News Sylt: Vodafone verlegt mehr Glasfaser für Gigabit und 5G

T1984 schrieb:
Streamen benötigt 5-6 Mbit/s (HD) .... Schnitt bei 3,4 Mbit/s pro Stream

und genau das unterbietet VF ja sogar in der Kalkulation.
6000 Haushalte / 20 Gbit/s = ~ 3 Mbit/s pro Haushalt .... davon noch Reserve für Telefonate / Mobilfunkdaten von den Masten über diese Kabel ....

da aber nicht alle der 6000 Haushalte bei VF sind oder gleichzeitig Streams kucken, sollte sich das etwas entspannen. Doch dann kommen die noch dazu, wo Steamupdates rennen etc etc .... was im Endeffekt wieder dazu führt, das die Anbindung wie an vielen anderen Kabelsegmenten in Deutschland überlastet ist.

T1984 schrieb:
Und "surfen" dürfte bei den heute üblichen Datenraten ein praktisch völlig zu vernachlässigendes Grundrauschen erzeugen.

auch wenn es ein "Grundrauschen"ist .... viele Webseiten laden heute soviel Scripte und Daten / Grafiken etc noch dazu, das eine Seite schnell auf 1 bis 15 MB Gesammttraffic kommt ... und das ist schon nicht mehr zu verachten beim einfachen "surfen"
 
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T1984 schrieb:
Generell gibt es glaube ich eine völlige Fehleinschätzung, wie statistisch unwahrscheinlich es ist dass ein großer Prozentsatz von Internetnutzern ihre Anschlüsse GLEICHZEITIG in starkem Maße ausnutzen, zumindest wenn es um schnellere Anschlüsse mit mehrere hundert Mbit/s bis Gbit/s-Anschlüsse geht.
Hier in einem technikforum wo vermehrt internet affine menschen unterwegs sind, die evtl zum großteil beispielsweise ihre backups hochladen oder generell mehr runterladen für allerhand software patches oder was weiß ich, könnte eine verzerrte Wahrnehmung dieser Sachlage stattfinden. Der 0815 internetuser schaut bissi youtube, textet über whatsapp und telegram und abends mal nen film über einen streamingdienst. Im downstream verursacht so ein Nutzungsverhalten keine Spitzenlasten was mbit/s angeht. Wenn wir dann noch auf Sylt sind, wo einige der Nutzer noch sind um die Natur zu genießen, so kauf ich es Vodafone wirklich ab, dass für Sylt derzeit die 40gbit als backbone fürs vodafone netz reichen könnten (vorerst).

M-X schrieb:
Die Mischkalkulation war mir schon klar, nur das diese SO heftig ist ? Wenn da 20 Leute mal einen größeren Download starten ist das ganze Netz dicht.
diese personen müssten zeitgleich diesen download starten und dann kommt noch hinzu, dass bei geschalteten 1gbit/s effektiv 80 bis 118mb/s durch die leitung gehen. Kommt dann mal ein windows patch mit einer Größe von 1GB raus und jeder dieser 20 Anschlüsse fängt auch nur mit 10 sekunden verzögerung an, diesen zu laden, so werden sie sich wahrscheins nichtmal in die quere kommen und sich gegenseitig bandbreite abzwacken. Und wenn doch, dann nur für wenige Sekunden.
 
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Sebbi schrieb:
und genau das unterbietet VF ja sogar in der Kalkulation.
6000 Haushalte / 20 Gbit/s = ~ 3 Mbit/s pro Haushalt .... davon noch Reserve für Telefonate / Mobilfunkdaten von den Masten über diese Kabel ....

da aber nicht alle der 6000 Haushalte bei VF sind oder gleichzeitig Streams kucken, sollte sich das etwas entspannen. Doch dann kommen die noch dazu, wo Steamupdates rennen etc etc .... was im Endeffekt wieder dazu führt, das die Anbindung wie an vielen anderen Kabelsegmenten in Deutschland überlastet ist.
Es geht schon mal damit los, dass vermutlich nicht alle 6000 Haushalte überhaupt Kunden sind. Die Telekom bietet in weiten Teilen Vectoring und Supervectoring, da sind sicher auch einige bei Telekom, oder Telefonica, 1&1, ...

