Studiengebühren in D! Pro oder Contra?

Ich hab "Sesselpfurzer" in der Schule gehabt. 3 Jahre lang Ausbildung hat gereicht. Da muss ich das nicht noch den Rest meines Lebens machen. Übrigens ich werde auch studieren. Also keine Sorgen darum. Woanders muss man auch für das Studium zahlen. Und da sind die Ausbildung nicht mal unbedingt so gut wie hier. Aber das ist halt unsere Deutsche Geiz Ist Geil Mentalität
 
lieber freddymercury, es geht hier in erster linie um die studiengebühren.
und NICHT darum, ob "die sesselpfurzer" zu viel verdienen. darüber gibts schon genug andere threads, über "die betriebswirte" und "die manager". man kann einfach nicht so einfach körperliche mit geistiger arbeit gleich setzen. und ob "unsereins" zu wenig verdient oder sich seine gesundheit kaputt macht.

und außerdem wird man nicht mit jedem studienabschluss "sesselpfurzer", ein dipl. geograph kann auch schwer körperlich mit bohrungen, vermessungen usw. zu tun haben.


EDIT: was hat das denn jetzt schon wieder mit "geiz ist geil" mentalität zu tun? nur weil das studium in anderen ländern horrende summen kostet (und dann unter umständen auch noch schlecht ist. überhaupt was ist denn das für ein argument, nur weil es in anderen ländern schlechtere verhältnisse gibt. das ist doch ein totschlagargument, dann kann ich auch sagen, dass keiner mehr über das deutsche gesundheitssystem sich zu beschweren hat nur weil das englische noch viel schlechter ist?) ? das studium in deutschland ist seit ewigkeiten "gratis", vor 50 jahren kannte noch gar keiner die "geiz-ist-geil"mentalität.

EDIT: es ist ja schon nicht mehr umsonst, zahle schon 87,70€ im semster nur an die verwaltung ;), an anderen unis ist es noch deutlich mehr. und langzeitstudieren kann man mittlerweile eh nicht mehr, für langzeitstudenten gibts schon seit jahren extra-gebühren, die auch nochmal über 500€ pro semester liegen, bin ich auch ganz klar für!
und mit der einführung der bachelor-studiengänge wurde/wird es nochmal schwerer für dauerstudenten, weil man eben nicht die scheine mal so mal so bis irgendwann zum vordiplom sammeln kann, sondern weil der stundenplan deutlich festgelegter ist und ales von beginn an zählt. wenn ich z.b. im ersten semester den chemie-test nicht schreibe, werde ich für die praktika nicht zugelassen und kann gar nicht weiter studieren.
 
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Und du möchtest trotzdem alles umsonst haben? Vieles ist nicht mehr umsonst. Die Studierenden können für die Leistungen die in Anspruch genommen werden ruhig was tun. Ausserdem werden so dauerstudenten abgehalten, die sich nur ein gemütliches Leben machen wollen.
 
Manche wissen es gar nicht, wie gut es den Studenten in Deutschland geht. Geh mal nach GB oder in die USA, da werden sich die meisten umschauen, wenn man kein Stipendium hat. Hier in Frankreich sieht es auch nicht viel besser in manchen Bereichen aus, da man mit einem Studium an den relativ kostengünstigen staatlichen Unis kaum Chancen auf eine Anstellung hat.
Es hat ja nie einer in Deutschland behauptet, dass das Studium elitär sein wird. Wer gut genug ist, kann immer ein Stipendium bekommen (auch wenn die Stipendien in D ziemlich mager sind), bzw. kann die Gebühren zumindest als zinsloses Darlehen bekommen.

Generell bin ich für Studiengebühren, allerdings gemäßigt, d.h. keine 500€. In manchen Bereichen kullern viel zu viele zu schlechte Studenten rum, die das Studium gar nicht oder mit Ach und Krach schaffen. Das ist ja auch nicht Sinn und Zweck eines Studiums.
Die hohen Studentenzahlen blähen die Verwaltung auf, mehr Studenten je Professor und übervolle Seminare mit magerer Ausstattung. Darunter leidet das Niveau erheblich. Eine kleinere Anzahl besserer Absolventen mit fester Berufsaussicht ist wesentlich besser als viele mittelmäßige ohne Job.
 
@Götterwind

Wenig Stipendien und Verschuldung sind wirklich keine Lösung.
Daher, wie schon beschrieben, Regelstudienzeit des Erststudiums + 2 Semester frei. Alles was darüber hinaus geht, kann gern was kosten.
Aufnahmetests an Unis finde ich auch nicht verkehrt. Der NC ist da aber kein gutes Einstufungsmittel.

