Tja was hält man von unserer Polizei?
So pauschal wird man das kaum beantworten können. Ich für meinen Teil sehe da alle Aspekte vertreten. Es gibt da Typen die sich an ihrem kleinen Stückchen Macht aufgeilen und gerne mal Knüppel aus dem Sack spielen und teilweise einen erzkonservativen bis rechtsradikalen Hintergrund haben, hier in Norddeutschland exemplarisch: BePo Braunschweig, BePo Magdeburg, einige Standorte BGS.
Aber dagegen stehen, die vielen Menschen die in Uniform ihren Dienst tun und wirklich das Selbstverständnis vom Freund und Helfer haben. Ich habe da schon einige sehr gute Erfahrungen gemacht. (BTW: Wenn Euch mal ein Polizist hilft, ruft ruhig im Nachherein mal bei dem Polizisten an und bedankt Euch oder sowas .. das freut die Leute mehr als man sich vorstellen kann.)
Die Menschen haben teilweise einen beschissenen Job, werden sehr schlecht bezahlt (ihnen droht demnächst der Wegfall des Urlaubsgeldes und Halbierung des Weihnachtsgeldes), werden vom Pöbel angemacht und von Arschlöschern die es mit 80 im Ort erwischt auch noch beleidigt. Andauernd müssen sie sich jede Panne vorwerfen lassen, von Typen die selbst nicht wissen wie man in einer Extremsituation reagiert und und und ..
Reichen die vorhandenen Gesetze und Mittel aus? Eine Frage zwei Antworten.
Die Mittel (Personal/Sachmittel) reichen bei weitem nicht aus, um die Polizisten adäquat auszustatten (In einigen Ländern dürfen sie sich die Schussicheren Westen selbst kaufen), jedoch die vorhandenen Gesetze sind mehr als ausreichend. Die Befugnisse die der Polizei in den modernen Gefahrenabwehrgesetzen eingeräumt werden sind umfassend genug, meines erachtens sogar zu umfassend. Wer mehr und/oder härtere Gesetze fordert, hat entweder keine Lust auf seine Grundrechte oder was vermehrt zutrifft keinen blassen Schimmer welche rechtlichen Befugnisse die Polizei hat.
Abschliessend bleibt für mich zu sagen, dass ich froh bin dass es die Polizei gibt und sie aus Menschen wie Du und Ich besteht, mit Stärken und Schwächen. Und ich sage dies obwohl ich selbst oft genug auf der anderen Seite bei einer Demo gestanden habe oder Besucher der Chaostage war.