News Synology DS425+: Das neue 2,5-GbE-NAS setzt auf eine Intel-CPU

Eines kann Synology besonders gut: Potentielle Käufer mit altbackener Hardware und noch dämlicheren Ideen wie dieser selten dämlichen Zwangs-Zertifikatspflicht vergraulen. Zertifizierte Laufwerke schön und gut, für alle, die das wollen. Aber es gibt außer Geldmacherei einfach keinerlei sinnvollen Grund, das zum Zwang zu machen.
 
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CubeID schrieb:
Hast du Daten dazu? Der N100 ist schneller, für den Verbrauch hab ich Zweifel, dass der sich gravierend aufgrund der CPU unterscheidet. Die TDP ist mit 6W vs 10W zwar niedriger, was wenn maßgeblich für den Lastverbrauch entscheidend wäre, jedoch nicht wenn das System im Idle läuft.
Ich kann es dir nicht für ein NAS mit N100 sagen, aber mein Intel NUC mit dem Vorgänger N5105 (von 2021) verbraucht als Gesamtsystem mit 16 GB RAM und 1 TB SSD nur 1,5 Watt im Leerlauf (Windows) und 0,5 Watt im Sleep (Wake up per WOL unter 1 Sekunde). Die Kühlung ist Semi-Passiv und wechselt dabei von absolut still zu unhörbar leise unter Volllast (und damit meine ich "Ohr-am-Gehäuse-leise").

Das sind Werte, die ich im Jahr 2025 auch von einem neu vorgestellen Wohnzimmer-NAS erwarte, zumindest, sobald sich die Platten schlafengelegt haben.

PS: Das ganze Sytem hatte seinerzeit, inkl. RAM und SSD unter 200 Euro gekostet. Auch da kann sich Synology, mal einen Scheibe abschneiden. Die verlangen für deutlich ältere und schlechter Hardware fast den dreifachen Preis.
 
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Vor einem halben Jahr hatte ich meine 216+ gegen die 423+ ersetzt. Da hatte ich schon meine Zweifel ob das so gut ist, da bestimmt bald die 425+ kommt. Wie sich herausstellt, ist hier Stillstand angesagt bzw. Rückschritt mit den zertifizierten Platten. Den 2,5GB LAN Anschluss könnte ich nicht nutzen, weil nur 1GB installiert ist.
M2 SSDs lassen sich auch nur über ein inoffizielles Skript als Volume einbinden.
Die Hardware ist gegenüber den Mitbewerbern völlig unterlegen. Mit den 2GB RAM kommt man nicht mehr weit, da nur die absoluten Basisaufgaben abgedeckt werden. Die 216+ hatte ich mit 4GB am laufen und das war schon deutlich besser. Mit der 423+ hatte ich ein Jellifin Server eingerichtet und der war nicht zu nutzen, bis endlich mehr RAM installiert war. Selbst Synology Photos lahmt wenn man mit 2GB unterwegs ist. Da gehört mittlerweile 8GB im Standard rein!

Synology macht nur das nötigste, damit die Kiste gerade so läuft und dabei ist man bei der 425+ Serie bereits weiter oben im Regal. Die J Serie mit den Realtek CPUs gibts ja auch noch.

Ich vermute aber, dass die damit noch gut klar kommen im Wettbewerberumfeld, weil Synology bereits in der Masse ein Begriff ist. Die Software ist gut, einfach und überall gibts Hilfevideos, Support etc.
Das wird wohl noch dauern bis Ugreen oder andere ein ernsthaftes Problem für Synology werden.
 
lejared schrieb:
Verstehe nicht, warum Synology immer noch auf diese Uralten Chips setzt, vor allem bei den Preisen, die sie aufrufen.
Es erwartet, ja keiner, dass die da gleich einen Core Ultra rein stecken, aber wenigsten mal das Upgrade auf die aktuellerer N-Reihe? Der N100 dürfte kaum mehr kosten, ist aber doppelt so schnell, bei halbem Stromverbrauch und unterstützt modernere Codecs.
Die werden massig auf Laer haben oder zu einem Super Preis bekommen - gleichzeitig im Hinterkopf dass der 0815 Consumer nicht eine Datenzentrum CPU braucht
 