Und bei denen die Kunden sind dürfte die Wahrscheinlichkeit recht gering sein, dass alle gleichzeitig streamen.

Letztlich ist es so: der große Aufwand für die Anbindung dürfte das Verlegen der Glasfaser gewesen sein. Für Vodafone dürfte es kein Problem sein die Kapazität der Anbindung über diese Glasfaser zu erhöhen. Was über die Zeit auch sicher geschehen wird. Wenn Vodafone also 6000 Haushalte (unabhängig vom gebuchten Tarif) mit 20 Gbit/s anbieten kann, und Anbieter wie init7 sagen, dass sie bei 2000 Gigabitkunden(!) mit 10 Gbit/s keine Probleme hatten, dann spricht das eben stark dafür dass die durchschnittliche Nutzung bei Otto-Normal-Internetanschlüßen vielleicht niedriger ist als sich manche hier vorstellen.
 
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Wenn die wahrscheinlichkeit so gering ist das alle Streamen oder sich ein game runterladen, wieso habe ich dann nur nachts die volle leistung meiner Leitung? Tagsüber kommen statt 200 mbit nur noch 5-20 mbit an...

Und vertut euch mal nicht damit was Urlauber so im Urlaub tuen, habe schon leute hier gehabt, die zwei wochen eine fewo gemietet haben und fast die ganzen zwei wochen in der Fewo auch verbracht haben..
Es muss auch mal nur das Wetter ein paar tage nicht mitspielen, dann werden es immer mehr die sich das netz teilen müssen.

Internetgeschwindigkeit ist sehr wichtig, bei booking.com habe ich gerade mal eine 7,5 Wertung beim thema Internet.... Mit besserem Internet, hätte ich auch eine höhere bewertung, meine fewo würde eher unter den top 10 sein, und sie wird mehr gebucht = ich hab mehr Geld.

Daher, wenn es nach mir geht, bitte das I-net so schnell wie möglich machen, da es mich ankotzt wenn mieter das Internet meiner fewo schlecht bewerten und ich daran einfach nichts ändern kann.
 
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Justuz schrieb:
Wenn die wahrscheinlichkeit so gering ist das alle Streamen oder sich ein game runterladen, wieso habe ich dann nur nachts die volle leistung meiner Leitung? Tagsüber kommen statt 200 mbit nur noch 5-20 mbit an...
Weil dann in Deinem Kabelsegment die Nachfrage zu Spitzenzeiten eben doch die Kapazität des Segments überschreitet. Aus dem gesagten folgt ja nicht automatisch dass Überlast grundsätzlich nicht möglich ist. Nur dass die einfache Rechnung "Gesamtkapazität durch Anzahl der Haushalte" womöglich in die Irre führt. Es kommt eben auf das Verhältnis von maximaler paralleler Nachfrage und der Gesamtkapazität an. Das ist letztlich Statistik.

In Kabelnetzen sind es üblicherweise die Segmente, die überlastet sin, da in einem Segment sich alle angeschlossenen Haushalte die DOCSIS-Kapazität teilen müssen. Wenn das nicht mehr reicht muss man das Segment aufteilen. Das ist relativ teuer, es muss unter Umständen Glasfaser neu verlegt werden etc. Aber genau das hat Vodafone ja hier auch gemacht. Bei den (laut Artikel) 20 Gbit/s für 6000 HH im Versorgungsgebiet geht es um die Kapazität im Glasfaserbackbone, und die lässt sich leicht skalieren (anders als die Kapazität innerhalb eines DOCSIS-Segments). Wenn Vodafone also mit 20 Gbit/s ins Rennen geht dann kann man vermuten dass das erstmal reichen wird, da gibt es ja Erfahrungswerte. Und die Aussage von init7 zeigt ja auch dass das nicht so ungewöhnlich wenig ist. Und wenn es mal nicht mehr reicht dann lässt sich das relativ leicht skalieren.
 
