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Suche DAS (kein NAS) mit hoher Performance

AndrewPoison

Admiral Pro
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Seit beinahe einem Jahr bin ich mittlerweile auf der Suche nach einem DAS (Direct-Attached-Storage).

NAS kommt für mich nicht in Frage, da:
  • die Gigabit-Netzwerkschnittstelle zu sehr limitiert (at best 125 MB/s - gähn)
  • auch eine Kopplung von 2 Gigabit-Schnittstellen nicht relevant ist (da es nur ein Single-User-Szenario gibt und auch kein entsprechendes Gegenstück mit 2 Netzwerkkarten vorhanden ist)
  • 10GE-Lösungen erfordern derzeit noch immer viel zu teure Erweiterungen am Clienten (minimum 200 Euro für 10GE-Karten und Kabel etc. zusätzlich) und NAS-Systeme mit 10GE kosten auch gleich ordentlich mehr

Das DAS sollte:
  • ein externes Gehäuse, notfalls auch in Rack-Form, besitzen
  • Über USB3 (gerne auch 3.1) mit dem Client verbunden werden
  • Platz für mindestens 3, besser 5 Festplatten verfügen
  • RAID5 unterstützen
  • Lautstärke/Temperaturen/Stromverbrauch sind zweitrangig
  • Die mittels RAID5 generierten Read-Gains der Festplatten - soweit irgendwie möglich - ungebremst über USB bereit stellen (viele NAS/DAS-Systeme tummeln sich selbst beim Transfer weniger aber großer Dateien im Bereich um 100 MB/s, vielleicht mal 150 ...). Ich hantiere mit wenigen, aber großen Dateien - und ich erwarte mindestens 200 MB/s (3 Festplatten), gerne aber auch 300 MB/s (5 Festplatten) und mehr an sequenziellen Datenraten, die mir das DAS (lesend) bereit stellen kann. Natürlich ist da auch die Geschwindigkeit der Platten wichtig, aber eben vor allem der verbaute Prozessor und/oder RAID-Controller im DAS.
  • Über ein Frontend konfigurierbar sein
  • Und, jetzt mach ich mich unbeliebt: unter 500 Euro kosten (ohne Festplatten).

Habe mir schon etliche Lösungen von billig (Fantec RAID-Drives,...) über "okay" (Sharkoon RAIDstation / Buffalo/WD) bis hin zu hochpreisig (Lacie etc.) angesehen - und zufrieden bin ich mit keiner. Alle sind so auf den Stromspar-Zug getrimmt, dass die Performance einfach leidet. Ich hätte gern einfach die selbe Performance extern wie wenn ich 5 Platten an einen gescheiten RAID-Controller intern anbinden würde. Und das ganze zu einem gerechtfertigten Preis, der nicht 3x so teuer ist wie ein Komplett-Rechner.

Ich finde einfach auf den üblichen Verdächtigen wie Geizhals nichts. Und wenn, dann kommt man für so ein Gerät nicht unter 1500 Euro aus. Und das können sich die Herrschaften gerne mal an die Backe schmieren - es muss nicht so viel kosten, nur weil man denkt dass man sich hier ja im Firmenumfeld befindet und es sich erdreisten kann :D

Konkret suche ich Alternativen zu all den Geizhals-Angeboten. Unbekannte Hersteller bzw. sagen wir mal eher Nischenhersteller oder Kickstarters etc. ... irgendwas in der Richtung. Der normale Markt bietet für mich nichts.
 
Weil das ganze Gerät alle 6 oder 8 Wochen auch mal von A nach B transportiert wird. Außerdem ist intern kein Platz für 5 (weitere) Festplatten - daran soll es zwar nicht scheitern, wohl aber an der "Quick-Transport"-Möglichkeit. Außerdem besteht bei einer externen Lösung eine bessere Möglichkeit des Power-Managements (ein/aus auf Knopfdruck - fertig). Wenn ich es vlt. 2 Stunden am Tag brauche, brauchen die Platten nicht 10h lang mitzurödeln. Natürlich gibt es Energiesparpläne und -Maßnahmen, die aber insbesondere an RAID-Systemen mehr schlecht als recht funktionieren, wenn man sich an einen Client befindet, dessen Performance-Profil vollkommen unabhängig von dem des RAIDs seien kann (und soll).
 
