oder sowas.

Wäre schön, wenn jemand ein solchen Link hat. Ich bilde mir nämlich gerne eine Meinung auf Basis der Tatsache und meiner persönlichen Einschätzung bzw meinen Erfahrungen.
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Ich bin grundsätzlich gegen Studiengebühren. Das man sich als Student schon verschulden muss/soll ist untragbar. Vor allem angesichts der Tatsache, dass man ja nicht immer weiß, wie es nach dem Studium weitergeht. Wenn man da dann keinen Job kriegt und erstmal arbeitslos ist, führt das schon zu einer prekären Situation.
Ich sehe es aber auch unter dem Aspekt, dass man, wenn man als Student fürs Studium zahlt, sich daraus eigentlich einen Anspruch auf Leistung seitens der Universität ableiten kann.
Wenn ich zahle, kann ich dann dafür auch eine dementsprechend gute Lehre erwarten und gute Lehrbedingungen.

Aber wenn das Geld wirklich komplett an die Unis gehen würde, wäre das immerhin ein positiver Aspekt. Aber so ganz trau ich den Politikern da nicht über den Weg, die nehmen es ja mit getroffenen Versprechen selten so genau.
Aber wenn sie das tun würden, würde das ganze sowieso vor Gericht landen.
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Studiengebühren (wohl auch da ich keinen Kredit benötige) weil ich dann ein gewisses Anrecht auf "Sonderleistungen" erwarte. Andererseits frage ich mich als Mathestudent, welche Verbesserung für uns möglich wäre? Unsere Übungsgruppen sind < 15 Personen, Ausrüstung benötigen wir nicht (außer kostenlose Stifte und Papier ;) ), die Öffnungszeiten von Bib und Mensa reichen mir vollkommen aus, die Hörsäle sind höchstens halb gefüllt. Hier sehe ich kein Potential...
Fazit: Wenn tatsächlich Verbesserungen auftreten (z.B. allgemein verbesserte Betreuung u.a.) bin ich dafür. Finanziere ich dagegen "nur" andere Fakultäten sehe ich das eher zwiespältig. (Aber sind wir nicht alle ein wenig egoistisch?)
 
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AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Ich bin gegen die Studiengebühren. Gerade für die Studenten, die sich nicht auf Papas Geldbörse verlassen können, kann es manchmal echt knapp werden. Viele Studenten arbeiten sowieso auch während des Semesters um irgendwie über die Runden zu kommen. Mal eben 500€ mehr zu abdrücken zu müssen ist nicht wirklich einfach. Man kann nur hoffen, dass die eingetriebenen Gelder sinnvoll genutzt werden. Z. B. dadurch, dass jeder Student seine Uni mit offentlichen Verkehrmitteln unentgeldlich erreichen.
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Das ist alles nicht so einfach. Einerseits brauchen die Unis+ FHs Kohle, der Staat ist pleite und will sich drücken. Wälz man halt das ganze auf die Studenten ab.
Aber Köhler hat gestern schön zitiert von JFK, nur eins ist teurer wie Bildung, Menschen die nicht gebildet sind. Wer an Bildung spart, spart an der falschen Stelle.

Durch die Gebühren wird es für junge Menschen die keine reichen Eltern haben noch schwieriger wie es jetzt schon ist, das ist natürlich keine schöne Entwicklung.

Was Gauder schon sagte hab ich auch schon gehört das sehr viel Kohle für die Verwaltung drauf gehen wird, das kann ja echt nicht sein.

Ich wäre für eine stärkere Beteiligung des Bundes und Landes sowie Studiengebühren allerdings mit einem optimierten Verwaltungsapparat und niedrigere Gebühren als jetzt geplant. Menschen ohne große finanzielle Rücklagen sollte die Möglichkeit eingeräumt werden die Gebühren sparen zu können oder nach dem Studium bezahlen zu können.

Was aber natürlich auch nichts bringt wenn die Hochschulen alle mehr Geld bekommen es aber einfach so rausgeschmissen wird für Sachen die unnötig sind. Wie gesagt das ist alles nicht so ganz einfach und es scheitert ganz sicher wie immer dran das viele der Verantwortlichen anderer Meinung sind, dabei kommt es zu einem Kompromiss der am Ende keinem hilft und noch mehr Geld kostet.
 
Zuletzt bearbeitet: (1000 Rechtschreibfehler verbessert oO)
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Full Ack @10tacle - Besser hätte ich mich nicht zum Thema äussern können! :)
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

10tacle schrieb:
Aber Köhler hat gestern schön zitiert von JFK, nur eins ist teurer wie Bildung, Menschen die nicht gebildet sind. Wer an Bildung spart, spart an der falschen Stelle.
Richtig. Da kann man eigentlich nix mehr hinzufügen. Für die Studenten ist es natürlich ein imenser Kostenaufwand, aber im Gegenzug ist es oftmals für die Unis untragbar, Langzeitstudenten zu finanzieren.
Ich finde es gut, so wie es in BaWü gemacht wird.
So wie ich das nämlich in meinem Antrag verstanden habe, hat dort jeder Student ein gewisses Konto an studiengebührenfreien Semestern, welches er aufbrauchen kann. In der Regel umfasst dieses Konto eine Regelstudienzeit + 4 Semester, also ungefähr 13-14 Semester.
In dieser Zeit kann sich der Student konstenfrei an der Universität Bildung zu eigen machen, danach muss er sich an den laufenden Kosten für alle weiteren Semester beteiligen.
Dadurch wird den Studenten eine Motivation gegeben ihr Studium schnellstmöglich zu beenden.
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Menschen ohne große finanzielle Rücklagen sollte die Möglichkeit eingeräumt werden die Gebühren sparen zu können oder nach dem Studium bezahlen zu können.

