News Telekom und Nvidia: Deutschlands erste KI-Fabrik mit 10.000 GPUs ist online

@SheepShaver
Bei einem GAU in deiner Arbeits- und Wohnregion wärst du jedenfalls am Ende gewesen – gesundheitlich, privat wie wirtschaftlich.
Gerade wenn du eine eigene Immobilie hast, ist diese nach einem GAU und Freisetzung von Radioaktivität sofort wertlos.
Auch die Wirtschaft hätte massiven Schaden erlitten, gerade in unserem dicht besiedelten Land, in dem unsere abgeschalteten AKW im Einzugsgebiet von Metropolregionen betrieben wurden.
Hier mal einige Beispiele.
AKW Philippsburg liegt in der Rhein-Neckar-Region.
Das zweitwertvollste Unternehmen Deutschlands, SAP in Walldorf, liegt nur ca. 15 Kilometer vom AKW Philippsburg entfernt, in dem wahrscheinlich noch für Jahrzehnte Castoren mit radioaktiven Abfällen zwischengelagert werden, weil wir noch kein Endlager gefunden haben, um diesen gefährlichen, stahlenden Giftmüll über Jahrtausende sicher endzulagern.
AKW Biblis liegt im Rhein-Main Einzugsgebiet, wo sich der größte deutsche Flughafen Frankfurt am Main befindet (ca. 50 Kilometer weg) inklusive das Finanzzentrum unseres Landes in Frankfurt.
AKW Neckarwestheim liegt im Einzugsgebiet von Stuttgart (ca. 40 Kilometer), wo Porsche und Mercedes ihre Stammsitze haben, der Stammsitz von Bosch ist in Gerlingen nahe Stuttgart.
Hätte es in einem dieser Kraftwerke einen GAU gegeben und wären große Mengen an Radioaktivität in die Umwelt gelangt, wären diese Regionen unbewohnbar geworden und es wäre ein nicht mehr zu beziffernder Schaden für unsere Volkswirtschaft entstanden.
Natürlich wird eine Versicherung einen GAU niemals absichern, da dies unbezahlbar wäre.
Private in der GAU Region wären ruiniert, genauso wie für den Standort Deutschland wichtige Großunternehmen.
Alle AKW in Deutschland sind abgeschaltet und werden zurückgebaut.
Viele dienen jetzt als Zwischenlager für den hochradioaktiven Atommüll, der dort oberirdisch in Castoren gelagert wird, was ein Sicherheitsrisiko in Bezug auf Unfälle, z.B. Flugzeugabsturz und Terroranschläge darstellt.
Die Wahrscheinlichkeiten für solche Ereignisse sind sehr gering, aber eben nicht unwahrscheinlich.
Was passieren kann, wird irgendwann irgendwo passieren, das zeigt uns die Erfahrungen aus der Vergangenheit von Unglücken und Katastophen.
Selbst jetzt sind wir in Deutschland nicht vor den Folgen eines GAU in unseren Nachbarländern sicher.
Wir haben ja gesehen, was der Tschernobyl GAU im Jahr 1986 für Folgewirkungen auch auf Europa und Deutschland hatte.
Ich weiß nicht wie alt du bist, aber hier zur Erinnerung, was damals passierte:

 
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SheepShaver schrieb:
Dass Rückversicherer AKWs nicht voll absichern, sagt nichts über die Sicherheit moderner Reaktoren aus. Versicherbarkeit hat nichts mit der Wahrscheinlichkeit zu tun, sondern mit der maximalen Schadenshöhe.
Wenn die ja angeblich fast gegen 0 geht, sehe ich da kein Problem.

Und die maximale Schadenshöhe trägt der Betreiber?

Nein, die Kosten tragen wir alle. Aber passiert ja nicht. Deshalb nehmen Rückversicherer die vielen Millionen/Mrd Prämie nicht kostenlos mit.
 
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Nur kurz wegen der Versicherbarkeit, das gilt ja nicht nur für AKWs exklusiv. Versicherungen lieben Statistiken mit breiter Datenlage. Es gibt einfach viel zu wenige AKW, auch kaum serienbau und noch viel weniger Störfälle, die sich ebenso individuell total unterschieden.

