Über 5% aller Steam-Nutzer benutzen Linux

gimmix schrieb:
Viele Neueinsteiger raffen nämlich erstmal gar nicht, das Linux kein Selbstbedienungsladen ist, sondern dass Linux die fantastische Möglichkeit eröffnet, mehr über das Funktionieren von Hard- und Software zu lernen, und gleichzeitig gemeinschaftsbildend sein kann.
Neueinsteiger in Linux wollen generell, dass ihre Rechner weitestgehend ähnlich funktionieren wie ihre Windows Rechner und dass sie dort für sie benutzbare Pendants zu den bisher unter Windows genutzten Programmen finden können. Was Neueinsteiger oder Umsteiger garantiert nicht wollen, das ist einer Sekte beizutreten und erst mal jahrelange Studien über die Zusammenhänge von Hard- und Software zu betreiben.

Wir sind nicht mehr in neunzehnneunzigern, wo der Einstieg ins Computing was aufregend neues für wahre Nerds war, sondern wir sind inzwischen über dreissig Jahre weiter und der mit Windows sozialisierte Nutzer erwartet auch bei Linux ein System, das nach seiner Installation läuft und ihn nicht in die Steinzeit zurückschickt, in der man seine Kernel noch selbst kompilierte, damit sie die eigene Hardware ansprechen konnten.

Genau solche elitären Ansichten wie Deine halten viele davon ab, überhaupt auf Linux umzusteigen!

Linux muss ähnlich unkompliziert sein wie Windows, muss möglichst alle Hardwarekombinationen unterstützen und muss leicht erreichbar eine sehr gute Softwarebasis bieten. Aber bestimmt kein jahrelanges Studium, nur damit man von irgendwelchen selbserannten Nerds ernst genommen wird.
 
areiland schrieb:
Linux muss ähnlich unkompliziert sein wie Windows
Ja, nee, will ich nicht! Linux "muss" gar nix!

Diese Mentalität haben viele Neueinsteiger: Sie wollen ein Linux, das sich für sie wie Windows "anfühlt". Und genau deswegen habe ich ein Problem mit den steigenden Linuxnutzerzahlen: Ich will keine Verwindowsierung.

Die Zeichen sind ja da: Der Tumor Systemd, der immerzu gescannt werden muss, um zu schauen, ob er nicht bösartig wird; Immutible Distros, damit nur ja kein User in root rumpfuscht; "Gaming"-Distros mit fraglichem Alleinstellungsmerkmal (als ob man nicht überall Wine, Proton und Game-Launcher installieren könnte!); das Werben mit einfachen Installern und den tollen GUIs, damit der User sich nur ja keine Shell-Befehle merken muss....

Manchmal wirkt es schon so, als sollten die Wurzeln in Unix und GNU dem Vergessen preisgegeben werden.

Und versteh mich bitte nicht falsch: Ich hab nichts gegen einsteigerfreundliche Distros - ich bin nur nicht der Meinung, dass jede Distro gefälligst einsteigerfreundlich sein "muss".

Ob du das elitär findest, ist mir dabei herzlich egal.

Und was Versöhnliches zum Schluss: Ich finde es gut, dass du von Windows zu Mint gewechselt bist!
 
mytosh schrieb:
Läuft bei mir maxed out, noch keinen Absturz gehabt.

das sei dir gegönnt.

die problematik mit rt bei cd ist ja mehrfach auf protondb dokumentiert.
im gegensatz zu z.b. cp2077, welches ebenfalls "full-fledged" rt einsetzt und solche probleme nicht in ähnlicher frequenz aufzutreten scheinen. könnte natürlich auch gpu-spezifische oder treiber-spezifische ursachen haben.

es ändert jedenfalls nichts im ansatz an der hauptaussage meines posts, dass die höchste spielerzahl nunmal multiplayerspielen mit anticheat anzurechnen sind. und das kann man eben nicht einfach so als "kram" abtun, wenn es einfach nicht funktioniert. mal ganz davon abgesehen davon, wer hier im zugzwang ist. vermutlich zu allererst spielehersteller (nicht alle geben theoretisch funktionierende anticheats unter linux frei), dann anticheatdevs und wenn überhaupt die linux-community, dann über die implementierung einer emulation [sic!] des nt kernel (zumindest aller für ac nötigen api calls) in wine. letzteres wird aber aus mehreren gründen (aufwand, rechtliches, andere lösungen naheliegender) nicht passieren.

wahrscheinlich laufen von allen existierenden spielen (gehen wir mal grob geschätzt von knapp einer halben million aus, wenn mobygames allein schon gut 320000 titel listet) vielleicht "gerade mal 1000", also 0,2% nicht sauber auf linux. toll oder?! 99,8% laufen!
diese aussage wird durch den kontext der konkret nicht-laufenden titel, insbesondere der zugehörigen tagesaktuellen spielerzahl, leider etwas relativiert.

um nochmal den bogen zu schließen, es ist ja eben nicht so, dass 100% der singleplayer spiele platinumrating haben oder komplett frei von problemen (im vgl. zu win) sind und darauf stößt man eben auch von zeit zu zeit und das lässt sich wunderbar durch erfahrungsberichte auf protondb belegen. darum ging es mir mit dem eher beiläufigen kommentar zu cd. ich stütze mich auf eigene erfahrungen, die aber auch auf protondb bestätigt wurden.
am ende des tages weiß ich aber nicht, ob mir und anderen, die das problem hatten einfach ein workaround-schritt fehlte oder es ein wechsel der kernel/mesa/proton-version getan hätte.
 
@gimmix
Wie ich und andere schon sagten: Das elitäre Gehabe aus Deiner Bubble ist peinlich und völlig unnötig.

Umsteiger wollen sich bestimmt nicht über Wochen und Monate mit dem System beschäftigen, bis es läuft und für sie begreifbar ist. Das muss sofort laufen und ihre Bedürfnisse befriedigen. Völlig egal um welche Distribution es im einzelnen auch geht.

Linux sollte es in den letzten dreissig Jahren geschafft haben erwachsen zu werden und auf seine potentiellen Nutzer zuzugehen - auch das hat Linux dank seiner Distributoren und Entwickler geschafft. Das Problem sind nur solche Betonköpfe wie Du, die jeden einzelnen Windows Nutzer als minderwertig und nicht wechselwürdig ansehen.

Ehrlich gesagt bereue ich es, Dich aus meiner Blockliste genommen zu haben, denn Du bist gegenüber Deinem Umfeld immer noch genauso arrogant unterwegs, wie zuvor.
 
gimmix schrieb:
Die Zeichen sind ja da: Der Tumor Systemd, der immerzu gescannt werden muss, um zu schauen, ob er nicht bösartig wird
wer scannt mit was systemd? du? mit clamav? vielleicht alternativ mal artix oder void antesten!

areiland schrieb:
Aber bestimmt kein jahrelanges Studium, nur damit man von irgendwelchen selbserannten Nerds ernst genommen wird.
das ist natürlich quatsch. erstens ist es schon lange nicht mehr so, das linux dermaßen unzugänglich wäre. man muss die gabe besitzen sich auf etwas neues einzulassen, aber in paar wochen ist man schon drin und nach 2-3 monaten macht sich routine bemerkbar. bezugnehmend auf nicht-exotische distros.


es ist allgemein schade, dass solche threads immer ausarten müssen und die lager sich am ende immer ewig weit hergeholte übertreibungen an die köpfe werfen.
 
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