@ Freddy

Dauerstudenten sind nicht die Regel und die können meiner Meinung nach auch gern was zahlen!
Wer 28 Wochenstunden ohne Vor- und Nachbereitung hat und dazu noch ein 15-20Std. Nebenjob, der macht schon eine ganze Menge.
Das Märchen vom faulen Partydauerstudenten ist nicht mehr aktuell. Das war einmal.

ps: Wieviel sollten denn in Zukunft Berufsschüler zahlen? Na? ;-)
 
Du weisst aber das man als Berufsschüler schon Geld verdient und im Gegensatz zu vielen Studenten schon in die Sozialkasse einzahlt?
Andererseits musste ich schon 200€ in die Schule investieren, inkl. Fahrtgeld. Und? Ich weiss das ich dafür was bekomme.

Aber sonst hätt ich nichts dagegen, wenn die Studiengebühren 2000€ kosten würden pro Semester.
 
Ein Aufnahmetest wäre wirklich oft die beste Lösung, um viele Sinnlos-Studenten abzuschrecken. Allerdings zeigt dieser nicht die Realität, sondern wahrscheinlich die überzogenen Erwartungen des Instituts oder ist zu lasch. Daran müsste man erst ein ganze Weile feilen...
 
Ich finde einen NC besser als einen Aufnahmetest.

Ein NC spiegelt die Leistungen eines längeren Zeitabschnittes wieder und zeigt die gesamte schulische Leistung in einer Kennzahl (arithmetisches Mittel aller Noten des letzten Jahres). So hat man mehr Gelegenheit (viele Fächer) und Zeit (ges. Schuljahr) eine gute Leistung zu bringen und beweist damit auch umfassendes Wissen (NC setzt sich auch allen Fächern zusammen).

Ein Aufnahmetest läuft in einem sehr kurzen Zeitraum ab und da hängt viel mehr von der Tagesform ab als bei einer Leistung, die über das Jahr verteilt verlangt wird. Hat man einen schlechten Tag, dann läuft der Aufnahmetest auch für einen sehr guten Schüler schlecht und er kann seine Aufnahme an der UNI/FH vergessen. Ein NC dafür "puffert" schlechte Tagesformen besser ab und zeigt auch mehr kontinuierliche Leistung und keine Tagesleistung.

Umfassendes Wissen wird heute im Studium wieder vermehrt verlangt, Mathe und Deutschkenntnisse, Physik, Bio und Chemie - gerade in Fächern die heute schon einen NC haben (z.B. Medizin) wird alles gebraucht. Und ein Aufnahmetest kann das alles nicht erfassen, wie lange soll da getestet werden? Wer bezahlt die Tests? Zumal ja eine Leistungskennzahl schon vorliegt, warum eine zweite erstellen und doppelt zahlen - Durchführung, Kontrolle während der Tests, Auswertung - die anfallenden Arbeitsstunden zahlt dann der Steuerzahler?

Götterwind schrieb:
Ein Aufnahmetest wäre wirklich oft die beste Lösung, um viele Sinnlos-Studenten abzuschrecken. ...

Ein Test oder ein NC sind doch im Grunde das gleiche - beide liefern eine Kennzahl über die Leistung des angehenden Studenten. (der eine tagesabhängig, der andere schuljahrbezogen)
Als Lösung sollte man einfach den NC überall einsetzen und die Wartesemester für schlechtere Schüler abschaffen. Wer den NC nicht hat, darf einfach nicht studieren oder muss sich ein anderes Fach suchen. Ein Test würde aber auch hier nichts ändern, wer ihn nicht mit einer bestimmten Note schafft kommt nicht ins Studienfach.

So sichere ich mir als UNI die besten Schüler mit hohem NC.

Aber jetzt kommen wahrscheinlich wieder die Leute, die gute Schulnoten oder Tests nicht mit klugen Köpfen gleichsetzen ;).
 
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FreddyMercury schrieb:
Du weisst aber das man als Berufsschüler schon Geld verdient und im Gegensatz zu vielen Studenten schon in die Sozialkasse einzahlt?

Das war doch ironisch gemeint. :rolleyes:

Sozialabgaben habe ich bein meinem Nebenjob auch.
Ich zahle im Semester jetzt schon 250 € (inkl. Semesterticket). Ich schaffe mein Studium in der Regelstudienzeit. Dennoch würden 500€ bzw. 2000€:freak: im Semester für mich den Abbruch meines Studiums bedeuten.

