Warum und wie klingen Soundkarten (am Kopfhörer)

Achim_Anders

Commodore
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Guten Abend,

da es rund ums Hifi ja vieles zu beachten gibt und gerade hier im Forum immer mehr Kopfhörer empfohlen werden, die auch schwerer anzutreiben sind frage ich mich inwieweit die Standartempfehlung einer zusätzlichen Soundkarte sinnvoll ist oder nicht?

Voodoo oder Sinnvoll, das ist hier im Thread die Frage!

Ich habe aber vorab eine Bitte.
Ein einfaches "Ich höre es doch!" reicht Argumentativ nicht aus!
Wer durch einen DAC oder eine Soundkarte anderen und besseren Klang hören will und hört, dem sei es gegönnt und er soll sich einfach an seiner Hardware erfreuen! Aber nur wer wirklich mal verblindet und mit Pegelabgleich verschiedenes gehört hat, kann doch wirklich sagen, ob es nennenswerte Unterschiede gibt oder eben nicht.
Die Frage ist absolut und nur auf Kopfhörer zu beziehen und zu beantworten. Alles andere wird rigoros gemeldet wegen Offtopic, da das Thema so schon schwer genug werden wird, wie man aus diversen Verstärkerklang und CDPklangthreads aus anderen Foren weiss.
Bei Stereoanlagen ist der Flaschenhals, das ist mittlerweile bei vielen (bei allen die verblindet getestet haben), die Raumakustik und die Lautsprecher, sodass ein auseinanderhalten von den oben angesprochenen bei nicht defekten Geräten nicht möglich ist. Dies fällt aber beim Kopfhörer weg, weswegen es da ja wirklich auf Nuancen der Soundkarten/Dacs ankommen könnte!

Aus folgendem Grund diese restrikte Regel:
Ich denke bei unverblindeten Vergleichen ist tendenziell das Risiko der Suggestion zu groß und lässt einfach keinen Vergleich zu. Wenn dem nicht so wäre, würde Marketing in unserer Konsumgesellschaft nicht funktionieren. Da es aber funktioniert, folgere ich mal etwas oberflächlich, aber für diesen Rahmen hier ausreichend, dass Suggestion definitiv funktionieren kann und als Fehlerquelle auszuschliessen ist. --> Verblindeter Vergleich. Alles andere artet in Kreisdisskusionen aus, die nicht Zielführend sein können, für Leute die die richtige Soundkarte, Dac oder Khv suchen und einfach mal verschiedene Meinungen lesen wollen.

Außerdem würde ich mich vor allem für einen technischen Backround interessieren. D.h. warum kann Soundkarte A KH anfeuern oder halt auch nicht. Hier schwirren immer wieder die verschiedenen Asus-SK durch die Threads, was wohl seine Berechtigung haben wird, aber woran liegt das, dass Soundkarte A reicht, B aber nicht etc.

Mein Standpunkt:
Soundkarten und auch KHV dürfen gar nicht klingen, denn dann läuft doch gehörig etwas schief. Die Aufgabe ist es doch, dass die Digitalen Signale in Analoge umgewandelt werden und möglichst linear zu den Kopfhörern gelangen. Dies trifft wohl auch zu, sonst würden sich ganz andere Soundcharakteristiker zeigen.
Mein Cal! und die getesteten AKG K550 und Soundmagic HP100 hören sich aber meiner Meinung nach sowohl am Onboardsound, als auch am Sandiscclip+ und am Mobilepre USB gleich an.

Solange die Ausgangsleistung für den Kopfhörer reicht, d.h. er laut genug ist, nicht verzerrt und nichts rauscht ist alles im grünen Bereich und ich benötige keinen KHV oder ähnliches.

Ich weiss, dass hier viele anderer Meinung sind und mich Interessiert wirklich warum dem nicht so ist. Ich hoffe auf eine Zielgerichtete Diskussion zum Thema, mit Hintergründen und Fakten.

