Warum ist TrueNAS so unbeliebt?

  • Ersteller Ersteller Don_2020
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@LuxSkywalker und dein Fazit soll jetzt heißen, dass für DAUs es nicht möglich ist, abseits von Cloud Drittanbietern mit fragwürdiger Datensicherheit und dauerhaften Kosten so ein Tool zu nutzen?

Ist ja nicht so, das ich keinen Aufwand betreiben möchte, oder mich gar nicht informiere.
Ich bemängel einfach nur die Art, wie man sich das Wissen derzeit aneignen kann. Dokumentation ist bei Software selten vorhanden oder mangelhaft und oft wird ein tiefergreifendes Grundwissen vorrausgesetzt.
Das darf nicht das Ziel von Software sein.
 
Um Dienste WAN seitig verfügbar zu machen kommst du um ausreichendes Grundwissen nicht herum wenn du damit nicht böse auf die Nase fallen willst...

Tut mir ja auch leid, aber ist m.e. nach so

Ich habe mir halt mittlerweile in über 20 Jahren Wissen angeeignet und selbst damit werde ich mein Vaultwarden welches in einer FreeBSD Jail installiert ist auf keinen Fall von außerhalb meines Netzwerkes verfügbar machen 😉
 
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SavageSkull schrieb:
Das darf nicht das Ziel von Software sein.
Würde alles bis ins Detail beschrieben werden, wäre die Dokumentation viel zu lange, kaum jemand liest sie und bei einer Änderung müsste viel zu viel an der Dokumentation angepasst werden. Dokumentation kostet auch viel Zeit, viele der "gratis" Tools resp. OpenSource Projekte verdienen damit kein Geld. Zeit ist immer eine Ressource die fehlt, vorallem in der IT.

Gewisses Grundwissen wird immer vorausgesetzt. Da gibts auch viele gute Bücher bei https://www.rheinwerk-verlag.de/openbook/ (IT-Handbuch für Fachinformatiker, Linux Das umfassende Handbuch) zu lesen um sich zu informieren. Oft bleibt auch nur der Weg von Trial-and-Error, fang doch mal an ein System aufzusetzen, klick dich durch und lerne aus deine Erfahrungen.
 
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LuxSkywalker schrieb:
Um Dienste WAN seitig verfügbar zu machen kommst du um ausreichendes Grundwissen nicht herum wenn du damit nicht böse auf die Nase fallen willst..
Ändert aber trotzdem nichts dran, dass vielleicht ein integrierter Einrichtungs-Assistent sehr helfen würde, statt einem nur die leere Kommandozeile einzublenden.
 
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Hmmm ich bin mit allen Servern daheim aktuell tatsächlich auf TrueNAS Core umgezogen - geht ja einfach weil vorher unter "normalem" FreeBSD und unter normalen Linux auch schon OpenZFS.

KLediglich bei einem Server hat er den exportierten "tank" als 2 tanks erkannt 1x den "echten" und 1 HDD als einzelnen, ich hab halt die 1 HDD gelöscht und einen resilver laufen lassen (RAIDZ2)

Und da Linux und der ganz guten API kann man ja auch tatsächlich ganz gut ein bisserl drin rumwerkeln und Sachen einbauen die man braucht - echt eine super Sache für mich, gefällt mir ganz gut.
 
dasBaum_CH schrieb:
Würde alles bis ins Detail beschrieben werden, wäre die Dokumentation viel zu lange, kaum jemand liest sie und bei einer Änderung müsste viel zu viel an der Dokumentation angepasst werden. Dokumentation kostet auch viel Zeit, viele der "gratis" Tools resp. OpenSource Projekte verdienen damit kein Geld. Zeit ist immer eine Ressource die fehlt, vorallem in der IT.
Nur mal so, Unraid kostet Geld und dann darf man ruhig etwas support oder Dokumentation oder
cvzone schrieb:
integrierter Einrichtungs-Assistent sehr helfen würde
erwarten (was ja zum Teil auch passiert. Die Konfiguration des USB Sticks, wird ja auf deren Servern gesichert)

Was ja letztlich auch mitunter das Thema zum Einstieg dieses Threads von @Don_2020 führt.

