Welcher Linux-Desktop ist Windows am Ähnlichsten?

MountWalker schrieb:
In der Gnome-Shell ohne Erweiterungen gibt es genau einen Programmstarter für jedes Programm.
Ja, außer es ist einer in /usr/share/applications und ein gleicher, der den Überschreibt in /home/<user>/.local/share/applications weiters wird der im Terminal nicht genutzt, da wird das Programm per Befehl aufgerufen.

Bei zb Ubuntu können da schon ein paar Ordner zusammenkommen:
Code:
find /usr/ ~ -name applications

/usr/share/ubuntu/applications
/usr/share/gdm/greeter/applications
/usr/share/ubuntu-wayland/applications
/usr/share/applications
/usr/local/share/applications
/home/<user>/.local/share/applications
/usr/share/ubuntu/applications
https://wiki.ubuntuusers.de/.desktop-Dateien/#Menueeintraege
 
Vom "Workflow" finde ich Zorin OOB am besten.
 
@netzgestaltung

Das ist eine vollkommen andere Frage, weil nicht das, was du in der Desktopumgebung siehst. Die Analogien zu diesen Pfadstrukturen in Windows habe ich deswegen auch weggelassen - da kämen ja dann auch noch der Standard-PATH für den Programmaufruf aus der Powershell/Eingabeaufforderung sowie die tatsächlichen ausführbaren Dateien in der Ordnerstruktur hinzu. Mir gings hier darum, was grafisch da ist in der grafischen Umgebung namens Desktop und das ist genau ein Starter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mondgesang
Wenn es nur um die GUI geht, also die Desktop-Oberfläche, wie man das System grundsätzlich bedient, dürfte out-of-the-box wohl KDE am ähnlichsten sein.
Aber. Windows ist eben Windows und Linux ist eben Linux. Unter der Haube funktionieren beide Betriebssysteme grundverschieden.
Und das merkt man immer, wenn man mehr machen will als Programme installieren und nutzen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Crisser67
Ich bin ja ein Fan von Linux Mint Cinnamon -wer hätte das gedacht-
Bei Cinnamon kann man einiges tweaken, aber auch nicht alles, für meinen Geschmack genau die richtige Mischung für den Anfänger/Umsteiger.
Läuft out-of-the-box ohne Rätsel aufzugeben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: rollmoped
Genau,

es geht hier gar nicht so sehr um die Technik unter der Haube sondern eher um die Designphilosophie als Solche.

Um vielleicht mit einem überspitzten Beispiel etwas Verständnis reinzubringen.


XFCE eher minimalistisch, Kantig, nicht mehr als muss, utilitaristisch, simpel, kein Schnickschnack. Hat für mich so Züge von Windows XP in der klassischen Ansicht. Simpel, alles ist da und sichtbar,

KDE Plasma in der Tat gewisse Ähnlichkeiten zum frühen Windows 10. Kantig, scharf, ernster, professionell, klare Linien. Wobei es hier auch schon aufhört, denn KDE geht hier weiter mit einem Feeling wie wenn man einen Serverschrank öffnet und tausende Kabel einem entgegenspringen. Oder vor einer Maschine steht mit tausenden Schräubchen, Drehrädchen, Hebeln und Knöpfen. So viel Auswahl, dass es einen überwältigt.

yast.png


Bei YaST bekam ich immer dieses typische Feeling. Professionell, kalt, kantig, scharfe Schrift, du installierst gerade ein System. Friss oder stirb. Hier ist die Dokumentation. Lies, genieß. Tschüss. Sudo rm -rf.


Und jetzt das überspitzte Gegenbeispiel

Win11 und GNOME. Rund, sanft, blurry, "Klickibunti", große Schaltflächen, Versuch einer stressfreien Oberfläche?*, mild, alles unter die Haube versteckt, was nicht unbedingt an die Oberfläche gehört.

*damit möchte ich übrigens dieses Beispiel ausweiten auf so manch andere Player, die mir im Laufe der Zeit aufgefallen sind. Mein Google Pixel hat ähnliche Züge. Große gerundete buttons, die Symbole sind eher naja symbolisch. Menschen sind eher so schemenhaft dargestellt. Auch bei bestimmten Services wie Gemini sehe ich das. Sanfte runde Kanten, viel Blur.

