News Urheberrecht: Google veröffentlicht Zahlen zur Online-Piraterie

Frank

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#1
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#2
Na da freue ich mich doch das sich Beyonce noch ein Krokodilleder-Handtäschchen mehr kaufen kann. ;)
 
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#3
Na da freue ich mich doch das sich Beyonce noch ein Krokodilleder-Handtäschchen mehr kaufen kann. ;)
War beruflich vor 4 Monaten in Monaco...dort hatten wir unter anderem ein Gespräch mit einem Musikproduzenten der uns gleich mal seine Yacht gezeigt hat. 5 Stockwerke, 70 Meter lang und ein Raum komplett in Krokodilleder. Hat mich gerade dran erinnert. Da brauch sich keiner über mangelndes Geld aufregen. Fand ich auch ganz amüsant wie diese Leute dann über unsere Flüchtlingskrise gesprochen haben und wie schlimm das ja für die "Armen" seien, die Welt sei ja so unfair. Kann sich jeder sein Teil drüber denken.

Edit:
Ich möchte Diebstahl nicht unbedingt großartig relativieren, sondern lediglich das Meckern auf einem sehr, sehr hohen Niveau veranschaulichen.
 
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#4
Ich verstehe Eure Position. Es ist trotzdem nicht legitim zur Piraterie jeglicher Art zu greifen, nur weil andere Leute es im Leben richtig gemacht haben und einen Haufen Geld verdienen. Ich glaube das nennt man in der Psychologie sogar Robin-Hood-Syndrom. Bestehlen von Reichen ist in Ordnung. Bestehlen von Gleichgestellten nicht.
 
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#5
Ich verstehe Eure Position. Es ist trotzdem nicht legitim zur Piraterie jeglicher Art zu greifen, nur weil andere Leute es im Leben richtig gemacht haben und einen Haufen Geld verdienen. Ich glaube das nennt man in der Psychologie sogar Robin-Hood-Syndrom. Bestehlen von Reichen ist in Ordnung. Bestehlen von Gleichgestellten nicht.
Man könnte es doch einfach "Umverteilung" nennen. Dann ist es nicht mehr ganz so schlimm, oder?
Stehlen ist so ein unschönes Wort.
 

Burner87

Lt. Commander
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#6
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#8
Und was ist mit falschen Claims der Musiklabels? Das kommt auch vor. 3 falsche Strikes und die sind raus wäre nur fair. Wenn man denen das jetzt aber so vorhalten würde wäre YouTube morgen illegal.

Klauen ist natürlich falsch, das gilt dann aber für beide Seiten. Ich will nicht wissen, wie viele Filmstudios oder Musiklabels Reviews mit eigener Werbung versehen haben.
 

dflt

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#9
Die falschen Claims auf YouTube kommen insgesamt auch nicht von legitimen Musiklabeln, sondern Leuten, die sich darüber ein sehr gutes Zubrot verdienen, da Google die monetarisierten Einnahmen direkt umleitet statt im Streitfall in einem Topf einzufrieren. Das System ist ein absoluter Graus für alle kleineren Kreative.

Vom komplett fehlenden echten Fair Use Schutz mal ganz abgesehen.
 

sdfighter

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#10
"
  • Über 3 Milliarden US-Dollar: Diese Zahl von URLs hat Google aufgrund der Verletzung von Urheberrechten aus der Suche entfernt, seit ein entsprechendes Meldeformular für Rechteinhaber eingeführt wurde.
  • Über 10 Millionen US-Dollar: Die Anzahl an Anzeigen, die 2017 von Google abgelehnt wurden, da der Verdacht bestand, dass sie Urheberrechte verletzen oder auf Seiten, die Urheberrechte verletzen, verlinkt haben.
"
Da Passt doch was nicht ?!? 3 Milliarden US$ - diese Zahl von URLs? 3 Milliarden URLs oder was ist jetzt gemeint. Im nächsten Punkt das gleiche.
 
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#11
Wenn denn auch wirklich die Kreativen und Inhalte Schaffenden das große Geld verdienen würden! Aber in der Regel sind es irgendwelche Plattenlabels, Verlage usw., die sich an der Arbeit der Künster und Kreativen eine goldene Nase verdienen.
Und das auch trotz Raubmordkopien ganz offensichtlich sehr ordentlich.

Es ist ja auch kein Geheimnis, dass viele Musiker tatsächlich nur Geld (oder zumindest den größten Teil) über Konzerte verdienen, während sie an CD und Donwload Verkäufen nur marginal partizipieren.
Das Groß der Einnahmen aus diesen Verkäufen stecken sich Vertrieb und Plattenlabel ein.
 
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#12
Würde auch gerne wissen, was 3 Milliarden geld urls sind.
Eine Zahl haben sie aber vergessen.
0 Milliarden Dollar: der tatsächlich entstandene Schaden
 

KodeX

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#13
Natürlich ist Diebstahl keine Lösung, aber verstehen kann ich die "Piraterie" dennoch. Einerseits sind die Preise oftmals unverschämt hoch, andererseits binden einen zahllose Angebote an irgendein proprietäres System. Da ist es doch vollkommen klar, wenn sich das manche nicht bieten lassen wollen.

