Wakü- Theorie Fragen

MTZombie

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Da ich mit dem Gedanken spiele mir in baldiger Zukunft einen neuen Rechner anzuschaffen, und mich Wakü’s schon länger interessieren wäre ebensolche auch für dieses System im Bereich des möglichen was dann die Kühlung angeht. Vorher wollte ich hier aber mal zwei Fragen loswerden, die sich mir bisher aufgedrängt haben und auch durch lesen in den einzelnen Treads nicht weiter beantwortet wurden.

1. Wäre es nicht besser, wenn der Wasserstand im Ausgleichsbehälter der höchste Punkt des Systems wäre? Ich denke mir das so, wenn ich die Pumpe ausschalte, fließt das Wasser doch vom höchsten Punkt zurück, bis sich ein Level einpendelt, der aber Komponenten die weiter oben liegen leer laufen lässt, sodass die Komponenten gar keine Kühlung bekommen sobald das System anläuft, denn die Pumpe braucht ja auch etwas Zeit den Kreislauf wieder zu füllen. Wenn der AGB nun höher wäre als alle Komponenten, wäre das Niveau immer höher als alle Komponenten. Wäre das nicht besser?

2. In einem Tread wurde groß über das Problem mit dem Kondenswasser diskutiert, das Auftreten kann wenn das Wasser zu kalt wird.
Wenn ich mir denn eine Wakü kaufen würde, würde ich die aktiven Komponenten nach Möglichkeit im Nachbarraum aufstellen. Nun wohne ich hier auf dem Dachboden, mein Nachbarraum von meinem Arbeitszimmer aus ist der vom Wohnraum durch eine isolierte Holzwand abgetrennte Speicher des Hauses der natürlich über keine Heizung verfügt. Durch Messung und Aufzeichnung der Temperatur in diesem Raum weiß ich dass er während des Winters in den Zeiten in denen ich meinen Rechner laufen lasse auf bis zu 5° C abkühlt.
Jetzt ist die Frage, ob es möglich wäre das System in dieser Konfig, Radi und Pumpe sicher, AGB eventuell in diesem Raum stehen zu lassen, und einfach nur die Lüfter abzuschalten, sodass das Wasser passiv weiter gekühlt wird. Würde sich das Wasser dabei so sehr abkühlen, sodass Kondenswasser in meinem System entstehen könnte?
Im Sommer würde sich der Raum dann dementsprechend auf max. 37° aufheizen, dann wäre der Aufbau halt nur mit extremer Lüfterbeschaltung überhaupt als Kühlung bezeichenbar. Wäre auch das noch machbar?

Ich weiß, dass man mehrere Faktoren berücksichtigen muss, um die Machbarkeit bei hohen externen Temperaturen beurteilen zu können. Da ich aber noch nicht weiß welchen Rechner ich denn mal kaufen würde da wie gesagt noch nicht einmal ein Zeitpunkt angepeilt ist, kann ich leider nicht sagen welche Leistung denn abgeführt werden müsste.
Ungefähre Werte wären ein schneller 4 Kerner und eine Grafikkarte aus der oberen Mittelklasse gern auch untere bis mittlere Oberklasse, beides ohne OC.

Das wären erstmal die beiden Fragen.
Wäre nett wenn man sie einfach verständlich erklären könnte.
Mfg Zombie
 
Die Luft muss ja erst mal irgendwie an den höchsten Punkt gelangen. Wenn du z.B. ein Glas verkehrt herum in ein gefülltes Waschbecken stellst, bleibt die Luft ja auch im Glas drin, weil sie eben nicht entweichen kann. So in etwa ist das bei den AGBs auch. Da die Luft über dem AGB-Eingang ist, kann sie nicht durch ihn hindurch in die anderen Komponenten.

Wenn du nur so wenig Komponenten kühlen willst, warum dann den Stress mitm anderen Zimmer? Ein Mora mit 400 rpm-Lüftern reicht da locker aus. Willst ja die Wassertemperatur so unter 40-45 °C halten.

Ich glaube, 50° C sind das Maximum für Pumpe z.B., die wäre da afaik der limitierende Faktor. Sprich bei 37° C Umgebungstemperatur... 10 K Delta-C wären auf jeden Fall mit einem Mora realisierbar, selbst bei normal drehenden Lüftern 500-600 rpm oder so. Hast ja quasi keine Wärmeerzeugung mit deinem System, nur etwa 300 W sehe ich.