Lieben Gruß Chris
 
Ich habe es jetzt zwei mal gelesen und kapiere immer noch nicht was du uns sagen willst?
 
Ich höre an meinem Superlux den Unterschied zum iPod, VIA vom Laptop zur Xonar DS raus... Die Xonar lässt die Musik weit weniger verzerren und spielt Feinheiten klarer raus...

Mehr kann ich nicht sagen...
 
da ich gerade auf einen freien Slot warte hier mein Input:

und möglichst linear zu den Kopfhörern gelangen.
linar ist nicht Korrekt - denn dann würdest du nichts hören - die Lautstärke ist Logarithmisch

warum kann Soundkarte A KH anfeuern oder halt auch nicht.
Dies liegt daran, dass einfach gesagt, mehr Leistung fürn einen Kanal gebraucht wird umso größer der Treiber ist
und diese leistung kann nicht jede SK liefern - einfach gesagt - umso günstiger umso einfer gebaut, umso billigigere Komponenten, umso weniger lautstärke

Hier schwirren immer wieder die verschiedenen Asus-SK durch die Threads, was wohl seine Berechtigung haben wird, aber woran liegt das, dass Soundkarte A reicht, B aber nicht etc.
bei diesen ist einfach die Endstufe "größer" ausgelegt - daher kann mehr Leistung verzerrungsfrei (also ohne übersteuern) wiedergegeben werden


DOCH warum machst du diesen Threat auf? - kann man doch alles Googlen
http://de.wikipedia.org/wiki/Schalldruckpegel
http://www.fairaudio.de/hifi-lexikon-begriffe/verstaerker-klassifizierungen.html
zu Empfehlen für Elektronik (was Soundkarten sind) ist das Elektronik Kompendium - da sind die Basics drinnen
ansonsten das HiFi Forum
 
Anderer Soundchip & Treiber, dadurch andere Wandlung, dadurch anderer Klang, da analoges Signal.
Außerdem: unterschiedlich gute Schirmung, Onboardsound hat z.B. gerne mal Störgereiche auf Grund der Stromversorgung mit drinnen, die man bei Soundkarten weniger antrifft.
Zusätzlich noch verschieden viel Leistung, die für den analogen Anschluss zur Verfügung steht, teilweise auch Soundkarten mit integriertem Kopfhörerverstärker.

Natürlich muss man für einen fairen Vergleich dann auch immer den selben Kopfhörer ran nehmen, in der selbe Testumgebung damit testen und immer die selben Files (natürlich solche, die qualitativ hochwertig genug sind) mit dem selben Player abspielen.
 
DAC sollte man nur upgraden, falls der vorhandene Chip Störgeräusche wie Groundloops und Ähnliches verursacht, ansonsten Geld lieber in das Ausgabegerät investieren.

Der Umstieg von einer Xonar DG zur Xonar Essence war für mich damals entäuschend, da ich mir einen großen klanglichen Vorteil erhofft habe.
Heute weiß ich: Die Essence ist dennoch die bessere Soundkarte, da bessere Schirmung, AMP, Soundchip+OPAMPS, Anschlüße ect...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin also doch nicht alleine mit meiner Meinung.
Wenn es laut genug geht, kein Rauschen und keine Verzerrungen da sind ist alles in Ordnung. Es gibt halt viele hier im Forum die immer schreiben, man bräuchte unbedingt eine Soundkarte, auch wenn man keine der genannten Probleme hat/bemerkt.

http://www.audioville.de/wordpress/?p=371#comments <--- Der Test zeigt ja auch, das Unterschiede einfach nicht erhörbar sind in der Preisklasse.

Warum wird dann aber immer wieder hier in Kaufberatungen gesagt man "hole" mehr aus dem KH raus, wenn dieser doch Einwandfrei auch mit Oboard bedient werden kann?
 