Zur Arm-Reich-Debatte möchte ich mich auch äußern. Wer denkt, dass Umverteilung Diebstahl ist, hat entweder unser Wirtschaftssystem nicht verstanden oder schlicht und ergreifend eine asoziale Denke. Es kann nur ein Bruchteil der Bevölkerung zu Reichtum kommen - egal wie hart alle dafür arbeiten.
 

wakko0815

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#14
"
  • Über 3 Milliarden US-Dollar: Diese Zahl von URLs hat Google aufgrund der Verletzung von Urheberrechten aus der Suche entfernt, seit ein entsprechendes Meldeformular für Rechteinhaber eingeführt wurde.
  • Über 10 Millionen US-Dollar: Die Anzahl an Anzeigen, die 2017 von Google abgelehnt wurden, da der Verdacht bestand, dass sie Urheberrechte verletzen oder auf Seiten, die Urheberrechte verletzen, verlinkt haben.
"
Da Passt doch was nicht ?!? 3 Milliarden US$ - diese Zahl von URLs? 3 Milliarden URLs oder was ist jetzt gemeint. Im nächsten Punkt das gleiche.
Ist mir auch aufefallen. Da ist wohl das Übertragen aus dem Google Dokument schief gegangen. Laut dem Dokument waren es >882 Mio. URLs die entfernt wurden und 10 Mio. Werbeanzeigen.
Aber die US-Dollar Einheit passt da einfach nicht.
 
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#15
Es kann nur ein Bruchteil der Bevölkerung zu Reichtum kommen - egal wie hart alle dafür arbeiten.
Das kommt darauf an, wie man "Reichtum" definiert.
Für den Einen sind das mehrere Millionen auf dem Konto, für den Anderen sind es schon wenige Tausend.

Ich für meinen Teil bin nicht der Meinung, dass alle Menschen "reich" sein sollten. Es sollte aber für jeden genügend abfallen, damit man sich ein sorgenfreies Leben (jedenfalls in Bezug auf Geld) machen kann.
Und dies wäre problemlos möglich, wenn nicht wenige Prozent den Großteil des Geldes horten würden.

Warum z.B. bekommt irgendein Manager eines Unternehmens monatlich hunderttausende Euro, während sich die Angestellten mit vielleicht zweitausend Euro zufrieden geben müssen?
Wenn man das Alles etwas gerechter aufteilen würde, müsste sich der Lagerist nicht jeden Monat Gedanken machen, wie er seine Familie über die Runden bringt, während der Manager gerade ein Bad im Whirlpool mit Champagner und Nutten genießt. Nein, der Lagerist hätte ein Einkommen, das ordentlich reicht und der Manager könnte dennoch im Whirlpool hocken und auch für den Rest hätte er noch genügend Kohle.
 
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#17

Bright0001

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#18
Ich glaube das nennt man in der Psychologie sogar Robin-Hood-Syndrom. Bestehlen von Reichen ist in Ordnung. Bestehlen von Gleichgestellten nicht.
Du nennst es Syndrom, ich nenne es Verhältnismäßigkeit. Einem Bettler 2 Euro zu stehlen ist (imo) aus moralischer Sicht schlechter als einem Durchschnittsverdiener. Und einem Durchschnittsverdiener 2 Euro zu klauen ist moralisch ebenfalls verwerflicher als Multimillion/-milliardären. Am Ende natürlich immer noch moralisch verwerflich, aber wenn man die Sache nicht von der Vorteilsseite, sondern von der Schadensseite betrachtet durchaus eine vertretbare Meinung.
 
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#19
Du nennst es Syndrom, ich nenne es Verhältnismäßigkeit. Einem Bettler 2 Euro zu stehlen ist (imo) aus moralischer Sicht schlechter als einem Durchschnittsverdiener. Und einem Durchschnittsverdiener 2 Euro zu klauen ist moralisch ebenfalls verwerflicher als Multimillion/-milliardären.
Also ist Piraterie in Somalia legitim, weil die armen Piraten den reichen Redereien Geld klauen bzw. versuchen zu erpressen?
 
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#20
Grundsätzlich nehme die Online-Piraterie ab und die Ausgaben für legale Inhalte über alle Inhaltskategorien hinweg nehmen zu, so Google, was als Bestätigung für die eigenen Maßnahmen gesehen wird.
Sehr arrogant... das liegt mit Sicherheit an der Wirtschaft und entsprechend besseren/faireren Angeboten im Vergleich zu früher und nicht an Google...

Wenn man heute für 8-14 Euro monatlich Netflix buchen und dafür 744 Stunden Filme und Serien schauen kann, braucht man eher kein Piraten Freunde.
Im Vergleich dazu, musste man früher einen doppelt bis dreifachen Betrag für nur 1-2 Stunden zahlen. Nämlich beim Kauf eines einzelnen Filmes oder noch mehr für einen Kino-Besuch.

Preis / Leistung ist heute so niedrig wie noch nie und da man sich das Abo sogar teilen kann, kann es sich wortwörtlich jeder mit Internetzugang leisten!

Die großen Super-Luxusprobleme wie das Verlangen etwas sofort zu sehen, was es entweder auf Prime oder Netflix gibt, sind Probleme die man sich ausdenkt wenn man nichts besseres zu tun hat.
Schließlich kann man sowohl Netflix als auch Prime abwechselnd buchen und hätte höchsten die unglaublich große Luxus-Qual, dass man einen Monat einen bestimmten Film nicht sehen kann... das Leben ist schon hart!
Aber selbst beide Abos sind nun wirklich nicht teuer, vor allem wenn man es sich teilt. Das können sich sogar Kinder mit Taschengeld leisten!

Für kostenlose Musik gibt es Youtube und Co.
Für kostenlose bis billige Spiele gibt es Steam, GoG und Co.
 
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