T1984 schrieb:
Es geht schon mal damit los, dass vermutlich nicht alle 6000 Haushalte überhaupt Kunden sind.

deswegen sagte ich ja "da aber nicht alle der 6000 Haushalte bei VF sind oder gleichzeitig Streams kucken,"
wenn ich dennoch von ca. 1/3 davon ausgehe, dann sind wir immer noch bei nur 9 Mbit/s die jedem zur gleichen Zeit zur Verfügung steht, wenn NICHT noch die Reserven für die Mobilfunk Antennen davon weggerechnet werden.

immerhin wenn man davon ausgeht, das dann ca. von diesen 2000 Haushalten noch ca. 700 gleichzeitig online sind. hat immerhin noch jeder 30 Mbit/s, was aber immer noch weit unter dem Vertraglichen Bedingungen liegt. wenn dann 1/10 (70 Haushalte 2 - 3 Personen gleichzeitig on etc) davon ihre gebuchte Gigabit Verbindung, mit der VF ja so extrem wirbt, dann noch versuchen ausreizen über längere Zeit, wird es schon ziemlich voll.


T1984 schrieb:
dass sie bei 2000 Gigabitkunden(!) mit 10 Gbit/s keine Probleme hatten,

sry aber ist wohl auf den gesammten Tag bezogen, zu Stoßzeiten abends gibt es dann definitiv Engpässe bei einigen. Daher bitte den Link zu dem Artikel, ob da noch genauere Infos stehen.

Allerdings sollte man hier auch zu VF differenzieren, das bei VF eher der Upstream dicht macht, so nicht mehr genug ACK Pakete für den Datentransfer gesendet werden können und so der Download von alleine langsamer wird, obwohl genug Downloadbandbreite vorhanden ist. 8:1 ist ja das Mindestmaß, damit man den Download voll auslasten kann. Bei VF kommt man ja standardmäßig nicht unter 10:1, in den großen Tarifen ist das Verhältniss sogar noch schlechter, so das nur Tricks helfen.
Bei init7 hat man ja so wie ich das lese eine symetrische Verbindung.

T1984 schrieb:
In Kabelnetzen sind es üblicherweise die Segmente, die überlastet sin, da in einem Segment sich alle angeschlossenen Haushalte die DOCSIS-Kapazität teilen müssen.

naja DOCSIS 3.1 10 Gbit/s - dennoch reicht es für einen Straßenzug voller Mehrfamilienhäuser in vielen großen Städten nicht aus ....
hier ist es "nur" eine Verdoppelung abzüglich der Reserve für die Mobilfunkmasten. wo ich schätze, das 1x10 Gbit/s für die Masten (weil Pestige Objekt 5G etc) und 1x 10 Gbit/s fürs Festznetz verwendet werden.
heiß im Endeffekt alle Haushalte über eine Kapazität, die schon jetzt in anderen Teilen von Deutschland auch schon nicht reicht. Einzig der mögliche Upload wird gestärkt.

p.s. natürlich das ganze unter Annahme der Stoßzeiten, ansonsten verteilt sich da ja alles.
 
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grincat64 schrieb:
Also alle die ich kenne, mich eingeschlossen, hatten und haben mit VF nur Probleme.
Fragt mich jemand nach VF , dann ist meine Antwort "Ich glaube denen rein garnichts mehr!"
Sie konnten nicht annähernd liefern, es gab pausenlos Störungen (bereits vor Corona), die Abrechnungen und der Support sind der Witz unter allen Online-Providern.
Insofern - Sylt waaayyyne
aha..........................
 