Die Menschheit baut trotzdem riesige Staudämme, Mega-Chemieanlagen oder extreme Industriecluster obwohl man sie auch nicht gegen Totalschäden Haftpflichtversichern kann. Das hat rein ökonomische, Versicherungsmathematische Gründe und hat absolut nichts mit dem Risiko zu tun.
 
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@Ford_Prefekt

Das sagt die Google Suche

Staudämme sind grundsätzlich versicherbar, doch der Versicherungsschutz für solche Großprojekte ist komplex und oft auf Rückversicherer angewiesen. Während Betriebsunterbrechungen oder technische Defekte über spezielle Policen abgedeckt werden können, sind Katastrophen durch Krieg oder Vorsatz meist ausgeschlossen.
Krieg oder Vorsatz. Also Erdbeben, Baumängel etcpp scheinen sehr wohl versicherbar.

Ja, Chemieanlagen sind versichert, da sie aufgrund des hohen Gefahrenpotenzials (Feuer, Explosionen, Umweltschäden) speziellen Risiken unterliegen. Aufgrund dieser Risiken ist ein umfassender, meist maßgeschneiderter Versicherungsschutz essenziell, der über Standard-Gewerbepolicen hinausgeht.
Hier sogar mit Umwelthaftpflicht Versicherung.

Suchbegriffe jeweils: "sind X versichert?"

Was bei "extremem Industrieclustern" anders sein soll weiß ich nicht.
Es ist so ziemlich alles versicherbar.

Sogar der LHC in CERN ist versichert. Trifft die Haftpflicht nicht ein, haftet das Konsortium. Der kann sogar rein theoretisch ein Mini subatomares schwarzes Loch erzeugen.

Wie gesagt: solange die Bevölkerung für AKW haften soll, obwohl der Strompreis sich nicht ändert und andere daran verdienen verstehe ich das Konzept nicht. AKW in D sind weg und kommen nicht wieder. Muss man nicht in jeder Diskussion, in der Energie vorkommt immer wieder aus der Mottenkiste holen. Hat was von "Opa erzählt von Krieg".
 
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Echt jetzt? Das Thema AKW wurde bereits in einem anderen Thread ausgiebig diskutiert. Und jetzt kommt der verstrahlte Schwachsinn hier nahezu Off-Topic wieder um die Ecke? Nicht tot zu bekommen. Muss wohl an der Halbwertzeit des Brennmaterials liegen 🙄.
 
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Ford_Prefekt schrieb:
Nur kurz wegen der Versicherbarkeit, das gilt ja nicht nur für AKWs exklusiv. Versicherungen lieben Statistiken mit breiter Datenlage. Es gibt einfach viel zu wenige AKW, auch kaum serienbau und noch viel weniger Störfälle, die sich ebenso individuell total unterschieden.
Also wissen wir nicht was wir uns damit an die Backe nageln.
 
Dann frag deine allwissende KI mal ob BASF Ludwigshafen gegen Kaskadenschäden mit regionaler Unbewohnbarkeit versichert ist oder ob ein Staudamm wie der Grande Dixence in der Schweiz gegen Haftpflichtschäden versichert ist.

Nein, sind sie alle nicht, am Ende trägt die Bevölkerung das Risiko, weil die möglichen Schäden so groß sind dass die Versicherer das nicht seriös versichern können. Selbst wenn du alle Versicherer der Welt zusammenlegst kann man keinen Schaden in der Höhe decken. Wie bereits gesagt mit den Risiken hat das gar nichts zu tun.

Cern ist nicht gegen Schwarze Löcher versichert, Versicherungen interessieren sich nicht für SciFi Geschwurbel.

Ich habe jetzt hier eigentlich nicht viel mitdiskutiert, weil ich nicht per se pro Atom bin, ist so in Europa nicht mehr wirklich umsetzbar. Aber wenn halt solche nicht Argumente kommen, dann schreibe ich ganz gerne mal was.
 
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Ford_Prefekt schrieb:
Nein, sind sie alle nicht, am Ende trägt die Bevölkerung das Risiko, weil die möglichen Schäden so groß sind dass die Versicherer das nicht seriös versichern können. Selbst wenn du alle Versicherer der Welt zusammenlegst kann man keinen Schaden in der Höhe decken. Wie bereits gesagt mit den Risiken hat das gar nichts zu tun.
Sind AKWs alternativlos?
 
