Viele Programme sind auf Englisch eingestellt

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Dexter1997

Gast
#1
Hallo.

Ich benutze Linux Mint (KDE) und muss leider feststellen, dass auch bei korrekten Einstellungen der Landessprache usw. viele Programme denken, ich würde in den USA leben, was mir mittlerweile ziemlich auf die nerven geht. Ich installiere Software meistens über apt-get.

Manche Programme wie z.B. der vorinstallierte Firefox-Browser sind korrekt eingestellt, also deutsch, wieder andere Programme wie z.B. Thunderbird sind komplett auf Englisch. Auch der Chromium-Browser, den ich über apt-get heruntergeladen habe, denkt, ich würde in einem englischsprachigen Land leben.

Wie löse ich dieses Problem?
 

xxMuahdibxx

Fleet Admiral
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#2
Die Frage ist dabei woher beziehen diese Tools ihre Annahme das du in diesen Ländern lebst.

Könnte sein das die das über die IP Adresse ausmachen ... Ergo kann es schon sein das dein Internetanschluss dafür verantwortlich ist.
 
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Dexter1997

Gast
#3
Wie denn das? Ich beziehe mein Internet von einem deutschen Internetprovider und benutze keine Proxy-Server, kein VPN, kein Tor oder sonstiges.
 

JennyCB

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#4
Ich muss oftmals unter Kubuntu/Xubuntu auch erstmal das entsprechende Languagepack (mit-)installieren. Also bei Thunderbird z. B. sudo apt install thunderbird thunderbird-locale-de
 
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#5
Habe ich auch öfters. Mein Firefox am Hauptrechner denkt ich säße in den USA, Ein paar Programme für die Uni haben sich einfach in englisch installiert. Leider haben sie dann gleichzeitig das Komma als trennung zu den Nachkommastellen eingestelt, was öfter für Probleme gesorgt hat bis ich es auf punkt umgestellt hatte.

Ich habe es akzeptiert und nutze es jetzt halt auf englisch ;)
 

andy_m4

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#7
Manche Programme wie z.B. der vorinstallierte Firefox-Browser sind korrekt eingestellt, also deutsch, wieder andere Programme wie z.B. Thunderbird sind komplett auf Englisch.
Zu manchen Programmen gibt es ein extra Sprachpaket, welches installiert werden muss.
Oft enden die Paketnamen (für deutsch) auf l10n-de oder i18n-de

Abgesehen davon, sollte man zusehen das die LANG-Umgebungsvariable korrekt gesetzt ist.
siehe dazu auch:
 
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Dexter1997

Gast
#8
Und genau sowas nervt mich an den meisten Linux-Distris. Anstatt das solche fundamental wichtigen Aufgaben vom BS selbst oder vom Installer des BS erledigt werden, muss man erst Bücher wälzen oder Forenthreads erstellen, um dahinterzukommen, dass man mit Texteditoren manuell an der Konfiguration des Betriebssystems rumschrauben muss, wozu ein gutes BS einen Normalbenutzer niemals nötigen sollte. Die Schimpferei nehme ich erstmal zurück. Normalerweise muss man nicht manuell irgendwo herumschrauben, es sei denn, man hat irgendwas seltsames mit seinem BS angestellt.

Nachsatz:

Ich habe nun das Paket chromium-browser-l10n nachinstalliert, und Chromium ist jetzt auf deutsch. Gut, dann weiß ich jetzt, dass man Sprachpakete von Hand nachinstallieren muss. Ich bedanke mich, das Problem ist geklärt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

andy_m4

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#9
Tendenziell hast du ja gar nicht mal Unrecht. Man könnte das Paket genauso gut gestalten, dass das Installationsskript zumindest darauf hinweist, dass es ein extra Sprachpaket gibt.

In der Komfortvariante könnte dies dann auch die LANG-Variable auswerten und schon das korrekte Sprachpaket vorauswählen. Technisch spricht nix dagegen. Und solche Details bereiten ja auch gern mal etwas Kopfzerbrechen bei Leuten die nicht im Thema drin sind.
Ergänzung ()

muss man nicht manuell irgendwo herumschrauben, es sei denn, man hat irgendwas seltsames mit seinem BS angestellt.
Das ist so nicht korrekt. Das mag für viele Mainstream-Distributionen gelten aber verallgemeinern kann man das nicht.
 
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#10
In der Komfortvariante könnte dies dann auch die LANG-Variable auswerten und schon das korrekte Sprachpaket vorauswählen. Technisch spricht nix dagegen. Und solche Details bereiten ja auch gern mal etwas Kopfzerbrechen bei Leuten die nicht im Thema drin sind.
Es ist schlicht schlamperei, etwas das man leider in der Linux umgeben häufig sieht und einer der Hauptgründe warum der Linux Desktop nie aus der Frickelstube rausgekommen ist. Weil eben gefrickelt wird und bei der Endabnahme "rennt stabil" der Maßstab ist.

