rezzler schrieb:
Soweit ich das bei meiner Gf-Tätigkeit für Ex-KDG verstanden habe muss man das nicht, weil das vCMTS eh zentral im CPoP aufgebaut wird und von da aus dann 10G-Verbindungen zum RemotePHY führen. Und ob diese 10G nun über 100m Netzwerkkabel, x km Glasfaser oder halt 10G-Overlay transportiert werden...
Ich erkläre den Unterschied:
Habe ich auf der kompletten Strecke Glasfaser kann das CMTS in der Kopfstation die HF Signalerzeugung übernehmen, das Signal umwandeln und per Glasfaser raus geben.
Die Node auf der Straße wandelt das erhaltene Signal 1:1 zurück und schickt es per HF Signal an den Kunden. Da der Physical Layer sich nie geändert hat brauch ich kein RemotePHY.
Kommen die Daten aber per Eth/Coax, habe ich plötzlich ein 10Base Ethernet Layer welchen ich nicht so umwandeln und an den Kunden senden kann. Sondern ich muss das Signal neu Modellieren und genau dafür nutzt man jetzt das RemotePHY.
Probleme hat VF wohl mit dem TDMA im Upstream, da ist das Netz sehr anfällig gegen Verzögerungen.
Kommt ein Paket nicht genau pünktlich an muss es verworfen werden und neu gesendet, das führt zum bekannten Paketverlust.
rezzler schrieb:
Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, das man die Funktionen eines CMTS für etliche hundert Kunden so kompakt im Fibernode/Verstärkerpunkt unterbringt. Man mag mich da aber korrigieren.
Deshalb nennt man es auch vCMTS, das CMTS befindet sich dann als Beispiel in Frankfurt.
Natürlich spielt es keine Rolle ob da jetzt eine 10Gbits Ethernet Signal per Glasfaser ankommt oder über Koax, dem RemotePHY ist das egal.
Nutze ich aber für die komplette Strecke Glasfaser kann ich mir das vCMTS sparen, da ich ja sowieso ein noch funktionierendes CMTS in der Kopfstation stehen hab. Dann brauch ich auch kein RemotePHY sondern eine einfache Node.