Sebbi schrieb:
sry aber ist wohl auf den gesammten Tag bezogen, zu Stoßzeiten abends gibt es dann definitiv Engpässe bei einigen. Daher bitte den Link zu dem Artikel, ob da noch genauere Infos stehen.
Den Artikel (ist ein Videointerview) hatte ich schon vorher verlinkt:
T1984 schrieb:
Beispiel aus einem Interview mit dem CTO des Schweizer Anbieters init7 von Juni 2021:
"Wir hatten Ringe mit über 2000 Gigabit-Kunden, und der Ring selber war 10 Gig. Und der war noch nie voll."
 
M-X schrieb:
Telekom nutzt für ihr Glasfasernetz ja auch nur GPON für ihr FTTH worin sich bis zu 64 Leute 2,5Gbit/s teilen müssen.

Die Telekom bindet mit GPON maximal 32 Teilnehmer an, 64 sind es z.B. bei der Deutschen Glasfaser.

Allerdings kann es durchaus sein, dass die Telekom jetzt auch bereits auf XGPON mit min. 10 GBit pro "Segment" setzt, da deren neues Glasfasermodem die Technik zumindest schon unterstützt.
 
T1984 schrieb:
Den Artikel (ist ein Videointerview) hatte ich schon vorher verlinkt:

sry, den edit hatte ich nicht gesehen.

allerdings spricht der von einen Ring und nicht von einen Bus oder P2P, dh das effektiv ca. die Hälfte dann zu rechnen ist, wenn nicht das Verbindungsmodul zum Core nicht limitiert an den Core weitergibt wenn ich das noch richtig in Erinnerung.

heißt das bei jeden Kunden 10 MBit/s möglich sind zu jeder zeit, ~30 MBit/s bei durchschnittlicher Belegung von 35 % wie bei VF Kabel aber mit wesentlich besseren Upload. Wie gesagt wenn meine Errinnerung über den die 2 Wege im Ring und der daraus resultierenden Verdoppelung der Geschwindigkeit im Optimalfall mich nicht gerade täuchen.

dennoch glaube ich nicht, das der 10 Gbit/s Ring nie an seine Grenzen gekommen ist. Ich denke mal der spricht hier auf die Frage bezogen von dem Core, den sie mit 100 Gbit/s mit den 10er Ringen nicht ausgelastet bekommen haben.
 
Sebbi schrieb:
dennoch glaube ich nicht, das der 10 Gbit/s Ring nie an seine Grenzen gekommen ist. Ich denke mal der spricht hier auf die Frage bezogen von dem Core, den sie mit 100 Gbit/s mit den 10er Ringen nicht ausgelastet bekommen haben.
Das ist eine etwas eigenwillige Interpretation. Er spricht recht eindeutig zur Frage zum Überbuchen, dass "der noch nie voll war" ("der"=der Ring), auch nicht mit über 2000 Gigabit-Kunden(!). Natürlich wäre es möglich das er nicht die Wahrheit sagt, aber ich sehe da jetzt keinen speziellen Grund das anzunehmen.
 
T1984 schrieb:
Er spricht recht eindeutig zur Frage zum Überbuchen,

Die Frage ist: Wie geht ihr mit der Oversupscription im Core um.

Die Antwort: Der Core ist 100 gig, ähm, also ehrlich gesagt, wir haben, wir hatten Ringe mit über 2000 Gigabit Kunden, und der Ring selbst war 10 gig, der war nie voll. Schon bei Gigabit geht nichts voll.

durch den nachträglichen Satz wird eigentlich eher auf den Core als auf den Ring verwiesen, vorallem wenn die Ausage mit den 25 Gbit/s Ringen kommt.
 
Sebbi schrieb:
naja DOCSIS 3.1 10 Gbit/s - dennoch reicht es für einen Straßenzug voller Mehrfamilienhäuser in vielen großen Städten nicht aus ....
10gbit/s? Derzeit haben die Docsis Netze von Vodafone West eine downstream kapazität von ~3gbit/s sofern das Segment mit dem zweiten OFDM modernisiert wurde, was derzeit großflächig ausgerollt wird.
10gbit/s sind das maximum der docsis 3.1 spezifikation, die aber in den hießígen netzen nicht erreicht werden kann derzeit, da hierzu die frequenzen oberhalb von 862mhz benötigt würden (bis 1,2ghz) was aber technisch über die liegenden Kupferleitungen und alte Technik nicht ohne weiteres realisierbar sind.

