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Bin doch sehr überrascht, mich hier nicht auf einer Hardwareseite, sondern einer Art politischer Erziehungsseite inkl. Brainwash zu befinden.


Was ist hier bloß passiert?

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Klappt ja super.


GW! :daumen:
 
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Eiegntlich wollte ich gar nichts mehr schreiben, aber das ist schwierig genug :D

Ich muss bei dieser ganzen Sortiererei in links und rechts, gut und böse, Freund und Feind nämlich immer an ein Zitat von Hannah Arendt denken, nämlich an das „Denken ohne Geländer“. Das ist ursprünglich ganz anders gemeint gewesen, passt aber heute erschreckend gut. Es beschreibt für mich genau das, was vielen offenbar abhandengekommen ist, die Fähigkeit, einen Gedanken auszuhalten, ohne ihn sofort irgendwo einzuordnen, abzustempeln und wegzuschieben. So ganz unter uns: Grautöne machen wirklich Arbeit, Schwarz Weiß sind saubequem.

Man sollte bei all dem aber auch fair bleiben und die Forenbetreiber nicht pauschal aus der Verantwortungsschleife herauskegeln. Die stehen nämlich nicht aus Lust an der Macht mit der Leine in der Hand, sondern weil sie zwischen allen Stühlen sitzen. Auf der einen Seite Nutzer, die Differenzierung einfordern und Freiheit reklamieren, auf der anderen Seite rechtliche Risiken, Werbekunden, Meldeknöpfe, Empörungswellen und Plattformregeln, die keinerlei Graubereiche mehr kennen wollen. Wer heute ein Forum betreibt, moderiert nicht mehr nur Inhalte, sondern permanent auch Haftungsfragen, Außenwirkung und Eskalationspotenziale.

Genau da wird das Bild mit der Leine noch ambivalenter. Viele Betreiber halten sie nicht deshalb kurz, weil sie den Menschen nichts zutrauen, sondern weil sie gelernt haben, dass ein einziger Ausreißer reichen kann, um Ärger von ganz anderer Stelle zu bekommen. Abmahnungen, Shitstorms, falsch verstandene Screenshots auf Social Media, all das hängt wie ein Damoklesschwert über jedem größeren Forum. In so einem Klima wird Moderation zwangsläufig defensiv, nicht aus Bosheit, sondern aus Selbsterhaltungstrieb.

Ich habe deshalb vollstes Verständnis für Forenbetreiber, die lieber einmal zu früh eingreifen als einmal zu spät. Was mir allerdings zunehmend fehlt, ist das Vertrauen in persönliche Reife als Konzept. Moderation sollte begleiten, nicht ersetzen. Eine Leine ist sinnvoll, wenn jemand stolpert oder rennt, wo es gefährlich wird. Sie permanent straff zu halten, nimmt aber allen Beteiligten die Chance, Verantwortung zu lernen. Am Ende verlieren dann beide Seiten. Die Betreiber, weil sie immer mehr Energie ins Einhegen stecken müssen, und die Nutzer, weil sie nie erfahren, wie sich ein Diskurs ohne Geländer überhaupt anfühlt.

Was in dieser ganzen Diskussion nämlich oft untergeht, ist der Aspekt der Selbstreinigung. Ein Forum, dem man grundsätzlich jede Form von Eigenregulierung abspricht, wird zwangsläufig vollständig von außen gesteuert werden müssen. Dabei zeigen gerade langjährig gewachsene Communities, so wie diese hier auch, dass sie sehr wohl in der Lage sind, sich selbst zu stabilisieren. Unsachliche Beiträge werden ignoriert, Provokateure laufen ins Leere, und wer dauerhaft nur stört, verliert schlicht an Resonanz. Das funktioniert nicht immer und nicht bei jedem, aber es funktioniert oft genug, um es zumindest zuzulassen. Und der Rest wandert eben ins Aquarium...

Für Betreiber ist das ein schmaler Grat. Zu viel Freiheit kippt, zu wenig erstickt. Aber ohne Vertrauen in Selbstreinigung bleibt nur Daueraufsicht, und die ist weder für die Moderation noch für die Community auf Dauer gesund.
 
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TheManneken schrieb:
Um Klarheit für alle Leser zu schaffen, um welche "Verschwörungstheorien" es geht:
Danke für den Link und die Aufklärung, worum es hier überhaupt geht. Starke Seite. Weiß auch nicht, was daran Verschwörungstheorie ist, alles über was bis 2025 berichtet wird ist ja so eingetreten. Die "Vorschau" erscheint mir auch nicht unrealistisch.

