Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Tomislav2007 schrieb:
Ich sehe nur die Möglichkeit die Beiträge für die Rentenversicherung zu erhöhen, mit dem Gedanken werden wir uns kurzfristig bis mittelfristig anfreunden müssen.
Ich sehe keinen finanziellen Unterschied darin ob wir höhere Beiträge für die Rentenversicherung zahlen oder ob wir mehr Grundsicherungsempfänger finanzieren.
Ja richtig, nur solange du den Deckel oben drauf lässt, kannst du die Erhöhung ja nur bei den kleinen und mittleren Einkommen holen. Die reichen bleiben ja weiterhin außen vor.
 
Hallo

Khaotik schrieb:
, nur solange du den Deckel oben drauf lässt,
Neben einer Erhöhung der Beiträge für die Rentenversicherng sollte auch die Beitragsbemessungsgrenze erhöht werden.

Khaotik schrieb:
Die reichen bleiben ja weiterhin außen vor.
Um die müssen wir uns keine Sorgen machen, bei denen besteht keine Gefahr in die Grundsicherung zu rutschen.

Grüße Tomi
 
Idon schrieb:
Ich find's super, dass Tomi hier selbst recherchiert hat. Und die, die ihn kritisiert haben, haben ihn - obwohl ihnen der Fehler klar war - nicht unterstützt. Ist das die Gemeinschaft, von der alle reden und die alle unterstützen sollen?
(...)
Das stand doch hier schon seit Freitag...

https://www.computerbase.de/forum/t...en-kapitalismus.346694/page-253#post-25952272

Weshalb hast eigentlich Du nicht früher darauf hingewiesen? Oder klingt "53% ab 70.000€ zu versteuerndem Einkommen" aus irgendeinem Grund einfach "besser", auch wenn damit viele Leute hinters Licht geführt werden?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Erstens mal sind es 6500 Brutto. Auch erst darüber hinaus zählt der Steuersatz. Die meisten werden wohl weniger verdienen und unter 6500 werden die Gehälter auch entlastet. 6500 x12 = 70 000? Hä? Leute.
Und wenn ich hier lese Rentenbeiträge erhöhen.
Einfach alle einzahlen lassen, keine Ausnahmen. Man hat doch immer mehr die Privatvorsorge gepusht anstatt die Rente dem Produktionsfortschritt anzupassen und die Unternehmen da in die Pflicht zu nehmen.
Sowas ist aber zu hoch für einige, anscheinend. Wie einfach doch die Welt ist.
Wenn man kapitalistische Regeln mit Kapitalismus bekämpfen will, dann wird es nur für eine Seite richtig böse, das ist der Arbeiter und Angestellte und wie sich der dann noch hinstellen kann und diese Fehler gut heissen kann, da fehlt mir einfach der IQ oder sagen wir mal so, da frag ich mich ob man noch bei Verstand ist.
 
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Godde schrieb:
Sowas ist aber zu hoch für einige, anscheinend. Wie einfach doch die Welt ist.
Discovery_1 schrieb:
Es scheint wirklich zu stimmen, der Kapitalismus ist inzwischen eine Religion.
Da sehe ich das Problem. Da kannst du Alternative Vorschläge bringen, argumentieren wie du willst, es bringt aber nichts, weil Gotteslästerung. Bissl Spaß muss auch mal sein. :D
 
Tomislav2007 schrieb:
Noch einmal Pflegekräfte sind keine Niedriglöhner, eine Pflegekraft bekommt nach TVöD direkt nach der Ausbildung ca. 3250€ Brutto, das ist weit mehr als ein Niedriglöhner bekommt.
Komm doch mal bitte aus deiner Blase heraus. Es sind nur 5% die du da gerade ansprichst.