Win11.jpg

Blur, sanfte, helle Farben, sanfte Farbverläufe, rund, freundlich, "Hey ich bin dein Freund und Begleiter" (ähnlich wie die Idee von Cortana oder Copilot), vergiss das System und die Technik unter der Haube, hier ist alles freundlich.

gemini.jpeg

Fast exakt genauso sieht Gemini aus. Blur, sanfte Farben, Farbverlauf, diese Instagram ähnliche Farbgebung, freundlich. Hey, ich bin dein KI Assistent. Sprich mit mir, ich helfe dir.

ubuntu installer.jpeg

Runde Kanten, runde Schrift, sehr symbolische Icons oder Bilder. System wird "süß" dargestellt, mit comichaften plumpen, monochromen Werkzeugen. Hab keine Angst, Nutzer, ist alles gar nicht so gruselig.

Pixel.png

Hier ein Bild von meinem Pixel 3a. Mensch dargestellt als Skizze, freundlich, rund, ohne Figur, "inklusiv"?, alles rund, alles freundlich, "für Menschen gemacht" (übrigens Ubuntus Namensgebung).

Kann es sein, dass das gerade generell so der Trend ist? Technik an der Oberfläche "freundlich" und "untechnisch" machen? Dieser Trend ist ja hier anhand der Beispiele erkennbar und ich finde dem schließt sich GNOME am ehesten an. Besonders wenn Entwickler den Desktop noch weiter in die Richtung pushen (siehe Ubuntu).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Crisser67
KnolleJupp schrieb:
KDE am ähnlichsten sein.
Da ist xfce um einiges ähnlicher sry. KDE 3.5 oder Trinity war noch relativ ähnlich aber es hat sich weiterentwickelt
 
Mondgesang schrieb:
Technik an der Oberfläche "freundlich" und "untechnisch" machen? Dieser Trend ist ja hier anhand der Beispiele erkennbar und ich finde dem schließt sich GNOME am ehesten an.
Ja, ich verstehe was du meinst. Gnome ist darauf ausgelegt, möglichst einfach bedienbar zu sein und grundsätzlich wäre Ubuntu vielleicht deshalb auch das optimale System für jemanden, der überhaupt noch nie mit einem PC gearbeitet hat.

Aber wenn es wieder um die Anordnung der Funktionen geht, wirkt es auf den ersten Blick für Umsteiger von Windows ziemlich wild. Cinnamon dagegen wirkt auf mich sehr an Windows angelehnt und trotzdem nicht überfrachtet. Es ist für mich schwer, den Look out of the Box wegzudenken, wenn man mit Windows vergleicht.
 
Also, ich habe seit 3 Wochen mxlinux auf einem Testrechner und werde demnächst, von Windows 11, auf dieses Betriebssystem wechseln. Hier braucht man nicht einmal zum Software installieren die Konsole, sondern kann dies über eine moderne Oberfläche tuen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Crisser67
Zorin ist Windows am ähnlichsten.

Mondgesang schrieb:
Oder sollte ich besser sagen, alles schreit einem entgegen getweaked zu werden. Ist schon sogar lästig teilweise und ich wünsche mir immer wieder, es gäbe eine Option, alle diese Tweak-Icons verschwinden zu lassen, bis man den "Ich bin in Customizing-Stimmung" button wieder aktiviert.
Welche Tweak Icons Sollen das sein?

Ich verwende KDE seit Jahren und mir wäre sowas nicht aufgefallen.

Mir ist sowieso nicht klar, welche Bedienelemente man außer der Taskleiste regelmäßig braucht.
 
MountWalker schrieb:
Ich würde sagen, dass Gnome und Windows strukturell - und zwar Win8 eingeschlossen - einen massiven Unterschied haben. In der Gnome-Shell ohne Erweiterungen gibt es genau einen Programmstarter für jedes Programm. Auf dem Windows Explorer (ja, so heißt die Windows Desktopumgebung, nicht nur der Dateibrauser) gibt es dagegen: Klassischer Starmenüeintrag PLUS gesonderter Starmenüeintrag (die Kachel) PLUS Schnellstarter in der Schnellstartleiste PLUS Desktop-Icon.
Ergänzung ()
man hat also 4 mal die Möglichkeit etwas zu starten , schön ... nennt man irgendwie Masse statt Klasse :-) , einmal gestartet ist mehr als ausreichend, nur so meine Meinung
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kuristina
Seh ich auch so. Lieber einmal durchdacht, als 4-mal irgendwie. ^^
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Eddy021771
Ich nutze schon eine Weile Linux. Auf dem Notebook vor etwa einem Jahr den Wechsel auf Linux Mint vollzogen. Den Desktop dieses Jahr auch.