@Snoopy69 zu deiner neuen Signatur:

Antifaschist zu sein gebietet einfach der Anstand. Dafür muss man nicht einmal links sein. Alles andere würde bedeuten Faschist zu sein. Ein dazwischen oder Grautöne gibt es hier nicht. Ein bisschen Faschist oder Antifaschist gibt es mmn nicht.
ChrisMK72 schrieb:
sondern einer Art politischer Erziehungsseite inkl. Brainwash zu befinden.
Wie kann ich von so etwas sprechen und dann Tom MacDonald zitieren? Ein Auszug aus Wikipedia
Es folgte der kontroverse Song Straight White Male, in dem er anprangerte, dass heterosexuelle, weiße Männer dämonisiert würden. Der Song wurde in den sozialen Medien stark kritisiert.[4] Es folgten mehr als 20 weitere Singles im Jahr 2020, in denen er den schwindenden Einfluss weißer Männer beklagte und gegen die woke Linke hetzte. 2020 folgte ein kontroverser Song über die COVID-19-Pandemie, in dem er zwar vor dem Virus warnte, aber auch die Regierung für ihren Umgang damit kritisierte.[5] Mit Fake Woke gelang ihm der Einstieg auf Platz 96 der Billboard Hot 100.[6] 2021 folgten mit Snowflakes und Brainwashed zwei weitere Charterfolge

Arme weiße Hetero Males. Bin auch einer. Wurde nicht einmal in meinem Leben benachteiligt deswegen. Dämonisiert auch nicht. Ich dämonisiere allerdings auch niemanden für Geschlecht, Hautfarbe, (einvernehmlicher) Sexualität. Im Gegensatz zu seiner politischen oder religiösen Haltung sind das nämlich Sachen, die sich keiner aussucht.

Der eine zieht Porchardt ran, der andere nen Rapperclown. Es ist wie immer wild.
 
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Alphanerd schrieb:
Antifaschist zu sein gebietet einfach der Anstand. Dafür muss man nicht einmal links sein. Alles andere würde bedeuten Faschist zu sein. Ein dazwischen oder Grautöne gibt es hier nicht. Ein bisschen Faschist oder Antifaschist gibt es mmn nicht.
Diese Aussage scheitert leider an ihrer eigenen Logik. Die Ablehnung des Faschismus ist eine demokratische Selbstverständlichkeit und keine ideologische Mitgliedschaft. Daraus folgt nicht, dass jeder, der sich nicht explizit als Antifaschist im politischen Sinn versteht oder jede Ausprägung dieses Begriffs teilt, automatisch Faschist wäre. Diese Schlussfolgerung ist ein klassischer Fehlschluss, weil aus Nichtzugehörigkeit keine Gegenzugehörigkeit folgt.

Problematisch ist vor allem die behauptete Alternativlosigkeit. Politische und moralische Urteile funktionieren nicht binär. Man kann autoritäre, menschenverachtende Ideologien klar ablehnen und zugleich bestimmte antifaschistische Strömungen, Methoden oder Rhetoriken kritisieren, ohne damit den Faschismus zu relativieren. Das ist kein Graubereich aus Opportunismus, sondern Ausdruck differenzierten Denkens.

Wer behauptet, es gebe hier keine Zwischenpositionen, übernimmt selbst ein absolutistisches Denkmuster. Gerade dieses Schwarz-Weiß-Denken ist historisch kein Merkmal demokratischer Reife, sondern ein Kernmechanismus ideologischer Verengung bis hin zu Stalinismus und Maoismus. Damit wird der Begriff Faschismus noch nicht mal geschärft, sondern brutal entwertet, weil er als moralische Keule statt als analytische Kategorie benutzt wird.

Bärendienst und so. Hier bietet sich Karl Popper geradezu an: „Der Versuch, den Himmel auf Erden zu errichten, produziert stets die Hölle.“ Das trifft den Kern des Problems nämlich sehr genau, weil es vor moralischen Absolutheitsansprüchen warnt, die keinen Widerspruch und keine Differenzierung mehr zulassen.

