News Telekom und Nvidia: Deutschlands erste KI-Fabrik mit 10.000 GPUs ist online

Wir reden hier über den CO₂-Ausstoß und die Belastung unserer Atmosphäre, welche maßgeblich zur Erwärmung unseres Planeten beitragen. Der Mensch trägt durch seine Lebensweise die alleinige Verantwortung dafür.
Die Hälfte der globalen CO2-Emissionen stammt von nur 36 Unternehmen, darunter Exxon, Shell und BP.
Es wäre jederzeit möglich, große Mengen an Ölverbrennung einzusparen, indem man wieder viel mehr regional statt global wirtschaftet.
Der globale Schiffs- und Flugverkehr, vor allem der Cargo-Verkehr, könnte stark reduziert werden.
Der Schweröl-Schiffsverkehr und globale Flugverkehr ist mittlerweile zum Problem geworden, man darf in der Schiffs- und Luftfahrt nicht weiter wachsen, es sind schon heute viel zu viele Schiffe auf den Meeren und Flugzeuge in der Luft unterwegs.
Als 2010 in Island der Vulkan Eyjafjallajökull ausbrach und in Folge der Flugverkehr in Europa stark eingeschränkt war, hat man anhand von Messungen belegen können, wie viel besser die Luftqualität in Deutschland war, ohne die vielen Flugzeuge am Himmel.
Kondensstreifen waren nicht mehr zu sehen, die Lärmbelastung war deutlich geringer.
Warum brauchen wir Kiwis aus Neuseeland, die um die ganze Welt geflogen werden, damit wir sie hier essen können?
Warum billigst hergestellte, schlechte Massenkonsumprodukte aus China, die uns sogar krank machen können, weil sie bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten oder wenn Elektronik/Technik, gefährlich sind und bei Benutzung Lebensgefahr droht (Strom)?
Das ist angesichts des menschgemachten Klimawandels und der globalen Erwärmung einfach irrsinnig.
Wir wissen, was wir anrichten, und machen trotzdem so weiter. Nein, noch schlimmer: Wir wollen weiter wachsen.
Natürlich haben die Profiteure der Verbrennung fossiler Rohstoffe daran kein Interesse, da sie ihre Einnahmen aus dem Verkauf dieser Rohstoffe und der damit erzielten Profite ziehen.
In fossilen Rohstoffen (Kohle, Öl, Gas, Uran ect.) investierte Aktionäre fürchten um ihre heutigen und zukünftigen Dividenden-Gewinne.
Künstlich erschaffene Mega-Retorten-Citys in der Wüste wie Katar und Dubai hätte es ohne die fossilen Rohstoffe im Boden nie gegeben, weil unfinanzierbar.
Klimaneutralität hängt nicht am Atomstrom, sondern an unserer Lebensweise und ob wir bereit sind für Veränderungen.
Jeder kann dazu persönlich beitragen, indem man bewusster lebt, den eigenen CO₂-Fußabdruck senkt.
Es gibt genug Möglichkeiten das zu tun.
Gleiches gilt für die Wirtschaft, die sich umbauen muss, stärker regional statt global.
Unsere Welt könnte für alle Menschen so viel besser und lebenswerter sein, wenn wir uns glasklar bewusst wären, was wir anrichten und unser Tun selbstkritisch hinterfragen und ändern würden.
Dem steht leider der Egoismus, Moral- und Skrupellosigkeit, Hab- und Geldgier gegenüber.
 
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Ford_Prefekt schrieb:
Solche verhärteten Diskussion bringen halt einfach gar nichts, wenn man von der anderen Seite einfach nichts annimmt. Z.B. Die beiden Themen mit der fehlenden Flexibilität als auch mit der Versicherbarkeit sind doch schon durch.