Warum denn überhaupt Wakü?
Willst du ein superduperleises System oder reicht dir auch ein "leises" System?

Bei letztem würde ich dir zu einer fertig-Wakü für die CPU und einem großdimensionierten alternativen Luftkühler für die Grafikkarte raten.

Bei ersterem solltest du bedenken, dass ganz schnell das Netzteil, die HDD, eventuelle Gehäuselüfter und womöglich gar ein summendes Netzteil des Monitors zum limitierenden Faktor bei der Lautstärke des Systems werden.
 
Kondenswasser bildet sich allgemein am ehesten an kalten Oberflächen in feuchter Umgebung. Da in deinem Speicher dein PC nicht die kälteste Oberfläche sein sollte sondern eher die wärmste, dürfte es da mit Kondenswasser kein Problem geben.
Für irgendnen Vierkerner und nicht grad die HighEnd Grakas halte ich eine Wakü aber eig für übertrieben. Kostet ja doch ne Stange Geld, und wenn der PC eh im Nachbarzimmer steht (also Lärmpegel nicht so das Problem darstellt) geht doch der (fast) lautlose Aspekt der WaKü ziemlich unter.
Zum AGB: Denke nicht dass das irgendeinen relevanten Wert hat wo der ist. Du hast mit deiner Überlegung natürlich recht, aber sobald die Pumpe einschaltet läufts gleich, egal wo der AGB ist. Und da die Pumpe schon im BIOS einschaltet ist dein Kreislauf sicher auf Vordermann bis du ins Windows kommst.
 
Das man den Ausgleichsbehälter im Idealfall immer am höchsten Punkt im System installiert hat schon seinen Grund!

Erstens...das System lässt sich leichter entlüften und meist ist dann nicht mal eine extra Entlüftung notwendig ,da die Luft automatisch Richtung höchsten Punkt wandert.

Zweitens...im Idealfall installiert man den AGB vor die Pumpe und da die meisten Pumpen nicht selbstansaugend sind ,sondern ihnen das Wasser zugeführt werden muss (Wasser muss in der Pumpe stehen) ist es auch hier von Vorteil ,wenn der Behälter so hoch wie möglich liegt um einen effektiven Kreislauf zu bilden.

Allgemein erleichtert ein sehr hoch angebrachter Behälter die Befüllung eines Systems.Sollte es nicht möglich sein ihn entsprechend hoch zu installieren, sollte man wenigstens einen Fillport mit Entlüftungsfunktion verwenden.Man muss sich das Leben ja nicht unnötig schwer machen.

Thema Temperatur:

Ich würde eine Wasserkühlung nicht in einer Umgebung verbauen wo die Temperatur von 5-37°C variiert. Wasser hat bei einer Umgebungstemperatur immer einen Ausgangswert von ca.2-4°C weniger als die entsprechende Raumtemperatur.Im Sommer wäre die Wassertemp einfach zu hoch und würde im Leerlauf des Systems schon nicht mehr vertretbare Werte annehmen um ein System bei Volllast noch ausreichend zu kühlen.Ein Radiator kann das Wasser darin ja immer nur auf maximal die Raumtemperatur herunterkühlen.Im Sommer also ein K.O Kriterium das ganze an einem Ort aufzustellen der bis zu 37°C erreicht oder sogar mehr.

Stellt man dann den Winter mit 5°C Raumtemp dagegen dann wirfst es auch schon Zweifel auf.Sehr kaltes Leitungswasser (also frisch aus der Leitung)erreicht minimum ca. 7-9°C und das reicht schon aus um an einem Wasserhahn außen Kondenswasser zu erzeugen wenn er vorher Lauwarm war oder die Raumtemperatur etwas höher ist.Trifft zum Beispiel 20°C warme Luft mit 50 Prozent Luftfeuchtigkeit auf eine Fläche unter 10°C, fällt Kondenswasser an.(Beispiel Kühlung also Radi im Nachbarraum und Rechner im Arbeitszimmer).Besonders beim Rechnerstart könnte das zu einem Problem führen z.B wenn er über Nacht ausgeschaltet war und dann am anderen Morgen gestartet wird.Wenn er immer läuft und entsprechende Temperaturwerte erzeugt ist die Gefahr aber nicht mehr gegeben.