Da fällt mir jetzt nur sowas ein: https://geizhals.de/silverstone-teratrend-towerstor-sst-ts431s-a999014.html?hloc=at&hloc=de

Angebunden mit einer SAS Karte nach wahl und SFF-8088 Kabel. z.B.:
https://geizhals.de/hp-h222-host-bus-adapter-650926-b21-a1228484.html?hloc=at&hloc=de

https://geizhals.de/delock-kabel-mi...-sff-8088-83736-a1293494.html?hloc=at&hloc=de

Das Gehäuse selbst kann jetzt natürlich kein Raid5, das müsste in Software erfolgen. Alternativ mit einem vollwertigen Raidcontroller statt des HBA, dann wirds aber schnell wieder teuer.
 
Für Mac Pro´s gibt es ein paar nette Thunderbolt-Geräte, aber wenn ich das recht in Erinnerung habe, fallen die Preismäßig bei dir komplett raus...

Ansonsten klingt es vielleicht blöd, aber: "high end" und günstig beisst sich....
 
Ich hätte gern einfach die selbe Performance extern wie wenn ich 5 Platten an einen gescheiten RAID-Controller intern anbinden würde. Und das ganze zu einem gerechtfertigten Preis, der nicht 3x so teuer ist wie ein Komplett-Rechner.

Das ist technisch nicht möglich. Billig ist immer USB3.x und damit nicht schnell genug für dich, Thunderbird oder ESATA (eSATA ist auch nicht schnell genug) sind teurer. Auch das SAS Gerät von masamune kann nicht funktionieren: für ein RAID bräuchte man ja 3 solcher Silverstonegehäuse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Er könnte ja theorethisch auch mit Windows einen Storage Space erzeugen und darüber die Raidfunktionalität abbilden.
 
Nein kann er nicht weil das jeweilige externe Gerät die Daten nicht schnell genug liefern kann. Er braucht ein Gerät welches parallel (RAID...) auf die verbauten Festplatten zugreift und die Daten dann über eine schnelle Leitung zum PC schickt (ab ca. 6Gbps). Die Silverstone Dinger haben die SAS Leitung aber keinen internen parallelen Zugriff auf die einzelnen Platten. Beides ist notwendig, eines allein reicht eben nicht.
 
Auch das SAS Gerät von masamune kann nicht funktionieren: für ein RAID bräuchte man ja 3 solcher Silverstonegehäuse.
Warum? Aus vier Platten kann man ja ein Raid machen.

Über den SFF-8088 Anschluss werden vier SAS Lanes zu dem Gehäuse geführt. Sofern das Gehäuse dann keinen Mist damit macht kann man jede Platten einzeln ansprechen.
 
Masamune2 schrieb:

Das Gehäuse kostet nicht die Welt, die ersten Reviews (mit externem RAID-Controller für 1000 Euro ^^) sagen aber zumindest mal, dass es nicht drosselt (wie auch, ist ja nur ein passives Gehäuse, nichts was bremst). In der Tat könnte man sich überlegen für das "Restbudget" bis 500 Euro (also circa 320) einen RAID-Controller zuzulegen, der die Arbeit macht. Für 320 sollte es auch gescheite RAID-Controller mit Performance geben. Das große "Aber": diese Konstellation ist nicht mobil. Schließe ich das Gehäuse woanders an (schon mal gar nicht so leicht mit SFF), ist das RAID ja nicht mehr bekannt, da der Controller noch brav im Client steckt.

matthias3000 schrieb:
Für Mac Pro´s gibt es ein paar nette Thunderbolt-Geräte, aber wenn ich das recht in Erinnerung habe, fallen die Preismäßig bei dir komplett raus...

Ansonsten klingt es vielleicht blöd, aber: "high end" und günstig beisst sich....

Ich bewege mich auch in einer Windows-Welt, aber grundsätzlich wäre System-Neutralität nicht verkehrt ;)
Und ich denke halt "High End" und "Günstig" verlange ich gar nicht. Ich verlange einfach nicht mit Server-Hardware preislich über den Tisch gezogen zu werden ;) Ich kann mir für 500 Euro ein Komplett-System zusammenstellen, dass meine Ansprüche erfüllt. Ich kann nur nicht glauben, dass es sowas nicht ein wenig "kompakter" bereits fertig geben soll. Günstig sind für mich die 150-Euro-Case-Only-Geschichten. Für weitere 350 Euro dürfte dann auch ein FPGA- oder Weiß-der-Geier-System die Performance-Grundlage legen. Und meine 200-300 MB/s empfinde ich jetzt auch nicht als High-End. Das ist heut zu Tage "Mittelmaß".

HominiLupus schrieb:
Das ist technisch nicht möglich. Billig ist immer USB3.x und damit nicht schnell genug für dich, Thunderbird oder ESATA (eSATA ist auch nicht schnell genug) sind teurer. Auch das SAS Gerät von masamune kann nicht funktionieren: für ein RAID bräuchte man ja 3 solcher Silverstonegehäuse.