Naja...besser wäre wohl, ähnlich wie bei Bafög, einen zinsfreien Betrag während des Studiums zu stellen, von dem dann während der Studienzeit anfallende Gebühren gezahlt werden können/müssen.

Ansonsten sind wir doch wieder bei den erhöhten Kosten: Es muss archiviert werden, wielange ein Student studiert hat. Was geschieht z.B. mit den vorzeitigen Studienabgängern? M.M. nach hoher organisatorischer Aufwand!

der Regel umfasst dieses Konto eine Regelstudienzeit + 4 Semester, also ungefähr 13-14 Semester.
In dieser Zeit kann sich der Student konstenfrei an der Universität Bildung zu eigen machen, danach muss er sich an den laufenden Kosten für alle weiteren Semester beteiligen.
Dadurch wird den Studenten eine Motivation gegeben ihr Studium schnellstmöglich zu beenden.

Schnellstmöglich? :lol:
Um Motivation zur schnellstmöglichen Bewältigung des Studiums zu schaffen, wäre ein Vergütungskonto, welches die Regelstudienzeit + 0 Semester beinhaltet, angebracht. Alles andere ist Verschwendung von Ressourcen und Blockierung von Studienplätzen!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Justin_Sane schrieb:
Schnellstmöglich? :lol:
Um Motivation zur schnellstmöglichen Bewältigung des Studiums zu schaffen, wäre ein Vergütungskonto, das die Regelstudienzeit + 0 Semester beinhaltet. Alles andere ist Verschwendun von Ressourcen und Blockierung von Studienplätzen!
Ja da hast du recht. Wahrscheinlich ham sie das eingeführt falls mal doch jemand den Studiengang wechselt, weil der erste nicht das war, was er sich vorgestellt hat.
Allerdings sind 4 Semester für die Erkenntnis auch schon ziemlich viel.

EDIT: Ich kann ja heut abend mal den genauen Wortlaut von den Unterlagen posten.
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Ich bin für die Gebühr, weil das Arbeitseinstiegsalter in Deutschland eh schon viel zu hoch ist, was ja auch daran liegt, dass die Studenten eben zuviele Semester absolvieren. Vllt ist die Gebühr ein Anreiz, das Studium schneller durchzuziehen
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Ehm einer von den ganzen Leuten, die meinen, Studiengebühren würden von den "reichen Eltern" bezahlt werden müssen oder man würde sich verschulden müssen, könnte mir bitte mal erklären, warum man als Student nicht einfach nen Studentenjob annehmen sollte.

Ich hab zB einen in meiner alten Ausbildungsfirma, wo ich monatlich 20 Stunden arbeite (mehr is ja ned erlaubt) und bekomm 1250€ raus. Die 500€ Studiengebühren schlagen da aufs Jahr gesehen also gar nicht so stark zubuche.


Abgesehen davon bin ich aber auch der Meinung, dass das Geld zu 100% in die Hochschulen fließen muss. Deshalb wäre die sinnvollste Variante, diese Gebühren direkt an die entsprechende Hochschule zu entrichten, an der man eingeschrieben ist.
 
@pcw: Weil nicht jeder Student die Zeit dafür hat. Es gibt sicher viele Studenten die mit ihrem Studium voll ausgelastet sind.
Studiengebühren sind in meinen Augen eine ganz schlechte Idee. Ich hab irgendwo gelesen, ich glaub es war bei SPON, dass einige Bundesländer (ich glaub u.a. Hessen) auch gern noch höhere Gebühren einfordern würden. Wenn die wirklich die Gebühren auf sagen wir 2500€ anheben, sieht das nämlich ganz anders aus. Das kann man dann nicht mehr mit einem Nebenjob erbringen.

Aber selbst die 500€ sind eine Menge Geld, und ich bezweifel dass ich z.B. persönlich davon profitier weil ich essere Lehrmethoden vorfinden werde....
 
Ich finde Studiengebühren gar nicht mal so schlecht. Man kann für seine Ausbildung gut was tun und auch mal etwas Kohle zahlen. Ich hör von den meisten Studenten irgendwie immer nur Party :freak:
Schreckt übrigens auch ein bischen davon ab für die Faulen, die einfach immer wieder irgendwelche Studiengänge anfangen und dann abbrechen und somit jemand der wirklich Studieren möchte den Platz wegnehmen.
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

pcw schrieb:
Ehm einer von den ganzen Leuten, die meinen, Studiengebühren würden von den "reichen Eltern" bezahlt werden müssen oder man würde sich verschulden müssen, könnte mir bitte mal erklären, warum man als Student nicht einfach nen Studentenjob annehmen sollte.