Vor einigen Seiten wurde doch eine ganz wunderbare PDF (bon eurer Seite) verlinkt. Lastfolgefähigkeit deutscher KKW o.ä. 100 Seiten kein Klimaaktivisten oder Atomgegner blabla, sondern offenbar von Ingenieuren neutral geschrieben und aufbereitet. (Im Auftrag der Bundesregierung, also auch nicht das Gegenteil also Atomlobby).
Ich zitiere mal aus diesem PDF:
Ein weiterer Faktor ist die Anzahl der Zyklen, die mit den Anlagen gefahren
werden können. Jeder Lastzyklus belastet das Material und führt bei häufiger
Wiederholung zu Materialermüdungserscheinungen. Die KKW wurden bei ih-
rer Konstruktion für eine bestimmte maximale Anzahl an Zyklen ausgelegt. Im
oberen Lastbereich – z. B. einer Absenkung der Leistung von 100 % der Nenn-
leistung auf 80 % und wieder zurück (100-80-100) – ändern sich Kühlmittel-
temperatur und -druck kaum. Daher sind die Kraftwerke für bis zu 100.000 sol-
cher Zyklen ausgelegt. Im unteren Lastbereich steigt jedoch die Wechselbelas-
tung der Komponenten an und die maximale Zyklenzahl nimmt stark ab. Der
Zyklus 100-40-100 darf nur 12.000-mal durchfahren werden. Für den Zyklus
Nennlast-Nulllast-heiß-Nennlast (100-0-100) wird 400-mal als maximal zulässig
angegeben. Bei einer Lebensdauer des Kraftwerks von 40 Jahren entspräche dies
10 dieser Vorgänge pro Jahr.
Was ist also an diesem Thema schon durch?
Welche Schlussfolgerung propagierst du?
Ford_Prefekt schrieb:
Aber andererseits sollte man auch schlichtweg anerkennen dass trotz aller berechtigter Kritik an der Atomstrategie und den lächerlichen Artikeln der deutschen Presse die gerne auf die Franzosen eindreschen, dass sie jetzt und heute und nicht 2050 fast den CO2 ärmsten Strom haben der überhaupt technisch machbar ist und dass wir dieses Niveau mit der jetzigen außerkorenden Strategie bei weitem nicht erreichen werden können.
Das ist in Frankreich aber alles alles andere als schmerzfrei, die AKW-Flotte ist überaltert, Ausfälle die mehr als die Hälfte der AKW-Flotte lahmlegen, keine Neubauten richtig in Sicht, die Kosten für den Rückbau müssen auch irgendwo herkommen, die regelmäßigen Ausfälle im Sommer, die regelmäßige Unterversorgung im Winter und daraus folgende regelmäßige Lastabwürfe, fehlende und längst überfällige Strategien für die Zukunft, usw.

Du lamentierst also über die Vergangenheit und nicht über die Zukunft.
Ford_Prefekt schrieb:
Man darf nicht vergessen, atomstrom ist so CO2 arm (15g pro kwh) dass er selbst direkt verbrauchten ee-strom (50g pro kwh) schlägt oder anders gesagt der Verbrauch v.a. beim Bau/Abbau von ee ist relativ hoch dafür was man am Ende über die gesamte Laufzeit erntet.
Ich hatte ja schon darauf hingewiesen das das mit den CO2-Emmisonen von AKWs nicht so einfach ist. Daher wäre es hilfreich wenn du diese Information aufnimmst und nicht einfach die Werte nimmst die dir gerade in dem Kram passen.
Ford_Prefekt schrieb:
Trotz der großen Effizienz bei der Herstellung von H2 ist es ja nicht damit getan, so ein mehrschrittiger Prozess (ee strom, h2, Transport, Speichern/Verdichten und rückwärts) mit dem schwer handhabbaren H2 ist ja per se ineffizient, ohne jetzt nachzuschauen aber iirc liegt die Effizienz bei so 30%. Wenn man den ganzen zusätzlichen CO2 Verbrauch für diesen Prozess ignoriert landet man da bei 150g pro kwh (logischerweise Faktor 3 von ee direkt, weil man 3kwh braucht um eine zu erzeugen). Wenn man bedenkt dass normales Gas bei 350 g liegt dann ist das echt verdammt viel Aufwand/Kosten für echt wenig Ergebnis.
Ein wenig mehr Butter solltest du schon beilegen, sich einfach was ausdenken und dies in den Raum werfen ist weder seriös noch steuert es der von dir bedauerten Verhärtung entgegen.
Ford_Prefekt schrieb:
Da wird man sich sehr viel schön rechnen müssen um am Ende für den Staat als ganzes Klimaneutralität proklamieren zu können.
Immer her mit den seriösen Zahlen und Quellen.
Ford_Prefekt schrieb:
Die andere Strategie, dass man den EE Strom europaweit durch monströse Netze verteilt ist noch weniger machbar und daher als Hauptstrategie von der Regierung verworfen. Andere Großspeichermethoden sind natürlich auch noch wesentlich ineffizienter als der H2 Weg.
Dann auch die selbe Frage an dich wie an SheepShaver: Welche konkreten Szenarien schweben dir für die Zukunft so vor? Es geht hier nicht um Lobpreisungen der Vergangenheit.

