Vorsorge vor Tod der Festplatte

acpi_3a25a

Cadet 4th Year
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Jan. 2009
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Hallo,
ich habe wie in der Singnatur vier Festplatten die mit Windows 7 laufen und über die ich mit linux über wlan per gifs zugreife, die Benutzung sieht wie folgt aus....

  • SAMSUNG HD253GJ ist das Betriebssystem Windows7 installiert ohne Partitionierung mit hoher Benutzung und mit TrueCrypt System Verschlüsselt ca. 5 Jahre alt
  • SAMSUNG HD253GJ ist eine Backup Platte und auch Vollverschlüsseln ohne Partitionierung aber wird nur selten benutzt ca. 4 Jahre alt
  • Seagate ST31000340AS ist im Dauereinsatz und auch Vollverschlüsselt ohne Partitionierung ca. 2 Jahre alt
  • SAMSUNG HD103UJ diese ist eher weniger im Einsatz und auch Vollverschlüsselt ohne Partitionierung ca. 5 Jahre alt
Ich habe bisher keine Probleme mit den Festplatten, mache mir aber Gedanken das die Teile ja nicht ewig halten, habe auch schon einiges über Google gefunden, aber wollte jetzt mal Einschätzungen von Experten einholen und habe dazu ein paar Fragen.
Gibt es eine Möglichkeit Festplatten zu Prüfen wann der Defekt unmittelbar bevorsteht, mit möglichen Vergleichswerten z.B., oder gibt es ein Zeitfenster ab wann eine Festplatte ausgetauscht werden sollte z.B. durch Erfahrungswerte?

thx lg
 
An und für sich soll man mittels S.M.A.R.T. u.U. auch einen unmittelbar bevorstehenden Tod der Festplatten übermittelt bekommen. Aber da kann man sich auch nicht wirklich darauf verlassen. Sehr oft sterben die Dinger einfach so aus heiterem Himmel und das wars dann auch.

Daher sollte man sich eine Backup-Strategie in Abhängigkeit wie oft neue Daten hinzu kommen oder vorhandene Daten geändert werden ausdenken.
 
@cartridge_case&AMDUser
so ähnliche aussagen habe ich auch immer wieder gelesen, dachte nur die Leute die damit täglich arbeiten, hätten eventuell, grobe Erfahrungswerte.
Denkt Ihr eine Backup platte reicht aus persönlicher Erfahrung oder sollten es lieber zwei sein ?
thx lg
 
Morgen ... oder halt in 5 Jahren ... selbst die SMART Werte sagen nur aus achtung die Festplatte hat schon einen kleinen knacks ... aber sie sagen nicht in 3758 stunden geht die Festplatte nicht mehr .

Wer wichtige Daten hat sollte sichern ... das ist das einzige was wirklich was bringt .
Je nach Wichtigkeit kann das sogar Täglich sein .
 
vielleicht sollte ich auch noch anderes fragen, gibt es spezielle arten von Festplatten oder Hersteller die besonders zu empfehlen sind, gerade für Backup Platten?
thx lg
 
Nein, jede Festplatte, egal wie Neu oder Alt, kann jederzeit ohne Vorwarnung ihr Leben aushauchen.
 
Wie schon geschrieben, kommt es auf die Wichtigkeit der Daten an. Meine Daten sind doppelt gesichert bzw. vom erstellten Backup gibt es eine Kopie auf einer weiteren HDD und diese wird auch an einem anderen Ort als hier im Haus gelagert - für den Fall der Fälle, dass die Bude hier mal abfackelt oder jemand meint sich an meinem Büro vergreifen zu müssen, etc. ...

Und ich sichere 2*täglich. Einmal um 13:00 und das zweite Mal um 22:00. Das sind z.B. bei mir Zeiten wo ich i.d.R. nicht (mehr) arbeitend vorm PC sitze.

