Ich habe von meinem Diabetologen eine App verschrieben bekommen um Diabetes "besser zu verstehen", in Wahrheit sind es 2 Apps, eine für die Sensoren die die Blutwerte messen und dazu die eigentliche App.
Es hat einen Monat gedauert bis ich Sensoren und Zugang zu beiden Apps bekommen habe (ich sage lieber nichts dazu das die Krankenkasse für 3 Monate Zugang zur App bezahlt, aber darin nur 1 Monat Sensoren zur Verfügung stehen...) Die Anmeldung bei den Apps lief holprig, wer kann ahnen das beide die gleichen Zugangsdaten verlangen auch wenn sie von anderen Herstellern sind.
Die eigentliche App habe ich dann erkundet und musste feststellen das sie nicht für mich ist, mit Experimenten a "Nimm 50gr Butter zu dir und schaue was es mit deinem Blutzuckerspiegel macht" soll man Diabetes verstehen, ich habe es seit 2006, da sollte ich wissen das Fett keinen Einfluss auf Blutzucker hat. Ein anderer Bereich ist das Fotografieren von allen Lebensmittel die man zu sich nimmt, vielleicht komisch, aber für mich ist es abwegig Lebensmittel zu fotografieren.
Da ich diese App in der Folge vielleicht nur noch 2 Mal geöffnet habe, kommen wir zu den Sensoren. Die App ist einfach, sie misst jede Minute den aktuellen Wert und zeigt sie unter anderem in einem Graphen. Leider ist die Einheit in einer anderen Maßeinheit als in der anderen App, lässt sich auch nicht ändern, zudem ist die andere Maßeinheit für den täglichen Wert in der Kommunikation mit meinen Ärzten angesagt. Aber egal, man kann sich umstellen, Problem ist nur das die Werte oft kaum nachzuvollziehen sind, ein umfangreiches Mittagessen hat weniger Auswirkung als 12 Stunden nüchtern und dann 500 Meter gehen? Ein Wert sinkt innerhalb von 15 Minuten um 50%? Somit werden "Erkenntnisse" die beobachtet werden ebenfalls entwertet da es Zufall oder Wirklichkeit sein kann.
Lange Rede kurzer Keks: Mit Hoffnung gestartet, am Ende verwirrter als vorher, dazu hat das Ganze sicher eine Masse Kohle gekostet und weniger als nichts gebracht hat.