Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Andy8891 schrieb:
Also was ist dein Vorschlag für dieses "Dilemma"?

Eines der größten Steuerschlucker ist unser marodes und steinzeitliches Rentensystem.

Der Steuerhaushalt sieht Ausgaben von 362 Milliarden Euro vor (2020)
  1. Mehr als 100 Milliarden Euro für die Rentenversicherung um "Lücken zu stopfen"
  2. Der zweitgrößte Posten ist der Etat des Verteidigungsministeriums, der auf 45,1 Milliarden Euro wächst
Quelle1, Quelle2

Alleine aus den beiden größten Steuerfressern kann man sicherlich so einiges optimieren.
  1. Altersvorsorge mit Aktien und ein einheitliches Rentenmodell (Beamte, Ärzte, Anwälte... werden mit einbezogen)
  2. Kenne ich mich zu schlecht aus, halte ich pauschal aber für nicht mehr Zeitgemäß.
  3. Digitalisierung und Entschlackung unserer Bürokratie
  4. Keine schwarze Null
  5. Klimadividenden
  6. Pflegefonds & Private Vorsorge fördern
DerHechtangler schrieb:
Und das wir auch schon jetzt viel zu viele Menschen sind. Und der Trend geht weiter.

Da bin ich optimistisch. Die Technologie ist da. Es fehlen bis Dato nur richtige wirtschaftliche Anreize.

Recycling, alternative Rohstoffe/Materialien, Dekarbonisierung, regenerative Energien und deren Speicherung [...] -> Ist alles bereits da, nur ist es oft einfach nicht wirtschaftlich. Das wird sich aber ändern, sobald man auf CO2e einen Deckel macht.
 
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BridaX schrieb:
Da bin ich optimistisch. Die Technologie ist da. Es fehlten bis Dato nur richtige wirtschaftliche Anreize.

Recycling, alternative Rohstoffe/Materialien, Dekarbonisierung, regenerative Energien und deren Speicherung [...] -> Ist alles bereits da, nur ist es oft einfach nicht wirtschaftlich. Das wird sich aber ändern, sobald man auf CO2e einen Deckel macht.
Ja, das wäre schön.
Aber wenn es in Ländern wir unseren schon so schleppend vorangeht, wie soll das erst in Drittwelt- oder Entwicklungsländern werden? Dort wird das ja noch viel viel länger dauern. Und bis dahin werden wir immer mehr. Ganz so einfach wird es wohl nicht werden.
 
@DerHechtangler

Ich hoffe wirklich, dass das Thema für die Erhaltung unseres Klimas in der Politik angekommen ist. Wenn ich in mein Aktiendepot schaue, dann habe ich zumindest den Eindruck, dass das Thema bei den Unternehmen angekommen ist.

DerHechtangler schrieb:
Aber wenn es in Ländern wir unseren schon so schleppend vorangeht, wie soll das erst in Drittwelt- oder Entwicklungsländern werden?

Da stehen die Industrieländer mMn in der Pflicht diesen zu kompensieren, zumindest über eine gewisse Zeit. Stichwort Dekarbonisierung. Ich habe zu dem Thema erst letztens einen wirklich tollen wissenschaftlichen Beitrag gelesen: Unkonventioneller Klimaschutz (Gezielte CO2-Entnahme aus der Atmosphäre als neuer Ansatz in der EU-Klimapolitik)

(überhaupt eine verdammt gute Quelle für wissenschaftliche Artikel!)

"Nicht alle Mitgliedstaaten und Branchen werden im Jahr 2050 bereits Treibhausgasneutralität erreicht haben, manche werden 2050 schon unter Null liegen müssen. Die Option der CO2-Entnahme aus der Atmosphäre ermöglicht eine stärkere Flexibilisierung der Klimaschutzpolitik, wird aber auch neue Verteilungsfragen aufwerfen."

Deutschland und weitere Industrieländer haben über zwei Jahrhunderte massiv von der Industrialisierung profitiert und entsprechend CO2e ausgestoßen. Warum sollten wir es uns erlauben dürfen anderen diese Chance auf einen besseren Lebensstandard abzusprechen? Geopolitisch eine heikle Angelegenheit. Mal schauen...