Wenn der ganze Rechner im Nebenraum stehen soll dann würde ich die ganze Geschichte auch eher unterlassen.Es gibt nicht umsonst vorgeschriebene Betriebstemperaturen für diverse Hardware.

Bedenke....nicht jeder Sommer und Winter sind gleich.Wenn es hart auf hart kommt könnten die Temps im Sommer sogar höher und in recht harten Wintern sicher auch niedriger liegen in dem besagten Raum.Man kann messen soviel man will,100% sicher kann man sich nie sein.

Ich als jemand der schon seit 13 Jahren Wasserkühlungen baut und Computertechniker ist rate zur Vorsicht!!!

Was spricht dagegen ein leises System mit Wakü aufzubauen und es dann im eigentlichen Zimmer (wo du sitzt) aufzustellen?
 
Es wurde schon alles wichtige gesagt.

Zu 1: Die Überlegung ist absolut richtig. Es wird i.d.R. auch dazu geraten den AGB an höchster Stell zu plazieren. Das wichtigste ist aber, dass der AGB direkt vor der Pumpe sitzt.

Zu 2: Bei 5°C kalten Wasser besteht die Gefahr, dass sich Kondenswasser bildet. Wie die anderen vor mir, empfehle ich dir auch, den Rechner mit der Wakü in einem Raum zu betreiben, gerade weil in dem anderen Raum so extreme Temperaturschwankungen auftreten können.
 
Hey, danke für die vielen Antworten, mit dem AGB hatte ich also wirklich recht.

Und zum 2ten Punkt,
Warum eine Wakü… nunja, einfach weil ich gerne eine hätte, finde die gesamte Idee interessant und ich bastel halt sehr gerne.
Silent muss nicht unbedingt sein, es wäre aber wünschenswert wenn ich auch im Sommer auf eine niedrigere Geräuschkulisse käme.
Wichtiger wären mir CPU Kerntemperaturen die auch im Sommer unter Last bei 50° bleiben, denn die Grenze wird momentan unter Last weit überschritten.
Ich hab ja in meinem Arbeitszimmer das sich ebenfalls unter dem Dach befindet trotz Isolierung noch die Sonne aufs Dach knallen deshalb sind die Temperaturen ebenfalls recht hoch, meine Luftkühlung kam da kaum hinterher, wenn dann nur mit massig Krach, vor allem beim spielen machte meine Grafikkarte von sich reden.
Klimaanlage habe ich zwar, aber die steht in einem anderen Raum und ist für beide Räume zu klein. Wenn ich die Türen offenlasse kann ich beide Räume auf 25° halten, sobald ich anfange zu spielen schafft sie die Temperaturen aber nicht mehr.

Was ich gehofft hatte mit Anschaffung einer Wakü und Unterbringung der aktiven Komponenten an einem entfernteren Ort war einfach, dass ich über längere Zeit stabile Temperaturen habe, weil ja Wasser viel Energie aufnehmen kann (das mehr an Wasser dass in den Schäuschen steckt), und selbst wenn ich auf 50° Wassertemp. komme hab ich immer noch niedrigere Temps wie ich sie momentan im Sommer hätte.
Außerdem hab ich dann nur die 2 Lüfter die Luft durch mein Gehäuse blasen, die bei 900/min schon unhörbar sind, also wäre dann das gesamt System um einiges Leiser wenn ich die 2 Krachquellen entferne.
Mit ner internen Wakü würde ich mir ja dann am Radiator u.U. und mit der Pumpe neue Quellen erzeugen, deshalb extern und nach Möglichkeit im anderen Raum.
Das gleiche gilt für AiO Kühlungen, hatte schonmal eine von Antec hier, die war einfach zu störend weil das Pumpengeräusch standig in der Lautstärke schwankte. Bin dann von der AiO zurück zu meinem ersten Luftkühler für diesen PC, Scythe Kama Cross, der halt im Sommer so seine Probleme hat.

Der Rechner soll schon hier neben meinem AP stehen bleiben, da stehen ja auch mein Drucker, meine Monitore und mein Soundsystem, halt wirklich nur die Kühlung an nem externen Ort.