@SheepShaver: Ich bin immer noch an deinen konkreten Szenarien für die Zukunft interessiert, ein wenig mehr als "Wir bauen ein paar AKWs und dann wird alles gut und das Uran endlich ist ist mir egal" solltest du schon bringen.
 
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Du musst schon auch den Teil lesen der sich auf die französische kraftwerke bezieht. Was ein dt. Handbuch von vor 50 Jahren vorgibt und was die Praxis ergibt, wenn man es ausprobiert sind zwei unterschiedliche paar Schuhe wie man in Fr sieht. Wenn man natürlich die eigene Atomindustrie auflöst, dann braucht man sich nicht wundern, dass die Anlagen nicht an zukünftige Herausforderungen angepasst werden und nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

Frankreich gibt weiterhin vollgas e Atomkraft voraus:
https://de.euronews.com/2022/02/10/...macron-kundigt-renaissance-der-kernenergie-an

Fukushima hat zwar wie bei uns erstmal dafür gesorgt dass alle sich eingeschissen haben (Holland) und hat für den derzeitigen Nachholbedarf gesorgt aber der Franzuus hat sich nicht dauerhaft beirren lassen.

Ist doch ganz klar welche Schlussfolgerung ich ziehe, beide Strategien haben valide Basen, die französische heute und auch schon gestern und die deutsche die weltweit einmalig ist wird das erst noch zeigen müssen. Ich bin nicht der, der sich hier als Forenheino hinstellt und sagt die Franzosen sind alles verstrahlte Idioten und die deutschen verträumte grüne Gurkenlutscher...

Du verlangst von mir dass ich mehr Butter bringe bei strom > h2 > Strom = massiver Aufwand = CO2 Einsparung vglw. gering obwohl ich es für dreijährige windelkacker vorgerechnet habe während von dir ein "mit dem CO2 ist es bei Atom nicht so einfach" ausreichen soll oder wat?

Du kannst dir überall angucken wie viel CO2 pro kwh eine bestimmte stromart erzeugt und wo Frankreich bei diesem Wert liegt für ihre gesamte Produktion und das seit Jahrzehnten. Nur um es noch mal zu wiederholen, Faktor 6 bis 7 kleiner als bei uns. Wenn du natürlich meinst das wäre alles erstunken und erlogen was die offiziellen Zahlen sagen dann bitte.

Bei unserer h2 Strategie ist es anders weil das bisher keiner - erst recht nicht im großen Stil gemacht hat - und selbst denken anstatt einfach nur irgendwelche Zitate rauszuhauen ist nicht verboten.
 
Ford_Prefekt schrieb:
Du musst schon auch den Teil lesen der sich auf die französische kraftwerke bezieht. Was ein dt. Handbuch von vor 50 Jahren vorgibt und was die Praxis ergibt, wenn man es ausprobiert sind zwei unterschiedliche paar Schuhe wie man in Fr sieht. Wenn man natürlich die eigene Atomindustrie auflöst, dann braucht man sich nicht wundern, dass die Anlagen nicht an zukünftige Herausforderungen angepasst werden und nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.
Willst du die Druckbehälter tauschen? Oder eine vorgewärmte Notfallkühlung vorhalten?
Ford_Prefekt schrieb:
6 neue Reaktoren in einem Vierteljahrhundert zusätzlich zu einer überalterten Flotte von ~60 Reaktoren ist alles andere als "voll Atomkraft voraus".

Wo ist da ein Plan für die Zukunft?

BTW: Ich vermisse immer noch ein konkretes Szenario.