Auch die gute Mai fasst die Themen in der Doku vom WDR ganz gut auf:


Naja, bin halt Börsianer und grundoptimistisch. Zumindest wird die Zukunft spannend :)
 
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Altersvorsorge mit Aktien.:rolleyes: Alles privat finanzierte kann seinen Wert von heute auf morgen komplett verlieren. Niemand weiß, ob das Unternehmen in 20 Jahren überhaupt noch existiert. Für die Rente ist das Umlage-System für die Mehrheit der Menschen das einzig vernünftige System. Jeder zahlt einen niedrigen Prozentpunkt in die Rentenkasse ein, aber dafür von jeder Art von Einkommen. So könnte man jeden Menschen eine Rente garantieren, von der man menschenwürdig leben kann. Man müsste also eine Mindest- und eine Höchstrente gesetzlich festlegen, die je nach Wirtschaftslage individuell angepasst wird. Die Umlage-Rente kann auch nicht kaputtgehen, weil die aktuell arbeitende Generation in diesem System die Rentner immer mitfinanzieren würde. Vorausgesetzt, man macht es richtig. Und dieses System würde auch super für die Gesundheit und die Bildung funktionieren. Wer sich zusätzlich privat mit Risiko versichern will, der kann das ja gerne tun.
 
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Discovery_1 schrieb:
Altersvorsorge mit Aktien.:rolleyes: Alles privat finanzierte kann seinen Wert von heute auf morgen komplett verlieren.

Ach komm, das hatten wir bereits. Noch nie hat der Aktienmarkt seinen kompletten Wert verloren. Seit Jahrhunderten nicht. Schau mal zu den Norwegern, so blöde sind die nicht...

Das Umlage-System vom Sparbuch-Olaf. Viel Glück damit künftig deine Rente zu sicher ohne erst mit 70 dessen Leistung zu beanspruchen.
 
Discovery_1 schrieb:
Mag sein. Aber das Umlage-System ist halt zu 100 % sicher.

Staaten gehen pleite, die Weltwirtschaft nicht. Rente auf Umlage gehört dem Staat, Aktien den Menschen.
 
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Jo, wenn man bei Aktien Geduld hat und breit anlegt, muss man sich echt wenige Sorgen machen. Die Rendite ist dann halt auch eher überschaubar. No risk no fun. Oder so.

Andererseits haben Erfahrungswerte aus der Vergangenheit an den Aktienmärkten wenig Bedeutung. Dass es noch nie einen dauerhaften Crash gab, bedeutet nicht, dass dieser nicht doch eines Tages kommen könnte. So richtig sicher sollte man sich deshalb nie fühlen. Genau das ist ein gern gemachter Anfängerfehler.

Es wird letztlich am Aktienmarkt immer Verlierer geben. Eben die finanzieren ja die Renditen der Gewinner. Auch bei Aktien kommt kein Geld aus dem Nichts.
 
OdinHades schrieb:
Jo, wenn man bei Aktien Geduld hat und breit anlegt, muss man sich echt wenige Sorgen machen. Die Rendite ist dann halt auch eher überschaubar. No risk no fun. Oder so.

7% annuale Rendite (Inflationsbereinigt) über 100 Jahre ist mehr als "überschaubar". Bei der Rente sprechen wir von einem Anlagehorizont von über 60 Jahren.

OdinHades schrieb:
Andererseits haben Erfahrungswerte aus der Vergangenheit an den Aktienmärkten wenig Bedeutung. Dass es noch nie einen dauerhaften Crash gab, bedeutet nicht, dass dieser nicht doch eines Tages kommen könnte.

Wenn dieser Tag kommt, dann sei gelobt wer sich einen Atomschutzbunker in den Garten gebaut hat. Viel Glück mit der staatlichen Rente... oder den Goldbarren im Tresor. Dauerhafter Crash... :freak:

OdinHades schrieb:
Es wird letztlich am Aktienmarkt immer Verlierer geben. Eben die finanzieren ja die Renditen der Gewinner. Auch bei Aktien kommt kein Geld aus dem Nichts.

Falsch. Nach deiner These müsste der Aktienmarkt auf der Stelle treten - tut er nicht. Wer in die Welt investiert profitiert von dessen Welt-Wirtschaftswachstum. Menschen werden immer reicher, der Lebensstandard steigt, es wird mehr konsumiert, neue Wirtschaftsbereiche werden erschlossen (Klimawandel) und Geld WIRD aus dem Nichts geschöpft (Kreditvergabe).