Von den insgesamt 28530 ambulanten und stationärenPflegeeinrichtungen sind
42 % frei gemmeinnütziger Träger
54% privat kommerzieller Träger
3 % in öffentlicher Hand
Bei den Pflegeheimen sind:
42,5% privat kommerzielle Träger
52,7 % frei gemeinnützige Träger (davon ca 34,2% konfesionelle 18,5 weltliche)
4,7 % öffentliche Träger

Die Beschäftigten teilen sich zwischen den Trägernwie folgt auf:
43% arbeiten bei Privaten Trägern. (ambulante Dienste 57,5%/stationär 35,7%)
23% bei Trägern der weltlichen Wohlfahrt (ambulante18,2 %/stationäre 25,4%)
30% bei Trägern der konfessionellen Wohlfahrt (ambulante22,9% stationäre 32,8%)
4,5% bei öffentlichen Trägern (ambulant 1,4%, stationär 6,1&)

https://aktuelle-sozialpolitik.de/2...te-altenpflege-es-ist-und-bleibt-kompliziert/

https://de.statista.com/statistik/d...legeheimen-nach-traegerschaft-in-deutschland/

Bislang verdient man in der Altenpflege trotz Personalnotstandesweit unter dem Durchschnitt. Obwohl die Löhne in den letzen Jahren stärker angetiegen sind als in anderen Berufen.
Die Durchschnittslohn in der Altenpflege liegt 15% unter dem mittleren Verdienst für alle Berufe. Vollzeitkräfte in Pflegeheimen verdienen im Durchschnitt 2821 Euro.
In der ambulanten Pflege liegt das Durchschnittsverdientbei 2471 Euro. Ein Fünftel der Fachkräfte in der ambulanten Pflegeverdient in Vollzeit sogar weniger als 2000 Euro brutto.
Bei Helferinnen und Helfern liegen die mittleren Vollzeit-Bruttolöhne zwischen 1986 Euro in Alten-und Pflegeheimen und 1836 Euro in der ambulanten Pflege. Hier verdient das schlechtest bezahlte Fünftel maximal 1560 Euro.
Hilfskräfte in der Altenpflege verdienen in Vollzeitsogar nur 61 Prozent des Durchschnittslohnes. Helfer in der ambulanten Pflege liegen mit 1560 nettonahe dem Mindestlohns.

Die Zahlen beziehen sich auf eine Studie aus dem Jahr 2019 die Daten aus dem Jahr 2017 auswertete
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/216049/1/hbs-fofoe-wp-128-2019.pdf

Bei den Verdienste für eine Altenpflege-Fachkraft in der stationären Langzeitpflege liegen lautEntgelttabellen zwischen dem niedrigsten und höchsten Tarif im ersten Berufsjahr um rund 930 Euro. Dabei gibt es nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch innerhalb der der Bundesländer große Lohnunterschiede.
https://gesundheit-soziales.verdi.d.../Evans_Ludwig_p_fofoe_WP_128_2019.cleaned.pdf

https://www.boeckler.de/de/pressemi...rueck-umfassende-aufwertung-dringend-3093.htm

Dann gibts da noch die Tarifautonomie. Es sollen auch nur knapp 10% der Pflegekräfte in einer Gewerkschaft sein. Also nix mit streiken für mehr Lohn.
Nur ein kleinen Auszug über den Zustand der Pflege...

Die geballte Warheit kannst du dir auf ZDF anschauen. Die Anstalt, 16.März 2021. Dazu gibt es einen Faktencheck. Wovon ich einen Teil hier copied&pasted habe.
 
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Hallo

Von den insgesamt 28530 ambulanten und stationärenPflegeeinrichtungen sind
42 % frei gemmeinnütziger Träger
54% privat kommerzieller Träger
3 % in öffentlicher Hand
Bei den Pflegeheimen sind:
42,5% privat kommerzielle Träger
52,7 % frei gemeinnützige Träger (davon ca 34,2% konfesionelle 18,5 weltliche)
4,7 % öffentliche Träger

Bei öffentlichen Trägern ist es TVöD, also 2800€ + Nacht/Schicht/Wochenend Zuschläge.
Die gemeinnützigen Träger orientieren sich in der Regel am TVöD, selten sind es 200-300€ Brutto weniger.
Bei den privaten Trägern kenne ich zwei große Konzerne (Krankenhausketten) die sich nach dem TVöD richten, ein dritter will jetzt auch auf TVöD erhöhen damit denen weniger Personal abhaut.
Es sind nur wenige die deutlich unter TVöD zahlen und wer da arbeitet soll einfach den Arbeitgeber wechseln, in der Pflege werden überall Arbeitskräfte gesucht, da findet man sofort was neues.