BTW II:

Doch die Bevölkerung von Monterey ist nicht alleine. Wie ein Bericht der Gruppe Data Center Watch ergab, haben Tech-Firmen und Gemeinden im zweiten Quartal 2025 Rechenzentrumsprojekte im Wert von 98 Milliarden US-Dollar aufgrund von Protesten entweder gestrichen oder verschoben. Dies entspreche mehr erfassten Unterbrechungen als von 2023 bis zum ersten Quartal 2025 zusammengenommen. Mehr als 50 aktive Gruppen in 17 Bundesstaaten hätten dabei 30 Projekte ins Visier genommen und zwei Drittel von ihnen – 20 Datenzentren – zumindest vorerst gestoppt. Projekte im Wert von 24,2 Milliarden US-Dollar seien gänzlich blockiert worden.

Laut dem leitenden Analysten der Studie kommt der Widerstand "aus ganz unterschiedlichen Gemeinschaften". Tatsächlich konnte man derartige Protestbewegungen in den vergangenen Monaten in ländlichen Landwirtschaftsgebieten genauso wie in gut betuchten Vororten quer durch die USA beobachten. Dies führte zu ungewöhnlichen Allianzen. So kämpften im ruralen Michigan etwa ultrarechte "Stop the Steal"-Aktivisten an der Seite der Democratic Socialists of America.
https://www.derstandard.at/story/30...spaltene-lager-in-den-usa-und-ist-erfolgreich
 
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Ford_Prefekt schrieb:
Du kannst dir überall angucken wie viel CO2 pro kwh eine bestimmte stromart erzeugt und wo Frankreich bei diesem Wert liegt für ihre gesamte Produktion und das seit Jahrzehnten.
Was willst du uns damit sagen?
Am 15. April 2023 wurden die letzten drei deutschen Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet und werden zurückgebaut.
Damit ist die Energieerzeugung mit Uran in deutschen Atomkraftwerken in Geschichte.
Warum reitet man weiter ein totes Pferd und führt endlose Diskussionen pro Atomkraft?
Der Drops ist gelutscht, es ist vorbei, und kein Energiekonzern in Deutschland hat ein Interesse, wieder in die Atomenergie einzusteigen, da dies viel zu teuer wäre.
Wenn man heute ein neues AKW planen würde, wäre mit großem, demonstrativen Widerstand aus der Bevölkerung zu rechnen.
Ich bin mir sicher, dass sich ein solcher AKW-Neubau weder gesellschaftlich noch politisch durchsetzen ließe.
Niemand mit klarem Menschenverstand möchte wieder einen solchen Atomreaktor vor der eigenen Haustür oder in der eigenen Region haben.
Es ist schon schlimm genug, dass man eine große Menge Castoren mit hochradioaktiven Abfällen oberirdisch in den stillgelegten deutschen AKWs jetzt mehrere Jahrzehnte zwischenlagert.
Ein sicheres endgültiges Atommüll-Endlager haben wir ja bis heute immer noch nicht gefunden.
Das marode Atommülllager in Asse ist das beste Negativbeispiel, die Entsorgung/Umlagerung wird den Steuerzahler in den nächsten Jahrzehnten zig Milliarden Euro kosten und dann ist der Atommüll immer noch nicht sicher endgelagert.


Es gibt genügend andere Möglichkeiten, die Emissionen und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, wenn man es denn wirklich wollte.
Zur CO₂-Einsparung brauchen wir keine neuen Atomkraftwerke, die würden auch wegen des Neubau-Zeitfaktors überhaupt nichts bringen.
Wenn heute mit der Planung zum Bau neuer AKW begonnen würde,
dann würden diese Reaktoren erst in ca. 25 Jahren an´s Netz gehen, wahrscheinlich noch später, wenn man die Verzögerungen bei Großprojekten sieht (Berliner Flughafen, Stuttgart 21, Elbphilharmonie ect.).
Das gilt auch für die vorab kalkulierten Baukosten, die im Nachhinein für alle oben aufgeführten Großprojekte viel teurer als geplant gestiegen sind.
Bis zum Jahr 2050 - 2055 würden neue AKW genau Null CO₂ Emissionen einsparen, sondern sie würden weiteres CO₂ beim Bau produzieren, helfen uns also nicht zur Eindämmung des menschgemachten Klimawandels und der globalen Erwärmung.
Das einzige was sofort hilft, ist die starke Reduzierung der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle und wir wissen auch, wie das geht, indem wir alles hinterfragen, was Emissionen und fossile Verbrennungsvorgänge verursacht.
Die Art und Weise unserer Mobilität wäre ein Beispiel, genauso wie die globalisierte Arbeitsteilung der Wirtschaft, die durch globale Logistik stark zum Klimawandel beiträgt, weil Güter um die ganze Welt geflogen, verschifft und gefahren werden.
Auch beim Heizen müssen wir neue Konzepte entwickeln, die zu geringeren Emissionen führen.
Das bedeutet natürlich auch für jeden einzelnen von uns, das eigene Mobilitätsverhalten und den eigenen Energieverbrauch so gut es geht zu reduzieren und somit den eigenen CO₂-Fußabdruck zu senken.
Das kommt auch dem eigenen Geldbeutel zugute.
 