Wer alle Andersdenkenden gleich als Faschist oder schlimmer noch als Nazi bezeichnet, erklärt am Ende nichts mehr, sondern signalisiert nur noch moralische Abgrenzung statt historisches oder politisches Verständnis. Just my 50 Cent. :)
 
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FormatC schrieb:
Die Ablehnung des Faschismus ist eine demokratische Selbstverständlichkeit und keine ideologische Mitgliedschaft
Ja.
FormatC schrieb:
Daraus folgt nicht, dass jeder, der sich nicht explizit als Antifaschist im politischen Sinn versteht oder jede Ausprägung dieses Begriffs teilt, automatisch Faschist wäre.
Der angesprochene lehnt den Antifaschismus ab. Antifa ist keine Gruppierung, den Fehler begeht ja schon Trump.
FormatC schrieb:
Wer behauptet, es gebe hier keine Zwischenpositionen, übernimmt selbst ein absolutistisches Denkmuster
Ich sprach ja auch nicht von links/rechts, wo es natürlich viele Abstufungen gibt. Ich sprach explizit von (Anti)Faschismus. Ein bisschen Faschismus gibt es bei einer totalitären Ideologie nicht.
FormatC schrieb:
Wer alle Andersdenkenden gleich als Faschist oder schlimmer noch als Nazi bezeichnet, erklärt am Ende nichts mehr, sondern signalisiert nur noch moralische Abgrenzung statt historisches oder politisches Verständnis
Habe ich nicht getan. Auch habe ich den Spruch nicht in seine Signatur gepackt, sondern nur angesprochen
 
Gegen Faschismus zu sein und die Antifa abzulehnen ist kein Widerspruch. Und schon Hannah Arendt wusste, dass die Einteilung Links/Rechts irrelevant ist.
 
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Faschistische Elemente zeigen sich nicht erst dann, wenn ein vollständiges System errichtet ist, sondern bereits in einzelnen Verhaltensmustern wie Autoritätsgläubigkeit, Freund Feind Denken, Ausschlussmechanismen, moralischer Überhöhung der eigenen Gruppe oder der selektiven Anwendung von Regeln. Diese Elemente können isoliert auftreten, ohne dass bereits ein totalitäres System vorliegt. In diesem Sinn ist Faschismus (und z.B. auch der Stalinismus) weniger ein Schalter mit an oder aus, sondern ein Kontinuum von Haltungen und Praktiken.

Der scheinbare Widerspruch löst sich ganz gut auf, wenn man zwischen Ideologie und Erscheinungsform unterscheidet. Die Ideologie kennt kein Maß, ihre Umsetzung sehr wohl. Deshalb ist es durchaus sinnvoll zu sagen, dass es Anteile oder Tendenzen geben kann, ohne dass bereits ein vollständiger faschistischer Zustand erreicht ist. Wer das kategorisch verneint, verwechselt begriffliche Reinheit mit gesellschaftlicher Realität und macht es sich analytisch zu einfach.
 
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Oh, wow, ich hab massiv unterschätzt wie tief man seitens der Redaktion im "nie wieder ist jetzt" - "er ist wieder da" Film gefangen ist.
Jetzt wundert mich echt nichts mehr.

@FormatC
Ich habe schon so oft versucht meinen linken Brüdern die so auftreten, die Sache mit dem Bärendienst zu erklären aber es funktioniert einfach nicht. Die geben sich wie eine Karen² die sich für Feminismus einsetzt und dann wundert man sich dass das Thema beim normalo nur noch Ablehnung erfährt oder sogar die Gegenseite zulauf erhält. In ihrer AußenWIRKUNG unterscheiden sich solche Leute in nichts ggü. einem gröhlenden Glatzenschläger der 90er Jahre.

Dieses lächerliche, görenhafte Verhalten treibt die Leute in die andere Richtung. Ich war schon woke und habe mannweiber² gedated da gab es woke noch gar nicht, ich würde mich selbst als links, öko und woke bezeichnen aber jeder Vertreter dieser Bewegung ist einfach nur noch peinlich und abstoßend. Als gäbe es einen großen Plan der vorsieht, dass links woke grün maximal uncool gemacht werden soll und rechts das neue Punk ist und alle machen mit und sabotieren ihre eigene Sache, ich raffe es einfach nicht, wie man nicht sehen kann wohin das eigene Handeln führt.
 
Dome87 schrieb:
dass die Einteilung Links/Rechts irrelevant ist
Wer hat denn links/rechts eingeteilt? Ich hatte sogar extra geschrieben, man muss nicht links sein, um Antifaschist zu sein. Das eine hat nämlich nix mit dem anderen zu tun.

