News Vectoring: Bundesnetzagentur gibt im Streit mit der EU klein bei

Mister79 schrieb:
Telefonica baut seine eigene Technik schon ab. Schon weit bevor die Vectoring Geschichte im Nahbereich aufgekommen ist. Das Projekt läuft mindestens schon seid der Übernahme von Alice. Telefonica gehörte auch nie wirklich zu den Anbietern die auch wirklich ausgebaut hatten. Das was Alice als Pilot ins Leben gerufen hat wurde in der Zwischenzeit verkauft.

Vodafone hat auch nie wirklich ausgebaut. Im Nahbereich etwas Technik hingepflanzt, seid dem ist auch nicht wirklich viel passiert, gerade was VDSL außerhalb der Nahbereiche betrifft. 1&1 hat was bis jetzt ausgebaut? Dafür haben die jetzt Versatel aufgekauft und der Ausbau im Geschäftskundenbereich zählt nicht, denn auf diese Tarife haben Privatleute keinen Zugriff. 400 Meter von mir baut Versatel für die Geschäftskunden FTTB und für kein Geld der Welt wollen die mich mitversorgen, als Privatkunden. Davon mal abgesehen das die Tarife echt krass sind.

Beide haben ja schon 2013 angekündigt, dass sie auf die Vorleistungsprodukte der Telekom zurückgreifen werden:

Breitband-Pläne: Vodafone nutzt künftig VDSL-Netz der Telekom
https://www.teltarif.de/vodafone-vd...vectoring-vertrag-kooperation/news/51031.html
Der Telekom*munikations*anbieter Vodafone hat mit der Deutschen Telekom einen Vertrag zur Nutzung des Telekom-VDSL-Netzes geschlossen. Die Vereinbarung schließt auch die Nutzung von VDSL Vectoring mit ein, wie der Düsseldorfer Konzern mitteilt. Erst vor kurzem hatte auch Telefónica Deutschland eine ähnliche Kooperation mit der Deutschen Telekom vereinbart.

VDSL-Zugang wird über das Kontingentmodell realisiert

Die Vereinbarung zwischen Vodafone und Telekom erfolgt auf Basis des sogenannten Kontingentmodells. Hierbei bucht das nachfragende Unternehmen ein bestimmtes Kontingent schaltbarer VDSL-IP-Bistream-Anschlüsse bei der Telekom, leistet eine Vorauszahlung und kann die Anschlüsse über die nächsten elf Jahre zu einem bestimmten monatlichen Entgelt anmieten.

Dabei wird das von der Telekom bislang alleinig angebotene Bitstream-Zugangsprodukt auf Layer-3-Basis voraussichtlich im Jahr 2016 durch einen Layer-2-Bitstream-Zugang ersetzt. Vorteil: Die Übergabe erfolgt netzseitig deutlich näher zum Kunden. Vodafone will sein IPTV-Angebot durch eine Erweiterung des bisher angebotenen Layer-3-Zugangs schon vor 2016 via VDSL realisieren - allerdings ist hier die Kapazität der maximal möglichen Anschaltungen von Kunden begrenzt.

Im Onlinekosten-Forum war vor kurzem glaube ich auch schon zu lesen, dass Vodafone momentan seine eigene Technik abbaut.
 
Haunter1982 schrieb:
Selten soviel blödsinn gelesen wie die leute hier immer schreiben. Natürlich wäre Glasfaser besser. Aber. Faktisch sind das Alleine vom Verteiler zu den einzelnen Häusern immer Tausende Euros. Dafür das dann nachher nach einem Jahr Vertragsablauf dann einen 5€ günstigern Anbieter sucht und sich die Investition für die Telekom absolut nicht rechnet. Ich bin kein Fan der Telekom, aber so ist halt nunmal die Lage. Ein Betrieb der sich wirtschaftlich nicht rechnet kann sich nicht lange halten. Somit Glasfaser zum Verteiler und Vectoring an die jetzt mit Draht angebundenen Häuser. Passt doch. Glasfaser und Zukunftsträchtig? Zu Zeiten wo inzwischen mehr Datenrate über Funktechnik zur Verfügung steht? Das ich nicht lache. Wer weiß welche Technik in 10 Jahren, wenn dann jeder Glasfaser hat, aktuell ist oder "Zukunftsträchtig"....
Sieht man ja auch bei den Kabelanbietern, wieso bekommen die auch ohne Glasfaser super Geschwindigkeiten hin?