Vollzeitkräfte in Pflegeheimen verdienen im Durchschnitt 2821 Euro.
Wie ich schrieb TVöD 2800€ + Nacht/Schicht/Wochenend Zuschläge, das ist weit entfernt von Niedriglohn.

In der ambulanten Pflege liegt das Durchschnittsverdientbei 2471 Euro.
Wie ich schrieb selten 200-300€ weniger + Nacht/Schicht/Wochenend Zuschläge, das ist auch weit entfernt von Niedriglohn.

Ein Fünftel der Fachkräfte in der ambulanten Pflegeverdient in Vollzeit sogar weniger als 2000 Euro brutto.
Die sollen einfach den Arbeitgeber wechseln, in der Pflege werden überall Arbeitskräfte gesucht, da findet man sofort was neues.
Aber selbst nur 2000€ + Nacht/Schicht/Wochenend Zuschläge ist weit entfernt von Niedriglohn.
In der Pflege werden überall Arbeitskräfte gesucht, wieso wechseln die nicht den Arbeitgeber ?

LasseSamenström schrieb:
Es sollen auch nur knapp 10% der Pflegekräfte in einer Gewerkschaft sein. Also nix mit streiken für mehr Lohn.
Wie ich schrieb, weil Verdi für Pflegekräfte unbrauchbar ist, Verdi vereint zu viele verschiedene Berufe und kann nicht gezielt auf einzelne Berufe eingehen.
Ich habe z.B. den letzten Verdi Streik bei uns nicht verstanden, die haben um mehr Lohn gestreikt weil sie so viele Stunden schieben und überlastet sind
Ich habe viele Kollegen/innen gefragt was eine Lohnerhöhung an den Überstunden und der Belastung ändert, eine Antwort habe ich nicht bekommen.
Die Pflegkräfte müssen aus Verdi raus und eine eigene Gewerkschaft gründen, das bei Verdi nur so wenige Pflegekräfte Mitglied sind ist einleuchtend.

LasseSamenström schrieb:
Die geballte Warheit kannst du dir auf ZDF anschauen. Die Anstalt, 16.März 2021.
Die geballte Wahrheit von einer Satiresendung ? Nein Danke, die sind zwar lustig anzusehen, die Wahrheit hole ich mir aber woanders.

Grüße Tomi
 
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Du trägst auch richtig große Scheuklappen, oder? Unglaublich... Mit dir kann man gar keine sachliche Diskussion auf Faktenbasis führen.
Wo sind sind die Fakten zu deinen Aussagen? Kann man das irgendwo nachlesen? Deine Meinung & Erfahrung zählen einfach nicht.
Weißt du überhaupt was passieren würde, wenn die Pflegekräfte deinem Beispiel folgen würden?
 
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Hallo

LasseSamenström schrieb:
Weißt du überhaupt was passieren würde, wenn die Pflegekräfte deinem Beispiel folgen würden?
Ja, sie hätten eine bessere Bezahlung wenn sie zu einem Arbeitgeber wechseln der nach TVöD bezahlt und die Arbeitgeber die mies bezahlen würden evtl. darüber nachdenken was sie falsch machen.

LasseSamenström schrieb:
Wo sind sind die Fakten zu deinen Aussagen? Kann man das irgendwo nachlesen?
Ich vertraue dem Entgeldatlas der Arbeitsagentur (Min + Mittel + Max Median der Löhne die in der Realität tatsächlich gezahlt werden) mehr als einer Satirecomicsendung:
25% unter 3158€ und 50% von 3158€ - 4160€ und 25% über 4160€: https://con.arbeitsagentur.de/prod/entgeltatlas/beruf/27355

LasseSamenström schrieb:
Es sind nur 5% die du da gerade ansprichst.
Es kommt nicht hin das nur 5% das verdienen was ich angegeben habe (2800€ + Nacht/Schicht/Wochenend Zuschläge).