Pro Segment teilen sich die Anschlüsse also modernisiert (zwei OFDM downstreams) ~3gbit, unmodernisiert (ein OFDM) ~2,3gbit
 
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oh dann isses ja noch schlimmer als gedacht bei VF und Kabel ... dann müsste VF ja mal Geld in die Hand nehmen und modernisieren - OH wait ....
 
floh667 schrieb:
10gbit/s? Derzeit haben die Docsis Netze von Vodafone West eine downstream kapazität von ~3gbit/s sofern das Segment mit dem zweiten OFDM modernisiert wurde, was derzeit großflächig ausgerollt wird.

Das ist aber sehr wohlwollend gerechnet. Bisher waren das 2,15 GBit/s (1,55 per 31x DOCSIS 3.0 und 600 MBit über 1x 3.1). Wenn jetzt keine weiteren Frequenzbereiche genutzt werden, dann sollten es etwa 2,7 GBit sein (1,50 per 30x DOCSIS 3.0 und 2x 600 MBit).

Und das gilt dann auch nur, wenn die Bandbreite perfekt ausschließlich von modernen DOCSIS 3.1 Modems genutzt wird und die Modulation nicht wegen Störungen reduziert wurde.
 
T1984 schrieb:
In Kabelnetzen sind es üblicherweise die Segmente, die überlastet sin, da in einem Segment sich alle angeschlossenen Haushalte die DOCSIS-Kapazität teilen müssen. Wenn das nicht mehr reicht muss man das Segment aufteilen. Das ist relativ teuer, es muss unter Umständen Glasfaser neu verlegt werden etc.
Vodafone hat so ziemlich im gesamten Netz mittlerweile die Möglichkeit virtuell zu segmentieren, sprich da muss nicht mehr der Bagger ran.
Gibt noch immer Kopfpunkte welche über Coax angebunden sind, aber werden immer weniger.

Davon abgesehen, immer wieder lustig wie hier Leute über ihr Wunschthema bashen...
Der wichtigste Faktor beim Betrachten von Bandbreite ist ZEIT. Nur damit lässt sich Auslastung betrachten. Und diese Statistiken sind komplexer als viele hier meinen.
Gilt übrigens auch für andere Systeme, zum Beispiel das Stromnetz.
Ein anderer Punkt beim Thema Internet ist natürlich, dass das Internet im Verhältnis zur Zeit nahezu statisch ist. Es ist zu 95% keine Realtime Anwendung, weswegen alles, beliebte Websites wie auch beliebte streams von jedem Anbieter in gewissen Stadien des Netzes in eigenem Cache vorgehalten wird.

Deswegen sind Echtzeit-Verbindung ja so kritisch. Deswegen hat jeder Anbieter zu Beginn der Corona Pandemie erstmal die Techniker rotieren geschickt. Nicht wegen Netflix - das belastet hauptsächlich die lokalen Endsegmente. Sondern wegen der Vielzahl an Echtzeit-Verbindungen der Videochats.
Übrigens einer der Punkte weswegen P2P damals von den Anbietern so bekämpft worden ist.

Ein jeder darf sich gerne mal zum Vergleich die verschiedenen Seekabel anschauen mit denen Länder sowie Kontinente verbunden werden. Und in Relation zu den 6000 Haushalten setzen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Telekommunikations-Seekabeln

Der Rekord beim DE-CIX liegt bei 10Tb/s. Rekord. Während des Novemberlockdowns. Im Durchschnitt eher weniger. Jetzt ist der DE-CIX nicht der einzige Knoten in Deutschland, aber er kann durchaus zur Einschätzung der Größenordnung dienen.
Vor allem wenn man bedenkt wie winzig Sylt eigentlich doch ist...

