Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Im IT Bereich kann man aber auch schlecht verdienen und unbezahlte Bereitschaften machen usw. ich wäre da vorsichtig.
 
@Godde

Die 86.000 offene Stellen für Informatiker beziehen sich auf studierte Informatiker. Somit nicht die Jungs die die Kabel ziehen, sondern doch eher die höheren Gehaltsklassen.

Egal. die Aussage wie viele offene Stellen existieren, zeigt immer noch kein Mangel an Gehälter an.
 
Godde schrieb:
@Lasse,

Stimme dir hier absolut zu. Selbst in der IT hast du teilweise Gehälter um die 2k Brutto. Das ist ein Witz. Ich sehe zb bei einem ortsansässigen Pflegedienst, wie hoch dort die Fluktuation ist. Das liegt sicherlich an der "guten" Bezahlung und den tollen Arbeitsbedingungen.
Uh, bei der IT kann ich behilflich sein und auch wenns nicht gefällt und an anderer Stelle angemerkt wurde! "Job wechseln!"
Für 24k Brutto bekommst Du nicht mal mehr einen adäquaten 1st-Level-Support. Wir reden hier noch nicht von SAP- oder MS Dynamics Experts. Data Manager oder Architekten; auch spannend. Ganz wild wirds im Bereich IT-Sec. Da bekommste selbst im Osten nichts mit Ahnung unter 70k, eher 6-stellig. Wer da richtig Ahnung hat wird eh Freelancer und sucht sich die Kunden aus. Das ist die Realität.
 
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Letztlich ist es doch vollkommen egal, ob Pflegekräfte besser bezahlt werden, oder ob man einfach die Arbeit auf mehr Pfegekräfte verteilt (gerngere individuelle Arbeitsbelastung).
Beides macht das Gesundheitssystem insgesamt teurer, und genau da liegt auch das Problem. Denn es wird nicht für irgendwen teurer, sondern für uns alle.

Genau aus dieser Ecke kommt der Pfegenotstand ... das bisschen Profitgier einzelner Betreiber fällt daneben kaum auf.
Solange wir uns also nicht damit abfinden, dass Pflege teurer wird, wird der Pflegeberuf unattracktiv bleiben UND in Anbetracht der Belastungen relativ schlecht bezahlt werden.
Im Gegenzug wird die Pflege aber wenigstens nicht noch teurer, als sie ohnehin schon ist.
Der Pflegenotstand ist einfach der Preis für diesen "Luxus". Und ja ... das ist auch aufgrund des Umlagesystems so.

Streikende Pflegekräfte?
Au ja ... so wie man in Deutschland auf streikende Erzieher, Lokführer oder Piloten reagiert, kann ich mir so richtig gut vorstellen, wem BILD den schwarzen Peter zuschieben wird (die Unternehmen werden es nicht sein).
Da ist dann nichtmal mehr Klatschen drinne ... auch nicht bei einer Pest 2.0 und Schichten von durchschnittlich 20 Stunden.
Das sind dann einfach die "Schweine" die einem noch mehr vom sauer verdienten Geld aus der Tasche ziehen wollen.
Auch wenn dieser Zusammenhang Wenigen wirklich bewusst zu sein scheint, dass die Kranken- und Pflegeversicherung teurer wird, wenn die Gehälter der Pflegekräfte steigen, das wird BILD uns dann schon beibiegen.
 
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DerOlf schrieb:
Und ja ... das ist auch aufgrund des Umlagesystems so.
Das Umlagesystem würde auch hier super funktionieren, wenn man es richtig machen würde. Aber Dank der Beitragsbemessungsgrenzen (der Schutzzaun für die Reichen) und das man das Gesundheitssystem quasi nur aus Einnahmen von Arbeit finanziert, wird das auf lange Sicht so auch nicht mehr finanzierbar sein. Und, weil es immer weniger für Lohn arbeitende Menschen geben wird. Also müssten auch hier alle einzahlen und jede Art von Einkommen (Zinsen/Dividenden, Mieteinnahmen etc.) zur Finanzierung mit herangezogen werden.
 
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@Discovery_1
Sogar die Art der Finanzierung spielt dabei keine große Rolle.

Natürlich könnte die Last gerechter verteilt werden ... und trotzdem würde es füralle teurer werden, wenn mehr Pflegekräfte bezahlt werden müssen, oder die existierenden mehr Geld bekommen sollen.
Was glaubst du, wem die Anleger die Schuld geben werden, wenn sie einen "größeren" Teil dieser Einnahmen abdrücken müssen? Die sind ganz sicher "not amused" ... und dabei werden sich Reiche und Arme sogar einig sein.

Es geht nicht darum, ob die Last "gerecht(er) verteilt" wird, sondern einzig um den eigenen Anteil, der steigt.
 
