Vorratsdatenspeicherung?

TheMaxxx

Cadet 4th Year
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Dez. 2007
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118
Hi!

Sagt mal ,wer kann mir den das geanuer erklären was da abgeht? Heißt das mein Provider sichert alle seiten die ich besucht habe oder wie ist sowas zu verstehen?
Bin da die tage mal über einen Blogbeitrag gestolpert, der mich stutzig gemachtv hat:
www.tag4tag.wordpress.com - war unter der Rubrik "anonym im internet surfen"
 
Behalte einfach mal Heise.de im Auge. Dort wird regelmässig über die neusten Entwicklungen berichtet.

Grundsätzlich ist es so, dass ab 01.01.2009 die Provider verpflichtet sind, u.a. Verkehrsdaten auf Vorrat zu speichern. Bis dahin gilt eine Übergangsfrist.
Die Telekom speichert schon in unbekanntem Ausmass, Arcor hingegen nicht!

Derzeit sind die Gerichte der höchsten Instanzen (-> auch das Bundesverfassungsgericht) mit der Klärung der Rechtmässigkeit beschäftigt. Vor wenigen Tagen gab es dazu auch ein interessantes Urteil, welches das gesamte Vorhaben wanken lässt.

Schaue wirklich mal auf Heise.de und belese dich! Das ganze ist zu komplex, um tiefergehend darüber zu berichten! Die Staatsanwaltschaft Wuppertal z.Bsp. lehnt ganz aktuell ab, auf Strafanzeigen der Rechteinhaber zu reagieren (Quelle: Heise.de)
 
Thanx für die links - ist ein spannendes Thema, das ja anscheined auch wirklich beobachtet wird - werd mich da auch einklinken!
Danke!
 
Der Witz an der ganzen Sache ist der, dass Provider (Viele Provider) für das Abrechnen auf protokollierte Daten zugreifen. Auch ohne Vorratsdatenspeicherung war vieles an Kommunikation rückverfolgbar gewesen.
Man erinnert sich an den Fall der Tauschbörsen und den damit verbundenen Abmahnungen. Oft haben schon in der Vergangenheit nichtstaatliche Personenkreise schon Auskünfte über Kommunikationsdaten erhalten.
 
Hallo,

für die Abrechnung der Provider waren immer nur die Verbindungszeiten und nicht die Verbindungsdaten wichtig. Mit dem Einzug der Flatrates, haben die Daten für den Provider gerade noch statistischem Wert. Gerade in den Anfangsjahren wurden die Volumina für die Selektion von Kunden genutzt.

Ähnlich wie heute im Handy-Bereich, wurden die Kunden - die Flatrate allzu wörtlich genommen hatten - kurzer Hand raus geworfen.

Jeder Provider wird sich davor hüten, die Verbindungsdaten seiner Kunden ohne Beschluss heraus zugeben!

mfg

Ria
 
Wieviele DSL-Kunden welche P2p betrieben haben wurden abgemahnt?
Es war oder ist eine ganze Menge. Der Provider hat selbst irgendwelchen Anwälten und Copyrightorganisationen die Verbindungsdaten rausgerückt. Und das ganze geht mehrere Jahre zurück.
Ich glaube Tiscali war einer der wenigen ISPs welche die Daten nicht weitergeleitet haben.
Arcor, 1&1, Telekom haben alle Verbindungsnachweise bei Copyrightverstößen erbracht. --> Siehe Briefe von
sogenannten Abmahnanwälten.
Die Backbones loggen alle mit, nur wird es heute sehr kompiliziert bei der Auswertung der Logdaten.
Es gibt schon etliche Fälle, wo Fehler bei der Ermittlung auftraten.

Das war geil mit 1&1, 100€ für das Kündigen wurde vom ISP angeboten. --> Tag Später hat dann beispielsweise die Ehefrau bei 1und1 den Vertrag abgeschlossen.
 
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