Und eine allgemeingültige Aussage, welcher Hersteller oder welche Modelle sich besonders für Backups eignen oder eher vor einem Ausfall sicher sind, gibt es nicht. Es kann einem passieren, dass eine HDD bereits nach ein paar Tagen den Geist aufgibt, nach ein paar Wochen, Monaten. Kann aber auch sein, dass sie über etliche Jahre halten. 5 meiner Backup-HDDs sind z.B. mittlerweile seit über 4 Jahren im Einsatz und ich plane z.Zt. auch nicht diese wg. des Alters zu ersetzen ... das Backup ist ja eh noch einmal in Kopie vorhanden. ;)
 
dann danke ich allen für die guten Ratschläge und Einschätzungen und werde mir eine zweite Backup Platte anschaffen ;)
lg
 
Zumindest kannst du auf die unmittelbare Umgebung der Hardware Einfluss nehmen in dem du beispielsweise auf die Temps. achtest ! Ein gut belüftetes Case, dass hin und wieder von Staub befreit wird gehört da auch mit dazu. Außerdem sollte die Position der Festplatte nicht geändert werden, also möglichst kein Wechsel von Horizontal zu Vertikal. Der Rest liegt dann meistens nicht in deinen Händen.
 
Mechanisch arbeitende Einheiten die Festplatten halten nicht ewig.

Unbedingt Backups machen.

Ich habe mir für sowas für unsere Rechner in der Familie (3 Desktops + 2 Notebooks) eine Synology Diskstation DS413 angeschafft, und diese mit 4 Stück 4TB HDDs ausgestattet.

Platz wie Heu für alle User zum Ablegen ihrer Daten + Komplett-Backups.

Ansonsten gibt es auch einen netten Artikel in der neuen ct, die morgen (03.06.) am Kiosk zu habne ist.
 
göschle die Temps sind im allgemeinen bei Platten nicht das Problem. Zumindest solange Sie nicht zu niedrig sind. Ebenso würde mich interessieren wie Du die Aussage zur Ausrichtung belegen möchtest.

@ TE

ich würde mir 2 Backupplatten zulegen dann biste nahzu zu 100% Safe. Bei 2,5TB an Daten ist das ja ein Klacks. kann man ja auch nach und nach machen...(das zukaufen der BU Platten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe ich auch so, helfen tun nur Backups.
Hast Du Dir denn mal die SMART Werte angeschaut bei Deinen Platten?
 
acpi_3a25a schrieb:
@cartridge_case&AMDUser
so ähnliche aussagen habe ich auch immer wieder gelesen, dachte nur die Leute die damit täglich arbeiten, hätten eventuell, grobe Erfahrungswerte.

Leute, die täglich damit arbeiten, können für gewöhnlich auf ein umfangreiches Backup-System zurückgreifen, und interessieren sich daher nicht sonderlich für Prävention. ;)

Aber von Google gibt es eine Studie, die könntest Du dir mal durchlesen.
 
acpi_3a25a schrieb:
@cartridge_case&AMDUser
so ähnliche aussagen habe ich auch immer wieder gelesen, dachte nur die Leute die damit täglich arbeiten, hätten eventuell, grobe Erfahrungswerte.
Denkt Ihr eine Backup platte reicht aus persönlicher Erfahrung oder sollten es lieber zwei sein ?
thx lg

Ich denke in allererster Linie sollte es ein Backup sein, was nicht als Datenablage direkt wieder in Deinem PC gespeichert ist. - Du kannst ja wie folgt vorgehen:

1. Externe HDD 1 komplett-Backup deines Systems
2. Wichtige Daten per Filebackup tägliche/wöchentlich (je nachdem, wie oft sich die Daten verändern) auf der Externen HDD ablegen, und verschlüsselt nochmal eine Kopie in der Cloud.
 
@ Nitewing

Hitzestau in einem Case ist für jedes Hardware-Bauteil eine potentielle Gefahr und verkürzt die Lebensdauer. Als Nutzer kann ich direkten Einfluss darauf nehmen und zumindest für angemessene Bedingungen sorgen.
Bei den notwendigen Backups dürften wir uns einig sein.
 
göschle schrieb:
@ Nitewing

Hitzestau in einem Case ist für jedes Hardware-Bauteil eine potentielle Gefahr und verkürzt die Lebensdauer. Als Nutzer kann ich direkten Einfluss darauf nehmen und zumindest für angemessene Bedingungen sorgen.
Bei den notwendigen Backups dürften wir uns einig sein.

