Dann wollen wir mal.
@Snoopy69
Zunächst einmal: Natürlich kennen andere Teammitglieder den Gesprächsverlauf von DMs, wenn dieser relevant ist (zum Beispiel weil explizit darum gebeten wurde, das Thema intern zu erörtern!). Halte dich doch dann besser mit "Du weißt gar nicht was passiert ist, also hast du da auch nix zu sagen" gegenüber anderen bitte ein wenig zurück.
Du hast am 26.12. um 0:35 in deiner DM darum gebeten um mir dann am 27.12. um 13:06 ein einfaches "Ich warte.." um die Ohren zu hauen, weil ich nicht geantwortet habe.
Ja, ich hätte vielleicht "Schaffs heut nicht mehr, meld mich später"-Schreiben können, stimmt. Habe ich aber nicht getan, weil ich schlichtweg über die Weihnachtsfeiertage eigentlich wichtigeres mit meiner Familie zu tun habe, als hier auf PNs zu antworten. Schließlich reden wir hier immer noch von einem Internetforum und nicht von der Unterhaltung unter Freunden und Bekannten oder der frischen Flamme. Da immer innerhalb von ein paar Stunden eine Antwort zu verlangen und dann mit so einem einfachen "Ich warte" um die Ecke zu kommen, fand ich schlichtweg unangebracht, was ich dir auch mitgeteilt habe.
Wenn du möchtest, können wir gerne den kompletten Verlauf hier teilen.
Ebenfalls habe ich dir nämlich auf dein "Ich will hier so einen Link nicht sehen" gesagt, dass das ein Anspruch ist den du zwar äußern kannst, aber nicht verlangen kannst durchgesetzt zu bekommen. Schlichtweg weil nicht du das Hausrecht hast, sondern wir.
Außerdem habe ich als Einordnung mitgeteilt, dass eine Partei, deren Mitglieder, Aussagen und Handlungen immer wieder extremistische Züge zeigen, Aussagen Treffen (Bsp: Die "Staatsmedien" (Der ÖR ist rechtlich eben das genaue Gegenteil und fungiert als Kontrollorgan) sind gleichgeschaltet!, Die Parteien sind Einheitsparteien! Die Migranten (pauschalisiert!) sind schuld und ohne die ginge es uns besser! Die Kultur von denen ist schuld!) aktiv daran arbeitet, unsere Demokratie zu schwächen und die Sorgen der Bürger für eigene Zwecke zu instrumentalisieren.
Die Einordnung vom VS (dessen Integrität du ganz grundsätzlich als Bullshit und Instrument ablehnst, siehe deine Antwort) ist da nur ein Beispiel gewesen. Ja die Einordnung ist nicht unproblematisch, aber aus anderen Gründen wie denen, die du anführst (Keine außer "das weiß jeder außerhalb der "Linken Bubble"").
Ich empfehle dazu diesen Artikel vom Verfassungsblog:
https://verfassungsblog.de/verfassungsschutz-gutachten-afd/
Zuletzt habe ich dir mitgeteilt, dass unser Standpunkt der folgende ist:
- Unsere Demokratie ist nicht verhandelbar. (Das impliziert auch, dass wir natürlich - so wie unserer Grundgesetz - diese verteidigen)
- Unsere in den Regeln festgehaltenen und hier postulierten Werte sind schlicht "Innerhalb der FDGO, unserer Verfassung und den dort beschriebenen Menschenrechten"
- Jeder, egal ob links, rechts, oben, unten, queer oder längs(scnr) darf hier seine Meinung äußern, solange diese Äußerung eben nicht die Regeln verletzt. Leider ist es erfahrungsgemäß nur so, dass insbesondere von ganz rechts außen eine solche Meinungsäußerung eben nicht nur das ist, sondern regelmäßig mit Pauschaliserungen, Polemik und populistischen Kampfbegriffen oder gar faktisch falschen oder bewusst massiv in Ihrer Kernbedeutung veränderten Aussagen daherkommt, und die machen das ganze dann eben zum Regelverstoß.