Weil dann auch gerne mal eine Soundkarte mit Kopfhörerverstärker empfohlen wird, um eben auch hochohmige KH genügend laut antreiben zu können. Ab einer gewissen Güte der Kopfhörer merkt man dann auch bereits bei leisen Lautstärken schon deutliche Unterschiede gerade im Bereich Dynamik (geht mir zumindest mit meinen K701 so, genau wie mit dem DT990 von nem Kollegen). Kommt dann natürlich auch auf das Gehör des Einzelnen an, nicht jeder hört die teils sehr feinen Unterschiede, ich bin da z.B. sehr empfindlich.
Die wenigsten Onboardsoundchips sind leider wirklich Störungsfrei und gleichzeitig laut genug für schwerer anzutreibende KH.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da Onboardchip dennoch schlechter klingt (dünner, undynamisch, lahm) als ein nachgerüsteter DAC.
Onboard ist auch nicht immer Onboard, die ganzen Realtek Chips z.B. unterscheiden sich von gut bist schlecht.
 
Ich denke da nicht die shcwer anzutreibenen, sondern beim Superlux oder CAL! wird oftmals gesagt: Oboard reicht auf keinen Fall. Das ist das, was sich mir nicht erschliesst!
Selbst bei nem AKG K550 würde ich nicht sagen, dass es zwingend notwendig ist...
 
Beim von Dir angegebenen Vergleichstest handelt es sich ja um Geräte, die allein mehrere hundert Euro kosten - da ist in der Tat zu hoffen, dass keine Unterschiede zu merken sind. Der Onboard-Soundchip auf dem Mainboard dagegen kostet wahrscheinlich ein paar Euro. Da kann es schon wahrnehmbare Unterschiede geben.
Und Verzerrungen und Rauschen müssen in dem Zusammenhang nicht deutlich hörbar sein, sondern äußern sich eher in einer Unsauberkeit des Klangs, der oft mehr gefühlt als bewußt gehört wird, und nur im Vergleichstest deutlich wird.
 
Die Annahme das jede Soundkarte identisch zu der anderen ist, ist nur in der Theorie so, in der Wirklichkeit unterscheiden sie sich. Abhängig von der verwendeten Hardware und Aufbau unterscheiden sich Karten deutlich voneinander. Wäre die gesamte Hardware identisch und es gäbe keine Fremdstörung, wäre alles gut. Die Tatsache ist aber, dass das Signal analog verarbeitet wird und die Qualität d.h. die Treue der Signalverarbeitung extrem wichtig ist. Es kommt nicht zwingend auf Rauschen oder Klirr an, sondern ob die Soundkarte A genauso viel Details liefert wie Soundkarte B, arbeiten die jeweiligen Komponenten einfach weniger genau (z.B. Trägheit der Schaltung), gehen Details verloren. Das sind dann die Unterschiede die man zwischen Onboard und guter Soundkarte hört.

Wie Sourcesys schon sagt, selbst bei Realtek Onboard Sound gibt es deutliche Unterschiede.

Bei billigen Kopfhörer oder Lautsprechern ist die Soundkarte egal, da diese billigen Systeme eh kaum Details liefern. Umso teurer das System wird, umso mehr Details liefern sie hoffentlich. Bei Kopfhörern kann das bereits bei 50 Euro anfangen, sodass man Unterschiede hört. Es ist also nicht entscheidend, was du "glaubst" zu wissen. Die Frage ist: wieso hast du es nicht mal selber getestet - natürlich mit guten Kopfhörer.
 
Das Problem ist einfach: OnBoard ist ein weites Feld. Und das legt nicht unbedingt an den Chips, die taugen schon halbwegs was. Aber die Boardhersteller haben durch das Schaltungsdesign drum herum großen Einfluss und achten leider oft nicht darauf. Was ich da schon erlebt hab deckt die volle Spanne von "Soundkarte nicht notwendig bei Kopfhörern bis ca. 100€) bis "was ist dass den für nen Mist, das taugt nicht mal für ein 20€ Headset" ab. Wobei die "Superboards" eher selten sind... deswegen oft die Empfehlung noch eine Soundkarte dazu zu nehmen, dann hat man auf jeden Fall eine gute Basis. Dazu bietet die Xonar DG(X) ja auch noch Dolby Headphone, was die Boards meist auch nicht haben.
 