Nur ist es bei Festplatten so, dass die Ausfallrate mit steigender Temperatur ab- statt zunimmt, zumindest bis 45 °C, aber heißer sollte es im Gehäuseinneren sowieso nicht werden.. ;)
 
also ich kann nur mitteilen, was ich mache:


- das Backup mal in den Urlaub schicken & badblocks voll durchlaufen lassen, danach neu einrichten
- SMART tests: "short" & "conveyance", wo möglich, eigentlich regelmäßig, "long" ab und zu
- Dateisysteme einsetzen, die "silent bit corruption" früh erkennen sollen (ZFS, btrfs) & wichtige Daten redundant auf der Platte bzw. den Platten zu speichern (z.B. via copies=2)
- RAM alle paar Monate durchtesten


mehr kann man - glaub ich - als "Normalo" nicht tun,

außer evtl. ECC Speicher kaufen und andere hochpreisige Komponenten, aber ob das wirklich einen so großen Unterschied macht ? wenn der Defekt bzw. Fehler da ist, ist er da ...



direkt zum Thema:

Bei Platten ist es halt so eine Sache - wenn sie laufen, laufen sie und der Defekt tritt wohl meistens plötzlich ein. Es gibt vielleicht Anzeichen für einen anstehenden Ausfall (mehrmalige Versuche, anzulaufen; höhere Antwortzeit, etc. etc. - aber das wird sicher nicht in den meisten Fällen auftreten)


die Daten sollten mindestens 2-3 fach auf unterschiedlichen Backup-Platten vorliegen, diese physikalisch voneinander getrennt - damit sollte das Ausfall- bzw. Verlustrisiko um einiges gesenkt werden
 
Zuletzt bearbeitet:
acpi_3a25a schrieb:
...
Gibt es eine Möglichkeit Festplatten zu Prüfen wann der Defekt unmittelbar bevorsteht, mit möglichen Vergleichswerten z.B., oder gibt es ein Zeitfenster ab wann eine Festplatte ausgetauscht werden sollte z.B. durch Erfahrungswerte?
...

Unmittelbar bevorstehende Defekte können nicht zuverlässig vorhergesagt werden. Mittels SMART kann man etwas Vorsorge betreiben, aber das wars auch schon. Speziell bei verschlüsselten Platten muß nichtmal ein Hardwaredefekt vorliegen um dir den Zugriff auf deine Daten zu verwehren, da reicht u.U. ein Softwarefehler aus.
Es gibt Raid Systeme die im Falle eines Plattenausfalls einspringen können, Backups sind auch eine Lösung, beides hat Vor und Nachteile.

acpi_3a25a schrieb:
@cartridge_case&AMDUser
so ähnliche aussagen habe ich auch immer wieder gelesen, dachte nur die Leute die damit täglich arbeiten, hätten eventuell, grobe Erfahrungswerte.
Denkt Ihr eine Backup platte reicht aus persönlicher Erfahrung oder sollten es lieber zwei sein ?
thx lg
Ich hab mal einen Bericht gelesen, da wurde ausgewertet wann Platten am häufigsten ausfallen. Das Ergebnis war, entweder sie fallen relativ kurz nach der Erstinbetriebnahme aus oder erst nach langer Laufzeit. Das entspricht auch meiner Erfahrung, daher bleibt bei mir eine alte Platte nach Austausch mindestens noch 1 Monat als Sofortbackup liegen.
Ausnahmen bestätigen die Regel.


EDIT
Die erwähnten SMART Tests sind IMO zu empfehlen, da man jederzeit im SMARTlog nachvollziehen kann wann die Tests gemacht wurden und wie das Ergebis war. Ist bei mir Standardprozedur wenn ich eine neue Platte in Betrieb nehme. Hat bei USB2 Anschlüssen dazu den Vorteil das der Plattentest mit voller Geschwindigkeit abläuft.
 
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Alternate 4
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