Ich sage ja gar nicht, dass kein Bock habe, mich einzuarbeiten. Aber das dieser Aufwand wirklich gigantisch ist, ist durchaus eine berechtigte Kritik.
Mein Unraid läuft seit 1,5 Jahren und da sind noch einige Punkte, die ich mit dem System vor habe und noch nicht zum laufen bekommen habe. Vor allem, weil mir die Zeit fehlt mich einzuarbeiten, oder die Zeit die ich mir vorgenommen hatte, nicht ausreicht.
TrueNAS ist halt noch komplizierter...
 
Truenas allein die website ist abschreckent, riesiger animierter Text, Get a Quote hier, ★★★★★ da, Telefonnummer dort. Ein Dutzend sachen blinken. Du hast die ganze Seite auf dem Schirm aber da steht NICHTS. Wenn ich so was sehe mache ich den Browser Tab wieder zu. Wirkt einfach extrem unseriös überkommerziallisiert
 
Don_2020 schrieb:
Gibt es kein DAU-Verständliches NAS?
Ganz ehrlich, Fragen wie diese bzgl. Linux Distributionen, speziell hier für ein NAS, findet man ja häufiger.

Ich möchte an dieser Stelle mal die Gegenfrage stellen: Möchtest du dich wirklich mit dieser Nutzergruppe gemein machen? Denn das "D" steht für dumm, sogar schlimmer, nämlich "dümmster". Dem "Dümmsten Anzunehmenden User" kann man nichts erklären. Er wird es nicht begreifen aufgrund dieses Geisteszustands, das lohnt also gar nicht. "DAU-Verständlich" ist also ein Widerspruch in sich, denn an der Komponente hinter dem Gedankenstrich hapert es.

Es lohnt sich viel mehr, sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass es komplizierte Dinge gibt. Und davon gibt es einfachere und kompliziert belassene Lösungsvarianten, je nachdem, wieviel Wissen der Nutzer schon mitbringt. Nichts desto trotz ist es auch hier erforderlich, sich zumindest grundlegend mit der Thematik auseinanderzusetzen, dass man eine Auswahl treffen kann.

Die Hersteller haben das erkannt, und verkaufen ihr NAS-Produkt zusammen mit einem einfach zu verstehenden System. Du hingegen möchtest dein eigenes bauen. Das ist schon per se das komplexere Unterfangen. Woher kommt hier also die Erwartungshaltung, dass man das als DAU hinbekommt? Denn du wirst ja unweigerlich mit Problemen konfrontiert, die das fertig-NAS schon out-of-the-box gelöst hat.
 
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SavageSkull schrieb:
Was ja letztlich auch mitunter das Thema zum Einstieg dieses Threads von @Don_2020 führt.
Nicht wirklich, weil #1 aus einem knappen Dutzend Worten besteht, sich ausschließlich am Ranglistenplatz von Distrowatch aufhängt und die einzige Anforderung "DAU-Verständlich" enthält.

Der Dümmste Anzunehmende User kauft sich ein NAS vom Regal beim Elektronikfachmarkt seines Vertrauens, packt es aus, steckt den Stecker in die Steckdose, das LAN-Kabel in den LAN-Port und drückt auf den Powerknopf. Das NAS begrüßt ihn mit einem Wizard und mit wenigen Klicks ist die Kiste eingerichtet und die ersten Daten können kopiert werden.

Man muss das ganz klar von fortgeschrittenen Nutzern abgrenzen, die sich ein NAS selbst bauen, verschiedene OS in Betracht ziehen und vielleicht sogar nacheinander ausprobieren. Abgesehen davon nutzt diese Gruppe noch diverse Zusatzfunktionen, Dienste und ggfs sogar VMs, die über den Kernzweck eines NAS hinaus gehen. Und bei diesen Zusatzfunktionen bietet jedes OS eigene Vor- und Nachteile. Ein DAU steht bei sowas wie der Ochs' vor'm Berg, aber das würde er bei jedem NAS und jedem OS tun, weil ein DAU schon Schwierigkeiten damit hat, den Kurzwahlspeicher seines Telefons zu belegen....... Und genau deswegen ist sowas wie ein Selbstbau-NAS für einen DAU einfach nur .. ... .. nein...
 
