Studiengebühren, wie hoch sollten sie maximal sein?

Wie hoch dürften Studiengebühren pro Semster sein?


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Das Problem ist, dass zuerst der Betrag eingezogen wird und jetzt geschaut, was man damit machen kann. So funktioniert das nicht, so fleht man die Leute doch geradezu an, das Geld zu verschwenden. Besser jede Anstalt legt ein Finanzierungskonzept vor und begründet jede Ausgabe durch Studiengebühren vor einem Ausschuss (in der auch die Studenten sitzen). Erst dann wird die Gebührenhöhe für das nächste Semester festgesetzt. Sie ist also äußerst variabel.

Es geht aber nicht darum, dass das Geld sinnvoll eingesetzt wird. Alles was man will, ist die Studenten abzuschöpfen. Warum sonst nimmt keine einzige Uni im Osten Gebühren, obwohl die das dort doch am nötigsten haben? Man will den Bevölkerungsschwund aufhalten.
 
Ich rede von NACHGELAGERT also das die Gebühren von der Uni erst erhoben werden nach dem man aufgehört hat zu studieren und bis dahin als zinsloser Kredit oder nur in höhe der Inflation verzinst bestehen. Und die Rückzahlung beginnt ab einem Einkommen von 960 Euro das ist sowieso Pfändungsgrenze. Als Beispiel Nettoeinkommen 1800 Rate 280 Rückzahlungsdauer 7 Jahre bei 24000 hätte man das vor 10 Jahren beschlossen hätten die Unis seit 4 Jahren Einkünfte ich find meinen Vorschlag sehr sozial es gibt sogar einen Anreiz zum Kinderkriegen.
 
ich halte von Studiengebühren wenig.
Die Qualitätssteigerung hält sich in Grenzen, die Mehrbelastung durch das fehlende Geld kann gewichtiger sein.

Interessanter wäre schon sowas wie vorher schon genannt ein Studierendenausschuss, der das Geld verwaltet für sinnvolle Projekte. (so dass man auch selbst gewisse Kontrolle hätte)
Das die Uni jetzt Bücher davon kauft für jedes Semester ist doch sinnfrei, das hätte man ja auch selbst holen/leihen können (ohne Zwangsabgabe)

ich bin immer noch der meinung man selbst weis am ehesten wo das Geld am Effizientesten eingesetzt ist.
 
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mit der Argumentation kannst du auch beim Abitur eine Schulgebühr einführen.
Bildung ist doch keine Ware die an die Leute "verkauft" werden muss bzw. die man sich "leisten können muss", jeder sollte sich soweit bilden können wie er kann. (z.B. schulische Ausbildung)

Studiengänge ohne NC müssten dann logisch gefolgert Gebührenfrei sein? den da herrscht keine Knappheit ;)
 
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Studierendenausschuss ist gut zur Koruption und Verschwendung siehe hier

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=28721194&top=SPIEGEL

Wie kommt es das mir der Artikelname nach 5 Jahren noch eingefallen ist:evillol:???


"So hat der Asta der TU Berlin den Flug zweier Studentinnen zum "5. Treffen latein/südamerikanisch/karibischer feministischer Lesben" in Rio de Janeiro mit fast 1400 Euro bezuschusst. Ähnlich freigebig waren die Kollegen an der Humboldt-Universität: Dort gab der Asta drei ehemaligen Bürgerkriegskämpferinnen aus Guatemala Geld für eine Rundreise durch Deutschland. Und Studierende der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft haben es sich im Berliner Fünf-Sterne-Hotel Adlon gut gehen lassen - für rund 2200 Euro. "

Oh man gibt Linken niemals Geld
 
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GordonGekko schrieb:
Studierendenausschuss ist gut zur Koruption und Verschwendung
(Wenn man die Entscheidung nur einigen wenigen überlässt ohne das jemand denen auf die Finger schaut.)

Dennoch könnte man ohne weiteres ein System aufbauen das mit Geld umgehen kann.
 
Hinter gut sollte ein Komma funktionier aber auch so:)
 
naja, mit den zinslosen Krediten ist das so eine Sache. Hätte ich auch gern, um das Geld sinnvoll anzulegen und dann gemütlich zurückzuzahlen ;)

Es bleibt aber noch immer die Frage, was die Leute machen sollen, die nach ihrem Abschluß nicht über diese Grenze kommen werden - die Schulden bleiben. Sicher gibt es Berufe, bei denen man nicht wirklich reich werden kann und es auch nicht unbedingt zur Ernährung einer ganzen Familie reichen würde - gerade das wird eh immer schwieriger bei den steigenden Lebenshaltungskosten. Nicht jeder kann mit BWL oder Jura-Kram gleich Manager oder gut bezahlter Anwalt werden oder will es. Was sollen denn die ganzen Geistes- und Sozialwissenschaftler machen?