Nicht das "rennt stabil" nicht in der Windows Welt zu oft nicht auf der Checkliste bei der Endabnahme steht. Aber bissel mehr als das darf schon kontrolliert werden, bevor etwas auf End-User losgelassen wird.
 

andy_m4

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#11
Weil eben gefrickelt wird und bei der Endabnahme "rennt stabil" der Maßstab ist..
Rennt stabil. Wenns mal so wäre. :-)

Nicht das "rennt stabil" nicht in der Windows Welt zu oft nicht auf der Checkliste bei der Endabnahme steht. Aber bissel mehr als das darf schon kontrolliert werden, bevor etwas auf End-User losgelassen wird.
Ja eben. Windows ist da eher ein suboptimales Gegenbeispiel. Wenn man da allein guckt, was bei den halbjährlichen Upgrades alles nicht funktioniert, dann ist das eher ein schlechter Vergleich.
 
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Dexter1997

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#12
Tendenziell hast du ja gar nicht mal Unrecht. Man könnte das Paket genauso gut gestalten, dass das Installationsskript zumindest darauf hinweist, dass es ein extra Sprachpaket gibt.

In der Komfortvariante könnte dies dann auch die LANG-Variable auswerten und schon das korrekte Sprachpaket vorauswählen. Technisch spricht nix dagegen. Und solche Details bereiten ja auch gern mal etwas Kopfzerbrechen bei Leuten die nicht im Thema drin sind.
Nunja, ich habe nachträglich meinen Ton etwas abgemildert, weil ich solche Themen meistens nur in Linuxforen poste und es gewohnt bin, eins auf den Deckel zu kriegen, und mir Ahnungslosigkeit unterstellt wird, wenn ich das heilige Linux kritisiere. Aber was will man machen. Ich benutze Linux als Alternative seit den ganzen Edward-Snowden-Skandalen, und muss mich mit den Unannehmlichkeiten dieses BS einfach abfinden. Wobei ich dazu sagen muss, dass Linux in Sachen Komfort Windows nur selten nachsteht, meistens meilenweit überholt. Es ist schon schön, einfach apt-get install libreoffice in die Konsole einzugeben, anstatt teure Lizenzkosten für ein Programm zu bezahlen, dass auch nicht mehr kann als sein Open-Source-Ableger. Allgemein ist es schöner für die Installation eines Standardprogramms nicht erst einen Webbrowser öffnen und diverse Internetseiten durchwühlen zu müssen.
 
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#13
Es ist schon schön, einfach apt-get install libreoffice in die Konsole einzugeben, anstatt teure Lizenzkosten für ein Programm zu bezahlen, dass auch nicht mehr kann als sein Open-Source-Ableger. Allgemein ist es schöner für die Installation eines Standardprogramms nicht erst einen Webbrowser öffnen und diverse Internetseiten durchwühlen zu müssen.
Das geht in Windows aber eben auch.
"choco install libreoffice-fresh"
Wir sind ja nicht mehr in der Steinzeit, auch bei Windows. Den Packet Manager musst du dir nur in Windows selbst installieren ... weil der Windows Store taugt nicht ;-)

Mal davon ab, ich mag nicht auf den neusten Stand sein was Office angeht, aber iirc kann MS Office schon mehr, aber eben auch weniger.
 

andy_m4

Lt. Commander
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#14
Nunja, ich habe nachträglich meinen Ton etwas abgemildert, weil ich solche Themen meistens nur in Linuxforen poste und es gewohnt bin, eins auf den Deckel zu kriegen, und mir Ahnungslosigkeit unterstellt wird, wenn ich das heilige Linux kritisiere.
Ja. Der Ton macht natürlich oftmals auch die Musik. Nichtsdestotrotz hat man das Problem durchaus auch mal bei valider Kritik. Dabei ist doch gerade auch der kritische Umgang mit dem "eigenen" System das, was Weiterentwicklung ausmacht.
Ich vermute mal, viele der Leute die Linux als Heiligtum sehen, haben häufig so auch keine direkte Verbindung zu OpenSource und Linux und sind mehr oder weniger Mitläufer deren einziger "Verdienst" darin besteht, dass sie irgendwie geschafft haben ein "ubuntu" auf ihre Platte zu bekommen. Wenn Du mal nachbohrst, wer denn von den schon mal ein Patch geschrieben hat, an der Doku mitgearbeitet oder wenigstens mal Bugreports geschrieben, da wird da i.d.R. nur sehr wenig kommen.
Da sind mir Leute die da klar sagen, was sie stört schon lieber.


Aber was will man machen. Ich benutze Linux als Alternative seit den ganzen Edward-Snowden-Skandalen, und muss mich mit den Unannehmlichkeiten dieses BS einfach abfinden.
Ja. Wobei die Benutzung eines anderen Systems als Windows nur allenfalls ein kleiner Schritt sein kann.

Wobei ich dazu sagen muss, dass Linux in Sachen Komfort Windows nur selten nachsteht, meistens meilenweit überholt.
Ja. Das ist eine beliebte Streitfrage, welche auch dem geschuldet ist, dass nicht klar ist, was man unter Komfort versteht. So finde ich z.B. die Kommandozeile durchaus sehr komfortabel, weil man da Sachen einfach und effizient umsetzen kann. Andere Nutzer würden sagen, dass alles was nicht mit der Maus zu bedienen ist völlig unkomfortabel ist.

Ich will das auch gar nicht bewerten. Was ich sagen möchte ist, dass Komfort eigentlich ne sehr vIelschichtigere Angelegenheit ist, als sie dann meist abgehandelt wird.

Abgesehen davon ist die Linux-Kommandozeile a-ka Bash & GNU Tools wenig komfortabel. ;-)
 

xxMuahdibxx

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#15
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