USB 3(.1) würde mir reichen, steht ja in der Anforderungsliste. Und laut Reviews zu dem Case kann man die 4 Festplatten einzeln ansteuern und damit zu einem RAID verbinden, und das sogar mit hoher Leistung (siehe mein ersten Quote) - aber wäre dann eben auch nicht "mobil".

AzIn schrieb:

Genau. Nur laut Testberichten deckelt das Ding auch bei gut 150 MB/s.
 
Ähm, das ist eine Falschannahme .... das Raid ist im Header jeder einzelnen Festplatte gespeichert. Du nimmst dein "Raid" mit, der andere Controller muss nur in der Lage sein es zu lesen.

Sollte aber kein Problem sein, denn z.B. habe ich auf Anfrage damals beim 3ware Support gehört, dass ein 3ware Raid auch an onboard Intel Raid funktioniert (halt nicht so schnell weil software-basiert bei Intel).

Von daher sollte das schon funktionieren.

Raid-Controller die SAS-6G (quasi Sata-6) können kosten bei ebay zwischen 120 und 200€.
z.B. http://www.ebay.de/itm/NEU-81Y4478-...073545?hash=item3f492493c9:g:XYQAAOSwNSxVCXa9

Bei billigeren SAS Contollern immer schaun ob die nicht nur SAS-3G können, da ist bei 2TB pro Platte Schluß.
 
Sorry, aber das ist Datensicherheits-Technisch absolutes Seppuku. Niemals würde ich den RAID-Controller "einfach so wechseln", nicht mal vom selben Hersteller. Selbst wenn der Raid-Controller abbrennt und eine Wiederherstellung nötig wäre, würde ich eher die Platten einzeln anhängen und mittels entsprechender Software die Daten rekonstruieren. Bevor mal eben ein RAID-Controller denkt da sein "Ding" machen zu müssen, weil er aus irgendwelchen Gründen mal nichts mit dem Header des anderen anfangen kann. Solche Tipps sollten in einem Computerforum auch nicht gegeben werden ;)

Darüber hinaus muss man auch mal sagen, dass der zweite Client nicht immer von mir bestimmt werden kann. Es muss also sowieso eine "Plug&Play"-Lösung her, die alles im Gehäuse beinhaltet.
 
Andrew ... wie bereits geschrieben ist das eine offizielle Aussage von 3ware/LSI. Hier ein Auschnitt der Mail:

That shouldn’t be a problem at all. The configuration information is stored only on the drives themselves. As long as the drives are removed while the power is off, there should be no problem keeping the data intact. Once you wish to regain access to the data, you’ll simply attach the disks back to the controller.
 
AndrewPoison schrieb:
10GE-Lösungen erfordern derzeit noch immer viel zu teure Erweiterungen am Clienten (minimum 200 Euro für 10GE-Karten und Kabel etc. zusätzlich) und NAS-Systeme mit 10GE kosten auch gleich ordentlich mehr
Das 10Gbit Ethernet kommt aber immer stärker, die Xeon-D SoC haben schon zwei Ports OnBoard, auch S.1151 Boards für die Xeon E2 v5 gibt es damit, was bei den Vorgängern gar nicht zu finden ist und allenfalls bei wenigen für die großen S. 2011-3 Xeons. Da tut sich also endlich war, denn in der Tat ist ein Gigabit Ethernet heute elendig langsam um Storages daran zu betreiben und alle anderen Schnittstellen am Rechner sind meist deutlich schneller. Wenn jetzt selbst LTE bis 1,2Gbit schaffen soll, wird es auch mal Zeit das sich dort was tut, zumal NAS ja weit verbreitet und viel praktischer als DAS sind.

AndrewPoison schrieb:
Habe mir schon etliche Lösungen von billig (Fantec RAID-Drives,...) über "okay" (Sharkoon RAIDstation / Buffalo/WD) bis hin zu hochpreisig (Lacie etc.) angesehen - und zufrieden bin ich mit keiner. Alle sind so auf den Stromspar-Zug getrimmt, dass die Performance einfach leidet.
Die miese Performance liegt daran, dass es nur von JMicron passende Chips gibt, die werden von denen allen auch verwendet, aber deren Performance ist einfach mies. Dafür sind die Chips halt billig.