Studiengebühren sind unter den meisten Bedingungen weder sozial noch gerecht - es "trifft" die falschen. Es ist aber schwierig, hier ein sinnvolle Lösung zu finden.

Denke, hätte es zu Beginn meines Studiums schon Gebühren von 500 Euro und mehr pro Semester gegeben, hätte ich es mir wahrscheinlich überlegt und stattdessen eine Ausbildung gemacht oder mich sonstwie gelangweilt.

In einem halben Jahr werde ich hoffentlich mein Studium (Diplom Informatik) endlich beendet haben - aber natürlich kann ich jetzt noch gar nicht vorhersehen, ob ich gleich einen Job finden werde und wenn ja, was ich als Einstieg bekommen würde. Ein Studium mit Abschluß in der Tasche zu haben bedeutet ja noch lange nicht, dass man auch einen hochbezahlten oder gerechtbezahlten Job findet. Dazu muss man wirklich gut sein in seinem Gebiet und das Glück haben, die richtige Stelle zu finden. Sowas gilt sicher nicht nur für mich, sondern auch für viele andere dort draußen, die dann wahrscheinlich Probleme hätten, einen solchen Studienkredit zurückzahlen zu können.
 
Warum so pessimistisch Informatik mit Diplom (Uni) da bestehn gute Chancen die 40k zu knacken?
Wenn du erstmal siehst was man als etwas besser Verdienender hier an Steuern zahlt werden dir die Studiengebühren klein vorkommen:cool_alt:
 
Danke für den Artikel. Ernüchternd:
Vor zwei Jahren hat der Niedersächsische Rechnungshof es sogar aufgegeben, die Ausgaben der Asten regelmäßig zu kontrollieren. "Jahrzehntelang haben wir Mängel festgestellt, ohne dass sich etwas geändert hätte", sagt Abteilungsleiter Wolfgang Göke entnervt: "Irgendwann sieht man ein, dass Kritik sinnlos ist."

Hier ist eine Auflistung, was ich so zahle. Interessant: Sportreferat und Fahrradwerkstatt kosteten jahrelang 1,53€ (3 DM) pro Studi und Semester, jetzt 2€. Eine unbegründete Erhöhung um über 30%. Auf eine Nachfrage per Mail gab's gar keine Antwort, als ich dort war, war niemand zuständig.
Sowas regt mich viel mehr auf als die Gebühren. Dieser Sumpf aus Misswirtschaft, Korruption und Verwaltung ohne jede Kontrolle.
Ich finde es schwierig, mich an sowas zu gewöhnen. Ich bin wahrlich kein Optimist, aber es fällt mir schwer, solche Zustände hinzunehmen.
 
Die Studiengebühren gehören beseitigt.
Deutschland war schon immer arm an Rohstoffen aber reich an Ideen.
Frühere Staaten haben dies kapiert und aus Deutschland ein Hort der Künste und Wissenschaft gemacht, jedoch scheint dies die BRD anders zu sehen.
 
Selbstverständlich sollte Studieren kostenlos sein.

Studiengebühren ist eines der größten Unsinnigkeiten was die Regierung eingeführt hat.

:freak::freak::freak:
 
Kaiser Wilhelm schrieb:
Frühere Staaten haben dies kapiert und aus Deutschland ein Hort der Künste und Wissenschaft gemacht, jedoch scheint dies die BRD anders zu sehen.
Das und eigentlich dein ganzer Post, klingt mir als wärst du politisch so ziemlich weit rechts einzuordnen.

Naja nun gut.

Robert Neumann, naja die Regierung hat es eingeführt, damit die Unis und FHs Geld haben
Nun stellt dir mal die Frage warum das nicht unsere Regierung machen kann, nun unser gesamter Staatshaushalt ist total naja... kaputt und wir haben saumäßig viele Schulden.
Und erzählt mir bitte hier keiner was von "ausgeglichenen Haushalt" ;) das ist Volksverarschung.

Hätten wir keine Schulden, könnten wir die Steuergelder sicher sinnvoller einsetzen und müssten somit sicher keine Studiengebühren zahlen...
 
Die Studiengebühren sind schon alleine deshalb absoluter Unsinn, weil ja nicht mal die Studienbedingungen verbessert werden, es bleibt alles sowie es war.