Du übersiehst da was, wie viele andere auch. Leider.
Glasfaser ist keine Erfindung von vor wenigen Jahren! Glasfaser war grob bereits zur Wiedervereinigung (25 Jahre!) verfügbar und eine Verlegung im Gespräch bzw teilweise sogar schon angelaufen.

Wenn man also jetzt mit explodierenden Kosten argumentiert, "für jeden einzelnen Haushalt 1000 Euro" usw, dann ist das eben eine direkte mittelfristige Auswirkung darauf, daß man damals durch die "Erfindung" von DSL die Glasfasergeschichte auf Eis gelegt und damit etwas langfristiges aufgegeben hat. Soll heißen: man hatte über 25 Jahre Zeit, nach und nach Glasfaser auszubauen bzw die Voraussetzungen dafür zu schaffen und teilweise schon mal Glasfaser zu verlegen. Nach und nach bedeutet eben auch, daß sich die Kosten zeitlich verteilen und diese nicht auf einem Schlag eine Firma oder den Staat finanziell belasten.

Langfristigkeit ist aber leider Gift für "schnelles Geld" und das "politisch lukrative Pöstchen", so daß man in diesem Gebilde BRD mit sowas ja nicht mehr rechnen kann.
 
Goodplayer schrieb:
Beide haben ja schon 2013 angekündigt, dass sie auf die Vorleistungsprodukte der Telekom zurückgreifen werden:

Breitband-Pläne: Vodafone nutzt künftig VDSL-Netz der Telekom
https://www.teltarif.de/vodafone-vd...vectoring-vertrag-kooperation/news/51031.html
Im Onlinekosten-Forum war vor kurzem glaube ich auch schon zu lesen, dass Vodafone momentan seine eigene Technik abbaut.

Ja das ist richtig. Aber das sagt auch genau das, was ich vorher auch gesagt habe. Vodafone hat bis auf ein Paar DSL Karten im Nahbereich nichts bis kaum ausgebaut. Das was dort ausgebaut wurde lässt sich mit 1 Hand abzählen. Gleiches gilt für die Telefonica. Selbst im LTE ländlichen Raum hat die Telefonica ein Paar pseudo LTE Türme seiner Zeit gebaut und den Rest die Telekom erledigen lassen. Bis die Vorgaben der Netzagentur erfüllt waren. Dann wurde LTE in den selbst genannten Highspeed Areas ausgebaut. Was ich eigentlich sagen möchte ist folgendes, die beiden Firmen hatten noch nie Interesse etwas auszubauen und diesen kommt im Festnetz die Regel mit dem Vorleistungsprodukt genau richtig. Schön vom Port ins eigene Netzwerk übergeben lassen und fertig. Billiger kann man den Kunden keinen schnellen Anschluss anbieten. Kabel Deutschland ist meiner Meinung nach nur ein Geschäft gewesen um die Möglichkeit zu bekommen seine LTE Masten schneller an ein Glasfaser Netz zu bekommen. Ausbauen? Die werden gegen Null ausbauen, warten wir noch mal 3-4 Jahre und sprechen dann über den Ausbau von Kabel Deutschland. Mit einem Ausbau meine ich nicht, aus 200 Mbit verfügbar machen wir 400 Mbit, aus 400 Mbit machen wir 500 und aus 500 Mbit machen wir 800 Mbit usw. Ich meine mit einem Ausbau, aus X Mbit DSL (1 Mbit, 2 Mbit, 3 Mbit) Region, machen wir mindestens 100 Mbit Kabel Internet Region.

Über die restlichen brauchen wir gar nicht reden. 1&1 als einer der größten Reseller? Warum sollten die ausbauen? Die werden genau die Vorleistungen der Telekom nutzen, genau wie Voda und Telefonica. Versatel macht es möglich und schön nah am Port ins Netzwerk übergeben lassen und fertig.

Was bleibt also? RWE, EWE, kleinere Kabelanbieter in Neuss, Bayern usw. Hier kommt keine Masse und ist auf Deutschland gesehen was? Messbar?

Zu EWE hatte ich ja schon was gesagt. Die bauen aus aber die Preise für einen Anschluss sind teurer als bei der Telekom. Davon mal abgesehen kenne ich keinen der sich in deren Netz einmietet. Heißt also, wo EWE ausbaut wird der Kunde gezwungen zur EWE zu gehen, wenn er schnelles Internet möchte. Gleiches gilt für die RWE.