forumular schrieb:
gibt es zu nas systeme auch irgendwelche benchmark tests? für mich fühlt es sich so an als würde sich nichts tun im consumer markt. hier und da mal ne kleinigkeit dann wars das.
Es gibt durchaus NAS Vergleichstests, z.B. bei TechPowerup. Das Problem duerfte eher sein dass heutige NAS nicht nur ein Speichermedium sind sondern auch zusaetzliche Aufgaben uebernehmen (z.B. Videoueberwachung, Clouddienste etc.). Da nicht alle Systeme alle Features unterstuetzen ist es schwierig hier aussagekraeftige Benchmarks zu finden.
Weiter bieten moderne NAS auch SSD Cachefunktionen (Read/Write). Deshalb werden Schnittstellen >1 Gbps immer wichtiger da die HDDs selber nicht mehr der limitierende Faktor sind.
Hier hat sich bei Consumer- und SOHO Modellen in den letzten Jahren bei vielen Herstellern einiges getan.
forumular schrieb:
ich besitze seit mehreren jahren eine synology ds916+ mit quadcore und 8gb ram. kann der noch locker mithalten mit den aktuellen modellen, oder sind da 20-30% unterschied usw.
Wenn Du SSD Cache Support benutzt dann werden die 2x 1GBps Schnittstellen das Nadeloehr sein. Je nachdem welche Dienste Du benutzt koennen aktuelle Geraete hier unter Umstaenden ebenfalls besser performen.
Hier zwei aktuelle 4-Bay Asustor NAS im Preisbereich 600-1300 Euro als Vergleich zu Deinem Synology (Asustor AS5404T Nimbustor 4 Gen2, Asustor AS6804T Lockerstor 4 Gen3). Nebst den schnelleren Schnittstellen bieten beide neben den 4 HDD Bays auch 4 NVMe Anschluesse. Duerften also beim Datendurchsatz locker mehr als 20-30% rausholen (sofern Du bereits 2.5/10 Gbps faehige HW hast). Die verbauten CPUs sollten Zusatzanwendungen problemlos verkraften. Bei Bedarf auch die Moeglichkeit den Speicher selber auszubauen (4 GB auf 16GB resp. 16GB auf 64GB).
Es gibt heute also durchaus mehr Performance fuer aehnliches Geld im Consumermarkt.
 
...mein nächstes NAS wird definitiv keines von Synology mehr, wenn die es nicht schaffen, bis dahin zeitgemässe Hardware zu verbauen - ein 'discontinued' Celeron von 2019 in 14nm-Architektur in neuen Modellen ist doch nur noch absurd, ganz zu schweigen von der Pflicht zu zertifizierten Platten in einem Consumer-NAS... :-/

Bislang habe ich um QNAP einen großen Bogen gemacht, aufgrund von schlechten Erfahrungen mit deren Sofware-Qualität vor einigen Jahren. Vielleicht sollte ich mir deren Geräte mal wieder genauer anschauen, die haben da einige interessante Lösungen speziell für SSD-Nutzer wie mich...
 
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@CubeID
Ist zwar nicht 1:1 vergleichbare da unterschiedliche Systeme, aber die DS423+ verbraucht ~1,5W weniger im Idle als DXP2800 mit N100. Wobei ich mir sicher bin, dass man das auf vergleichbares Niveau kriegt. Mit aktiven Platten ist DXP2800 sparsamer und beim Schreiben ebenfalls.
https://www.computerbase.de/artikel...3#abschnitt_lautstaerke_und_leistungsaufnahme

@schneup
Ich kriege bei meiner DS1621+ 10GBe Netzwerk auch ohne SSD Cache ausgelastet. Komme auf gute 1,5GB/s
Natürlich nur im Burst, bei vielen kleinen Dateien sinkt die Geschwindigkeit, da würde der Cache sicherlich helfen.

 

Nur zertifizierte HDDs können genutzt werden​

Wie bei der DS925+ und generell allen Modellen ab der 25er Plus-Serie müssen auch in der DS425+ zertifizierte HDDs eingesetzt werden. Bislang sind dies ausschließlich die eigenen HDDs von Synology. Ob und wann andere Hersteller ihre Laufwerke zertifizieren lassen, ist offen.

Warnung an alle Privatpersonen die überlegen eine neue Synology NAS zu kaufen.
 
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maxik schrieb:
Die werden massig auf Laer haben oder zu einem Super Preis bekommen - gleichzeitig im Hinterkopf dass der 0815 Consumer nicht eine Datenzentrum CPU braucht
Der N100 ist eine Low-End-Embedded CPU, und keine "Datenzentrum CPU" - nur eben eine aktuellere, als der 6 Jahre alte J4125.
 
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mischaef schrieb:
Da bin ich froh, dass meine DS218+, DS218play, DS420j und meine DS423 noch lange laufen werden, dass ich bei diesen auch weiterhin jede HDD nutzen kann, die ich möchte und dennoch alle Funktionen nutzen kann. Meine damalige DS411j wurde auch 13 Jahre mit Patches versorgt...

Ob es danach noch mal Synology wird? Aktuell würde ich über diese Brücke nicht gehen...
Für was nutzt du sie NAS Systeme? Mich würde das interessieren im Privaten Bereich.
 