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blende11 schrieb:
Es ist schon schlimm genug, dass man eine große Menge Castoren mit hochradioaktiven Abfällen oberirdisch in den stillgelegten deutschen AKWs jetzt mehrere Jahrzehnte zwischenlagert.
Naja, den Müll in Castoren zu lagern ist um Längen besser als den Müll, wie in Frankreich (La Hague), in einem Nasslager zu lagern dessen bauliche Hülle eher einer Leichtbauhalle entspricht.
Wenn man da eine Bombe oder Rakete reinhaut ist Tschernobyl nur nur noch Kinderkacke.

Bedenke auch das die größte Gefahr in Fukushima nicht von den Reaktoren selbst ausging sondern von den voll gepackten Abklingbecken. Die ganzen Wasserspritz-Aktionen in Fukushima galten primär den frei liegenden Abklingbecken, weil das Wasser da drin ohne Kühlung recht zügig verdunstet .

Castoren sind da wesentlich besser, blöderweise kommen die Dinger mittlerweile an das Ende der projektierten Lebensdauer.
 
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SheepShaver schrieb:
Fakten zu liefern ist auch schon grenzwertig
Naja. Dafür das Du keine Links für Deine Behauptung lieferst, ist das besser als nix. ;-)

SheepShaver schrieb:
Der Müll ist kein Kosten-Argument
Das ist das Problem. Das das bei Kostenbetrachtungen rausgerechnet wird aber natürlich Kosten sind. Und zwar immens.
Jede Betrachtung, die das Müllproblem, Sicherheitsproblem und die Haftung nicht adäquat adressiert, ist unseriös.

SheepShaver schrieb:
und Massenspeicher gibt es nicht.
Ähm bitte was?

SheepShaver schrieb:
Und bitte die arrogante Ausdrucksweise einfach mal stecken lassen.
Was heißt arrogant?
Ich glaube Dein Problem ist eher, das Du keine Argumente hast. Sonst müsstest Du auch nicht mit sowas kommen.

SheepShaver schrieb:
Es gibt haufenweise wissenschaftliche Studien wie vom IPCC, die Atomstrom Wirtschaftlichkeit nachweisen.
Ist total spannend, wie die ganze Zeit um den Elefant im Raum herumgetanzt wird und keiner der Kernkraftbefürworter mal ordentlich sich mit der Frage des Atommülls und der nicht versicherbaren Folgen eines etwaigen Reaktorunfalls auseinander setzt.

Stattdessen werden halt nur irgendwelche Nebenkriegsschauplätze bearbeitet um davon abzulenken.
Dumm nur, das ihr damit nicht durchkommt, gelle? :-)

Ford_Prefekt schrieb:
Die beiden Themen mit der fehlenden Flexibilität als auch mit der Versicherbarkeit sind doch schon durch.
Nein. Sind wir nicht. Sonst könntest Du ja auch entsprechende Beiträge verlinken.

Ford_Prefekt schrieb:
mit dem schwer handhabbaren H2 ist ja per se ineffizient
Vielleicht solltest Du mal den entsprechenden Abschnitt zitieren, damit überhaupt klar ist, wen Du ansprichst.
Ich kann mich beispielsweise nicht erinnern davon gesprochen zu haben Energie in Form von Wasserstoff zu speichern.

Ford_Prefekt schrieb:
Die andere Strategie, dass man den EE Strom europaweit durch monströse Netze verteilt ist noch weniger machbar und daher als Hauptstrategie von der Regierung verworfen.
Ich finde es immer spannend, das angeblich Netze nicht zu bauen sind, während komplexe Technik wie ein Kernkraftwerk kein Problem sind.