Gut, was ich bisher gelesen habe heißt nicht dasses unmöglich ist, sondern dasses u.U. nur schwer zu realisieren wäre.
Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass man in den AGB (der wohl dann keiner von der Stange wäre, sondern sehr viel größer) nen Heizstab einbaut und mittels Magnetventilen die Radiatoren etc. vom System abkoppelt und in einem extra kleinen Kreislauf sie vor dem Rechnerstart auf 20° vorheizt sodass das Wasser niemals mit sehr niedrigen Temperaturen durch das PC System laufen kann.
Kosten nutzentechnisch halt totaler Schwachfug, aber hey, mal wieder was nettes zum basteln^^.
Und halt im Sommer, das wäre dann wohl wirklich der Sargnagel an der Idee, wenns dem System schadet dass ich es mit dieser Grundtemperatur kühlen würde, oder im Idle- Fall vermutlich die CPU sogar heizen würde.

Schade, hatte mir schon ein paar schöne Bastelstunden ausgemalt. Vielleicht ein Automatisierungssystem mit dem Ablaufplan des Rechnerstarts betrauen, dass dann alles macht, wenn ich nach dem Aufstehen auf den Knopf drücke wäre der Rechner dann Einsatzbereit sobald ich anfangen will mit ihm zu arbeiten^^

Wäre es denn wirklich so schlimm, angenommen das mit der Heizung würde gebaut werden, dass die Temperatur im Sommer so viel höher sein würde?

Gut, also im Prinzip war das ja ein klares Nein zur Unterbringung im Nachbarraum.
Ganz allgemein gefragt, wäre eine Wakü bei Temperaturen von 35° (angenommen ich hab die Klima aus) denn überhaupt realisierbar bzw. würde dann noch ein Kühleffekt eintreten, und wäre das dann auch dementsprechend leise machbar?

Was dagegen spricht es im selben Raum aufzustellen wie hier wo ich sitze, nunja, eigentlich gar nichts. Ich sitze hier nen meter von besagter Holzwand entfernt, hier habe ich atm 24°, drüben sinds 9. Ich dachte mir ich könnte mir eventuell diese Temperaturdifferenz zunutze machen.
Kühler hier mit entsprechender Fläche wäre ja sicherlich auch leise machbar, Pumpe könnte ich ja dämmen wäre also auch kein Problem, Handwerkliche Fähigkeiten sind ja da, Werkstatt zur Bearbeitung von Holz und Plastik auch.

Dass das ganze sich nciht rechnen würde mal einfach weggelassen, einfach weil ich gerne eine Wakü hätte. Mobil musses nicht sein, ich bin eh zu alt um noch auf Lan partys zu gehen und falls ich umziehen sollte, würde ich eh alles zerlegen müssen.
Sry falls ich mich jetzt mehrmals wiederholt habe.
Mfg Zombie
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie stellt ihr euch denn die Funktion eines Ausgleichsbehälters vor, bzw. allgemein die Druckverhältnisse in nem Wasserkreislauf?
Es ist in einem geschlossenen System sch...egal, ob der Ausgleichsbehälter oben oder unten sitzt. Wichtig ist nur, dass sich die Luft darin sammelt, dass also die Schlauchanschlüsse dauerhaft unter der Flüssigkeitsoberfläche liegen.
Sobald das System einmal entlüftet ist, kann dann niemals nie nicht in irgendeiner Form die Luft aus dem AGB nochmal in den Radi oder sonstwohin gelangen. Es läuft also auch nix trocken wenn die Pumpe ausgeschaltet wird und sobald die Pumpe wieder eingeschaltet ist, zirkuliert das Wasser auch wieder. Und zwar sofort.

Es ist übrigens im Grunde auch egal, ob der AGB vor oder nach der Pumpe oder zwischendrin kommt. Es ist nur beim Befüllen und Entlüften einfach am praktischsten, wenn der direkt vor der Pumpe und einigermaßen weit oben sitzt, vor allem, weil die üblichen Kreiselpumpen nur dann funktionieren, wenn Flüssgkeit drin ist. Also sollte die Pumpe vor dem Anschalten schon "voll" sein. Und das ist vor allem dann verdammt schwer zu bewerkstelligen, wenn der AGB tiefer liegt als die Pumpe, oder noch Kühler oder Radis dazwischen liegen.