Einzig die, die wirklich zur Sache gehen, ist meiner Meinung nach diese Glasfaser Deutschland Firma oder wie diese auch heißen mag. Aber auch dort gilt, bis die hier bei mir Glasfaser ziehen bin ich tot. Dann brauche ich auch kein schnelles Internet mehr. Wenn die Telekom mir also 100 Mbit auf Vectoring anbietet und es verfügbar wird, werde ich es nehmen. Über welchen Anbieter? Keine Ahnung, vielleicht über die Telekom selbst, 1&1 oder ich bleibe erst mal bei der Telefonica, da ich ja auch Vertragslaufzeiten habe und lasse nur umstellen. Mit Kombi in Verbindung zum Mobilfunk, bekomme ich eine ungedrosselte Leitung zum gleichen Preis wie bei der Telekom. Das gucke ich mir dann im Dezember an, wenn die Telekom hier fertig ist. Die neuen Telefonica Tarife sind nämlich Sch... aber meiner aus 2009 ist wirklich gut und für die damalige Zeit war der Tarif preislich gesehen auch interessant.

Von mir aus Vectoring, im Nahbereich, weiter weg, Deutschlandweit, ist mir latten. Vectoring, Vectoring 2, G.fast und dann die Glasfaser in die Hütte. Ja, wenn der Weg so ist, ist der so. Hauptsache ich komme von den 8 Mbit weg. Sobald mir 100 nicht mehr reichen buche ich Hybrid oder was auch immer dann möglich ist. Aber so geht es auch nicht mehr weiter. Die Firmen hätten schon vor Jahren den Nahbereich mit Glasfaser erschließen können aber die drei Pseudo Leitungen haben uns was gebracht? In meinen Augen haben die gar nichts gebracht.

Die großen Mobilfunker warten doch nur auf 5G, 5.1G, 5.5G usw. Dann werden die ersten Festnetzlösungen auf LTE 5G Basis an den Start gehen. Das wird der Ausbau der großen. Vorher passiert da gar nichts. Meine Vermutung ist das die Telefonica mit 5G auch Hybrid anbieten wird. Warten wir mal ab aber vorher, mit den 4G 300 Mbit Zellen ist Hybrid so sinnvoll wie ein Trockner zum Wäsche waschen. Man braucht ihn bei einigen Sachen aber alleine macht er die Wäsche auch nicht sauber.

Daher sehe ich das so, lieber Vectoring im Ausbau als kaum bis gar keinen spürbaren Ausbau.

Merkt man die Ironie? Jahre lang wollten die Leute am Besten auf dem Geländer der Vermittlungsstelle wohnen, um schnelles Netz zu bekommen. Jetzt wollen die Leute langsam dort weg und in Vectoring Gebiete ziehen. Ja, hat schon was und das ich mal schnelleres Internet bekomme als jemand der schon Jahre 50 Mbit hat, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

Schauen wir uns mal an wie viele Glasfaser dann in 5 Jahren im Keller der ganzen Häuser liegen. Mal sehen wer es dann Schuld ist, die Bitcom, Breko oder sonst wer aber in 5 Jahren wird die Glasfaser nach meiner Glaskugel sich nicht viel mehr in Kellern befinden als diese es im Moment tut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte mal mit ein paar Stammtischmeinungen aufräumen, die jedes mal genannt werden:

1.) Warum werden nicht Glasfaserleitungen mitverlegt, sobald die Straße aufgerissen ist?

Zum einen müssen immer Schächte in Abschnitten gesetzt werden. Dies ist sehr kostenintensiv und aufwändig. Zum anderen kann man nicht einfach die "Glasfaser" dazulegen. Verschiedene Betreiber verlangen unterschiedliche Kabelstandards, Schachtstandards, Steckerstandards etc. Man muss also erstmal definitiv wissen, wer das Netz betreiben wird um zu wissen was verbaut werden darf.

2.) Vectoring sei nichts zukunftsfähig und veraltet zudem bieten Kabelnetze höhere Übertragungsraten als zukünftiger Vectoring-Ausbau.

