News Überführt: Amazon kauft seltene Bücher für KI-Training und zerstört sie

Gott sei Dank ist den meisten Medien und Leuten gar nicht klar, dass Bibliotheken (vor allem Uni-Bibs) aus Platzmangel regelmäßig ganze Berge von Büchern – besonders Duppletten – einfach ins Altpapier hauen.
Was es da wohl für einen Aufschrei gäbe, wenn das jeder wüsste ;)

Dazu fällt mir der Text „Warum Giraffen manchmal sterben müssen“ von Klaus-Rainer Brintzinger ein (gab’s 2019 beim Österreichischen Bibliothekartag). Der zeigt, wie ähnlich die Leute reagieren: total emotional wenn Bücher vernichtet werden; genauso empört, als 2014 die Giraffe Marius im Zoo getötet wurde.
Beides ist tabuisiert.
Obwohl beides fachlich eigentlich vollkommen logisch ist.
 
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Das ist mehr als krank, man kauft sich alte Bücher wo Wissen drinnen steht, absorbiert es, nur damit man es am Ende vernichten kann und kein anderer Mensch mehr an diese Informationen gelangt?
Das ist sowas von krank liebe Leute......
 
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Was für ein unterirdischer Artikel. Absolutes Bild Niveau und Stimmungsmache!

Die Süddeutsche hatte vor einiger Zeit einen Artikel zu diesem Thema.
Es geht hier nicht um seltene historische Bücher (Diese haben auch keine ISBN Nummer). Es geht um altes Zeug das schon seit Jahrzehnten bei den Händlern vor sich hin gammelt. Die will niemand mehr haben und wären dann von den Händlern vernichtet worden. Beispielsweise Reiseführer aus den 80er. Wer soll heute noch einen Athen Reiseführer von 1983 kaufen?

Am bestem löscht ihr diesen Schund Artikel wieder. Das ist einfach nur peinlich.

Hier der erwähnte Artikel:
https://www.sueddeutsche.de/wirtsch...-verbrennen-fake-news-li.3522980?reduced=true
 
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Und irgendwann kommt dann mal ein großer Sonnenausbruch dessen EMP die komplette Hardware auf der Erde grillt und das Wissen der Menschheit, welches leider nurnoch digital existierte ist für immer verloren.
 
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Man sollte diesen Leuten für jedes einzelne vernichtete Buch mit einem Holzbrett gleichen Gewichts ordentlich eins auf den Schädel hauen!
 
Bücher werden in naher Zukunft noch eine sehr wichtige Rolle spielen. Ich habe mich daher diesbezüglich sehr gut eingedeckt.
 
@MichaG Bitte erwähnt auch das hier:
Bezüglich der Löschung der Daten wird es jedoch an dieser Stelle besonders interessant: Denn in einem Gerichtsverfahren gegen Anthropic in den USA zu der Sache war genau dieser Punkt entscheidend. So war die Vernichtung der Bücher Teil der Begründung des Gerichts dafür, dass der Vorgang rechtmäßig war.
(https://www.heise.de/news/KI-Firmen-zerstoeren-Buecher-Was-steckt-dahinter-11416278.html)

Ja, das Scannen wir durch die Zerstörung einfacher. ABER, die Bücher müssen sowieso vernichtet werden, um sich nicht angreifbar zu machen. Einfaches Beispiel: Ich darf in DE auch kein Backup einer CD machen und diese dann weiterverkaufen oder -verschenken. Dann habe ich dieses illegal Werk vervielfacht und das auch noch verbreitet.
Ergänzung ()

Neodar schrieb:
Man sollte diesen Leuten für jedes einzelne vernichtete Buch mit einem Holzbrett gleichen Gewichts ordentlich eins auf den Schädel hauen!
Nein. Wenn, muss man das mit dem Gesetzgeber oder mit Richtern machen.
 
Original verbrennen und die Geschichte umschreiben.
 
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@KitKat::new()
Dieses reflexhafte Moralgehabe ist oft lächerlich. Nicht jedes Buch ist ein heiliger Gral, nur weil es alt ist. Wenn ein Exemplar mehrfach vorhanden ist und der Inhalt digital erhalten bleibt, dann ist das kein Kulturverbrechen, sondern schlicht eine pragmatische Nutzung von Material, das sonst verstaubt oder irgendwann ohnehin zerfällt. Das Problem ist nicht das Scannen, das Problem ist diese hysterische Empörungskultur, die jeden technischen Fortschritt erst mal als Angriff auf die Menschheit verkauft.
 
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Duggan schrieb:
schlicht eine pragmatische Nutzung von Material, das sonst verstaubt oder irgendwann ohnehin zerfällt.
Etwas zu zerstören ist eine "pragmatische Nutzung"? Merkwürdige Sicht der Dinge.
 
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olligo schrieb:
Das ist mehr als krank, man kauft sich alte Bücher wo Wissen drinnen steht, absorbiert es, nur damit man es am Ende vernichten kann und kein anderer Mensch mehr an diese Informationen gelangt?
Das ist sowas von krank liebe Leute......
Das ist doch Unfug!

Lies doch auch erst mal nach.

Zitat aus https://www.computerbase.de/news/wi...die-bestaende-von-antiquariaten-kaufen.98118/:

"Das Interesse besteht an Kochbüchern, Biografien, Belletristik.Gekauft wurden gezielt Non-Fiction-Titel ab 1970 mit ISBN-Nummern – angestaubte Lagerleichen, die seit Jahren niemand wollte“, schreibt ein Händler laut dem SRF. Ein Weiterverkauf wäre demnach ausgeschlossen, weil die Bücher wertlos seien und pro Titel immer nur exakt ein Exemplar erworben wird"

Da geht kein Wissen verloren, weil Du das gleiche Buch eine Strasse weiter trotzdem immer noch kaufen kannst. Und was ist an Belletristik so unglaublich wertvolles Wissen? Ist es so schwer zu verstehen, dass dadurch nix an Wissen verloren geht und keiner einen Schaden erleidet, weil genau ein Exemplar vernichtet wird. Ausserdem ist das, was da aufgekauft wird, nichts was Du noch auf dem Flohmarkt verkaufen könntest.