Ford_Prefekt schrieb:
Dann frag deine allwissende KI mal ob BASF Ludwigshafen gegen Kaskadenschäden
Ja, die BASF ist für Schäden an ihrem Standort in Ludwigshafen, einschließlich komplexer Folgeschäden (wie sie bei Explosionen, Bränden oder infolge von Katastrophen entstehen), umfassend versichert.
Hier sind die wichtigsten Punkte zur Versicherungssituation:
Umfangreiche Deckung: BASF nutzt für ihre Großanlagen eine Kombination aus Versicherungen, die Sachschäden sowie Betriebsunterbrechungen abdecken.
Beispiel Explosionsunglück 2016: Nach dem tödlichen Explosionsunglück im Hafenbereich des Werks Ludwigshafen am 17. Oktober 2016 zahlte die Versicherung 100 Millionen Euro für die entstandenen wirtschaftlichen Schäden. Die Versicherung deckte Schäden durch den Brand und die Unterbrechung der Produktion.
Krisenmanagement und Risikovorsorge: Als eines der größten Chemieunternehmen weltweit verfügt die BASF über ein robustes Risikomanagementsystem, das auch "Kaskaden"-Effekte – also wenn ein Schadenereignis weitere Anlagen oder Lieferketten beeinträchtigt – berücksichtigt.
Weitere Versicherungsfälle: BASF prüft bei Vorfällen (wie etwa PFAS-Verschmutzungen) die Inanspruchnahme der Versicherungen, was auf eine weitreichende Haftpflicht- und Sachversicherung hindeutet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Ludwigshafener Standort, aufgrund seiner Kritikalität, eine sehr hohe Versicherungsdeckung für katastrophenähnliche Ereignisse und deren Folgeschäden (Kaskadenschäden) besitzt.

Für die Unbewohnbarkeit wird dann BASF aufkommen müssen. Ist die Fläche auch so groß wie bei einem Gau?

Ja, theoretisch könnte der Large Hadron Collider (LHC) am CERN mikroskopische, subatomare Schwarze Löcher erzeugen. Diese hypothetischen Mini-Löcher wären jedoch absolut ungefährlich, da sie aufgrund der Hawking-Strahlung sofort zerfallen würden, ohne Materie anzuziehen. Ihre Entstehung ist zudem nur in bestimmten, noch nicht bestätigten Theorien mit zusätzlichen Raumdimensionen möglich.
Ergänzung ()

Ford_Prefekt schrieb:
Selbst wenn du alle Versicherer der Welt zusammenlegst kann man keinen Schaden in der Höhe decken. Wie bereits gesagt mit den Risiken hat das gar nichts zu tun.
Dann wäre es ja sinnvoll keine AKW zu bauen, da wir viele andere Arten der Stromerzeugung kennen, die keine Volkswirtschaften zerstören können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja das ist halt noch nicht extrem genug was du da eingegeben hast bezüglich BASF. Natürlich sind sie gegen sehr viel versichert, auch gegen Folgeschäden, das sieht ja auch unser Recht vor (Serveso). Aber gegen eine Katastrophe die zu regionaler Unbewohnbarkeit führen würde gibt es schlichtweg keine Versicherungsmöglichkeit obwohl das Risiko dazu besteht. Nicht umsonst gibt es mit den umliegenden Städten ausgearbeitete Katastrophenpläne.

Beim Cern gibst du ja das Gegenargument selbst an. Eine riesige Katastrophe ist physikalisch ausgeschlossen.
 
@Alphanerd
AKWs sind weg (in Deutschland!), weil niemand hier(!) dazu in der Lage zu sein scheint, darüber nüchtern und sachlich zu diskutieren.
Der Rest der Welt schert sich glücklicherweise wenig um den deutschen Sonderweg und forscht in dem Gebiet weiter und wird weiter zuverlässigen und klimaneutralen Atomstrom produzieren.
Ich denke es macht keinen Sinn bei einer solchen dickköpfigen Ignoranz gegenüber simpler wissenschaftlicher Zahlen und Fakten weiter zu diskutieren.
 
