Es wird ja auch kaum jemand erwarten, als Azubi das gleiche zu verdienen, wie ein fest Angestellter.
Bei einem guten Ausbildungsbetrieb ist es auch heute noch so, dass ein Auszubildender in erster Linie lernt, also an die Hand genommen und langsam an die Tätigkeiten heran geführt wird, die ihn in seinem späteren Berufsalltag erwarten, und eben nicht der Pampel vom Dienst ist, der in erster Linie Kaffee kocht und Akten kopiert.
Ein Azubi hat auch einen anderen Arbeitschutz als "normale" Angestellte, dazu ist er in der Berufsschulzeit für den Betrieb nicht verfügbar, alles Fakten, die einen niedrigeren Lohn erklären, mal ganz abgesehen von den fehlenden Kenntnissen. Ein Ungelernter oder Hilfsarbeiter verdient auch immer weniger, als ein Facharbeiter oder Meister, auch wenn sie im Endeffekt die gleichen Tätigkeiten ausüben.
Ich kenne ehemalige Azubis, die schon im ersten Lehrjahr 700 Euro raus bekommen haben (Bankkaufmann, 750 Euro Brutto plus 100 Euro Zuschläge (Fahrtkosten + Essensgeld)), dazu noch Kindergeld in Höhe von 184 Euro, macht insgesamt fast 900 Euro im Monat, da sehen viele Zeitarbeiter schon alt gegen aus (die kriegen kein Kindergeld).
(Natürlich ist das ein extremes Beispiel, das ist mir schon klar.

)
Ein normaler Student an der Uni verdient auch erstmal nichts, je nach Land zahlt er sogar Studiengebühren, Bafög muss er zur Hälfte zurück zahlen. In einem typischen Studentenjob verdient man auch nicht die Welt, zumal es nicht jeder schafft, nebenbei noch ordentlich Stunden zu schrubben.
Meine Meinung: Ist man fähig, zu studieren, und hat man die Aussicht, mit abgeschlossenem Studium deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben und auch entsprechend besser zu verdienen, sollte man ein Studium auch anstreben.
Imo. studieren aber viele am Arbeitsmarkt vorbei oder haben mit ihrem Studiengang gar nicht die Chance, später mal richtig gutes Geld zu verdienen, da sollte man es gleich sein lassen, man studiert doch nicht, um später doch wieder Niedrigverdiener zu sein.