Aber ich fürchte wir schweifen ab... über Aktien können wir gerne im dedizierten Thread diskutieren.
 
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BridaX schrieb:
Das Problem mit Aktien ist:
Geht man auf die "Kursgewinne" ist es ein Schneeballsystem.
Geht man auf die Dividende aus Gewinnen, wäre es simpler direkt die MwSt um einen Rententeil zu erhöhen
Denn dann profitierst du wirklich von der Wirtschaftsleistung unabhängig in welches Unternehmen du investierst.

BridaX schrieb:
einheitliches Rentenmodell (Beamte,
Bedeutet das, das Beamte weniger verdienen sollen? Sonst ist es einfach nur Linke Tasche Rechte Tasche. Da der Staat das Gehalt der Beamten zahlt.
 
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BridaX schrieb:
[...]Da bin ich optimistisch. Die Technologie ist da. [...]

Du meinst Atomwaffen? ;)


Discovery_1 schrieb:
Altersvorsorge mit Aktien.:rolleyes: Alles privat finanzierte kann seinen Wert von heute auf morgen komplett verlieren. [...]

Ja. Und wie viel kann ich mir in 50 Jahren von meiner Rente dann kaufen? Mit z. B. 2000 Euro pro Monat, was die meisten sowieso nicht erreichen?

Ein Brot?
 
Discovery_1 schrieb:
@BridaX Es scheint wirklich zu stimmen, der Kapitalismus ist inzwischen eine Religion. Man kommt da nicht gegen an. :D

Im Gegensatz zur Religion setze ich auf die mehrheitliche Wissenschaft. Statt an einen Gott, glaube ich an die Menschen und deren Schaffensgeist - nichts anderes sind Unternehmen/Aktien.

Mehr als in Worte gepackte Emotionen kommt von euch halt nicht. Wieso sollte ich mich davon überzeugen lassen? Meine gemachten Erfahrungen können dem einfach nicht mehr zustimmen. Das ist meiner Meinung nicht die Realität die ihr glaubt zu sehen. Am Ende sind wir alle nur das Produkt unserer Erfahrungen - ist ja auch in Ordnung.

Ich habe für mich einen Weg gefunden der funktioniert, der erwiesenermaßen seit Jahrhunderten funktioniert, und ich würde auch jedem anderen wünschen daran teilzuhaben.

Idon schrieb:
Du meinst Atomwaffen? ;)

Richtig. Einfach ein Loch in die Ozonschicht ballern und schon entweicht das CO2 :)
 
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Andy8891 schrieb:
Kannst du das bitte mit Lösungsvorschlägen ausführen.

Fakt ist: Bezahlt man der Pflegekraft im aktuellen Modell mehr, muss dies 1:1 von den Gepflegten übernommen werden. Dann kostet die Pflege anstatt 3.000 € im Monat eben 4.000 €.

Wenn sich der Gepflegte das nicht leisten kann, übernimmt der Staat (Steuerzahler). Wenn der Staat kein Geld mehr hat, muss er was? Genau Steuern erhöhen.

Eine Steuererhöhung trifft wen am härtesten? Die untere Bevölkerungsschicht.

Erhöht man die Steuern ausschließlich für "die Reichen" kommt sofort das Argument: Die verlassen Scharrenweise das Land.

Also was ist dein Vorschlag für dieses "Dilemma"?

Wie schon im Post 5.042 von mir beschrieben, kann man auch auf der Ausgabenseite als Staat Einsparungen vornehmen.
Stichwort "Schwarzbuch der Steuerzahler".

Diese Milliarden die man dort einspart, können dann gerne verwendet werden, um in sozialen Bereichen entsprechende Steuerzuschüsse zu leisten.

Somit gibt es kein Dilemma. Ne? ;)
 
Hallo

_killy_ schrieb:
Ja, es gibt Unterschiede in den Gehälter je nach Job. Fußballer verdienen Millionen - Pflegekräfte* kratzen am Mindestlohn. Dies ist ein Missstand, der so auch aus meiner Sicht nicht sein darf.
Wie helfen uns die Steuerpläne der Linken, ab 70.000€ zu versteuerndem Einkommen (viele Meister/Staatl. gepr. Techniker/Facharbeiter in der IGM/IGC) stärker zu belasten, diesen Missstand zu beseitigen ?
Woher hast du das Pflegekräfte am Mindestlohn kratzen ? Pflegekräfte bekommen bei uns nach TVöD direkt nach der Ausbildung 2800€ Brutto + Nacht/Schicht/Wochenend Zuschläge = ca. 3250€ Brutto.