- (Ja, es gibt in einigen Punkten eben schon Wahrheiten oder Unwahrheiten. Ich habe zum Beispiel grade eine Kaffeetasse vor mir stehen, und an dieser Wahrheit lässt sich auch nicht rütteln.)
Nochmal zum Link und warum er für uns kein inhärentes Problem darstellt, sondern wir ihn im Gegenteil sogar für wichtig halten (
https://datajournal.org/schon-wieder/):
Im Link wird eine Perspektive aus einer möglichen Zukunft eingenommen. Hierbei werden bereits vergangene faktische Aktivitäten und Ereignisse mit ähnlichen Ereignissen aus der Vergangenheit verglichen/übereinandergelegt. Im folgenden wird dann die Zeitlinie über 2025 hinaus weitergeführt und ab hier wird dann eine fiktive Zukunft gezeichnet, die aber eben nicht einfach an den Haaren herbeigezogen ist, sondern sich an gemachten Aussagen und vor allem auch Aktionen führender AfD Repräsentanten orientiert. Abschaffung des Medienstaatsvertrags, bereits seit Jahren erfolgte Kampagne gegen die Medien, die "Altparteien", den Parteienpluralismus, die Grundrechte, die alle Menschen schützen sollen.
Die AfD ist eben nicht für die Gleichberechtigung aller Deutschen (sonst würde man ja nicht "Passdeutsche" und "Urdeutsche" unterschiedlich ansehen, was per se schon eine Ausgrenzung einer ganzen Personengruppe aufgrund der Herkunft und gegen das Grundgesetz ist).
Solange die AfD sich eben nicht selbst von ihren extremistischen Zügen abgrenzt und sich demokratisch äußert UND VERHÄLT, sehen wir diese als Gefahr für unsere Demokratie an. Dasselbe würde übrigens für andere (nachweislich, eben nicht durch Populismus propagierte <-- Unterschied!) extremistische Parteien und Institutionen gelten, egal ob von Links, Rechts oder von der dunklen Seite des Mondes.
Eine im Kern undemokratische Partei kann sich NICHT auf die Werte der Demokratie selbst berufen, während sie versucht eben jene abzuschaffen oder auszuhöhlen. Ja, die Demokratie muss so einiges aushalten und das ist auch gut so, um Meinungs- und Parteienpluralismus aufrechtzuerhalten. Dieser Pluralismus darf allerdings nicht angegriffen werden.
Aufgabe jedes Demokraten sollte sein, eben diese Demokratie zu schützen - und deshalb sehen wir das auch nicht als "von links sticheln", sondern finden den Link in Ordnung.
Das bedeutet allerdings NICHT, dass wir nicht unabhängig moderieren. Wir moderieren im Rahmen unserer Hausregeln und - wie ihr eigentlich im ganzen PuG sehen könnt - auch unabhängig der eigenen oder der im Post dargestellten Meinung, SOLANGE SIE EBEN AUCH ALS SOLCHE VON DER VERFASSUNG GESCHÜTZTE DARGESTELLT WIRD (und genau in diesem Nebensatz liegt leider eben oft die Krux).
Zu den weiteren hier noch angesprochenen Themen:
Antifaschismus und Antifaschistische Aktion:
Antifaschismus und die Antifaschistische Aktion sind zwei VERSCHIEDENE Dinge, und diese werden leider von allen Seiten immer wieder vereinfachend unter dem Begriff Antifa zusammengeworfen, was zu vielen Verwerfungen führt.
Antifaschismus selbst bedeutet lediglich, dass man sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Neonazismus positioniert.
Dieser Position schließen wir uns, genauso wie viele hier im Forum, egal ob links oder rechts an.
Es bedeutet NICHT, dass man automatisch linksextrem ist oder grundsätzlich konservative oder "rechte" Positionen verteufelt. Deswegen ist die Aussage, man könne auch konservativ oder rechts und gleichzeitig Antifaschist sein richtig und wichtig!