Masamune2 schrieb:
Wobei man bei den Controllern, gerade denen von HP, mit dem Problem des Stallgeruches konfrontiert werden kann und die dann nur gut mit HW aus dem gleichen Hause zusammenarbeiten. Das sollte man vorab prüfen, ggf. lässt es sich mit einem FW Update auf die generische FW beheben, bevor man günstig kauft und es dann doch nicht läuft.
AzIn schrieb:
oder einmal das: 3R5-EB3-M googlen.
Das dürfte auch nur JMicron Controller enthalten. Das RAID ist intern meist mit dem JMB394 RAID Port Multiplier Chip realisiert, da gehen dann alle Daten über einen SATA 3Gb/s Port und die sind bei den JMicron Chips auch noch echt lahm. Ein Modell welches wenigstens SATA 6Gb/s kann, gibt es aber von JMicron nicht und von anderen Anbietern sind mir solche Chips gar nicht bekannt. Bei Lian-Li zahlst Du nur noch mal kräftig für die Alugehäuse drauf, bekommst aber auch keine bessere Technik.

AndrewPoison schrieb:
Genau. Nur laut Testberichten deckelt das Ding auch bei gut 150 MB/s.
Das ist es, aber das wird Dir bei all diesen USB/eSATA/FireWire Gehäuse passieren, die können alle nicht mehr, denn vor dem Port Multiplier ist dann noch z.B. der JMB355 eSATA+1394A/B + USB20 to SATA Host Adapter oder der JMS567 Super Speed USB 3.0 & SATA 6.0Gbps Bridge Controller, der kann zwar USB3 und SATA 6Gb/s, aber der einzig passende JMB575 Port Multiplier Chip mit SATA 6GB/s hat keine RAID Funktion, also müssen die Gehäusehersteller den alten JMB394 verbauen, wenn sie eine RAID Funktion anbieten wollen, dann geht wieder alles nur über einen SATA 3Gb/s Port und der ist bei JMicron eben auch noch besonders lahm. Schau Dir halt das Modellprogramm an Port Multipliern sowie Bridge Chips von JMicron an, USB3(.1), SATA 6TGb/s und RAID gibt es auch, aber nur für maximal 2 Ports.

Vielleicht schaffen die Drobos ja mehr? Die kosten zwar auch richtig Geld, aber die setzen meines Wissen auf andere HW und nicht die billigen JMicron Chips.

AndrewPoison schrieb:
Und ich denke halt "High End" und "Günstig" verlange ich gar nicht. Ich verlange einfach nicht mit Server-Hardware preislich über den Tisch gezogen zu werden ;)
Aber Server-HW kostet eben richtig Geld, die Heimanwender wollen günstig und haben dafür keine Ansprüche an die Leistung zu stellen. Wer Performance will, der halt bezahlen, schau Dir an was die Thunderbolt Gehäuse kosten, da ist die Anbindung schnell genug und da TB PCIe entspricht, kann man auch beliebige SATA/SAS RAID Controller darin verbauen, ist also nicht auf das Programm von JMicron beschränkt die als einzige solche SATA Port Multiplier mit RAID Funktion anbieten.

AndrewPoison schrieb:
Ich kann mir für 500 Euro ein Komplett-System zusammenstellen, dass meine Ansprüche erfüllt.
Dann mach es, aber das wird dann wohl ein NAS werden, oder wie willst Du da eSATA oder USB Client Ports realisieren? Mit den üblichen Host Ports aus den Mainboards kommst Du nicht weiter, damit kannst Du ja zwei Rechner nicht verbinden!
AndrewPoison schrieb:
Ich kann nur nicht glauben, dass es sowas nicht ein wenig "kompakter" bereits fertig geben soll.
Klar, aber eben als die lahmen Kisten die Du schon kennst oder eben als NAS.
AndrewPoison schrieb:
Und meine 200-300 MB/s empfinde ich jetzt auch nicht als High-End. Das ist heut zu Tage "Mittelmaß".
Eben leider nicht, sowas gibt es gar nicht, die billigen RAID DAS schaffen das nicht, NAS mit Gigabit Ethernet ebensowenig und die Profilösungen schaffen mehr, also fehlt diese Mittelklasse die Du suchst bisher komplett im Angebot.

AndrewPoison schrieb:
Und laut Reviews zu dem Case kann man die 4 Festplatten einzeln ansteuern und damit zu einem RAID verbinden, und das sogar mit hoher Leistung (siehe mein ersten Quote) - aber wäre dann eben auch nicht "mobil".
Meinst Du das SAS Case? Da werden die Platten ja auch einzeln angesteuert und wenn es ein USB3/eSATA Cache ist, dann ahne ich schon was drin steckt: Die Kombination aus einer USB-SATA Bridge und dem JMB575 Port Multiplier Chip mit SATA 6GB/s, nur der hat eben keine RAID Funktion. Vielleicht bringt ja JMicron noch eine Ausführung von dem mit RAID Funktion oder ein anderer Hersteller entschließt sich in den Markt einzusteigen (das könnte ASMedia sein), dann wäre es genau das was Du suchst!
 
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