75% verdienen über 3158€, was hat das mit Niedriglohn zu tun ? 3158€ ist fast das doppelte was ein Niedriglöhner verdient, selbst die 25% unter 3158€ sind bei weitem keine Niedriglöhner.

Grüße Tomi
 
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Menschen in einem Arbeitsverhältnis zu halten mit dem Argument, wenn sie kündigen würden Menschen sterben ist nichts anderes als Nötigung, ich würde es jedoch treffender als Geiselnahme bezeichnen.
 
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Hallo

@BeBur

Genau das.
Wenn mein Arbeitgeber mir das sagen würde dann würde ich antworten das in der neuen Firma wo ich anfangen will auch Menschen sterben wenn ich den Arbeitsplatz nicht annehme und Tchüss.
Fast alle Krankenhäuser/Pflegeeinrichtungen/etc. suchen dringend Personal, wer in einer Ballerbude arbeitet die zu wenig bezahlt soll sich einfach einen Arbeitgeber suchen der ordentlich bezahlt.
Als Pflegekraft hat man schneller einen neuen Arbeitsplatz als der alte Arbeitgeber das Stellenangebot online gestellt hat.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ja, sie hätten eine bessere Bezahlung wenn sie zu einem Arbeitgeber wechseln der nach TVöD bezahlt und die Arbeitgeber die mies bezahlen würden evtl. darüber nachdenken was sie falsch machen.

Sorry Osten, wir können nur noch 4-10 Pflegeheime pro Bundesland aufrechterhalten. Der Rest musste schließen, weil die Pflegekräfte sich in den neuen Bundesländer arbeit gesucht haben. Alle Oma's und Opa's müssen jetzt zu Hause ohne Hilfe verwesen.
Es gibt tausende private Firmen die wirklich großes Interesse daran haben nach TVöD zu bezahlen.
Wenn der Job so gut bezahlt wird, WO SIND DANN DIE GANZEN LEUTE DIE DIESEN JOB MACHEN WOLLEN?

Warum wird schon seit Jahrzenten ein Pflegenotstand ausgerufen? Warum lässt Spahn denn Leute aus Entwicklungsländern abwerben? Wenn das so gut bezahlt ist, warum wirbt er nicht bei Industrieländern ab?

Tomislav2007 schrieb:
Ich vertraue dem Entgeldatlas der Arbeitsagentur (Min + Mittel + Max Median der Löhne die in der Realität tatsächlich gezahlt werden) mehr als einer Satirecomicsendung:
Da werden alle Boni zusammengerechnet und /12 Monate wieder geteilt. Sehr geschönt. Absolut nicht repräsentativ.

Vertrauen ist gut, Beweise sind besser. Es gibt nicht mal Quellen woher diese Gehälter kommen. Selbst der Müllmann soll 3k Brutto verdienen. Selbst der Recycling-Mann (das ist der, der am Band steht und das Müll sortiert) soll 3,1k Brutto im Schnitt bekommen. Dabei sind alle Recycling-"Fachkräfte" über Zeitarbeit eingestellt.

Man es ist doch klar: Was hat die Agentur davon den reellen Lohn abzubilden? Absolut gar nichts. Jeder will irgendwie "gutes" Geld verdienen und seinen Lebensunterhalt finanzieren. Die Leute würden sich zwei überlegen ob sie den Job überhuapt machen wollen würden.

Du willst die Wahrheit nicht sehen und willst auch keine Satire verstehen.
 
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LasseSamenström schrieb:
Vertrauen ist gut, Beweise sind besser. Es gibt nicht mal Quellen woher diese Gehälter kommen.
Du beschwerst dich über fehlende Quellen, dann geh mit gutem Beispiel voran und verlinke welche.