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SheepShaver schrieb:
Der Rest der Welt schert sich glücklicherweise wenig um den deutschen Sonderweg und forscht in dem Gebiet weiter und wird weiter billigen und zuverlässigen Atomstrom produzieren.
32 Länder. Rest der Welt.
SheepShaver schrieb:
Ich denke es macht keinen Sinn bei einer solchen dickköpfigen Ignoranz gegenüber simpler wissenschaftlicher Zahlen und Fakten weiter zu diskutieren.
Bis zum Lager und Rückbau mag der Strom etwas billiger sein. Für beides kommen übrigens nicht die Betreiber auf.
 
SheepShaver schrieb:
AKWs sind weg (in Deutschland!), weil niemand hier(!) dazu in der Lage zu sein scheint, darüber nüchtern und sachlich zu diskutieren.
Hier einer dieser nüchternen und sachlichen Diskussionsbeiträge:

merkel_Kopiejpg.jpg


https://www.sfv.de/briefe/brief97_1/sob97135
 
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SheepShaver schrieb:
Ich denke es macht keinen Sinn bei einer solchen dickköpfigen Ignoranz gegenüber simpler wissenschaftlicher Zahlen und Fakten weiter zu diskutieren.
Welche Fakten?
Das das Atommüllproblem nach wie vor ungelöst ist?
Das die Kosten für Atomstrom viel zu hoch waren? Klar wenn man es hochsubventioniert, dann ist es rentabel. Nur die Subventionen fallen nicht vom Himmel. Das kommt aus Steuergeld.

Wir haben ja anhand von Sonnenenergie gesehen, wie weit man damit innerhalb weniger Jahre kommen kann. Stell Dir mal vor, wir hätten das Geld was wir in den Atomquatsch gesteckt haben, in Solarzellen- und Batterietechnik gesteckt.

Und in Zeiten, in dem wir zunehmend mit Unwägbarkeiten wie Unwettern, mögliche kriegerische Auseinandersetzungen usw. zu kämpfen haben brauchen wir einfache, dezentrale und von Rohstoffen wie Kohle, Öl, Uran möglichst unabhängige Stromerzeugungsmöglichkeiten.

Wenn man mal wirklich mit Fakten und Wissenschaft kommt, dann sieht es für Kernkraftbefürworter nicht allzugut aus.

Und selbst Frankreich, das Atomstromvorzeigeland hat Probleme. Insbesondere im Sommer und der unzureichenden Verfügbarkeit von Kühlwasser.
 
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Wie gesagt ich bin jetzt kein riesen Atomfan aber wenn ich mir den durchschnittlichen CO2 Emissionswert vom Strommix von uns angucke dann sehe ich jetzt nicht den riesen Erfolg von EE. Ich will die Erfolge nicht kleinreden aber weil wir schon so viel investiert haben und weil massive Co2 Einsparungen daher rühren dass man mehr Gas anstatt Kohle verbrennt bin ich sehr skeptisch was die weiteren Reduktionen in Zukunft angeht. Seit 2019 pendeln wir so hin und her zwischen 408 g und 360g, das ist immer noch verdammt viel um es genau zu sagen so viel wie es ein Gaskraftwerk alleine schafft. In den Wintertagen ist der Strom Mix dann so schlecht dass man mit einem Verbrennerfahrzeug sogar weniger CO2 pro km emitiert. Das kanns halt irgendwie nicht sein oder?

Ich habe ja selbst eine solaranlage aber der Ertrag im Winter ist halt nur 10%, entweder muss man zehnfach Überkapazitäten haben oder eben massivste Batterien aufstellen oder Elektrolyse betreiben. Ich für mich habe riesenflächen, praktisch ist es so dass ich sogar nachts genug Strom produziere für uns selbst haha aber das ist ja für ein ganzes Land und für die Industrie absolut nicht umsetzbar und wenn man es wirklich mal durchrechnet einfach nur absoluter Wahnsinn. Das wird nicht funktionieren. Es Gibt ja schon viele Analysen und Modelle aber so richtig realistisch sind die alle nicht.

Wenn ich mir das vor Augen halte und dann bedenke dass man perfekt funktionierende, lange abgeschriebene Atomkraftwerke einfach abschaltet, da packe ich mir nur an den Helm.
 