Was diese ideologische Antifa sein soll musst du mir erklären? Wer sind da die Vordenker/Rädelsführer, wo kann ich mich anmelden und Mitglied werden?

@FormatC hast du mich mit deinem Post angesprochen? Weil nichts davon würde ich widersprechen. Aber andererseits habe ich auch nichts Gegenteiliges geäußert.
 
Alphanerd schrieb:
Der angesprochene lehnt den Antifaschismus ab. Antifa ist keine Gruppierung, den Fehler begeht ja schon Trump.
Das glaubst du doch selber nicht?

Dabei handelt es sich um Ideen und Verhaltensweisen einer sozialen Bewegung ohne Organisationsstruktur, Anführer und Hauptquartier.[2] Auf lokaler Ebene kann es jedoch Gruppierungen mit festeren Organisationsstrukturen geben.[1]

Das ist so, als würdest du sagen, es gäbe keine radikalisierten Gruppen Gläubiger von Religionen, nur weil sie nicht eine gemeinsame Instanz teilen, die sie anführen würde, aber in ihrem Glauben doch vereint sind (aha?).

Ideologie reicht aus, um Gruppierungen zu bilden, selbst wenn diese nicht gemeinsam geführt oder organisiert werden.

Dann könnte man auch sagen, es gäbe Neonazismus nicht als Gruppierung, weil die haben ja auch keine einheitliche führende Intanz?

Ist doch Quark.... Finde es auch immer wieder abschreckend, wie kann man Antifa irgendwie schönreden (weiß jetzt nicht, ob du es irgendwo gemacht hast, aber machen viele Leute), ich hab in meiner Studentenzeit mich mit beiden viel unterhalten, Antifa und auch Neonazis, sorry, beides Leute, die erwachsenwerden müssen, oder es einfach nie werden! :(
 
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@JoinRise
Dann war das vielleicht missverständlich.

Ich meinte damit eine Trennung von weihnachtlichen Grüßen der Redaktion und der Community und den grundsätzlichen Wünschen der Redaktion (und auch der Community) hinsichtlich der Diskussionskultur im Allgemeinen mit separaten Kommentar-Threads.

Und keineswegs den Verzicht auf eben jene grundsätzlichen Wünsche, die auch abseits vom weihnachtlichen Kontext Bestand haben.
 
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FormatC schrieb:
dass sie sehr wohl in der Lage sind, sich selbst zu stabilisieren.
Meinst du, sie sind schon weit genug, für bestimmte Diskussionen?
Ich bezweifle das.

Zumindest in einem Hardware-Forum, wo doch viele einfach nur total überfordert sind, mit bestimmten Themen und schnell "aufgeben", bzw. abschalten.
Ein Grund warum ich in einem Hardware-Forum über Hardware (oder auch Software) sprechen möchte und nicht über Politik.

Die meisten kommen hier halt nicht hin, um "Haltung zu zeigen", oder sich politisch zu engagieren.

Sie wollen eigentlich eher das Gegenteil, nämlich von Politik, was einem sonst schon überall um die Ohren gehauen wird, in Ruhe gelassen zu werden, um über ihr Hobby zu schreiben.

Sich nett auszutauschen, mit anderen, die das gleiche Hobby haben (gemeinsam), ohne angefeindet und in Schubladen gesteckt zu werden.
Alphanerd schrieb:
Wie kann ich von so etwas sprechen und dann Tom MacDonald zitieren? Ein Auszug aus Wikipedia
Ein Problem heute ist, dass die Leute keine Zeit mehr haben, sich selber eine fundierte Meinung zu bilden, aber ganz schnell eine Meinung raushauen wollen, zu allen Themen, auch wenn sie gar keine Ahnung haben, wovon sie sprechen.

Schade. :(

Komisch, dass nicht dem Text des Rappers zugehört, sondern einfach nur eine Antwort für die passende Schublade auf Wiki gesucht wird.

Gibt Leute, die machen sich die Mühe, um Dinge zu verstehen.

Kleiner Auszug:
Die machen sich z.B. schon Sorgen um Tom, da sie verstehen, was er sagt. Ich meine nicht nur hören, was er sagt, sondern verstehen.



Aber ok. Da muss man sich natürlich etwas bemühen. Die Zeit haben viele nicht mehr.
Fertige Schubladen sind einfacher.