Discovery_1 schrieb:
Mag sein. Aber das Umlage-System ist halt zu 100 % sicher.
Was ist denn am Umlage System sicher ? Nur das man etwas bekommt aber die Höhe ist alles andere als sicher, das klingt nicht wirklich besser als die Produktbeschreibung von Aktien.
Mein Opa hat noch ca. 60% Rente bekommen, aktuell sind wir bei ca. 50% Rente und bis 2030 soll die Rente auf unter 45% sinken, bei der Entwicklung sind Aktien eine Überlegung wert.

Grüße Tomi
 
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@Tomislav2007

Die Steuerpläne der Linken helfen ja gerade nicht den niedrigen Einkommensgruppen. Was hat eine Pflegekraft davon, dass ein Meister 53% Spitzensteuersatz zahlt?

Die Pflegekräfte/Niedriglöhner müssen sich halt gewerkschaftlich organisieren. Dann können sie auch ordentliche Tarifabschlüsse erzielen.

Vor 3 Jahren wurden ja auch die Kitas bestreikt. Einfach damit bessere Arbeitsbedingungen geschafft werden. Manchmal geht es einfach nicht ohne.
Ich sehe hier aber die Arbeitnehmer in der Verantwortung, Missstände entsprechend auch abzustellen. Betrifft es nur einen - sucht man das Gespräch, betrifft es alle, organisiert man sich in einer Gewerkschaft.
 
Tomislav2007 schrieb:
Mein Opa hat noch ca. 60% Rente bekommen, aktuell sind wir bei ca. 50% Rente und bis 2030 soll die Rente auf unter 45% sinken, bei der Entwicklung sind Aktien eine Überlegung wert.

Ist ja auch völlig logisch, dass das so kommt. Es kann ja erstmal nur das Umverteilt werden, was überhaupt rein kommt.

Wenn dann die Ausgabenseite durch A.) Mehr Anspruchnehmer und B.) längere Anspruchszeiten (durch höhere Lebenserwartung) steigt, muss der Rentensatz für die Nehmer entweder verringert werden oder die Bezugszeit muss verkürzt werden (=Länger arbeiten).
Letztendlich ist die statistische Lebenserwartung in den letzten Jahren auch um nochmal ca. 5-6 Jahre gestiegen.
Das ist im Endeffekt für das gesamte Rentensystem eine verdammt große Summe, mit der vor 30 Jahren womöglich nicht gerechnet wurde.
Insofern ist das womöglich ein erheblicher Teil der Summe, die jetzt aus den Steuereinnahmen ausgeglichen werden muss.

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Dazu kommt dann noch eine deutlich gesunkene Geburtenrate nach den 60er Boomer-Jahren.
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Das Rentenloch wird in den kommenden 10-15 Jahren vermutlich noch weitaus größer werden. Die Boomer-Generation steht jetzt kurz vor ihrem Eintritt in die Rente (z.B. sind in unserem Betrieb 40% aller Mitarbeiter 50+ Jahre, Rentenbeginn spätestens mit 63). Gepaart mit der hohen Lebenserwartung haben manche 15 oder gar 20 Jahre Rentenbezugserwartung vor sich.
Das ganze Rentensystem hat auf unaufhörliches Beschäftigungswachstum bzw. Wirtschaftswachstum gebaut. Entweder muss die Zahl der Beschäftigten steigen oder die Löhne der Beschäftigten. Bei letzterem greift dann aber wiederum die Bemessungsgrenze für die Einzahlung in die Rentenkassen. Also fällt Option B schon systembedingt weg. Hilft halt nichts, wenn statt 10. Mio Leuten mit 60.000€ jetzt 5 Mio. mit 120.000€ Einkommen einzahlen. Durch die Grenze halbieren sich damit im Grunde die Renteneinzahlungen obwohl das Gesamtprodukt gleich geblieben ist.
Und Option A? Naja – die Industrie rationalisiert wo sie nur kann um menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen. Gepaart mit sinkenden Geburtenraten und insgesamt eher stagnierender, arbeitsfähiger Bevölkerung ist das Rentensystem, so wie es ist, doch zum scheitern verurteilt.
Klar, die, die das System ändern könnten, sind davon ja überhaupt nicht betroffen. Sie sind ja Beamte und haben ihren eigenen Schweizer Rententopf. Des Rest muss dann eben sehen wo er bleibt.
Resultieren wird das im Endeffekt in eine winzige, staatliche Rente gepaart mit einer Arbeitszeit bis 70+.