Ich persönlich finde, dass gerade Cinnamon mit dem Papirus Icon Pack und bspw. die Symbole in der Taskleiste in der Mitte sehr clean wirkt.

Aktuell versuche ich auf dem Desktop Fedora 42 mit dem Gnome Desktop. Die KDE-Installation habe ich sagenhafte 2 h auf dem System gehabt. Ich mag KDE überhaupt nicht. Es wirkt an vielen Stellen "ungleichmäßig", genau wie Windows 11, wo du teilweise noch Menüs aus Windows 95 drin hast 🙈
Für mich ist KDE zu aufgebläht. Ich hatte in der Vergangenheit schon Versuche gemacht und immer wieder nach ein paar Tagen oder Stunden aufgegeben.

Beim GNOME bin ich nun beim 2. Versuch und mit den GNOME Tweaks und den Erweiterungen doch langsam zufrieden.

Und trotzdem würde ich sofort wieder auf Cinnamon zurückgehen. Jedoch gerade die Tatsache wegen X11 und dann doch der veralteten Treiber bei Mint macht es aktuell keinen wirklichen Sinn. Aktuell merke ich, dass Fedora auf meinem PC (siehe Signatur) doch etwas smoother läuft als Linux Mint.

Um auf deinen Thread zu gehen: Windows 11 wirkt auf mich eher wie KDE. Sau viele Einstellungen, wo du fast erschlagen wirst.

Mein Desktop aktuell:
Bildschirmfoto vom 2025-07-18 14-46-51.png
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mondgesang
end0fseven schrieb:
nd trotzdem würde ich sofort wieder auf Cinnamon zurückgehen. Jedoch gerade die Tatsache wegen X11 und dann doch der veralteten Treiber bei Mint macht es aktuell keinen wirklichen Sinn.
Du musst für Cinnamon ja nicht zwangsweise auf Linux Mint setzen. Gibt auch andere Distributionen mit aktuelleren Paketen/Treibern, die optional Cinnamon als Desktopumgebung anbieten. Beispielsweise kann man sich bei praktisch jeder arch-basierten Distro auch Cinnamon nachinstallieren (wenn es nicht schon direkt vom Installer angeboten wird) und bist gleichzeitig bei Kernel, Treibern und Software fortwährend auf dem aktuellsten Stand.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Crisser67 und Kuristina
@mibbio Da gebe ich dir im Grunde recht. Nur setzt Cinnamon immer noch auf X11. Gerade mit Multimonitor habe ich da Probleme was ich mit einem Desktop mit Wayland nicht habe. Wayland ist unter Cinnamon immer noch in einer früher Phase. Bspw. gehen immer noch keine Tastaturlayouts ausser Englisch. Jedoch soll wohl mit Linux Mint 22.2 dann auch einiges am Cinnamon Desktop gehen.
 
Ich zeige euch hier mal wie schön Mate aussehen kann:
Bildschirmfoto zu 2025-07-18 16-58-58.png


oder :

Bildschirmfoto zu 2025-07-18 17-01-06.png


Natürlich geht das auch so 1:1 oder besser in XFCE. Nur damit ihr versteht warum KDE dafür nicht geeeignet ist,
 
@bluedxca93 Interessant auf alle fälle. Aber will man wirklich heute noch so Arbeiten? Ich fand dieses Baum-Menü in Windows XP immer furchtbar! Deshalb habe ich mir damals bei der Vista Beta sofort mein XP runter geschmissen. Die Suche war ein Segen!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: bluedxca93
Suchleiste? wenn ich mich richtig erinnere geht das auch, dann sieht das Design halt leicht gebrochen aus.

Meine hier war obendrüber oder ungendrunter die Suchleiste hab die aber in den Einstellungen versteckt, weils leicht komisch aussah:

xp-i.png
 
Zurück
Oben