Die Antifaschistische Aktion hingegen ist eine Sammlung aus diversen Linksautonomen, die zwar Faschismus richtigerweise bekämpfen, dies aber nicht nur militant tut, sondern sich nicht selten auch in extremistischen Gruppierungen organisiert, die Anarchie fordern und den Staat "von Links" abschaffen wollen.
Dieser Position schließen wir uns NICHT an.
Es ist wichtig, hier zu unterscheiden und ggf zu bewerten, in welchem Kontext das Wort "Antifa" verwendet wird, um es der jeweiligen eigentlichen Bedeutung zuordnen zu können, das tun aber alle viel zu wenig, was regelmäßig zu noch mehr Spaltung führt.
Unpolitische Berichterstattung als Lösung:
Es ist (leider?) natürlich so, dass in einer globalisierten Welt so viel fachliches von eben jener Politik abhängt, so dass diese unweigerlich Teil vieler Themen wird, leider zunehmend auch in Fachforen außerhalb PuG.
Das lässt sich, wenn man eine Berichterstattung im IT Bereich in unserer "Größe" macht schlichtweg nicht vermeiden, sind doch inhärente Gründe für viele relevante Entwicklungen politischer oder gesellschaftlicher Natur (Zölle, Naturkatastrophen, Pandemien, Internationale Spannungen und Handelskriege zB).
Berieselung mit "Wokeness"
Das sehen wir nicht so. "Wokeness" hat sich als konservativer Kampfbegriff etabliert für alles was irgendwie progressiv ist. Die Welt dreht sich weiter und gesellschaftliche Veränderung gibt es in allen Bereichen. Sowohl in Richtung Vergangenheit "Früher war alles besser", aber eben auch in die andere Richtung, wie Inklusion/Anerkennung progressiverer Werte, zB Gleichberechtigung von Homosexuellen, Freiheit der Sexualität und Identität, Schutz von Minderheiten. Über beides wird hier berichtet. Das mag einem nicht gefallen, weil man der einen Sache mehr Relevanz zuordnet als der anderen, aber:
Wenn man dieses Nichtgefallen nicht äußern kann, ohne gleich beidseitig Kampfbegriffe und Floskeln wie "Wokeness", "Fähnchen im Wind", "Mannsweib", "linksgrünversifft", "Die machen das nur um uns umzuerziehen", "Warum ist da wieder n Quotenschwarzer?", "Wieder nur alte weiße Männer hier" zu nutzen oder ähnliche Formulierungen, die eben auf Herabwürdigung abzielen, anstatt das ganze sachlich und freundlich zu formulieren, dann geht das nicht schwimmen, weil uns die Meinung nicht passt, sondern eine solche Ausdrucksweise ist eben gegen die Regeln (Pauschalisierungen, Polemik, Kulturkampf etc) oder wird als Offtopic versenkt.
Regenbogenavatare von Teammitgliedern und ähnliches stehen dieser Aussage im übrigen nicht diametral entgegen, da es sich dabei um einen Ausdruck der Befürwortung von allgemein in der Verfassung garantierten Rechten (Schutz von Minderheiten, Schutz der Persönlichkeit, Keine Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Sexualität oder Geschlecht) handelt und nicht um instrumentalisierte Provokation oder Virtue Signaling.
Um nun zu einem (neuen?) vorläufigen Abschluss zu kommen (es ist grad mal zwischen den Jahren und eigentlich wollen wir doch alle die Zeit eher genießen als uns zu fetzen...):
Ich hoffe ich konnte ein paar Dinge aufklären. Wir werden nie alle einer Meinung sein (und das ist auch gut so), aber wir haben gewissen Regeln und zumindest ein paar ganz grundlegende Werte und die Netiquette innerhalb derer wir uns bitte alle bewegen und ich hoffe ich spreche für alle wenn ich sage:
Für Rassismus, Faschismus, Ausgrenzung von Minderheiten aller Art und Verstöße gegen die Grund- und Menschenrechte sind wir auf CB weder als Community, noch als Team zu haben.
Ich wünsche eine angenehme Zeit zwischen den Jahren und einen guten Rutsch ins neue Jahr!