Um das Rentensystem übehaupt noch irgendwie erhalten zu können, müssten die Bemessungsgrenzen weg sowie die diversen Einzeltöpfe aufgelöst werden. Solange das nicht passiert, ist die staatliche Rente dazu verurteilt immer weiter zu sinken und die Menschen müssen, um im Alter überhaupt was zu haben, vermehrt in die privater Vorsorge investieren. Wer das nicht kann wird zwangsläufig in die Altersarmut rutschen. Glücklich kann dann der sein, der zumindest Eigentum besitzt und wenigstens nicht Gefahr läuft Obdachlos wird.
 
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Hallo

_killy_ schrieb:
Die Steuerpläne der Linken helfen ja gerade nicht den niedrigen Einkommensgruppen. Was hat eine Pflegekraft davon, dass ein Meister 53% Spitzensteuersatz zahlt?
Genau deswegen halte ich nichts von den Linken, abgesehen von deren Phantasien zu Umverteilung, Enteignung und Diebstahl von Vermögen.

_killy_ schrieb:
Die Pflegekräfte/Niedriglöhner müssen sich halt gewerkschaftlich organisieren. Dann können sie auch ordentliche Tarifabschlüsse erzielen.
Noch einmal Pflegekräfte sind keine Niedriglöhner, eine Pflegekraft bekommt nach TVöD direkt nach der Ausbildung ca. 3250€ Brutto, das ist weit mehr als ein Niedriglöhner bekommt.
Pflegekräfte sind bei Verdi organisiert, das Problem ist das Verdi für Pflegekräfte unbrauchbar ist, Verdi vereint zu viele verschiedene Berufe und kann nicht gezielt auf einzelne Berufe eingehen.
Das Problem bei Pflegekräften ist nicht die Bezahlung, das Problem bei Pflegekräften sind die Arbeitsstunden und die Belastung, das bekommt man nicht durch einen höheren Lohn gelöst.
Wenn ich mich mit Jugendlichen über Pflegeberufe unterhalte heißt es immer Nacht/Schicht/Wochenende und Popos abwischen Nein Danke, da kommt nie das die Bezahlung schlecht ist.
Friseurinnen/Floristinnen/Bäckereifachverkäuferinnen sind Niedriglöhner, eine Pflegekraft verdient Brutto das doppelte und trotzdem finden Jugendliche die Pflegeberufe uninteressanter.
Corona hat dafür gesorgt das Pflegeberufe für Jugendliche interessanter werden, weil Pflegeberufe eine deutlich höhere Arbeitsplatzsicherheit bieten als viele andere Berufe.

Khaotik schrieb:
Ist ja auch völlig logisch, dass das so kommt. Es kann ja erstmal nur das Umverteilt werden, was überhaupt rein kommt.

Wenn dann die Ausgabenseite durch A.) Mehr Anspruchnehmer und B.) längere Anspruchszeiten (durch höhere Lebenserwartung) steigt, muss der Rentensatz für die Nehmer entweder verringert werden oder die Bezugszeit muss verkürzt werden (=Länger arbeiten).
Wie weit will man den Rentensatz noch verringern, bis alle nur noch Grundsicherung bekommen ?
Arbeitsszeit verlängern funktioniert vor allem bei körperlich hart arbeitenden Menschen auch nicht.
Ich sehe nur die Möglichkeit die Beiträge für die Rentenversicherung zu erhöhen, mit dem Gedanken werden wir uns kurzfristig bis mittelfristig anfreunden müssen.
Ich sehe keinen finanziellen Unterschied darin ob wir höhere Beiträge für die Rentenversicherung zahlen oder ob wir mehr Grundsicherungsempfänger finanzieren.

Grüße Tomi
 
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