Ich wäre ja eher für Liebe, anstatt Spaltung zu fördern.
Mal 2 schöne Songs von Tom MacDonald (der pöse Mensch! ;) ) und seiner Partnerin/Frau:



Am liebsten wäre mir in einem Hardfware-Forum allerdings einfach Hardware/Software und nicht Politik.

Aber ich glaube, ich wiederhole mich da bereits.
Solange ich nicht mehr zitiert werde, oder mir noch irgendwas zum Thema einfällt, halte ich mich gern zurück.

btw: Mich kann man nicht einordnen. Passe in keine Schublade.
 
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Dann wollen wir mal.

@Snoopy69
Zunächst einmal: Natürlich kennen andere Teammitglieder den Gesprächsverlauf von DMs, wenn dieser relevant ist (zum Beispiel weil explizit darum gebeten wurde, das Thema intern zu erörtern!). Halte dich doch dann besser mit "Du weißt gar nicht was passiert ist, also hast du da auch nix zu sagen" gegenüber anderen bitte ein wenig zurück.
Du hast am 26.12. um 0:35 in deiner DM darum gebeten um mir dann am 27.12. um 13:06 ein einfaches "Ich warte.." um die Ohren zu hauen, weil ich nicht geantwortet habe.

Ja, ich hätte vielleicht "Schaffs heut nicht mehr, meld mich später"-Schreiben können, stimmt. Habe ich aber nicht getan, weil ich schlichtweg über die Weihnachtsfeiertage eigentlich wichtigeres mit meiner Familie zu tun habe, als hier auf PNs zu antworten. Schließlich reden wir hier immer noch von einem Internetforum und nicht von der Unterhaltung unter Freunden und Bekannten oder der frischen Flamme. Da immer innerhalb von ein paar Stunden eine Antwort zu verlangen und dann mit so einem einfachen "Ich warte" um die Ecke zu kommen, fand ich schlichtweg unangebracht, was ich dir auch mitgeteilt habe.

Wenn du möchtest, können wir gerne den kompletten Verlauf hier teilen.
Ebenfalls habe ich dir nämlich auf dein "Ich will hier so einen Link nicht sehen" gesagt, dass das ein Anspruch ist den du zwar äußern kannst, aber nicht verlangen kannst durchgesetzt zu bekommen. Schlichtweg weil nicht du das Hausrecht hast, sondern wir.

Außerdem habe ich als Einordnung mitgeteilt, dass eine Partei, deren Mitglieder, Aussagen und Handlungen immer wieder extremistische Züge zeigen, Aussagen Treffen (Bsp: Die "Staatsmedien" (Der ÖR ist rechtlich eben das genaue Gegenteil und fungiert als Kontrollorgan) sind gleichgeschaltet!, Die Parteien sind Einheitsparteien! Die Migranten (pauschalisiert!) sind schuld und ohne die ginge es uns besser! Die Kultur von denen ist schuld!) aktiv daran arbeitet, unsere Demokratie zu schwächen und die Sorgen der Bürger für eigene Zwecke zu instrumentalisieren.

Die Einordnung vom VS (dessen Integrität du ganz grundsätzlich als Bullshit und Instrument ablehnst, siehe deine Antwort) ist da nur ein Beispiel gewesen. Ja die Einordnung ist nicht unproblematisch, aber aus anderen Gründen wie denen, die du anführst (Keine außer "das weiß jeder außerhalb der "Linken Bubble"").
Ich empfehle dazu diesen Artikel vom Verfassungsblog: https://verfassungsblog.de/verfassungsschutz-gutachten-afd/