Ich hab zB einen in meiner alten Ausbildungsfirma, wo ich monatlich 20 Stunden arbeite (mehr is ja ned erlaubt) und bekomm 1250€ raus. Die 500€ Studiengebühren schlagen da aufs Jahr gesehen also gar nicht so stark zubuche.

Hi!
Nicht schlecht, 62,50€ Stundenlohn...

Wenn du aber die 20h Stunden pro Woche meinst, die grob gesagt "erlaubt" sind, hast Du immer noch mehr als 15€ Stundenlohn.
Und wenn Du Dich fragst, warum man dann nicht einfach mal so 'nen Studentenjob annimmt, tja...

Mach Dich mal mit den Realitäten vertraut. Kannst doch im Normalfall echt vor Freude im Quadrat springen, wenn Du heute 8€ in der Stunde kriegst (viele haben nicht mal das raus).
Und 15-20h die Woche sind Stunden, die vom Studium abgehen.
Ist doch irgendwie logisch, dass man dann nicht in 8 Semestern fertich ist, gelle?

Was Deinen Einwand angeht, die Gebühren müssten zu 100% an die Hochschulen gehen:
Full ACK, allerdings ist das ja bei weitem nicht so.

Also dann, DTFM
 
AW: Studiengebuehren in D! Pro oder Contra?

Jo die Realität sieht mittlerweile SEHR düster aus in Sachen Studentenjobs. Hier in Großraum Augsburg sind 8€ schon ein guter Stundenlohn, in meiner Firma fängt man unterhalb von 7€ an.

Und man kriegt ja mittlerweile kaum mehr solche Jobs. Oftmals werden studiennahe Jobs mit Praktikanten besetzt, viele Firmen sind nur noch durch Beziehungen als Arbeitgeber interessant ("Mein Onkel ist da Abteilungsleiter ..." etc.)

Mittlerweile sind wir schon so weit dass Zeitarbeiter zu teuer (!!!) sind für Unternehmen. Armes Deutschland ...
 
Hehe jo ich mein 20h/Woche. Und keine Angst, ich bin mir schon im Klaren, dass ned jeder Student so bezahlt wird. Schließlich will ich die 3 Jahre Ausbildung auch nicht umsonst gemacht haben.

Ob ich mehr als die 8 Semester brauch, weil ich nebenbei arbeite, kann ich dir bisher allerdings nicht sagen. Aber im zweifelsfall hab ich nen sehr tolleranten Chef. Da muss ich ned unbedingt anwesend sein, sondern nur die Arbeit von 20h/Woche abliefern und erreichbar (Telefon, E-Mail) sein.

Ich weiss aber von zwei anderen Werkstudenten ohne vorhergehende Ausbildung, dass sie zu ca 11€ die Stunde da arbeiten. Beides angehende Wirtschaftsinformatiker und dementsprechend 'vom Fach', wenn man das so sagen kann. Ich denke das ist auch ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt. In einem Job, wo man gar nicht von den Studiumsinhalten profitiert, würde ich als Chef auch weniger zahlen wollen, weil ja weniger Fachkenntnis vorhanden ist.
 
Bassi85 schrieb:
@pcw: Weil nicht jeder Student die Zeit dafür hat.

Für 500€ in 6 Monaten hat jeder Zeit. Das sind ca, 80€ im Monat.
Sowas bekommt man an 3 Abenden Arbeit in der Kneipe, wenn überhaupt. Also wenn nicht mal dafür Zeit ist, dann bemitleide ich die armen Stundenten die kein Privatleben mehr haben, weil sie nur an der Uni sind oder dafür Büffeln. ;)
Es mag einige wenige Studienfächer geben, bei denen das so ähnlich aussieht. Diese sind aber 3% oder noch weniger der Gesamtheit.

Mich nervt an diesen Gebühren, das die Länder schon bereits am Hände reiben sind. Die Unis werden davon verdammt wenig sehen.
Same shit, different day.
 
@Wintermute: Ich war jetzt eher von einem richtigen Nebenjob ausgegangen, der 15-20h die Woche beansprucht. Aber für einen kleinen Job mit ~5/h die Woche haben sicher die allermeisten Studenten Zeit, da geb ich dir Recht.

Ich denke aber, dass das Geld sicher an die Unis gehen wird. Die Länder werden sich kaum an das Geld wagen. Ich denke, wenn das Geld nicht für seinen ursprünglichen Zweck verwendet wird, wird es schnell zu einer Klage kommen und die Studiengebühren damit untragbar.
Das wäre wirklich ein Eklat, wenn die Länder die Studiengebühren nutzen würden, um ihre Kassen zu sanieren. Aber wie gesagt, soviel Dreistigkeit traue ich keinem Politiker zu.
 
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