Don_2020 schrieb:
Gibt es kein DAU-Verständliches NAS?
DAU-fest? Häng einen USB-Stick zum Freigeben an eine Fritte ...

Die Frage ist falsch gestellt. NAS sind heute keine einfachen, am Netzwerk hängenden Speicher mehr, sondern komplexe Serversysteme. Directory-Services, Mailserver, Backupsysteme, Fernzugriff, virtuelle Maschinen, Docker, Snapshots, Replikation, Failover, Homeautomation ... und "sicher" soll das Ganze auch noch sein.

... es sind die Aufgaben, die man mittels NAS löst - sie erfordern ein gewisses Wissen, was man tut - und sind damit von Natur aus nicht DAU-geeignet. Betriebsystem und Anwendungen des NAS stellen nur einen mehr oder weniger komfortablen Werkzeugkasten zur Verfügung.
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Und was den Begriff "DAU" angeht: Einstein sagte einmal "Zwei Dinge sind unendlich - das Universum, und die menschliche Dummheit - aber beim Universum bin ich noch nicht sicher". Ein "DAU-festes NAS" müsste also ein Universum an "Dummheiten" abfangen, mindestens 😉
 
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SavageSkull schrieb:
Nur mal so, Unraid kostet Geld und dann darf man ruhig etwas support oder Dokumentation oder
Ohne das ich unraid kenne hab ich mal die ersten paar Manuals (VM, Storage, User, Security, Shares und Docker) überflogen. Ist ordentlich dokumentiert, mit Bildern, Hinweisen/Empfehlungen und das in einer verständlichen Sprache. Bin beeindruckt.

SavageSkull schrieb:
Ich sage ja gar nicht, dass kein Bock habe, mich einzuarbeiten. Aber das dieser Aufwand wirklich gigantisch ist, ist durchaus eine berechtigte Kritik.
Computer, Netzwerke, Sicherheit, Protokolle und das Internet sind ja auch echt einfach... Also manchmal frage ich mich schon wie man zu der Annahme kommt das diese Themen einfach sind. Foto-/Videobearbeitung, Häuserbauen und Verkabeln, Wasserleitungen, Fahrzeug/Maschinen reparieren ist ja alles easy schnell gelernt... Komm lass uns schnell mal eine App entwickeln, ist ja kein Ding...

Bitte öffne/erweitere deinen Horizont. Nur weil nicht gleich alles auf dem Silbertablett präsentiert wird, ist es noch kein Grund für eine "berechtigte Kritik".
 
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dasBaum_CH schrieb:
Verkabeln, ... , Fahrzeug/Maschinen reparieren ist ja alles easy schnell gelernt... Komm lass uns schnell mal eine App entwickeln, ist ja kein Ding...
Ja ist es für mich, weil ich 3,5 Jahre Ausbildung gemacht habe, 1 Jahr Fachhochschulreife mit genau diesem Schwerpunkt, 4,5 Jahre Studium in dem Bereich und seit 12 Jahren darin arbeite.

Bei diesem Fall hier, stehe ich jetzt aber nicht vor der Situation das ich einen Kernel selbst entwickeln will, das OS drumherum und die GUI selbst schreibe.
Ich habe einen Anwendungsfall, für den die Software entwickelt ist und möchte einfach nur diese für mich einrichten. Dementsprechend muß die Dokumentation ausfallen und der Aufwand im richtigen Verhältnis stehen.
Meine Kritik ist, dass es genau das hier nicht immer passt.
Und ärgern tue ich mich dann aber über genau solche Aussagen, dass man OK findet, dass für eine einfach zu beschreibende Anwendung aber 10 Jahre Praxis voraus zu setzen sei.
 
Don_2020 schrieb:
Distrowatch bildet kein Ranking über tatsächlich vorhandene Linux-Installationen ab. Woher sollten die Leute da derartige Daten auch haben? Wie bereits erwähnt geht es bei dem "Ranking" nur um Seitenaufrufe. Der Nutzen der Seite erschöpft sich mit "Mal gucken, was es alles so gibt" - das wars.
 
Ich denke es gibt auch noch eine weiter mögliche Erklärung. Nicht jeder braucht True NAS, omv oder wie sie alle heißen. Je nach Bedarf tut es ein Linux mit nfs/samba und erfüllt einen ähnlichen Zweck.
 
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