LasseSamenström schrieb:
Sorry Osten, wir können nur noch 4-10 Pflegeheime pro Bundesland aufrechterhalten. Der Rest musste schließen, weil die Pflegekräfte sich in den neuen Bundesländer arbeit gesucht haben. Alle Oma's und Opa's müssen jetzt zu Hause ohne Hilfe verwesen.
Wie gesagt, das ist Nötigung bzw. Geiselnahme, wenn man die dramatischen Probleme derart auf die Arbeitnehmer abwälzt. Die Situation ist kein unveränderliches Schicksal und jeder Mensch sollte immer zu erst einmal die eigene Gesundheit pflegen.

Ein "Mangel" wird meiner Wahrnehmung nach dann ausgerufen, wenn die möglichen AN zu teuer werden könnten zukünftig. In Entwicklungsländern abwerben passt auch ganz gut zu dieser Hypothese.
 
@Lasse,

Stimme dir hier absolut zu. Selbst in der IT hast du teilweise Gehälter um die 2k Brutto. Das ist ein Witz. Ich sehe zb bei einem ortsansässigen Pflegedienst, wie hoch dort die Fluktuation ist. Das liegt sicherlich an der "guten" Bezahlung und den tollen Arbeitsbedingungen.
 
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BeBur schrieb:
Du beschwerst dich über fehlende Quellen, dann geh mit gutem Beispiel voran und verlinke welche.
Findest du in meinem Post?

BeBur schrieb:
Die Situation ist kein unveränderliches Schicksal und jeder Mensch sollte immer zu erst einmal die eigene Gesundheit pflegen.

Sowie so. Aber wenn's nach Tomi's Auffassung geht, werden Freunde, Familie und Heimat einfach zurückgelassen, weil man wo anders besser verdienen könnte.

BeBur schrieb:
Ein "Mangel" wird meiner Wahrnehmung nach dann ausgerufen, wenn die möglichen AN zu teuer werden könnten zukünftig

Ich dachte das wird gut bezahlt? Also sollte man die Löhne noch weiter drücken?
 
LasseSamenström schrieb:
Stimmt.

LasseSamenström schrieb:
Ich dachte das wird gut bezahlt?
Das hab ich nicht behauptet, da ich es nicht weiß. Ich hatte lange einen Kumpel, der hat bei der Müllabfuhr gearbeitet, hat den Job auch ganz gerne gemacht. Irgendwann nach 5-10 Jahren oder so hat er dann plötzlich erzählt, er würde jetzt 1.000 Euro (Brutto) mehr verdienen. Weil er jetzt fest übernommen wurde und vorher immer "Zeitarbeit" gemacht hat. Komplette Verarschung, so wie ich das verstanden hab hat sich absolut nichts geändert sonst für ihn. Viel mehr weiß ich darüber jedenfalls nicht.

Was ich sage: Wer scheiß Arbeitsbedingungen hat (Zeiten, Bezahlung, Chef,...) der sollte sich weg bewerben und wenn Menschen sich nur deswegen nicht weg bewerben, weil ihnen kommuniziert wird Leben davon abhängen, dass sie in diesem für sie beschissenen Beschäftigungsverhältnis bleiben, dann ist Nötigung und Geiselnahme.
Oft nimmt man sich ja auch selbst als Geisel, aber diese Denkweise sollten wir als Gesellschaft keinesfalls übernehmen.
 
Hallo

LasseSamenström schrieb:
Dann nehmen wir eine deiner Quellen:
LasseSamenström schrieb:
Zitat:
"Während sich die Verdienste von Fachkräften der Gesundheitspflege in Krankenhäusern im Bereich des mittleren Lohns aller Berufsgruppen in Deutschland (rund 3200 Euro brutto im Monat für eine Vollzeitstelle) bewegen,"
Zitat:
"kamen Fachkräfte in der Altenpflege 2017 im Mittel (Median) auf lediglich rund 2740 Euro brutto für eine Vollzeitstelle."
Zitat:
"Hilfskräfte in der Altenpflege verdienen in Vollzeit im Mittel lediglich rund 1940 Euro pro Monat –"

Das deckt sich mit dem was ich geschrieben habe, selbst Hilfskräfte in der Altenpflege verdienen mehr als gelernte Friseurinnen/Floristinnen/Bäckereifachverkäuferinnen und sind über Niedriglöhnern.