Zur Idee mit dem Nebenraum: Wenns wirklich deutlich kälter ist im Winter, besteht da in der Tat die Gefahr, dass sich an den kalten Schläuchen Kondenswasser bildet. Wenns im Sommer im Nebenraum deutlich wärmer ist, ist die Kühlung keine Kühlung sondern eine Heizung. ;)
Falls du wirklich Lust hast zu basteln: Ich könnte mir ne Lösung vorstellen mit einem Radi in deinem Raum und einem zweiten im Nebenraum und einem temperaturgesteuertem Ventil, das je nach Temperaturen in den beiden Räumen und nach der aktuellen Wassertemperatur den Nebenraum-Radi an- oder abkoppelt.
Insgesamt würde ich das aber sicherheitshalber so gestalten, dass das Kühlwasser nie deutlich kälter ist, als deine Raumtemperatur, eben um Kondenswasser zu vermeiden. Und dann hast du von der Kälte im Nebenraum auch nicht mehr so viel leider.

Ob sich das also lohnt? Großes Fragezeichen...
Wenn du Lust am Basteln hast bestimmt.
Wenn du stark übertakten und die Grenzen deiner Hardware ausreizen bzw. verschieben möchtest, dann auch, aber nur im Winter und mit Kondenswassergefahr.
Wenns nur um ne gute und geräuscharme Kühlung geht, kannst dir auch einfach nen Mora mit langsamen und leisen Lüftern neben dein Gehäuse stellen...
 
@kgr
wenn das System komplett befüllt ist, ist es wirklich egal, wo der AGB angebracht ist. Dennoch ist es meiner Meinung nach nicht egal wo der AGB angebracht ist. Versuch mal das System zum laufen zu bekommen wenn der AGB an niedrigster Stelle und direkt nach der Pumpe angebracht ist. Alle Luft, die in den Komponenten sitzt muss dann erst durch die Pumpe. Wenn der AGB direkt vor der Pumpe sitzt kann dass nicht passieren.

Sehe gerade, du hast die Antwort ja selber gegeben, also ist es eigendlich nicht egal...

@MTZombie
Was du halt beachten solltest ist die Delta Temperatur. Nehmen wir mal an du hast bei normalen 22°C Raumtemperatur unter Last eine Wassertemperatur von 30°C. Die CPU wird dann sagen wir mal 55°C warm. Singt nun die Wassertemperatur um 5K singt auch die CPU Temp um 5K. Umgekehrt genauso. Wenn du nun im Winter ein Wassertemperatur von ca. 20° hast liegt die CPU bei 45°C. Im Sommer liegt dann die Wassertemperatur bei sagen wir mal 50°C dann wird die CPU schon 75°C warm.

Um es deutlich zu machen, die Delta Temperatur bleibt immer gleich, bei unveränderten Lüfterdrehzahlen.

Deswegen ist es sinnvoller eine möglichst gleichmäßige, wenn auch im Winter höhere Temperatur in kauf zu nehmen.
 
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Die Idee mit dem angesteuerten 2ten Radiator ist echt nicht schlecht, wenns denn nur auch im Sommer funktionieren könnte :D

Wenn jetzt hier gerade schon DeltaK angesprochen wird hab ich dazu auch noch eine Frage

Wenn Delta den Wert der CPU Temp zur Umgebungstemp beschreibt also quasi Tjunction-Tavg = DeltaT wärs doch gut wenn die sehr niedrig wäre, oder?

Also beschreibt dieser Wert bei einem CPU Kühler wie gut er die Energie von der CPU ins Wasser bekommt, und bei einem Radioator wie gut er die Energie aus dem Wasser an die Luft bekommt.