Ford_Prefekt schrieb:
Wenn ich mir das vor Augen halte und dann bedenke dass man perfekt funktionierende, lange abgeschriebene Atomkraftwerke einfach abschaltet, da packe ich mir nur an den Helm.
Ja. Perfekt funktionierend vor allem. :freak:

Und klar hätte man das ein oder andere Kernkraftwerk noch ein paar Jahre betreiben können. Aber das schiebt das Problem ja auch nur vor sich her und produziert weiter Atommüll (deren Entsorgung nach wie vor nicht geklärt ist).

Dazu noch das Risiko eines Reaktorunfalls.
Und ja: Das mag klein sein. Aber trotzdem ist es halt da.

Das wird dann immer alles schöngeredet mit irgendwelchen Haftungen etc.
Aber das ist letztlich nur Augenwischerei. Wenn es wirklich zu einem GAU kommen würde, wären Versicherungen und Rückversicherung instant pleite ohne auch nur annähernd alle Schäden regulieren zu können.
Dem irgendwelche Bedeutung zu geben das über das Prinzip "Hoffnung" hinausgeht, wäre absurd.

Ford_Prefekt schrieb:
dann sehe ich jetzt nicht den riesen Erfolg von EE
Naja. Es liegt aber halt auch sehr viel Potential brach. Man braucht ja nur mal auf Deutschlands Dächer zu schauen und wieviel davon mit Solarpanels bestückt sind.

Gibt aber auch Studien wie z.B: beim Umweltbundesamt oder auch beim Fraunhofer Institut, die sich mit der Frage der Strom-/Wärmeversorung durch erneuerbare Energien auseinandersetzt.

Und ja. 100% Abdeckung wird vermutlich auf absehbare Zeit schwierig. Aber wie gesagt. Da helfen auch Kernkraftwerke nicht unbedingt weiter. Und ein Neubau wird (zu Recht) keiner wollen.

Langfristig möglicherweise in Form von Fusionskraftwerken. Die sind zwar auch relativ teuer, aber da hast Du nur wirtschaftliches Risiko. Kein potentielles GAU-Problem. Kein Müllproblem.
Müsste halt nur mal jemand machen.

Das Geld wäre im Prinzip da. Aber dafür bauen wir ja lieber überteuerte Bahnhöfe und Flughäfen gleichzeitig sammeln wir viele Steuergelder nicht ein und schaffen es nicht mal die Vermögenssteuer zu erheben.
 
Ford_Prefekt schrieb:
In den Wintertagen ist der Strom Mix dann so schlecht dass man mit einem Verbrennerfahrzeug sogar weniger CO2 pro km emitiert. Das kanns halt irgendwie nicht sein oder?
Diese ganzen Propeller die in der Landschaft stehen hast du übersehen, oder lebst du nicht in Deutschland?
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Ford_Prefekt schrieb:
Wenn ich mir das vor Augen halte und dann bedenke dass man perfekt funktionierende, lange abgeschriebene Atomkraftwerke einfach abschaltet, da packe ich mir nur an den Helm.
AKWs sind zu starr und unflexibel, die gehen mit jedem rauf und runter immer weiter kaputt, perfekt ist was anderes:

https://www.handelsblatt.com/politi...en-franzoesische-akw-lahmlegen/100134499.html
https://www.itas.kit.edu/pub/v/2017/grca17a.pdf

Das ist auch ein Grund für negative Börsenstrompreise.
Ford_Prefekt schrieb:
und weil massive Co2 Einsparungen daher rühren dass man mehr Gas anstatt Kohle verbrennt bin ich sehr skeptisch was die weiteren Reduktionen in Zukunft angeht.
Diese These kann ich anhand dieser Daten nicht nachvollziehen, kannst du das noch mal nachschärfen.

energy-charts_Public_net_electricity_generation_in_Germany.png

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@foofoobar @andy_m4 Erhöhter Verschleiß von Verschleißteilen, was ist da jetzt schlimm?

Um Verschleiß zu minimieren betreibt man die zwischen zwei Drittel und Volllast und v.a. stellt man wie Frankreich einzelne Reaktoren halt ab, die lassen sich ja innerhalb von 1-2 Stunden von 0 auf 100 fahren. Steht so auch übrigens in der über 100 seitigen PDF die du mir verlinkt hast.