Hinzu kommt, das die 20 Prozent Bafög-Empfänger, die bekanntlich so schon finanziell knapp bei Kasse sind zusätzlich geschröpft werden. Oke, Studienkredit aufnehmen, das wiederum führt zu Überschuldung! (Bafög+Bildungskredit+Studiendarlehen) Das muß alles zurückgezahlt werden!
Für die sozial schwächeren Studenten ist das eine kaum noch tragbare Mehrbelastung.
Den anderen 80 Prozent (Nicht-Bafög-berechtigten, also finanziell besser gestellten) ist es im Prinzip schnurz-piep egal, weil die Eltern das aus der Portokasse zahlen!!!

Wenn jemand behauptet Studiengebühren (in Bayern 500 Euro!!!) seien was gutes, dann hat er/die nicht wirklich über dieses Thema nachgedacht. Meine Meinung, auch wenn ich nichts an den Studiengebühren-Schwachsinn ändern kann.
 
Die Regierung? Wir haben 16 Bundesländer, jede hat mindestens eine Uni. Die Länder entscheiden, wieviel Geld in die Bildung der einzelnen Bereiche fliesst. Der Bund unterstützt die Studenten nur durch das Bafög und durch die sogenannte Exzellenzinitiative zielt fast nur auf die Forschung ab, nicht die Lehre.

Ihr müsst die Situation positiv sehen. Hätte es nicht '90 die Wende und damit diesen Geburtenrückgang gegeben, hätten wir jetzt noch mehr Studenten und die Gebühren könnten bei 700€ liegen.
 
Es sind natürlich die Bundesländerregierungen gemeint.
Weil ob nun Gebühren erhoben werden und in welcher Höhe ist Ländersache.
Nur komisch das bis auf Mecklenburg-Vorpommern alle sonstigen Bundesländer
Gebühren erheben.

Studiengebühren sollten maximal 0 Euro hoch sein. :cool_alt:

Nebenbei erwähnt haben wir viel zu wenig Studenten in Deutschland.
In Bayern haben wir gerade mal 20 Prozent die ein Abitur/Fach-Abi vorweisen können.

Durch die finanzielle Mehrbelastung wird das Studieren noch mal eine Ecke unattraktiver.
Anstatt den wenigen Abi-Abgängern die Uni/FHs mehr schmackhaft zu machen werden sie vergrault, zum Teil zumindest.
Heutzutage würde ich sicher nicht mehr studieren gehen und mich anderweitig umschauen.

Manchmal glaube ich wirklich das die (Länder)-Regierungen völlig an der Realität vorbei
Gesetze verabschieden.
ich sag nur:
-absolutes Rauchverbot
-Ladenöffnungszeiten aus dem Mittelalter
-steigende Wucher-Gasstrompreise und die Regierung schaut nur zu (Konzernchef-Zitat: "Die Strom-Gaspreise sind eigentlich zu niedrig".)
-Hartz IV ....usw.....
-ab 2009 gesetzlicher Krankenversicherungsbeitragssatz für jeden 15 % !!! *würgh!!!

Kleiner Trost: es kann nur besser werden
 
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Es kann nur besser werden?
Wenn du dch da mal nicht irrst.

Einstein hat folgendes gesagt:
Es gibt nur 2 Dinge, die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit.
Beim ersten bin ich mir nicht so sicher.
 
Robert Neumann schrieb:
Den anderen 80 Prozent (Nicht-Bafög-berechtigten, also finanziell besser gestellten) ist es im Prinzip schnurz-piep egal, weil die Eltern das aus der Portokasse zahlen!!!
Du verallgemeinert ziemlich stark.
2 Beispiele:
Familie1: 3 Studenten, 1 Schüler, Mutter erwerbstätig. Keiner bekommt Bafög, da die Eltern für die Kinder und auf den Namen der Kinder gespart haben. Aber trotzdem 1300€ Studiengebühren pro Semester (einer muss an der UNI Münster "nur" 300€ zahlen und sieht davon mehr als die anderen). Für eine Grundschullehrerin nicht unerhebliche Ausgaben
Familie2: 2 Studentinnen, 1 Schüler. Eine bekommt 20€ Bafög/Monat. Der Vater ist Realschullehrer. Aber irgendwie müssen trotzdem die 1000€ Studiengebüren pro Semester bezahlt werden.

mir fällt gerade auf, dass ich keine Lehrerfamilie kenne, in der nicht min 1 Kind Abitur hat oder macht. Sind Lehrerfamilien prävestiniert für hohe schulische Abschlüsse?^^

@Kaiser Wilhelm: Albert Einstein hat auch gesagt: "Wozu Socken? Sie schaffen nur Löcher." :freaky:
 
Ich denke auch 0€ sind ein fairer Betrag. Ein Studium sollte die Familien nicht unnötig belasten, gerade in den Zeiten, wo die Familien immer weniger Geld in der Tasche haben. Viele denken ja auch, nach dem Studium verdient man dann sofort seine 50.000€ im Jahr, aber das ist nicht der Normalfall.
 
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