Zudem sind die US Konzerne nach US Recht dazu verpflichtet, die eingescannten Bücher anschliessend zu vernichten.

Der Skandal ist einfach kein Skandal, nicht mal ein Skandälchen ist das.
 
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Real-life crawler am Abgrasen hier - interessant.

Ich frage mich, wie erheblich so ein kleiner Unterschied von einem Buch sein kann. Also im Kontrast zum Wissen der Menschheit. Sicher kann ein Buch eine Religion und massiven Einfluß ausmachen. Doch im quantitativen Umfeld von KI? Spielt das da so eine Rolle?

Sicher könnte ich mir vorstellen, dass der Pre-KI-Text-Input für Trainingsdaten eine gewisse Rolle spielt. Ich würde das mit pre-radioaktivem Stahl vergleichen.

Diskutierenswert ist die Sammelwut für Trainingsdaten. Sind die echt so am Limit, dass die meinen das letzte Prozent, was sie da noch nicht abgegrast haben, gäbe deren Modellen jetzt irgendeinen Vorteil?

Deren Statistiken, die sie mit jedem neuen Modell herausbringen, wo die Performance gegenüber den Mitbewerbern dargestellt wird - also wer gibt darauf was?

###

Büchervernichtung klingt natürlich erst einmal schrecklich. Ich könnte z.B. keines wegwerfen. Auch wenns schlecht ist und ich es nicht mag ^^

Jedoch glaub ich auch, dass es hier nicht so heiß gegessen wie gekocht wird.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass da mehrere hundert Jahre alte Wälzer für benutzt werden, die historisch einen Wert haben oder denen jemand einen hohen Sammlerwert beimisst.

Wenn jetzt bekannt wäre, was für Bücher das sind, die da gesucht werden: das wäre interessant. "Selten" kann ja alles irgendwie sein. {edit: ok Bücher ab 1970, Bios, Kochbücher. hm interessant}

Die bekanntesten und außerordentlichsten Werke sind meines Erachtens eh schon lange digitalisiert. Also was technische Möglichkeiten angeht, sind sie ja da auch gerade in der Archaeologie immer vornweg mit dabei. Und das Einscannen haben sie da schon Anfang der 2000er gemacht. Wahrscheinlich sind die schon eher mit dem Kopierer ran ^^
 
Tja, Leute lesen zu wenig, anders kann icj das fehlende Textverständnis einiger hier nicht erklären: es geht um seltene Bücher nicht um Massenramschware!

supermanlovers schrieb:
Es wird 1 (Ladenhüter) Exemplar vernichten und dafür profitieren Millionen Menschen (und ja ein Unternehmen verdient damit Geld).
Seltene Bücher ungleich Ladenhüter. Und wieso sollen davon Millionen profitieren? Wenn sich keiner für das Buch interessieren sollte, wie Du ja behauptest, warum sollten Millionen plötzlich ein Interesse/Vorteil von der digitalen Erfassung haben? Denn wenn es ein Vorteil von diesem Buch sein sollte, muß es der Inhalt sein, ansonsten ginge auch jede ander Massenware.
 
Bücher sind out. Ich habe mal vor ~15 Jahren bestimmt 200 Kilo Bücher gehabt. Ich wollte sie natürlich verkaufen niemand wollte auch nur eins. Nicht mal die lokale Bibliothek wollte sie Geschenkt. Hab sie dann auch weg geschmissen sehe also nichts wildes hier. Zudem zum digitalisieren gehen die Bücher in der Regel eh kaputt.

Dazu kommt:

DJMadMax schrieb:
2. Dass man hierfür selbst in eine rechtlich mehr als graue Zone abdriften muss, den Paketweg mittels GPS-Tracker verfolgt und anschließend das Unternehmen mit Namen und Standort sehr genau definiert, ist datenschutzrechtlich äußerst bedenklich.

Mich wundert, dass das nicht alle aufschreien lässt. Ich finde das ebenfalls SEHR bedenklich.
 
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Wenn ich mir ein Buch auf Ebay kaufe, kann ich es doch auch danach in den Müll werfen.
Oder gehören die Bücher die Amazon gekauft hat nicht Amazon sondern der Allgemeinheit ?
Etwas seltsam diese Meldung...
 
olligo schrieb:
Das ist mehr als krank, man kauft sich alte Bücher wo Wissen drinnen steht, absorbiert es, nur damit man es am Ende vernichten kann und kein anderer Mensch mehr an diese Informationen gelangt?
Das ist sowas von krank liebe Leute......
Ja absolut krank, mega krank, des Todes Krank!
Warum muss ich dabei an ColdMirror und den Satz „Kranke Menschen tun kranke Dinge! ….. die KRANK sind!!“ denken?

Dabei versuche ich doch eigentlich immer möglichst sachlich zu bleiben.
 
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@Muntermacher
Es geht bei diesen Scans sehr wahrscheinlich vor allem darum, Stile, Sprachnutzung, unterschiedliche Begriffe für die gleiche Sache und solche Dinge zu trainieren. Also z.B. damit Du der KI einen beliebigen Text übergeben und sie beauftragen kannst, ihn im Stil eines Johannes Mario Simmel der frühen neunzehnsiebziger neu zu formulieren.
 
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