Screenshot_20260207_222131_Firefox.jpg

Hier sieht man schön wie groß der Anteil von Atomstrom früher war, ich fände es einfach schöner wenn unser Strom deutlich sauberer wäre und v.a. der Kohleanteil geringer.

Deine Grafik zeigt doch wunderbar dass der ee-anteil ganz oft nur zwischen 20 und 40% nur liegt. Und der andere Teil kommt nicht von Luft und Liebe. Von dunkelflaute braucht man gar nicht reden. Ich muss aber sagen mein E-Auto Beispiel bezog sich auf einen dunkelflauten Tag. Guck dir einfach mal die Strommix co2 Werte an:
Screenshot_20260207_223408_Firefox.jpg

Unser Strom ist übers Jahr gerechnet 6 mal so dreckig wie der französische. Wir ziehen den Durchschnitt der EU massiv in die Höhe durch einen sehr hohen absoluten Verbrauch bei einem wirklich sehr schlechten Durchschnittswert pro kwh.

Um das noch mal ein bisschen greifbarer zu machen kann man sich auch angucken was am Ende bei einem E-Auto rumkommt im Vergleich zum Verbrenner.

20 kWh / 100 km Premium E-Auto Realverbrauch

Dunkelflaute D: 700g co2 pro Kwh = 140g pro Km
JD D: 350 = 70g
JD Fr: 56 = 11,2g

Bei Dunkelflaute fährt das E Auto dann wie ein Diesel und ganz ehrlich das kanns doch bei dem ganzen Tamtam den wir betreiben nicht sein oder? Nicht vergessen, dass E-Auto muss seinen höheren CO2 Rucksack aus der Produktion ja auch noch wegfahren.

Und das beste ist, außer Fantasiewerte ins Gesetz schreiben und jeden realistischen Weg den anderen Nationen gehen ablehnen machen wir dagegen gar nichts außer blind gegen die Mauer des abnehmenden Grenznutzen durch EE zu rennen.
 
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Naja am Ende ist doch entscheidend was machen Amazon Google Microsoft Meta und OpenAI.

Nicht mal Musk, der selber Solarzellen produziert und Akkuspeicher zum Herstellungspreis aus der eigenen Fabrik nehmen kann nutzt EE für seine - wirklich grossen AI Datacenter Collosus (200000 AI CPUs) und Colossus II (in der aktuellen "Startphase" bereits 330000 GB300) - der nutzt Erdgas bzw Methan - hat für seinen neuen AI Server bereits 66 Methangasnalagen - und ein grosses Gaskraftwerk bestellt.

In China nutzt man vor allem Kohle für AI.

Deutschland kann EE nutzen weil das ein winziges 12 MW Serverchen ist und es in D auch keine nennenswerte AI Serverarchitektur geben wird.

Ob der "kleine" dt AI Server läuft oder ausfällt wird niemand ausserhalb Deutschlands mitbekommen - ausser irgendwo eine Meldung in einem IT Magazin oder so.
 
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SheepShaver schrieb:
AKWs sind weg (in Deutschland!), weil niemand hier(!) dazu in der Lage zu sein scheint, darüber nüchtern und sachlich zu diskutieren.
Wir diskutieren hier doch schon die ganze Zeit nüchtern und sachlich darüber.
Es ist vollkommen sinnlos, ein totes Pferd weiterzureiten.
Deutschland ist aus der Atomenergie ausgestiegen, die AKW sind stillgelegt und werden zurückgebaut.
Die großen deutschen Energiekonzerne haben der Politik eine klare Absage zum Wiedereinstieg erteilt, weil unrental und viel zu teuer.
Was ist daran nicht zu verstehen?
Alle demokratischen Parteien und die Mehrheitsgesellschaft waren für den Atomausstieg, auch Söder, der seinen Rücktritt in Erwägung zog, sollte der Ausstieg aus der Atomkraft nicht erfolgen > Söder Aussagen 2011.


Wenn man ihn heute reden hört, stellt man fest, dass er seine Fahne immer dort in den Wind hängt, wo er sich Wählerzustimmung verspricht.


Daran sieht man auch, wie rückgratlos und opportunistisch Söder politisch agiert.
Warum wird dieser Mann immer wieder gewählt?!
 
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