Zuletzt habe ich dir mitgeteilt, dass unser Standpunkt der folgende ist:
  • Unsere Demokratie ist nicht verhandelbar. (Das impliziert auch, dass wir natürlich - so wie unserer Grundgesetz - diese verteidigen)
  • Unsere in den Regeln festgehaltenen und hier postulierten Werte sind schlicht "Innerhalb der FDGO, unserer Verfassung und den dort beschriebenen Menschenrechten"
  • Jeder, egal ob links, rechts, oben, unten, queer oder längs(scnr) darf hier seine Meinung äußern, solange diese Äußerung eben nicht die Regeln verletzt. Leider ist es erfahrungsgemäß nur so, dass insbesondere von ganz rechts außen eine solche Meinungsäußerung eben nicht nur das ist, sondern regelmäßig mit Pauschaliserungen, Polemik und populistischen Kampfbegriffen oder gar faktisch falschen oder bewusst massiv in Ihrer Kernbedeutung veränderten Aussagen daherkommt, und die machen das ganze dann eben zum Regelverstoß.
    • (Ja, es gibt in einigen Punkten eben schon Wahrheiten oder Unwahrheiten. Ich habe zum Beispiel grade eine Kaffeetasse vor mir stehen, und an dieser Wahrheit lässt sich auch nicht rütteln.)
Nochmal zum Link und warum er für uns kein inhärentes Problem darstellt, sondern wir ihn im Gegenteil sogar für wichtig halten (https://datajournal.org/schon-wieder/):
Im Link wird eine Perspektive aus einer möglichen Zukunft eingenommen. Hierbei werden bereits vergangene faktische Aktivitäten und Ereignisse mit ähnlichen Ereignissen aus der Vergangenheit verglichen/übereinandergelegt. Im folgenden wird dann die Zeitlinie über 2025 hinaus weitergeführt und ab hier wird dann eine fiktive Zukunft gezeichnet, die aber eben nicht einfach an den Haaren herbeigezogen ist, sondern sich an gemachten Aussagen und vor allem auch Aktionen führender AfD Repräsentanten orientiert. Abschaffung des Medienstaatsvertrags, bereits seit Jahren erfolgte Kampagne gegen die Medien, die "Altparteien", den Parteienpluralismus, die Grundrechte, die alle Menschen schützen sollen.
Die AfD ist eben nicht für die Gleichberechtigung aller Deutschen (sonst würde man ja nicht "Passdeutsche" und "Urdeutsche" unterschiedlich ansehen, was per se schon eine Ausgrenzung einer ganzen Personengruppe aufgrund der Herkunft und gegen das Grundgesetz ist).
Solange die AfD sich eben nicht selbst von ihren extremistischen Zügen abgrenzt und sich demokratisch äußert UND VERHÄLT, sehen wir diese als Gefahr für unsere Demokratie an. Dasselbe würde übrigens für andere (nachweislich, eben nicht durch Populismus propagierte <-- Unterschied!) extremistische Parteien und Institutionen gelten, egal ob von Links, Rechts oder von der dunklen Seite des Mondes.

Eine im Kern undemokratische Partei kann sich NICHT auf die Werte der Demokratie selbst berufen, während sie versucht eben jene abzuschaffen oder auszuhöhlen. Ja, die Demokratie muss so einiges aushalten und das ist auch gut so, um Meinungs- und Parteienpluralismus aufrechtzuerhalten. Dieser Pluralismus darf allerdings nicht angegriffen werden.
Aufgabe jedes Demokraten sollte sein, eben diese Demokratie zu schützen - und deshalb sehen wir das auch nicht als "von links sticheln", sondern finden den Link in Ordnung.

Das bedeutet allerdings NICHT, dass wir nicht unabhängig moderieren. Wir moderieren im Rahmen unserer Hausregeln und - wie ihr eigentlich im ganzen PuG sehen könnt - auch unabhängig der eigenen oder der im Post dargestellten Meinung, SOLANGE SIE EBEN AUCH ALS SOLCHE VON DER VERFASSUNG GESCHÜTZTE DARGESTELLT WIRD (und genau in diesem Nebensatz liegt leider eben oft die Krux).


Zu den weiteren hier noch angesprochenen Themen:

Antifaschismus und Antifaschistische Aktion:
Antifaschismus und die Antifaschistische Aktion sind zwei VERSCHIEDENE Dinge, und diese werden leider von allen Seiten immer wieder vereinfachend unter dem Begriff Antifa zusammengeworfen, was zu vielen Verwerfungen führt.

Antifaschismus selbst bedeutet lediglich, dass man sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Neonazismus positioniert. Dieser Position schließen wir uns, genauso wie viele hier im Forum, egal ob links oder rechts an.
Es bedeutet NICHT, dass man automatisch linksextrem ist oder grundsätzlich konservative oder "rechte" Positionen verteufelt. Deswegen ist die Aussage, man könne auch konservativ oder rechts und gleichzeitig Antifaschist sein richtig und wichtig!

Die Antifaschistische Aktion hingegen ist eine Sammlung aus diversen Linksautonomen, die zwar Faschismus richtigerweise bekämpfen, dies aber nicht nur militant tut, sondern sich nicht selten auch in extremistischen Gruppierungen organisiert, die Anarchie fordern und den Staat "von Links" abschaffen wollen.
Dieser Position schließen wir uns NICHT an.