Tja, was macht denn nun ein Mensch, der die Fähigkeit hat einen Hochsachulabschluss zu erlangen aber sich diesen nicht leisten kann?
Eine kaufmännische Ausbildung z.B.?..Warum nicht! Dann gibt es irgendwann nur noch Abiturienten in Ausbildungsberufen, die eigentlich nur die Mittelstufe vorraussetzen.
Der Druck verlagert sich also nach unten.

Sehe schon die Anzeige: Suchen Maler-Azubi! Vorraussetzung: mindestens Abiturnote 2.0!:freak:

So funktioniert das nicht!

@Götterwind
Yupp, sehe ich auch so! Durch die Förderalismuskonfrenz haben wir ja nun schon 16 verschiedene Abiturlevel! Das macht es auch nicht einfacher.
 
Fu Manchu schrieb:
Ich finde einen NC besser als einen Aufnahmetest.

Ein NC spiegelt die Leistungen eines längeren Zeitabschnittes wieder

Ich würde Dir zustimmen, wenn die Abituranforderungen in allen Bundesländern gleich wären. (Förderalismuskonfrenz) Dann könnte man sich die Tests wirklich sparen.
Vrgleich mal ein Abi in Bayern oder BW mit einem aus MeckPomm.


MFG
 
Das ist korrekt. Ich wäre eh für ein bundesweites Abi - gerne das der Bayern wenns das beste ist.

Aber auch die Tests (und deren Anforderungen) wären ja von Bundesland zu Bundesland bzw. sogar von UNI zu UNI unterschiedlich, auch hier gibt es keine einheitliche Regelung.
 
Hi,

Pro : Wenns den Hochschulen zukommt sind die Gebühren in der Höhe in Ordnung. Wenn man mal bedenkt was man in den USa bezahlt an StudiGebühren sind 500 Eier pro Semester in ordnung !

Contra : Wenn man Miete Zahlen muss und auch mal was Essen will und NICHT bei Mutti wohnt, wird das eventuell knapp und man muss sich noch einen nebenjob suchen wenn man aber einer ist der den Stoff nicht so schnell Rafft und mehr Pauken muss als andere ist das übel.


Dieser Text wurde von Mrs_Fodse nach SEINER MEINUNG NACH !!!! erstellt.

danke und :n8:
 
Fu Manchu schrieb:
Ein NC spiegelt die Leistungen eines längeren Zeitabschnittes wieder und zeigt die gesamte schulische Leist....
Du wirfst den Begriff N(umerus)C(lausus) in einem falschen Kontext um dich. NC bedeutet einfach nur, dass ein Studienfach zulassungsbeschränkt ist. Wie die Studienplätze dann vergeben werden, hängt dann von verschiedenen Faktoren ab (z.B. von der Abinote) siehe Wikipedia .
E-Ding schrieb:
Vergleich mal ein Abi in Bayern oder BW mit einem aus MeckPomm
Kleiner Denkfehler, auch wenn MV das ärmste und kleinste Bundesland ist, so hat es doch auch ein zentrales Abitur, genau wie z.B. Bayern. Das heißt die Anforderungen für die Abiturprüfungen sind identisch. Wenn du nach "schlechten" Abitur(en) Ausschau halten willst, so schau in die Bundesländer mit dezentralem Abitur. Z.B. Brandenburg, da hab ichs z.B. gemacht und trotzdem mein Studium locker durchgebracht ;) .

Zum eigentlichen Thema: Ich bin auch eher für ein Modell, die Semesterzahl einzuschränken indem man z.B. ab Regelstudienzeit+2 Semester(kann immer mal passieren) erhöhte Studiengebühren einführt. Generell hohe Studiengebühren halte ich für falsch, da das Land und der Arbeitmarkt einerseits nach Akademikern verlangt und andererseits das Studium mit solchen Studiengebühren extrem unattraktiv werden lässt.
 
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abcd12 schrieb:
Du wirfst den Begriff N(umerus)C(lausus) in einem falschen Kontext un dich. NC bedeutet einfach nur, dass ein Studienfach zulassungsbeschränkt ist. Wie die Studienplätze dann vergeben werden, hängt dann von verschiedenen Faktoren ab (z.B. von der Abinote) siehe Wikipedia ....

Das ist schon klar und du hast ja auch Recht. Aber der NC ist nun mal eine Messeinheit die mit der Abi-Note abgeglichen wird. So gesehen ist dann die Abi-Note die Kennzahl, an der die Leistung abgelesen und und über den NC dann die Zulassung bestimmt wird.

Es ging halt um die Fairniss NC vs. Eingangstest. Der NC über die Abinote wäre meiner Meinung nach fairer weil er einen längeren Zeitraum beobachtet.