LasseSamenström schrieb:
Da werden alle Boni zusammengerechnet und /12 Monate wieder geteilt. Sehr geschönt. Absolut nicht repräsentativ.
Selbstverständlich gehören die Zuschläge für Nacht/Schicht/Wochenden zum Gehalt dazu, da Nacht/Schicht/Wochenend Arbeit regelmäßig gemacht wird werden auch die Zuschläge regelmäßig gezahlt.

LasseSamenström schrieb:
Aber wenn's nach Tomi's Auffassung geht, werden Freunde, Familie und Heimat einfach zurückgelassen, weil man wo anders besser verdienen könnte.
Das ist nicht nur meine Auffassung, diese Auffassung teilen auch die vielen Millionen von Ostdeutschen die nach Westdeutschland ausgewandert sind.
In Ostdeutschland sind alle Berufe schlechter bezahlt, dafür sind die Lebenshaltunskosten geringer, Ostdeutschland ist nicht repräsentativ für das gesamte Deutschland.

LasseSamenström schrieb:
Der Rest musste schließen, weil die Pflegekräfte sich in den neuen Bundesländer arbeit gesucht haben.
Diese Pflegekräfte haben alles richtig gemacht, wenn der alte Arbeitgeber schlecht bezahlt dann sucht man sich einen neuen Arbeitgeber der ordentlich bezahlt.

LasseSamenström schrieb:
Wenn der Job so gut bezahlt wird, WO SIND DANN DIE GANZEN LEUTE DIE DIESEN JOB MACHEN WOLLEN?
Das habe ich...

Tomislav2007 schrieb:
Das Problem bei Pflegekräften ist nicht die Bezahlung, das Problem bei Pflegekräften sind die Arbeitsstunden und die Belastung, das bekommt man nicht durch einen höheren Lohn gelöst.
Wenn ich mich mit Jugendlichen über Pflegeberufe unterhalte heißt es immer Nacht/Schicht/Wochenende und Popos abwischen Nein Danke, da kommt nie das die Bezahlung schlecht ist.
Friseurinnen/Floristinnen/Bäckereifachverkäuferinnen sind Niedriglöhner, eine Pflegekraft verdient Brutto das doppelte und trotzdem finden Jugendliche die Pflegeberufe uninteressanter.
...hier schon geschrieben, der Grund für die Unbeliebtheit der Pflegeberufe ist nicht das Geld.

LasseSamenström schrieb:
Vertrauen ist gut, Beweise sind besser. Es gibt nicht mal Quellen woher diese Gehälter kommen.
Dann vertrau du mal einer Satirecomicsendung (Die Anstalt) mehr.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Zitat:
"Während sich die Verdienste von Fachkräften der Gesundheitspflege in Krankenhäusern im Bereich des mittleren Lohns aller Berufsgruppen in Deutschland (rund 3200 Euro brutto im Monat für eine Vollzeitstelle) bewegen,"
Zitat:
"kamen Fachkräfte in der Altenpflege 2017 im Mittel (Median) auf lediglich rund 2740 Euro brutto für eine Vollzeitstelle."
Zitat:
"Hilfskräfte in der Altenpflege verdienen in Vollzeit im Mittel lediglich rund 1940 Euro pro Monat –"

Du hast dir nicht mal die Mühe gemacht und die ganze Studie gelesen.

Tomislav2007 schrieb:
Selbstverständlich gehören die Zuschläge für Nacht/Schicht/Wochenden zum Gehalt dazu, da Nacht/Schicht/Wochenend Arbeit regelmäßig gemacht wird werden auch die Zuschläge regelmäßig gezahlt.

Angegeben wird mit 40 Stunden/Woche, in der Regel wird aber zwischen 50-60 Stunden gearbeitet.
Wir reden außerdem von Brutto. Also von Urlaubs- und Weihnachtsgeld & Überstunden werden noch gut Steuern abgezogen. Damit liegt der Lohn wieder nahe dem Mindestlohn.