Stimmt teilweise. Schaut man aber mal von seiner Scholle ein wenig weiter, so erkennt man, dass in die Kabelnetze in aller Regel null und garnichts in den weiteren Ausbau investiert wird. Es gibt zig Beispiele, wo selbst eine Stadt/Ort nur zum Teil erschlossen ist. Und selbst im erschlossenen Raum gibt es immer wieder Häuser, die gar keine (geeignete) Inhouseverkabelung aufweisen.
Desweiteren muss eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden. Ich kenne viele Orte, wo zwar die PowerUser in den Foren es krachen lassen und nur am schimpfen sind, die Wechselbereitschaft/Bedarf des Ortes jedoch bei unter 30% liegt. Dadurch ist eine Wirtschaftlichkeit für keinen Betreiber gegeben, ergo jeglicher Ausbau unmöglich.

3.) Glasfaserausbau ist das einzig wahre und vernünftige in Sachen Zukunftsfähigkeit

Stimmt auch nur bedingt. In aller Regel (der Wirtschaftlichkeit geschuldet) wird nur FTTH-GPON ausgebaut. Dieses ist aber auch relativ limitiert. Das liegt zum einen an der Aktivkomponente und auch an der Passivkomponente. Keiner hier im Forum kann wissen, wo welche Technologie, mit welchen Komponenten verbaut wird. GPON bietet pro Cluster (Straßenzug; Gebiet) derzeit jedoch nur 2,5Gbit. Keiner hier weiß, wie häufig und wie hoch das Splitterverhältnis (Versorgte Teilnehmer je Cluster) beim jeweiligen Ausbau ist. Bei einem 128er Splitter bekäme bei Vollast jeder 19,5MBit (Brutto!). In der Praxis wird dies nicht zutreffen aber bei einem Vollausbau kann es sehr wohl und schneller wie erwartet zu den gleichen Beobachtungen (Abends langsames Internet) kommen wie bisher.
Und der Kunde bekommt dann keine Informationen woran es im Endeffekt liegt.(schlechter Ausbau vor Ort, am X-beliebigen Knotenpunkt, die Fernverbindung, Anbindung Rechenzentrum etc.)

Ich finde es schade, dass immer ohne Hintergrundwissen und Argumente in den Foren geschimpft wird.
 
Zuletzt bearbeitet: (Absätze)
strex schrieb:
Wie wäre es mit einer Zwangsabgabe für den Ausbau. 100€ pro Haushalt und Monat sollte doch machbar sein, dann lässt sich auch flächendeckend über die nächsten Jahre FTTH ausbauen.
Auf keinenfall für den Glasfaserkram zahle ich keine zusetzlichen Kosten :(
das Kupferkabel ist auf abeshbare Zeit ausreichend für die gängigen Anwendungen !

frankkl
 
flexo1 schrieb:
GPON bietet pro Cluster (Straßenzug; Gebiet) derzeit jedoch nur 2,5Gbit. Keiner hier weiß, wie häufig und wie hoch das Splitterverhältnis (Versorgte Teilnehmer je Cluster) beim jeweiligen Ausbau ist. Bei einem 128er Splitter bekäme bei Vollast jeder 19,5MBit (Brutto!).

Telekom splittet bei GPON 1:32. GPON selbst sieht maximal 1:64 vor.

NGPON2 mit 10 Gbit ist kompatibel mit bestehendem GPON und kann mittels WDM bis 40/10 GBit ausgebaut werden.
Am DSLAM sitzen maximal um 250 Kunden an einem 1 Gbit Anschluß.

Ich finde es schade, dass immer ohne Hintergrundwissen und Argumente in den Foren geschimpft wird.

Dann höre auf Teil des Problems zu sein und frage wenn Du etwas nicht weißt statt von 128er Splittern zu fabulieren.
 
Kenneth Coldy schrieb:
Am DSLAM sitzen maximal um 250 Kunden an einem 1 Gbit Anschluß.
Das mag vielleicht bei einem DSLAM vor einem Hochhaus zutreffen.

Realistischer ist jedoch eher so max. 50.
 
Kenneth Coldy schrieb:
Telekom splittet bei GPON 1:32. GPON selbst sieht maximal 1:64 vor.

NGPON2 mit 10 Gbit ist kompatibel mit bestehendem GPON und kann mittels WDM bis 40/10 GBit ausgebaut werden.
Am DSLAM sitzen maximal um 250 Kunden an einem 1 Gbit Anschluß.



Dann höre auf Teil des Problems zu sein und frage wenn Du etwas nicht weißt statt von 128er Splittern zu fabulieren.