Wintermute schrieb:
Oder gibt's einen guten Grund für zertifizierte HDDs in Consumerprodukten?
vermutlich den gleichen Grund wie für mit Sauerstoff angereichertes Wasser
scnr ;)
 
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Euphoria schrieb:
Aus Herstellersicht hat das natürlich den Vorteil, dass man die Software vermutlich nur geringfügig für jeweiliges Modell anpassen muss.
Also kurz zusammengefasst es geht um Geld.
Der N100 (oder meinetwegen auch der nahezu gleich starke N5105 sind kompatible X86 aus dem gleichen Regal von Intel. Würde mich nicht mal wundern, wenn die sogar Pin-Kompatibel sind und ohne weiteres auf das identische Board gelötet werden könnten. Auch Treiberseitig, wird sich da nicht viel unterscheiden (Standardkram von Intel).

Und ja, es geht ums Geld. Vor allem um den Gegenwert, den ich für das Geld bekomme. Und der stimmt bei Synology nicht mehr. Mit dem Plattenzwang erst recht nicht.
 
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@Frank ein Hinweis darauf, daß die CPU von Intel den Status 'Discontinued' hat, wäre der Vollständigkeit halber nicht schlecht
 
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Synology möchte in den Enterprisebereich und vergrault dadurch die Privatkunden. Aber wer tauscht z.B. seine Netapp gegen eine Synology? Richtig, niemand. Syno, Qnap und Co laufen dort in der Regel als 3. oder 4. Backupziel. Einzig kleinere Firmen setzen diese Synology als zentrales Storage oder Backup ein (wenn nicht sogar alles in der Cloud ist) und die sind in der Regel noch knauseriger als Privatkunden unterwegs. Hier wird Synology auch Kunden verlieren. Die Strategie ist ersichtlich aber ob sich der Erfolg auch einstellt?
 
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Zum Glück können wir (theoretisch) mit dem Portemonnaie abstimmen und einfach was anderes kaufen.
Aber ich fürchte, dass Synology dennoch mehr als genug Kunden finden wird, die nur wegen des Ökosystems das NAS kaufen und auf die Hardware bzw. dessen Alter nicht so detailliert achten, wie wir es hier tun.
 
@lejared
Den NUC kann man nur bedingt mit einer NAS vergleichen. Eine NAS hat einiges mehr an Bauteilen ringsrum sowie eine andere Dimensionierung der Bauteile.
Analogie: 2.0L Diesel mit 150PS im Golf 8 verbraucht weniger als im T7 Bus, gleicher Motor mit gleicher Leistung, das andere Packaging für ein anderes Einsatzfeld bedingt einen anderen Verbrauch.

@Euphoria
Sehr gut möglich, dass man den Verbrauch weiter optimieren könnte. Das könnte in der Tat ein Vorteil für Synology sein: Da sie sehr lang auf der CPU-Serie rumreiten, könnten sie das gut optimiert haben. Ob sie so tief reingehen - kA-
Und neben der Optimierung der HW, auch welche HW verbaut ist und wie gut (qualitativ) diese ist.
Viele Wege führen zum Ziel, nur weil eine ähnliche CPU und ähnliche Interfaces vorhanden sind, muss der Weg dazwischen nicht der gleiche sein.
 
lejared schrieb:
Der N100 ist eine Low-End-Embedded CPU, und keine "Datenzentrum CPU" - nur eben eine aktuellere, als der 6 Jahre alte J4125.
Hab die Anführungszeichen bei Datenzentrum vergessen....
 
Intel Celeron J4125 ???

Ist doch wohl ein schlechter Scherz.
Die alte Gammelgurke von CPU.
Ich selbst bin von einem J1900 gleich auf den viel neueren und besseren N100 umgestiegen.
6W Onboard. Bei mehr Leistung. Mehr Codecs in Hardware. PCI-E 3.0 statt 2.0 und 16 statt 8GB RAM.
So kann ich auch mal Filme etc. als Vorschau anschauen.
Vor allem die Anbindung war für mich dann auch sehr wichtig, da ich sogar die Slots mit Plattenadapter belegt habe.
Betreibe somit 2 Snapraid Konfigurationen mit einem PC.
Dagegen sieht sogar Keno von der C't mit seinem hingetüdelten Mini-PC USB NAS ziemlich blass aus. lol. ;-)
Außerdem ist die Kompatibilität über Jahre hinweg gesichert.
Mit so einem Ausstiegsmodell wohl eher nicht.

Mal ein Schnellvergleich:
https://www.cpu-monkey.com/de/compare_cpu-intel_celeron_j4125-vs-intel_processor_n100
 
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