Dann würde das auch Sinn machen, dass
http://www.meisterkuehler.de/forum/vbcms_areas/vbcms_custom_content/images/original_images/kuehlerbauwettbewerb/2309einzelergebnisdkmkuehlerwildwaterplusx.png
besser ist wie dieser hier
http://www.meisterkuehler.de/forum/vbcms_areas/vbcms_custom_content/images/original_images/kuehlerbauwettbewerb/2321einzelergebnisdkmkuehlerthe8flow.png
Links by Meisterkuehler.de

Und die Effektive Kühlbarkeit einer CPU würde dann die Summe dieser DeltaT's sein, oder sehe ich das nun falsch?
Angenommen ich hab beim CPU Kühler 10K und beim Radiator nochmal 10K hieße dass dann im Umkehrschluss ich könnte meine CPU maximal auf 20K über Raumtemperatur kühlen (Angenommen die Abstrahlwärme der Schläuche und des AGBs wäre vernachlässigbar). Verbesserung wäre dann ja nur durch mehr Radiatorenfläche möglich wenn ich das richtig verstanden habe was ich bisher hier gelesen habe, d.h. ich könnte das Delta von angenommen 20K auf eventuell 15 K drücken wenn ich anstatt nem 4*120mm = 480mm*120mm Radiator einen 9*120er = 360mm*360mm nehme? Oder auch zwei von den 4*120ern wenn sie sich nicht gegenseitig aufheizen?

Mfg Zombie
 
@MTZombie
ich muss erstmal klatschen...

Genau so wie du es beschreibst verhält es sich. Demnach kann man die Temperaturen schon recht gut beeinflussen, sprich die Wahl der Kühlblöcke, des Radiators und der verwendeteten Lüfter. Die natürliche Grenze bildet hier eigendlich nur die Umgebungstemperatur.

Man kann sagen (ich habs selber noch nicht probiert) dass die CPU Temperatur 1:1 mit der Umgebungstemperatur skaliert. Bleiben alle Komponenten der Wakü unverändert wird die CPU genau um die Umgebungstemperaturdifferenz wärmer/kälter werden.

Praktisch kann man sagen, wenn die Radiatorfläche + Lüfter so groß/stark sind, dass sie es schaffen die Wassertemperatur auf (oder knapp drüber) Umgebungstemperatur zu halten, hat man die optimale Kühlleistung. Nutze ich dann noch einen guten Kühler sollten auch die 35°C+ im Sommer kein Problem mehr darstellen.
 
Oh je^^

Was muss ich mir denn dann da für nen riesen Kühlmosnter hinstellen wenn ich auch im Sommer bei 35° auf erträgliche 40° kommen wöllte^^ wenn ich Graka UND CPU in einem Kreislauf habe...

Ich hatte damals bei meinem ersten PC den ich selbst zusammengestellt habe, ein C2D 6420 glaub ich, mal in den Datenblättern von Intel gesucht was der maximal für Temperaturen abkann, und war auf 65° gestoßen als maximale Tjunc.
Wie siehts denn mit modernen CPUs aus, halten die mehr aus oder könnte ich auch ne Idle Temp von ca 50° im Sommer zulassen, solange sie im Lastfall nicht stark ansteigt?
 
Na so schwer ist dass nicht. Ich habe ein Nova 1080 mit 9 Lüftern, einen i5 2500k auf 4,4 GHz dazu eine ATI 5870 im System verbaut. Lasse ich alle Lüfter bei 7V laufen wird das Wasser max. 1k über Umgebungstemperatur warm. Der Nova ist aber leicht überdimensioniert. Die Delta CPU zu Wasser beträgt dabei ca. 25k. Betreibe ich die CPU bei Standart Takt und untervolte die noch ordentlich liege ich bei max. 15k Delta. Bei 35°C Raumtemperatur wären dass dann 50°C CPU-Temp. (Das hier sind alles Lastangaben)

Die Intel CPUs (~80°C) können i.d.R. auch mehr Hitze vertragen als AMD-CPUs (ca. 63°C). Grakas erst recht, die können locker bis 90°C ab.

Wenn ich das richtig verstanden habe, willst du dir ja auch erst die passende Hardware zulegen. Da kannste dann ja direkt drauf achten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lasse ich alle Lüfter bei 7V laufen wird das Wasser max. 1k über Umgebungstemperatur warm. [...] Das hier sind alles Lastangaben.

So sehr ich ja auch von der Leistung der div. "Monsterradis" überzeugt bin, aber das klingt doch etwas hoch- bzw. "tief"-gegriffen. ;)

Ein deltaT Umgebung-Wasser von (max.) 1k unter Last bekomme ich mit einem - immerhin 35% größeren - MoRa3 420 Pro mit vollständiger Lüfterbestückung nicht hin. Hast Du Deine Tempsensoren mal kalibriert?

