Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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@Idon Da unterscheiden wir uns. Ich bin für die Menschen und nicht für irgendwelche Militärbündnisse, die nur Tot und Chaos für die Welt bringen.
 
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Idon schrieb:
Naja - es wurde mal wieder so getan, als ob Allende mit 100% der Bevölkerung im Rücken wohlwollend eine neue Wirtschaftsform einführte. Dem war aber nicht so.
Es wird langsam ermüdend.

Dem ist nie so ... auch in kapitalistischen Ländern hat der Kapitalismus nie die Unterstützung und den Segen von 100% der Bevölkerung gehabt ... einige denken sogar in "Alternativlosland", dass es besser geht und dieser Gedanke fällt auch nicht immer mit einer kategorischen Ablehnung ds Kapitalismus zusammen.
Ich wünsche mir beispielsweise lediglich eine etwas "sozialere" Ausrichtung ... kapitalistisch darf es dabei aber ruhig bleiben. Ich will nur nicht sämtliche gesellschaftlichen Belange den Privatinteressen ziemlich weniger unterordnen, denn das hatten wir schon ... es nannte sich Monarchie und endete überall mit Revolutionen (sogar in England, wo man die Monarchie schließlich wieder einführte ... allerdings an die "Bill of Rights" gebunden - ein riseiger Fortschritt, der mMn das Überleben der Monarchie in England sehr begünstigte).

Die Formulierung "demokratisch gewählt" impliziert auch keinesfalls eine 100%ige Zustimmung zum Gewinner oder zu seiner Regierungsarbeit in der Bevölkerung.
Oder standest du immer zu 100% hinter der Regierung Merkel (oder Kohl oder Schröder)?
Bei mir war das definitiv noch nie so, dass ich zu 100% hinter einer Regierung, ihren Entscheidungen oder auch nur den Personalien stehen konnte.

Allende vorwerfen zu wollen, dass er ja nicht alle Bürger Chiles hinter sich hatte, ist wirklich lachhaft.
Zudem glaube ich nicht, dass Pinochet mehr Unterstützung aus der Bevölkerung bekommen hätte, wenn es nicht verdammt gefährlich gewesen wäre, ihm NICHT zuzustimmen und nebenbei in Chile zu leben.

Nachdem Allende 1973 vom Nationalkongress das Misstrauen ausgesprochen bekam, hätte man auch normale Wahlen abhalten können ... aber das war den USA wohl einfach zu riskant, denn das hätte ja ein viel zu gutes Licht auf eine sozialistische Regierung werfen können (ups ... ist das eventuell gar keine rote Diktatur?).
Da hat man die freien Wahlen lieber per Militärputsch verhindern lassen ... 15 Jahre und tausende Gefolterte, Tote und Vermisste lang. Die Dokumente mit denen die Machtübernahme legitimiert wurde, warem allesamt Fälschungen des Militärgeheimdienstes (der ab 1973 Pinochet als oberstem Befehlshaber unterstand).
Nichts deutet darauf hin, dass Allende eine Diktatur aufbauen wollte ... aber das ist ja fast egal, wenn man damit seine eigene Diktatur legitimieren möchte.
Die CIA hat sogar noch einen verfassungstreuen General ermorden lassen, damit es Pinochet nicht mit einer Spaltung des Militärs zu tun bekommt oder damit Allende für den Posten des Militärchefs eben keine verfassungstreue Alternative zu Pinochet mehr bleibt.
Pinochet hat ja den Nationalkongress auch genz schnell entmachtet ... vielleicht, damit ihm nicht doch das gleiche passiert, wie Allende 1973 (Misstrauensvotum) ... oder auch einfach, um die Legislativmacht nicht teilen zu müssen (typisch Diktator eben).
 
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Idon schrieb:
Dein Satz ignoriert aber, dass beide Blöcke während des Kalten Krieges die jeweils andere Ausdehnung zu verhindern gesucht hatten und ich das auch in Anbetracht der Weltlage nachvollziehbar finde.
Nachvollziehbar ist das sicher ... aber der Westen (insbesondere die USA) haben in diesem Prozess immer wieder die von ihnen angeblich so hoch gehaltenen westlich-christlichen Ideale ignoriert, sobald diese Werte ihrem Vorankommen irgendwie im Wege standen.

Das ist zwar aus einer rein an Expansion orientierten Logik heraus nachvollziehbar ... aber tzrotzdem ziemlich bigott.

Wie viel Prozent der Kriege in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten einen ideologischen Unterbau, der sich leicht in "Ost" vs. "West" einteilen lässt.
In Korea ging es um die Vermeidung einer "roten" Ausdehnung ... genauso in Vietnam ... in Mittel und Südamerika ist die US-Einmischung schon fast keine Überraschung mehr.
Souverän war ein Staat da lange Zeit nur aus einem Grund ... er machte "Lieb Freund" mit den USA (denn das sicherte innere Stabilität und Frieden ... da, wo das auch ohne die USA funktioniert hat, haben die USA eben nachgeholfen).
Wenn man das mit dem ehemaligen Ostblock vergleicht, sind die Unterschiede garnicht so groß. Die USA sind halt nur nicht gleich mit der ganzen Armee eingefallen, sondern haben die örtliche Guerilla unterstützt ... die teilweise nichtmal große Unterstützung in der Bevölkerung hatte (das war also oft Guerilla mit schwerem Geburtsfehler).
Demokratie? ... OK, aber bitte nur zu unseren Bedingungen.... und wenn das nicht fluppt, dann bekommt ihr eben eine Diktatur.
 
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Gab/gibt es denn ein einziges Land mit funktionierendem Sozialismus - ohne die üblichen „Krankheiten“?