P.S.: das ist Kabel-Internet. Nicht jeder Einwohner Sylts hat oder nutzt das.
Zum anderen gibt es als Internet noch VIELE andere Netze, sei es staatlich, für Infrastruktur, Forschung, gewerblich... was auf Sylt jetzt nicht so relevant ist, aber das wird nicht alles über dieselben Leitungen abgewickelt.
Ergänzung ()

floh667 schrieb:
10gbit/s sind das maximum der docsis 3.1 spezifikation, die aber in den hießígen netzen nicht erreicht werden kann derzeit, da hierzu die frequenzen oberhalb von 862mhz benötigt würden (bis 1,2ghz) was aber technisch über die liegenden Kupferleitungen und alte Technik nicht ohne weiteres realisierbar sind.
Könnte das der Grund sein warum seit einiger Zeit 1006Mhz Technik verbaut wird?

Die Crux am Kabelnetz ist oftmals nicht das Netz - sondern die Hausinstallation. Mitsamt den dann nötigen Anpassungen. Nicht jedes 30 Jahre alte Coaxkabel in der Wand bringt die Gigabitleitung sicher ran...
Und wie erwähnt, alte Modems, alte Verstärker...
 
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@Punctum Maximum passt nicht so ganz!
Die Bandbreite kann man sich aber ja leicht selbst ausrechnen!

VF West 1,70GBits DOCSIS 3.0 + 1,92Gbits DOCSIS 3.1 = 3,62Gbits pro Segment

VDKF 1,53GBits DOCSIS 3.0 + 1,84Gbits DOCSIS 3.1 = 3,37GBits pro Segment

Im Vergleich teilt sich ein das hier im Forum so geliebte Glasfaser (GPON) Segment 2,5 GBits
Ergänzung ()

TenDance schrieb:
Könnte das der Grund sein warum seit einiger Zeit 1006Mhz Technik verbaut wird?

Die Crux am Kabelnetz ist oftmals nicht das Netz - sondern die Hausinstallation. Mitsamt den dann nötigen Anpassungen. Nicht jedes 30 Jahre alte Coaxkabel in der Wand bringt die Gigabitleitung sicher ran...
Und wie erwähnt, alte Modems, alte Verstärker...

Es wird schon seit Jahren 5-1006 MHz Technik verbaut, mittlerweile muss sogar alles was neu verbaut wird 5-1200MHz fähig sein.

Außerdem wie alt das Koaxialkabel ist spielt keine Rolle, Koxial überträgt im Vergleich zur Doppelader keine Signale über den Kupferdraht. Problematisch sind eher Leute die denken es wäre eine gute Idee selbst am Kabel Netz zu basteln, dann falsche Dosen setzten, keine Dosen setzten oder auch einfach mal den Endwiderstand vergessen. Plötzlich wirkt das Kabel als Antenne und es gibt eine Menge Probleme.
 
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TheTrapper schrieb:
@Punctum Maximum passt nicht so ganz!
Die Bandbreite kann man sich aber ja leicht selbst ausrechnen!

VF West 1,70GBits DOCSIS 3.0 + 1,92Gbits DOCSIS 3.1 = 3,62Gbits pro Segment

VDKF 1,53GBits DOCSIS 3.0 + 1,84Gbits DOCSIS 3.1 = 3,37GBits pro Segment

Im Vergleich teilt sich ein das hier im Forum so geliebte Glasfaser (GPON) Segment 2,5 GBits

Ne, das passt so definitiv nicht!
Bei Unitymedia (Vodafone West) gibt es derzeit im Regelfall 31 DS Kanäle mit DOCSIS 3.0, die netto definitiv nur 1,55 machen (50 MBit pro Kanal). Durch den zweiten DOCSIS 3.1 Kanal fällt ein weiterer des alten Standards weg.
Sind also nur noch 1,50 GBit DOCSIS 3.0.
Damit liegst du schon mal um 200 MBit daneben.