Das australische Modell ist auch interessant. Studiengebühren NACH dem Studium in Abhängigkeit von späteren Gehalt, verteilt auf x Jahre. Heißt, nach dem Studium fängt man an für eine bestimmte Anzahl an Jahren die Studiengebühren für das absolvierte Studium zu zahlen - und das in Abhängigkeit vom Gehalt.
Das war auch in D als Vorschlag genannt worden, wurde aber abgelehnt, weil dann erst in ein paar Jahren Gelder geflossen wären und nicht sofort.
 
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Der Nachteil der Abi-Note ist aber auch, dass man teilweise Fächer einbringen muss, die einem nicht liegen und schon gar nicht von Relevanz sind. Was will man z.B. mit Geschichte, wenn man Sport studiert o.Ä.!?

NC und Test stellt einen Kompromiss dar. Was nun besser ist, muss jede Uni bzw. Institut für sich selbst entscheiden.
 
Auch im Studium gibt es Vorlesungen, die eigentlich nichts mit dem eigentlichen Fach zu tun haben, wie z.B. Statistik und Physik im Medizinstudium.

Und ich sehe studiumsfremde Fäche als Bereicherung an (Hintergrundwissen Geschichte - wo kommt der Sport her, welche Länder welche Sportarten, Entwicklung und Status in der Gesellschaft). Außerdem zeigt die Leistung in artfremden Fächern auch den eigenen Leistungswillen und die Leistungsfähigkeit an. Niemand will einen Fachidioten haben der nur eines kann, man sollte seine Ausbildung auch etwas in die Breite anlegen. Das macht einen flexibiel und wandlungsfähig.

Ich habe in meinem BWL-Studium auch etwas Geschichte (in VWL viele Hintergründe, in BWL z.B. Taylor, Keynes usw.), ich muss gut in Deutsch sein (Grammatik, Ausdruck), ich brauche Mathe, muss in Prozessen denken, dabei aber auch Kreativ sein.

Das alles kann ein Eingangstest gar nicht erfassen (oder wie lange soll der gehen?), weshalb die Abinote besonders gut geeignet ist. Und falls wirklich Artfremde Fächer weniger bewertet werden sollen kann man ja eine Gewichtung ins arithmetische Mittel der Abinote bringen, so das z.B. Geschichte für Sportstudenten weniger ins Gewicht fällt.
 
wer sagt denn auch, dass es NUR nach der abi-note gehen soll oder NUR nach einem einstellungstest? ich bin für ein 50/50, wobei es noch bonuspunkte geben sollte, für vorher bereits abgeleistete praktika, ausbildungen etc.

dazu kommt noch die problematik, dass das abi innerhalb deutschlands nicht 100%ig zu vergleichen ist. in bawü gibts schon keine leistungskurse mehr, sondern son komisches system mit 5 neigungsfächern, in nrw wurde gerade erst dieses jahr das zentralabi eingeführt...(PS: dafür gibts in bawü immer noch ander schlupflöcher, z.b. kann man immer noch sport im abi haben (auch als LK früher), in nrw ist das schon seit x jahre nicht mehr erlaubt).
und natürlich ist es etwas blöd, wenn auch die nebenfächer, die fürs studium nunmal kaum oder nicht relevant sind, für die studiengangzulassung mitzählen bzw. genauso viel zählen wie die fürs studium interessanten fächer. folgende situation: 2 schüler stehen in den naturwissenschaften, deutsch und englisch gleich gut da mit den noten. der eine ist aber zusätzlich noch ne sportkanone und bekommt ne 1 in sport, der andere nur ne 3+. dann kann unter umständen die sportnote zwischen diesen beiden entscheiden, wer den studienplatz bekommt und wer nicht. und das soll dann gerecht sein, wenn es um ein medizin-studium geht?
 
Die Sportnote könnte über Fitness und physische Belastbarkeit Auskunft geben. Wer will schon einen rückradlosen schwächlichen Arzt haben :D (zumal Arzt ein körperlich anstrenger Beruf ist, Menschen anheben, stundenlanges stehen im OP, Krankenschwestern im Hinterzimmer trösten :D
 
Fu Manchu schrieb:
Krankenschwestern im Hinterzimmer trösten :D

Hab ich doch gewusst, dass ich das falsche studiere! Mist!:freak:
 
Die Sportnote könnte über Fitness und physische Belastbarkeit Auskunft geben.
das ist aber doch lächerlich, vor allem zum beispiel bei einem studiengang wie chemie. wo ist denn da die körperliche belastbarkeit? zudem ist der zustand mit 17-19 jahren ja nicht automatisch mit 27 jahren immer noch vorhanden :), in der zeit kann man auch mal eben 20kg zunehmen.
 
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