Ford_Prefekt schrieb:
Man darf nicht vergessen, atomstrom ist so CO2 arm (15g pro kwh) dass er selbst direkt verbrauchten ee-strom (50g pro kwh) schlägt oder anders gesagt der Verbrauch v.a. beim Bau/Abbau von ee ist relativ hoch dafür was man am Ende über die gesamte Laufzeit erntet.
Falls Du Dich auf die IPCC- Metastudie beziehst, muss man natürlich dazu sagen, das die aus 2014 ist.
Also vor dem ganzen EE-Boom der ja auch teilweise enorme Effizienzsteigerungen gebracht hat.

Und CO2 alles schön und gut. Dafür produzieren wir aber Atommüll, den wir über sehr sehr sehr lange Zeit sicher verwahren müssen und wo wir weltweit bisher noch nicht ein überzeugendes Konzept haben für dessen Entsorgung und das obwohl wir sein über 60 Jahren schon Kernkraftwerke haben.

Aber gut. Nehmen wir mal an, Atomstrom hätte den kleinsten CO2 Ausstoß und deshalb setzen wir komplett da drauf. Was würde das denn bedeuten? Na rechnen wir mal ein bisschen, damit wir uns die Dimensionen klar machen. Also natürlich stark vereinfacht. In der Realität kann man so nicht rechnen, aber es macht die Größenordnung klar.

Deutschland hat ein Stromverbrauch von ca. 520000 GWh im Jahr.
Wenn man mal https://pris.iaea.org/PRIS/WorldStatistics/WorldTrendNuclearPowerCapacity.aspx als Anhaltspunkt nimmt, dann liefert so ein Reaktor ca. 1GW Leistung. Aber hey. Wir wollen ja auch richtig reinhauen also setzen wir mal 1,5 GW Leistung uns als Ziel, wir wollen ja nicht zu viele Reaktoren bauen müssen.
1,5 GW für ein Jahr macht also *24 * 365 macht also 13140 GWh pro Jahr was so ein Reaktor raus haut.
Wieviel Reaktoren bräuchten wir dann also:
520000 / 13140 ≈ 40 Reaktoren

Und da sind wir nur bei Strom. Da ist noch nicht die ganze Wärmeerzeugung, Verkehr usw. drin, was man ja auch möglichst CO2-arm haben will.

Und mit jedem AKW mehr hast Du das Müllproblem vergrößert, Du hast das Sicherheitsproblem vergrößert.

Und dehnen wir das mal auf eine globale Betrachtung aus (weil CO2 ist ein globales Problem, welches man demzufolge global angehen muss).
Wir haben ca. 420 Reaktoren und deren Anteil an der Stromerzeugung liegt bei 10%. Das heißt, Du brauchst also 10x soviel Reaktoren wie jetzt.

Wie gesagt. Mit all dem Müll oder das auch mit dem Risiko, das so ein Reaktor mal hoch geht und sei es nur durch einen Terroranschlag (und das ja nicht nur bei den Reaktoren; es reicht ja, wenn irgendwie Uran oder der Müll an falsche Hände fällt).

Bei so ein massiven Ausbau der Kernkraft wird auch der Brennstoff langsam ein Problem. Weil Uran235 kommt nicht sehr häufig vor. Und schon der jetzige Verbrauch ist so hoch, das man damit bei den derzeit bekannten Vorkommen davon ausgeht, das in spätestens 100 Jahren Schluss ist.
Bei 10x so viele Kraftwerken dementsprechend nur noch 10 Jahre.

Und klar kann man da vielleicht noch mit Transmutation und Entdeckung weiterer Vorkommen dran drehen. Aber das ist halt das Prinzip Hoffnung.

Kann also gut sein, das wir da viele Milliarden in eine Sackgasse investieren würden. Und dann haben wir Meiler die zwar 60 oder gar 80 Jahre laufen würden und über die Zeitspanne wir schöngerechnet einen niedrigen CO2-Ausstoß hätten, aber wegen fehlenden Brennstoff dann doch nicht mehr passt.

Ford_Prefekt schrieb:
Da wird man sich sehr viel schön rechnen müssen
Wie wir gesehen haben, bei Atomkraft auch. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Für unsere Atom-Bros:

 
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