Es ist wichtig, hier zu unterscheiden und ggf zu bewerten, in welchem Kontext das Wort "Antifa" verwendet wird, um es der jeweiligen eigentlichen Bedeutung zuordnen zu können, das tun aber alle viel zu wenig, was regelmäßig zu noch mehr Spaltung führt.

Unpolitische Berichterstattung als Lösung:

Es ist (leider?) natürlich so, dass in einer globalisierten Welt so viel fachliches von eben jener Politik abhängt, so dass diese unweigerlich Teil vieler Themen wird, leider zunehmend auch in Fachforen außerhalb PuG.
Das lässt sich, wenn man eine Berichterstattung im IT Bereich in unserer "Größe" macht schlichtweg nicht vermeiden, sind doch inhärente Gründe für viele relevante Entwicklungen politischer oder gesellschaftlicher Natur (Zölle, Naturkatastrophen, Pandemien, Internationale Spannungen und Handelskriege zB).

Berieselung mit "Wokeness"
Das sehen wir nicht so. "Wokeness" hat sich als konservativer Kampfbegriff etabliert für alles was irgendwie progressiv ist. Die Welt dreht sich weiter und gesellschaftliche Veränderung gibt es in allen Bereichen. Sowohl in Richtung Vergangenheit "Früher war alles besser", aber eben auch in die andere Richtung, wie Inklusion/Anerkennung progressiverer Werte, zB Gleichberechtigung von Homosexuellen, Freiheit der Sexualität und Identität, Schutz von Minderheiten. Über beides wird hier berichtet. Das mag einem nicht gefallen, weil man der einen Sache mehr Relevanz zuordnet als der anderen, aber:
Wenn man dieses Nichtgefallen nicht äußern kann, ohne gleich beidseitig Kampfbegriffe und Floskeln wie "Wokeness", "Fähnchen im Wind", "Mannsweib", "linksgrünversifft", "Die machen das nur um uns umzuerziehen", "Warum ist da wieder n Quotenschwarzer?", "Wieder nur alte weiße Männer hier" zu nutzen oder ähnliche Formulierungen, die eben auf Herabwürdigung abzielen, anstatt das ganze sachlich und freundlich zu formulieren, dann geht das nicht schwimmen, weil uns die Meinung nicht passt, sondern eine solche Ausdrucksweise ist eben gegen die Regeln (Pauschalisierungen, Polemik, Kulturkampf etc) oder wird als Offtopic versenkt.
Regenbogenavatare von Teammitgliedern und ähnliches stehen dieser Aussage im übrigen nicht diametral entgegen, da es sich dabei um einen Ausdruck der Befürwortung von allgemein in der Verfassung garantierten Rechten (Schutz von Minderheiten, Schutz der Persönlichkeit, Keine Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Sexualität oder Geschlecht) handelt und nicht um instrumentalisierte Provokation oder Virtue Signaling.

Um nun zu einem (neuen?) vorläufigen Abschluss zu kommen (es ist grad mal zwischen den Jahren und eigentlich wollen wir doch alle die Zeit eher genießen als uns zu fetzen...):
Ich hoffe ich konnte ein paar Dinge aufklären. Wir werden nie alle einer Meinung sein (und das ist auch gut so), aber wir haben gewissen Regeln und zumindest ein paar ganz grundlegende Werte und die Netiquette innerhalb derer wir uns bitte alle bewegen und ich hoffe ich spreche für alle wenn ich sage:

Für Rassismus, Faschismus, Ausgrenzung von Minderheiten aller Art und Verstöße gegen die Grund- und Menschenrechte sind wir auf CB weder als Community, noch als Team zu haben.

Ich wünsche eine angenehme Zeit zwischen den Jahren und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
 
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Danke für das Statement und die transparenten Aussagen.
 
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Ich glaube wenn ihr einfach den Appell etwas anders formuliert hättet wäre das hier auch nicht so eskaliert. Aber ich habe das Gefühl ihr wollt auch Aufruhr erzeugen (geht es Euch so sehr um Engagement?). Keiner der hier Anwesenden hätte etwas dagegen gehabt wenn ihr einfach nur ein frohes Fest und einen guten Rutsch gewünscht hättet.

Ich (und ich hoffe ein paar Andere auch) würde mir wünschen dass es eine deutlichere Unterteilung zu reinen Hardwarenews und Themen gibt (oder sind jetzt CPU und GPU Benchmarks politisch aufgeladen???).

