News Torvalds: Reaktion auf angebliche Patentverletzungen

@Winterday:
Also ganz verstanden hast du Open-Source nicht. Open-Source ist nicht automatisch kostenlos, es ist lediglich nur ein Seiteneffekt dir realtiv häufig eintritt. Keiner zwingt einen dazu Code auf den Server zu stellen, ich kann meine verändertes Zeug auch gegen eine Gebühr gebrannt auf CD verschicken. Oder auf Papier ausdrucken. Entsprich alles der GPL.
Redhat, Novell, Canocial (Ubuntu), MYSQL, Trolltech bieten allen Open-Source an und verdienen guten Geld damit. Bislange ist jede Quake-Engine unter der GPL2 freigegeben worden, trotzdem verdient mit den neueren Versionen immer einen haufen Geld.

Linus regt sich nicht sonderlich auf, wie du offenbar denkst, er reagiert ziemlich cool. Reagieren muss er aber, da Microsoft mit seiner FUD-Kampagne ziemlich offensichtlich mit unfairen Mitteln kämpft.

Du hast selbst erkannt dass Microsoft mit FUD Marketing betreibt. Da kann der Linux-Verband, die FSF, Linus Torvalds oder die Linux-Foundation nicht einfach zusehen.
Und Microsoft kann halt auch nicht anders, im Normalfall kauft Microsoft seine Gegner einfach auf oder baut deren Software nach und klatscht sie in Windows rein.
In der Regel klappt die Taktik auch wunderbar. Nur kann man Open-Source nicht aufkaufen und den Markt kaputtmachen geht nicht, weil Windows dazu nicht taugt. Also wird halt gelogen: Das neue Windows hat jetzt ein saubere Systemdesign, Windows ist jetzt sicher, unsere TCO ist niedriger, Patente!!!1!1!1eins1!1!elf

Ballmer wiederholt die Story ja im Monatstakt.
 
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1.) Wo sind die Klagen? Hat MS gar kein Interesse seine Patentrechte zu verteidigen?
2.) Selbst wenn MS aus Rücksichtnahme auf diejenigen, die Linux einsetzen, nicht klagt: Es genügte einfach die Patente öffentlich zu benennen.
3.) MS müsste nicht eine Zeile Source veröffentlichen, es genügte die Patente zu benennen, die ohnehin nur in Form von abstrakten Patentschriftenschriften vorliegen.
4.) Wenn MS überhaupt kein Interesse hat, seine Patentrechte auch nur in irgendeiner Form durchzusetzen, warum es dann überhaupt erwähnen?
5.) Jeder vernünftige Unternehmer muss es sich jetzt 3-mal überlegen, ob er Linux einsetzt. Er könnte ja Patente verletzen und wer weiß welche das sind...

Also wenn etwas quakt, auf dem Wasser schwimmt und fliegen kann, dann gehe ich davon aus: es ist eine Ente.
Soll heissen: Das stinkt derartig nach einer FUD-Schmutz-Kampagne, dass mich der penetrante Geruch übermannt.

Insofern hat Linus Torvalds meiner Meinung nach Recht sich so zu äußern. Das ist der einzige Weg, den Schaden zu begrenzen. Dagegen wehren kann man sich ja leider nicht, denn dafür müsste ja irgendetwas Konkretes vorliegen.
 
Könnte man. Verleudmungsklage.
Microsoft beweisst seine Behauptung oder muss selber zahlen.

Also verklagen wir Microsoft wegen ihren eigenen Softwarepatenten *muahahah*
 
Kann man leider nicht. Die Rechtsanwälte von MS sind ja auch keine Hirnis. Auszug aus Wikipedia zum §187 StGB (Verleumdung):

"Es ist erforderlich, dass eine Mitteilung einer Tatsache gemacht wird. Das ist jeder Umstand, der dem Beweis zugänglich ist. [...] Die Tatsache muss unwahr sein, d. h. es muss vor Gericht bewiesen werden, dass das Gegenteil der Behauptung zutrifft (anders bei § 186 StGB: „nicht ... erweislich wahr“). Bereits hieran scheitert in der Praxis häufig eine Verurteilung nach § 187 StGB."

Damit MS verurteilt würde, müsste die OS-Community also BEWEISEN, dass Linux keine Patentrechte von MS verletzt. Absolut unmöglich! Da nur die Zahl 235 im Raum steht, aber keine sonstigen Tatsachen, kann das Gegenteil nicht bewiesen werden.

Selbst wenn Linux kein einziges Patent von MS verletzt, ohne konkrete Angaben... FUD par excellence. Keine Gegenwehr möglich.