Falschinformationen in Bezug meiner allgemeinen Aussagen zu verbreiten ist mir ehrlich gesagt zu doof. Ich kenne mehrere Szenarien, wo deine Wikipediainfos nicht greifen.
Dies kann jeder nachrecherchieren. Meine Quellen habe ich nun wieder entfernt.
 
Zuletzt bearbeitet: (Haltungsänderung, Entfernung Quellen)
Klar sind alle Vectoring DSLAMs mit 1GBit angebunden. Und erstens kann das schnell erhöht werden und zweitens sieht die Architektur ja nunmal vor, dass alle 300 Meter so ein Ding steht, damit auch überall die 100 MBit ankommen. Dementsprechend hat man einfach immer viel weniger Nutzer drauf, als z.B. in einem DOCIS Segment.
 
Wolfsrabe schrieb:
Du übersiehst da was, wie viele andere auch. Leider.
Glasfaser ist keine Erfindung von vor wenigen Jahren! Glasfaser war grob bereits zur Wiedervereinigung (25 Jahre!) verfügbar und eine Verlegung im Gespräch bzw teilweise sogar schon angelaufen.

Langfristigkeit ist aber leider Gift für "schnelles Geld" und das "politisch lukrative Pöstchen", so daß man in diesem Gebilde BRD mit sowas ja nicht mehr rechnen kann.

Da übersehe ich nichts! Ja die Technik war verfügbar, nur, wer hat Sie benötigt? Welcher Häusle-Bauer wäre gewillt gewesen bei den Erschließungskosten / Erstanschlusskosten hier einen höheren Betrag zu zahlen? Keiner! Weil Modem hat damals ja noch gereicht.

Das ist so als wenn man eine Elektrische Phase ins Haus legt, weil 3 Phasen zu teuer sind und sich dann 10 Jahre hinterher aufregt warum kein Drehstrom verfügbar ist.

Und ja natürlich rechnet sich sowas jetzt nicht mehr. Das liegt aber eben auch an der Mentalität der Nutzer. Wenn die Telekom 10€ teurer wäre würde nach der Mindestlaufzeit gekündigt und zu einem günstigeren Anbieter gewechselt.

Ist doch ein sehr vereinfachtes Rechenbeispiel ein Dorf mit 100 Häusern muss ausgebaut werden. jetzt gehen wir Blauäugig von 1000€ aus (was ziemlich tief gestapelt ist und die Erschließungskosten zum Verteiler gar nicht mit einbezieht) macht also 100.000€ kosten für die Telekom. jetzt ist der 100Mbit Glasfaser Tarif 10€ teurer (45€ statt 35€). Macht also 120€ pro Haushalt im Jahr mehr. also bei 100 Haushalten sind das 12.000€. Nun ist es aber genau so, das vermutlich 50% nur den günstigeren 50Mbit Tarif wählen und 20% bei DSL bleiben weil es Ihnen ja noch reicht. gehen wir also einfach mal von 6000€ mehr einnahmen aus.... jetzt muss sich die Telekom dafür das Geld aufnehmen und dafür Zinsen Zahlen. gehen wir von 2% aus. sind bei 100.000€ also 2000€... jetzt rechne einfach mal 100.000 Aufwand / 4000€ Mehr Gewinn. d.h. das würde sich für die Telekom dann in 25 Jahren rentieren (Abzahlung und Zinseszins noch gar nicht eingerechnet).... wenn die das jetzt in 10-20-30-100 Dörfern machen. Was denkst du wie schnell es die Telekom gar nicht mehr gibt? Und damit auch keinen weiteren Ausbau! Mit 20-30€ Tarifen kann man keinen Ausbau dieser Größenordnung finanzieren! Das geht einfach nicht. Egal wie lange es diese Technik schon gibt.

Übrigens gondel ich auch noch mit 16.000er DSL rum.. zwei Straßen Weiter gibts 50Mbit. Und ja das nervt mich auch, ich versteh trotzdem die Telekom bzw. jeden Betrieb der so rechnen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
PongLenis schrieb:
Das mag vielleicht bei einem DSLAM vor einem Hochhaus zutreffen.

Realistischer ist jedoch eher so max. 50.

Du rennst bei mir offene Türen ein. Ich wollte darauf hinweisen das im Anschlag die Überbuchung bei GPON mit 2,5 Gbit auf 32 Kunden immer noch geringer ist.
 
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