Der DOCIS 3.1 Kanal bei VF West hat neuerdings eine Kanalbreite von 110 Mhz. Das sind etwa 800 MBit. (In der alten Ausbaustufe sind das 86 Mhz mit 600 MBit).
Außerdem kommt in dieser zweiten Ausbaustufe noch ein weiterer Kanal zwischen 175 - 231 Mhz dazu. Da die Breite dabei deutlich geringer ist, sind das nur maximal 400 MBit mehr.
Jeweils für QAM256.

Das macht dann im besten Fall 1500 + 800 + 400 = 2.700 MBit/s, in der neuen, zweiten Ausbaustufe.
(Und ja, damit hat Vodafone gerade so das GPON übertroffen. Aber a) hocken in einem Vodafone-Segment trotzdem locker 10 bis 20 Kunden mehr (mindestens) und b) ist bei der Telekom ganz frisch auch XGPON am Start...)

Der Regelfall bei UM/VF West ist aber immer noch 31x DS mit 3.0 und 1x DS mit 3.1 zu 86 Mhz, was insgesamt 1,55 GBit + 0,6 GBit = 2,15 GBit/s macht!
 
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Punctum Maximum schrieb:
Ne, das passt so definitiv nicht!
Bei Unitymedia (Vodafone West) gibt es derzeit im Regelfall 31 DS Kanäle mit DOCSIS 3.0, die netto definitiv nur 1,55 machen (50 MBit pro Kanal). Durch den zweiten DOCSIS 3.1 Kanal fällt ein weiterer des alten Standards weg.
Sind also nur noch 1,50 GBit DOCSIS 3.0.
Damit liegst du schon mal um 200 MBit daneben.

Der DOCIS 3.1 Kanal bei VF West hat eine Kanalbreite von nur 110 Mhz. Das sind je nach Quelle etwa 600 bis 800 MBit.

DU KANNST ES SELBST AUSRECHNEN!
Dafür braucht man keine Quellen oder sonst was!
Nur einen Taschenrechner!
Ein 8MHz 256QAM 3.0 Kanal liefert ganz genau 55,65 MBits
110MHz 3.1 liefern 1,15GBits

Und warum verliert man 1 DOCSIS 3.0 Kanal für 1 DOCSIS 3.1 Kanal?
 
TheTrapper schrieb:
Ein 8MHz 256QAM 3.0 Kanal liefert ganz genau 55,65 MBits

DOCSIS 3.0: Durch Bündelung von bis zu 32 Kanälen können bei eingesetzter 256-QAM (je Kanal 38 bzw. 50 Mbit/s) - https://de.wikipedia.org/wiki/Data_Over_Cable_Service_Interface_Specification#Entwicklung

TheTrapper schrieb:
110MHz 3.1 liefern 1,15GBits
Quelle?
Laut https://breitbandkongress-frk.de/images/programm/Vortrag/2019/Tag1/Docsis3.1/FRK_DOCSIS_31.pdf Folie Nr. 7 liefern 192 MHz etwa 1,4 GBit, damit ist es bei 110 MHz etwa 800 MBit.

TheTrapper schrieb:
Und warum verliert man 1 DOCSIS 3.0 Kanal für 1 DOCSIS 3.1 Kanal?
Weil Vodafone dafür die Frequenzbereiche der alten 3.0 Kanäle nutzt und VF das Experiment mit TaFDM wieder eingestellt hat und somit 3.0 und 3.1 nicht gleichzeitig auf einer Frequenz funktioniert.

Entsprechend gibt es bei Vodafone West z.B. 32x 3.0 Kanäle oder 31x 3.0 Kanäle und 86 MHz 3.1 oder 30x 3.0 Kanäle und 110 MHz + 56 MHz mit DOCSIS 3.1.

Nachweis: https://www.unitymediaforum.de/threads/40360/page-4#post-486842
 
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