Ich behaupte daher: Linux verletzt KEIN EINZIGES Patent von MS.
Glücklicherweise kann MS mich deswegen auch nicht wegen Verleumdung klagen. Zum Beweis müssten sie die Liste der 235 Patente rausrücken :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm. Dann kann ich ja behaupten *rechtskonservativerpolitiker* ist dieses und jenes und er kann nichts dagegen tun, so lange er nicht das Gegenteil beweisst? Glaub ich fast nicht. Irgend einen Weg gibt es sicher.
 
@hoschieee: Kommt darauf an. Es gibt ja noch "Beleidigung" und "Üble Nachrede". Bei der üblen Nachrede z.B. muss das Gegenteil nicht bewiesen werden. Es genügt, wenn durch die Aussage derjenige verächtlich gemacht bzw. in der öffentlichen Meinung herabgewürdigt wird. Da wäre ich beim Politiker also vorsichtig.
Im vorliegenden Fall ist die Aussage von MS wohl kaum (beweisbar) ehrenrührig. Dafür ist die Behauptung einer Patentverletzung wohl zu harmlos.
 
LOL!!!
Ich glaube es ist viel einfacher in Open-Source Produkte einzusehen, sie zu kopieren und dann als Patent anzumelden als andersrum!!

Zu mal ich daran erinnern möchte, wie oft Mircosoft schon gegen Patente verschoßen hat.
MS würde sicherlich nicht so aufschreien, wenn sie wirklich keine Angst hätten.

Tux bashed die olle Windows-Fahne :D
 
Straputsky schrieb:
Gott sei Dank gibt es in er EU keine Softwarepatente. Da haben die Politiker wohl mal wirklich ernsthaft nachgedacht. Soweit ich weiß, dürfen wir uns da bei den Amerikanern bedanken. Deren Softwarepatente haben sich negativ auf die Innovationen ausgewirkt, weshalb man in Europa darauf verzichtete.

Falsch. Entgegen der Absprache, und ohne gesetzliche Grundlage, gibt es ca. 40 000 Softwarepatente in der EU. Das Europäische Patentamt wird nach gewährten Patenten bezahlt, also kümmern sie sich einen Dreck, ob sie das dürfen oder nicht.

Mangels gesetzlicher Grundlage sind sie bis jetzt jedoch nicht mit großen Erfolg einklagbar.

Das EPLA ist der Versuch, nach dem nur ganz knapp gescheiterten Vorstoß vor zwei Jahren nun Softwarepatente auf einem Umweg doch noch einzuführen.

Mach' Dich schlau, es wird sonst auch DICH betreffen - sei es im Job, in der Firma oder privat, wenn Dein Krankenhaus in der Nähe in die Patentverletzungs-Pleite geklagt wird.

Es ist wirklich ernst - immer noch.
 
@30:
Du hast noch etwas vergessen. Patente sind Entwicklungsbremsen, selbst fuer den Fall das ein Patent unwahrscheinlicher weise irgendwie "gerecht" waere, jedes Patent bremst die Entwicklung der Menschheit unbestreitbar aus.

Einige Amerikaner spueren das langsam. Man kann nicht mehr Innovativ sein, dass die Grundlagen auf die man aufbauen wuerde mit Patenten zugekleistert sind.
 
Wo ist der Unterschied zwischen M$ und SCO?
EBEN .. es gibt keinen!

Beide labern von Patentverletzungen, aber keiner legt Beweise auf den Tisch.
Alles nur Maulhelden um andere zu deckeln.
 
würde mich mal wirklich interessieren einen blick auf den MS quellcode zu werfen. will gar nicht wissen was die alles von anderen OS kopiert haben! ich bekomme langsam immer mehr das gefühl das MS allmählich angst bekommt! apple wird immer beliebter, linux wird immer besser, der Zune mediaplayer kommt nicht an (haben eh alle schon einen iPod ;-) ) und die ganze office reihe gibt es auch als open source oder von google. ist doch klar das MS sich dagegen wehrt.
 
Der Quellcode ist für die Patente nicht entscheidend.

Im Gegentiel. Mit Softwarepatenten kann man den Code offenlegen, ohne daß die programmierte Funktion/Prozedur/Klasse etc. noch einmal (sei es auch mit anderem Code) umgesetzt werden darf.

Was Microsoft allerdings vermeidet, sind Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen, die man anhand des Quellcodes nachweisen könnte - und vermutlich wäre M$ in vier Jahren pleitegeklagt.
 
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