Hallo

Discovery_1 schrieb:
Aber Dank der Beitragsbemessungsgrenzen (der Schutzzaun für die Reichen)
Es ist doch jetzt schon ungerecht das jemand der 350€ monatlich für die Krankenkasse bezahlt genau die gleiche Gegenleistung bekommt wie jemand der 150€ monatlich für die Krankenkasse bezahlt.
Eine Erhöhung der Beitragsbemesssungsgrenze würde diese Ungerechtigkeit nur noch verstärken und noch mehr Gutverdiener/Selbstständige/Reiche zu den privaten Krankenkassen treiben.
Wie weit soll das gehen, soll der Bierpreis in der Kneipe nach Gehalt gestaffelt werden, der Mindestlöhner zahlt 1€ pro Bier, der Mittelschichtler 2€ pro Bier und der Reiche 3€ pro Bier ?
Ich hoffe echt das Die Linke bei der jetzigen Wahl unter die 5% Hürde und in die Vergessenheit rutscht.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Eine Erhöhung der Beitragsbemesssungsgrenze würde diese Ungerechtigkeit nur noch verstärken und noch mehr Gutverdiener/Selbstständige/Reiche zu den privaten Krankenkassen treiben.
Kein Problem. Im Zuge dessen wird einfach die 2-Klassen-Medizin abgeschafft, dann besteht das Dilemma nicht mehr.

Natürlich kann man sich dann freiwillig Zusatzversicherungen dazu "buchen".
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich hoffe echt das Die Linke bei der jetzigen Wahl unter die 5% Hürde und in die Vergessenheit rutscht.
Das wäre wirklich wünschenswert, denn dann würde RRG einfach durch RG ersetzt da keine bockige Partei mit fragwürdigen Außenpolitischen Positonen mehr blockiert
 
Hallo

Skaiy schrieb:
Natürlich kann man sich dann freiwillig Zusatzversicherungen dazu "buchen".
Inwieweit würde das die Zweiklassenmedizin abschaffen, was machen diejenigen die sich die freiwilligen Zusatzleistungen nicht leisten können ?

Skaiy schrieb:
Im Zuge dessen wird einfach die 2-Klassen-Medizin abgeschafft, dann besteht das Dilemma nicht mehr.
Zusatzversicherungen leisten können und Zusatzversicherungen nicht leisten können wäre keine Zweiklassenmedizin ?

Grüße Tomi
 
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Discovery_1 schrieb:
Das Umlagesystem würde auch hier super funktionieren, wenn man es richtig machen würde. Aber Dank der Beitragsbemessungsgrenzen (der Schutzzaun für die Reichen) und das man das Gesundheitssystem quasi nur aus Einnahmen von Arbeit finanziert, wird das auf lange Sicht so auch nicht mehr finanzierbar sein.

Also die Beitragsbemessungsgrenzen liegen bei 7.100 EUR Monatsbrutto. Damit ist man noch lange nicht reich*.

Weiterhin zahlt man da schon über 1.000 EUR pro Monat alleine für die Krankenversicherung (AG+AN Anteil). Es muss auch ein vernünftiges Verhältnis bleiben. Damit decken die besser Verdiener schon sehr viel ab. Am Ende muss man ja trotz sehr hohen Beitrags noch Zuzahlungen bspw. Zahnarztleistungen vornehmen.

*der Begriff reich wird von den Linken sehr inflationär verwendet und beschreibt über die Jahre immer niedrigere Einkommensgruppen. Früher waren es wirklich die Millionäre die bei den Linken als reich galten. Heute sind es die Facharbeiter ... morgen der Bäcker Azubi.
 
Hallo

_killy_ schrieb:
Weiterhin zahlt man da schon über 1.000 EUR pro Monat alleine für die Krankenversicherung (AG+AN Anteil). Es muss auch ein vernünftiges Verhältnis bleiben.
Und bekommt genau die gleiche Gegenleistung wie jemand der nur 300€ (AG+AN Anteil) bezahlt, das ist schon ein unvernünftiges und ungerechtes Verhältnis.
Eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze würde dieses Verhältnis noch viel unvernünftiger und ungerechter werden lassen.
Ist das linke Gerechtigkeit, das doppelte/dreifache für genau das gleiche bezahlen ?

_killy_ schrieb:
*der Begriff reich wird von den Linken sehr inflationär verwendet und beschreibt über die Jahre immer niedrigere Einkommensgruppen. Früher waren es wirklich die Millionäre die bei den Linken als reich galten. Heute sind es die Facharbeiter ... morgen der Bäcker Azubi.
Ich verstehe diese Einordnung von Reich bei den Linken auch nicht, 100.000€ Brutto jährlich ist noch lange nicht reich.
Ich habe letztens geschrieben das für mich jemand reich ist der eine Villa, einen Ferrari und hunderttausende Euro auf dem Konto hat, da schrieb jemand (ich habe vergessen wer) das ist für Ihn Superreich.
Was sind dann Millionäre ? Superduperreich - Was sind dann mehrfache Millionäre Superdupermegareich ? - Was sind dann Milliardäre Superdupermegahyperreich ?