Gruß
miko
 
Das wüßte ich auch gerne. :)
Vielleicht meint er Idle.....Belastung
Bei Gelegenheit schau ich mir mal Delta T (KW/RT) bei Idle an - darauf habe ich noch nie geachtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder er hat was danach vergessen, vllt eine 5 dasses 15K sind

Ja, wenn das Geld da ist, will ich mich mal umsehen was es so gibt.
Auch wenns vllt nix wird, hab ich ja trotzdem was gelernt.

Bevor es aber dann ein komplett neues System gibt, will ich erstmal gucken was ich so an meinem noch rumschrauben kann, da es eigentlich von der Leistung her langt, es is nur zu laut und wenn wieder Sommer wird gehn die Temperaturen ja wieder durch die Decke.

Sodass ich eigentlich schon am überlegen bin ob ich nicht ne Wakü anschaffe die für das momentane System total überdimensioniert ist, um dann auch für zukünftige HW gerüstet zu sein.

Allerdings hab ich was die momentane Grafikkarte angeht total in die Dreckkiste gegriffen, wie ich nach Recherche vorhin rausfand hat XFX bei meiner 5770 XXX kein Standard PCB genommen.
Die einzigen Kühler die ich noch gefunden habe warn bei Liquid Extasy und dann auch noch in 4 facher Ausführung. *Verwirrung*
Und da ich mich ja eh nicht an meiner Grafikkarte vergreifen wollte, hatte ich gehofft ich finde ne Grafikkarte mit schon montiertem Kühler, leider hatte ich auch da Pech, Edelgrafikkarten is ja pleite und Caseking hat seltsame Ansichten von der Verwendung der Grafikkarten.
 
Die Angaben passen schon. Die Sensoren sind zwar nicht geeicht, aber ich habe hier zusätzlich noch 2 Thermometer im Zimmer aufgestellt und die Temperaturen decken sich mit den Sensoren an der Aquaero.

Bei den Grafikkarten sieht es leider immer so aus, dass es meistens nur für die Highend passende Kühler gibt. Und für "veraltete" erst recht.

Bei LE kannste aber direkt nachfragen, welcher Kühler auf dein Karte passen würde. Die Frage ist nur, ob es sich wirklich lohnt.

Da gibt es auch noch einige Grakas mit Kühlern: http://www.aquatuning.de/index.php/cPath/808/XTCsid/r8iueulfn5848ptf7d324pncobu9plof

Hier kannste auch noch mal schauen: http://www.coolingconfigurator.com/home
 
Nun dann komme ich mal mit geeichten Temperaturdifferenzen:
System: i5 2500K/2erSLI GTX285. Magicool 420 SLIM, AC DFM HF; AC Filter, AC Aquastream Ultra
Nach 15 Minuten:
KW: 23,8°C
WW:24,4 °C
Luft: 22,2°C
Delta KW/WW 0,6K
Delta LT/KW: 2,2 K
Nach 30 Minuten ist Delta KW/WW noch immer 0,6K.
 
KW: 23,8°C
WW:24,4 °C
Luft: 22,2°C
Delta KW/WW 0,6K
Delta LT/KW: 2,2 K

Mein lieber Hermann,

man merkt, Du bist Chemiker und kein Mathematiker ;)
23,8°C (KW) - 22,2°C (LT) macht bei mir ein deltaT Luft-KW von 1,6k.
Bei mir verhält es sich recht ähnlich: LT 18,8°C (brrrr...), KW 20,2°C, WW 21,0°C.

Lieben Gruß
miko
 
Aua, klaro. Danke für die Richtigstellung - ohne Excel bin ich aufgeschmissen.
Obwohl Mathematiker nicht unbedingt rechnen können müssen um gut zu sein. ;)
Wobei ich noch sagen muss, dass ich die Temperaturen mit geeichtem Thermometer gemessen habe. (Greisinger GTH 175 / PT- E Digitalthermometer).
Delta KW/WW ist von der eingebrachten Leistung und dem Durchfluß abhängig und pendelt sich immer auf einen bestimmten Wert ein. Durchfluß hatte ich so um die 120l/h aber die Leistung habe ich nicht gemessen.... :(
 
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