In das Thema spielt halt eindeutig die eigene Meinung am meisten mit rein. Wenn ich selbst der Meinung bin, dass ich einen Unterschied von Onboard zu einer SK höre und dafür noch ordentlich Geld ausgegeben habe, dann werde ich natürlich auch bei einer Beratung empfehlen sich eine Soundkarte dazu zu kaufen.

Manche Formulierungen sind auch so schwammig, dass der eine was anderes versteht als ein Dritter. Wenn jemand beschreibt "Verzerrungen und Rauschen" verstehen zwei Leute warscheinlich komplett unterschiedliche Dinge darunter. Das Gehör ist halt höchst suggestiv. Außerdem kommt es doch besser rüber wenn man von sich sagt "ich habe so empfindliche Ohren, ich höre einen Unterschied von einem mp3 zu einem FLAC" als wenn man sagt "für mich klingen beide Formate gleich", da man sich durch solch eine Aussage differenziert bzw. von der Masse "abhebt".

Das Thema ist in meinen Augen viel mehr mit Psychologie zu erklären als mit technischen Fakten.
 
Ja, Psyhologie spielt da sicher mit rein, auch das Problem das unser "akustisches Gedächtnis" extrem schlecht ist. Wenn man nicht direkt miteinander vergleicht kann man eigentlich kaum eine vernünftige Aussage treffen.
 
Es sagt ja keiner "Soundkarte ist immer besser" sondern explizit "teste es selber". Das ist dann auch keine Frage der Meinung, sondern der Empfindung. Führt man einen richtigen Blindtest durch, bekommt man das "richtige" Ergebnis für sich, welches nicht von der eigenen Meinungen eingetrübt ist.
 
Snakeeater schrieb:
Außerdem kommt es doch besser rüber wenn man von sich sagt "ich habe so empfindliche Ohren, ich höre einen Unterschied von einem mp3 zu einem FLAC" als wenn man sagt "für mich klingen beide Formate gleich", da man sich durch solch eine Aussage differenziert bzw. von der Masse "abhebt".

Sehe ich komplett anders.
Mag sein, dass sich jemand mit so einer Aussage von der Masse abhebt, aber eher im negativen Sinne. Denn spätestens ab 192 kBit/s können die meisten gesunden Menschen keinen Unterschied mehr hören. Vorausgesetzt, es wurde in einem richtig durchgeführten Blindtest getestet; alles andere ist ohnehin Blödsinn.

Gruß, Eisholz
 
Kommt natürlich auf das Format drauf an ;). Bei MP3 gibt es meiner eigenen Erfahrung nach deutliche Unterschiede zwischen 128kBit zu 192kBit, von 192kBit zu 256kBit (oder Alternativ ~200kBit VBR) gibt es noch einen geringen Unterschied (kaum nennenswert), wenn man es direkt vergleicht. Ab dieser Grenze ist es irrelevant ob die Bitrate steigt oder das Format "lossless" ist. Das haben verschiedene Blindtests auch bestätigt.

Tatsächlich gibt es sogar Blindtests wo die schlechtere Bitrate (z.B. 128kBit) gewonnen hat, da durch Kompression das Klangbild gefälliger gemacht hat (http://www.heise.de/ct/artikel/Kreuzverhoertest-287592.html). Ich habe auch schon von Hör- und Sehgeschädigten gelesen, die die spezielle Kompressionsartefakte von MP3 heraushören, auch bei hohen Bitraten, aber das ist bei weitem nicht die Norm.
 
Den Streit zwischen mp3 - Befürwortern und deren Gegnern wird es wohl immer geben.
Dennoch finde ich folgenden Test sehr interessant, auch wenn dieser schon etwas älter ist: KLICK

Gruß, Eisholz
 
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