Grüße Tomi
 
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_killy_ schrieb:
(...)
*der Begriff reich wird von den Linken sehr inflationär verwendet und beschreibt über die Jahre immer niedrigere Einkommensgruppen. Früher waren es wirklich die Millionäre die bei den Linken als reich galten. Heute sind es die Facharbeiter ... morgen der Bäcker Azubi.
Für eine sachliche Diskussion sollte man vor allem die Begriffe Einkommen und Vermögen/Reichtum entsprechend ihrer Einheiten (Einkommen in € pro Monat) und Vermögen (in €) sauber trennen.

Jemand mit 10 Millionen € auf dem Konto und ohne Einkünfte ist nicht arm und jemand der ab nächsten Monat eine Stelle mit 10.000 € pro Monat (mit 0 € auf dem Konto) antritt ist nicht reich.

Bzgl. dieser Unsachlichkeit liegen Linke und Neoliberale m. E. aber gleich auf.
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich habe letztens geschrieben das für mich jemand reich ist der eine Villa, einen Ferrari und hunderttausende Euro auf dem Konto hat, da schrieb jemand (ich habe vergessen wer) das ist für Ihn Superreich.
Was sind dann Millionäre ? Superduperreich - Was sind dann mehrfache Millionäre Superdupermegareich ? - Was sind dann Milliardäre Superdupermegahyperreich ?
Das war meine Wenigkeit, allerdings ist in meinen Augen jemand mit Villa und Ferrari zwangsläufig Millionär. Ob die Millionen auf dem Konto liegen oder in Sachwerten vorliegen, macht für mich keinen Unterschied.

In der Gewichtsklasse macht es für mich auch keinen großen Sinn, noch weiter zu unterteilen. Denn die Leute in solchen Sphären besitzen allesamt mehr Geld, als sie in ihrem Leben jemals ausgeben könnten. Was für mich so ziemlich die Definition eines Superreichen darstellt.
 
Hallo

OdinHades schrieb:
Denn die Leute in solchen Sphären besitzen allesamt mehr Geld, als sie in ihrem Leben jemals ausgeben könnten.
Wie kommst du auf die Idee das Millionäre mehr Geld besitzen als sie jemals ausgeben könnten ? Es gibt sehr teures Luxus Spielzeug, was du von Luxus Spielzeug hälst ist uninteressant.

OdinHades schrieb:
In der Gewichtsklasse macht es für mich auch keinen großen Sinn, noch weiter zu unterteilen.
Ach so bis hunterttausend Euro 5 Klassen und ab Hunderttausend Euro 1 Klasse macht Sinn und da wundert sich Die Linke das sie kurz davor ist unter die 5% Hürde und in die Vergessenheit zu rutschen.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Und bekommt genau die gleiche Gegenleistung wie jemand der nur 300€ (AG+AN Anteil) bezahlt, das ist schon ein unvernünftiges und ungerechtes Verhältnis.
An das Thema Versicherung macht es keinen Sinn so heranzugehen.

Mit Zusatzleistungen meine ich Leistungen wie 1-Bett-Zimmer etc. Wenn jemand darauf besteht, kann er es natürlich machen.

Die Leistungen an sich sollten für alle gleich sein.

Es geht darum, dass

1. JEDER in die GKV ("Bürgerversicherung") einzahlt und

2. JEDER bei der Terminvergabe gleichbehandelt wird.
 
Hallo

Skaiy schrieb:
An das Thema Versicherung macht es keinen Sinn so heranzugehen.
Da hast du Recht, bei der Arbeitslosen- und Krankenversicherung ist das leider so, bei meinen KFZ Versicherungen sinken die Beiträge kontinuierlich je länger ich unfallfrei fahre.
Was wäre das schön wenn das bei der Arbeitslosen- und Krankenversicherung genau so wäre, das die Beiträge kontinuierlich sinken je länger ich nicht arbeitslos und krank werde.
Ich finde es unfair das manche ihr Leben lang einzahlen aber nie etwas beanspruchen und manche ihr Leben lang beanspruchen aber nie eingezahlt haben und einzahlen werden.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Ich finde es unfair das manche ihr Leben lang einzahlen aber nie etwas beanspruchen und manche ihr Leben lang beanspruchen aber nie eingezahlt haben und einzahlen werden.

Woher der Sinneswandel? Oder ist damit nur die Arbeitslosenversicherung gemeint?
 
Tomislav2007 schrieb:
Wie kommst du auf die Idee das Millionäre mehr Geld besitzen als sie jemals ausgeben könnten ?
Weil es einfach nicht möglich ist. Es ist egal, was man sich mit soviel Geld abschafft, man kriegt ja immer irgendeinen Gegenwert. Wer sich eine Immobilie kauft, besitzt immer noch deren Wert. Selbes Spiel bei Autos oder jeglichen anderen Sachwerten. Geld wirklich loszuwerden, ist irgendwann gar keine so einfache Sache mehr. Da hilft dir irgendwann nur noch Glücksspiel weiter.
 
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