Auch wäre es toll wenn Entgleisungen auch von Eurer Seite (zB. Padawan Vitche: https://www.computerbase.de/forum/t...-shooter-ein-und-erstattet-kaufpreis.2208773/) etwas transparenter aufgeräumt werden würden. Oder ihr etabliert wirklich CB Pro only Artikel wie andere Printmedien es auch tun.

Guten Rutsch!
 
Es geht uns dabei nicht um das Engagement oder zu provozieren. Auch wir bemerken die fortschreitende "Verrohung" und der Ton auch hier im Forum kippt immer mehr, eben weil die News oftmals nicht ohne politischen Hintergrund auskommen oder dort begründet sind (was man aus o.G. Gründen nciht verhindern kann). Natürlich versuchen wir dann, entgegenzusteuern.

Wir haben den Appell an die Weihnachtswünsche gehängt, weil wir dachten es würde hier ganz gut rein passen und wollten keinen Artikel/News in der Vorweihnachtszeit veröffentlichen, wo wir uns dann ggf anhören dürfen "Ist ja nur "benehmt euch mal mehr"-Erziehung, die ich hier nicht brauchen kann." und der Fokus NUR auf dem Thema liegt und somit noch mehr Sprengstoff bietet, als eh schon.

Wir wollten uns aber dieser "Verrohung" entgegenstellen, denn die ist eben auch für uns ein Problem.

Was den von dir genannten Post angeht: Da gab es so viel wichtige Diskussion im Thread zu, dass wir da einen ganzen Strang versenkt hätten, wo die Leute gescheit diskutiert haben. Manchmal ist die Diskussion dahinter zu behalten insgesamt wichtiger als die ursprüngliche, vllt unpassende Aussage zu versenken.
 
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Zensai schrieb:
Wir wollten uns aber dieser "Verrohung" entgegenstellen, denn die ist eben auch für uns ein Problem.
Dazu gibt es mittlerweile einige Untersuchungen und Studien, die das leider bestätigen. Social Media hat, natürlich neben auch positiven Wirkungen, eine Reihe von negativen sozial-psychologischen "Nebenwirkungen".

Vielleicht ist es ein wenig genau das, was zu beobachten, aber (noch) nicht immer gut zu erklären ist. Man wundert sich vielmehr, was eigentlich los ist.

Aktiv gegenzusteuern und evtl. auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen ist daher sehr begrüßenswert.
 
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Ich finde es gut, wie ihr das jetzt gelöst habt. Nicht einfach alles zu versenken, sondern hier wieder zusammenzukleben und sich der Diskussion zu stellen.

Ich glaube, wenn man auch mal den Willen zur Selbstreflexion hat - egal ob User oder Teammitglied -, dann kann man immer mal wieder kleine Punkte finden, aus denen man eine bessere Version seiner selbst machen kann. Ein Update quasi. Einfach für sich selbst. Um kompatibler zu sein, um weniger Bugs auszulösen ^^, mehr Verständnis aufzubringen und einfach eine gute Zeit hier zu haben. Das ist doch das, was wir hier wollen. Eine gute Zeit miteinander haben. Gute Diskussionen, paar Neckereien, aber kein Streit. Und am Ende denken, hey.. das war irgendwie nett. Macht Spaß. Gerne wieder.
 
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Neko/Arc schrieb:
mir wünschen dass es eine deutlichere Unterteilung zu reinen Hardwarenews und Themen gibt (oder sind jetzt CPU und GPU Benchmarks politisch aufgeladen???
Bei Tests ist das ja auch meines Wissens nach der Fall, da driftet lediglich die Diskussion in Verlauf ab.
Schwierig wird es bei den News, gefühlt sind in den letzten Jahren große und/oder wichtige Unternehmen immer mehr in politische Belange involviert, ASML, Nvidia, usw..

Sanktionen von den USA, Chinas Gebärden richtig Taiwan, Krieg in der Ukraine, usw., kalte und heiße Konflikte weltweit die irgendwie Einfluss auf Herstellung der Chips oder die Rohstoffe oder Geräte für die Verarbeitung haben.
Und schon ist das Thema politisch aufgeladen.

Redest du über RTX sind VRAM Knappheit oder Einfuhrbeschränkungen/~Zölle seitens der USA nicht fern.
 
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Lieber @Jan @Zensai und alle anderen vom Team,

danke dass Ihr Euch für unsere Demokratie und gemeinsamen Werte einsetzt +1 CB Pro Abo. ❤️
 
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