Tomislav2007 schrieb:
Das ist nicht nur meine Auffassung, diese Auffassung teilen auch die Millionen von Ostdeutschen die nach Westdeutschland ausgewandert sind.

Das war vor 30 Jahren und nicht vor 10 Jahren

Tomislav2007 schrieb:
Diese Pflegekräfte haben alles richtig gemacht, wenn der alte Arbeitgeber schlecht bezahlt dann sucht man sich einen neuen Arbeitgeber der ordentlich bezahlt.

Verstehst die Satire dahinter nicht.

Tomislav2007 schrieb:

Nein hast du nicht. Es sind immer noch mindestens 17.000 Stellen unbesetzt.

Tomislav2007 schrieb:
...hier schon geschrieben, der Grund für die Unbeliebtheit von diesem Beruf ist nicht das Geld.

Wenn sie mehr Geld verdienen würden, würden sie auch die Arbeit machen. Oder mit den Stunden runter gehen

Tomislav2007 schrieb:
Dann vertrau du mal einer Satirecomicsendung (Die Anstalt) mehr.

Verstehst ja auch keine Satire
 
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Hallo

LasseSamenström schrieb:
Angegeben wird mit 40 Stunden/Woche, in der Regel wird aber zwischen 50-60 Stunden gearbeitet.
Überstunden werden entweder bezahlt oder es gibt Freizeitausgleich.
Einer Ballerbude in der das nicht so gehandhabt wird (was gegen das Gesetz verstößt) sollte man die Kündigung einreichen, wer so masochistisch ist und in so einer Ballerbude bleibt ist selber schuld.

LasseSamenström schrieb:
Wir reden außerdem von Brutto. Also von Urlaubs- und Weihnachtsgeld & Überstunden werden noch gut Steuern abgezogen. Damit liegt der Lohn wieder nahe dem Mindestlohn.
Selbstverständlich reden wir von Brutto, Gehälter/Löhne werden immer in Brutto angegeben, der Mindestlohn (9,60€ * 168 Stunden = 1612,80€) wird auch in Brutto angegeben.

Selbst die Hilfskräfte in der Altenpflege sind laut deinem Link mit 300€+ über dem Mindestlohn:
https://www.boeckler.de/de/pressemi...rueck-umfassende-aufwertung-dringend-3093.htm
Zitat:
"Hilfskräfte in der Altenpflege verdienen in Vollzeit im Mittel lediglich rund 1940 Euro pro Monat –"

Was erwartest du für Hilfskräfte die keinen Beruf gelernt haben ? Hilfskräfte sind selber schuld wenn sie keinen Beruf gelernt haben und schlecht verdienen.

LasseSamenström schrieb:
Verstehst die Satire dahinter nicht.
Das ist auch keine Satire, das ist die Realität des Lebens, ich kann nichts dafür wenn du die Realität des Lebens nicht verstehst.

LasseSamenström schrieb:
Verstehst ja auch keine Satire
Da ist endlich wieder mein Lieblingstotschlagargument, wenn ich eine andere Meinung habe verstehe ich etwas nicht.
Ich sehe sehr gerne Satiresendungen, aber nur um mich nett zu unterhalten und nicht als Beweis für was auch immer.
Ich muß auch nicht alles wissen und verstehen, es reicht mir das ich gut verdiene und ein schönes und angenehmes Leben habe.

Grüße Tomi
 
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LasseSamenström schrieb:
Nein hast du nicht. Es sind immer noch mindestens 17.000 Stellen unbesetzt.

Es gibt über 86.000 offene Stellen für Informatiker. Wir sind uns einig, dass man ihm IT Bereich schon gut verdient, ne? Auch ist die körperliche Belastung bei einen Informatiker deutlich geringer als beim Pflegepersonal. Kann somit nicht an der Unattraktivität des Jobs liegen, dass es so viele offene Stellen gibt.

Es ist somit nicht allein alles durch Gehalt zu lösen.
 
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