Nein? Das liegt dann wohl an den Kapitalisten, die ihn torpedieren, oder?

Wenn der propagierte Sozialismus doch aber für alle so vorteilhaft und stabil ist, warum lässt er sich dann so leicht manipulieren von den unterlegenen Kapitalisten?



Seit Jahrzehnten scheitert jede Form des Sozialismus. In jedem Land, in jedem Winkel der Welt, in allen Kulturen. Stets wird dasselbe Feindbild als Grund beschworen. Ein Gegner, den es zu bekämpfen oder zu überwinden gilt.

Es klappt allerdings nie. Vielleicht mal für ein paar Jahre, aber niemals auf Dauer.

Anstatt die teils krude Theorie dahinter in Frage zu stellen, versucht mans in jeder Generation aufs Neue. Schließlich war alles „vorher“ kein „richtiger“ Sozialismus (wie zB Die Linke auf ihrer Website in Bezug auf ihr Wirken als SED und PDS ausführlich erläutert).

Man macht also immer wieder dasselbe und erwartet andere Ergebnisse.
Oder man gibt es nur vor, denn stets profitieren - wie im verteufelten Kapitalismus - nur die Obersten.

Das Praktische an einem permanenten Feindbild, das man nie besiegen kann, ist: man kann immer wieder drauf zurückgreifen und die Verantwortung darauf schieben 🤷🏼‍♂️

Genau deswegen ist ein reiner Kapitalismus nicht gut - und ein reiner Sozialismus ebensowenig. Beide gehen von einem theoretischen Menschenkonstrukt aus, das nicht existiert.

Man kann aber beides verbinden. Nennt sich dann zB „soziale Marktwirtschaft“.

Oh wait 👀
 
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Tinkerton schrieb:
Man kann aber beides verbinden. Nennt sich dann zB „soziale Marktwirtschaft“.
Und wie zu erwarten, haben damit dann beide Seiten ihre Problemchen.

Den Kapitalisten ist das "sozial" zu teuer und den Kommunisten ist das "Marktwirtschaft" generell ein Dorn im Auge.

Eigentlich sollte man beide einfach zum Mond schießen, wo sich die Betonköppe dann aneinander reiben können, bis nur noch Staub übrig ist.

Eventuell gelingt dann auch mal eine ideologiefreie Einschätzung dessen, was ist, und was daraus zum Vorteil aller oder wenigstens möglichst Vieler werden könnte.
 
Geflüchtet sind die Menschen in der SBZ schon direkt nach dem Krieg (meist nach Trizonesien), was wohl zumindest anfangs auch mit der Propaganda der Nazis im Bezug auf die Russen zu tun hatte.

Die Angst vorm Sozialismus war sogar noch älter ... die wurde schon unterm Kaiser gezüchtet (allerdings mit mäßigem Erfolg, wie die frühe Geschcihte der SPD zeigt). Es gab eben auch viele, die einfach nicht im Sozialismus leben wollten.
Die Nazis waren von Anfang an auch leidenschaftliche Antikommunisten, und das merkt man sogar in Unterrichtsmaterialien für den Religionsunterricht nach 1933.

Mit Republikflüchtlingen muss man leider leben.
Es ist besser, die Leute gehen zu lassen (und interessierte kommen zu lassen), als sie einzusperren. Wer hat denn geschrieben, dass ein sozialistischer Staat ein Nationalstaat sei? Niemand tat das meines Wissens bisher, weil es keinen Sinn macht, da der Sozialismus eben eine Internationalistische Idee ist.
"Proletarier aller Länder vereinigt euch" haben Marx und Engels geschrieben. Im Ostblock haben diese Proletarier es nichtmal geschafft, die nationalstaatlichen Grenzen nieder zu reißen.

Gab es eigentlich auch Grenzübertritte in die andere Richtung? Ich habe da mal von einem gehört, aber der war von der DDR ausgewiesen worden, und kam dann illegal zurück (wollte halt weiter in der DDR Unruhe stiften).
Ich meine Westler, die in die DDR "geflohen" sind :lol:
Durfte man da überhaupt rein, wo man doch als Westler einen negativen Einfluss haben könnte?
Galt der Schießbefehl auch für westliche Grenzübertreter?
 
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DerOlf schrieb:
(...)Den Kapitalisten ist das "sozial" zu teuer und den Kommunisten ist das "Marktwirtschaft" generell ein Dorn im Auge.(...)
Und beides wird offensichtlich von einer heterogenen und freien Gesellschaft benötigt.

Wie findet man da ein Optimum?

Welche Verteilung ergibt das Maximum?

Wenn man 10 Punkte auf Markt und Sozial aufteilen kann, so ergeben:

10 Punkte Markt * 0 Punkte Sozial = 0
0 Punkte Markt * 10 Punkte Sozial = 0
9 Punkte Markt * 1 Punkt Sozial = 9
usw.

das Maximum ergibt...

5 Punkte Markt * 5 Punkte Sozial = 25

Ich meine hierzulande liegen wir ziemlich nahe an diesem Optimum.
 
Binalog schrieb:
Ich meine hierzulande liegen wir ziemlich nahe an diesem Optimum.
Genau darüber muss man meiner Meinung nach permanent in der Gesellschaft verhandeln.
Ich finde auch, dass Deutschland sich nicht schlecht macht. Ich möchte nur, dass das auch noch eine Weile so bleibt.
Und in einigen Bereichen sehe ich auch Verbesserungspotenzial bis -bedarf.

Eventuell ist das gar keine so einfach aufgemachte Optimierungsaufgabe? Mathematisch betrachtet gibt es in deiner Rechnung sogar nur eine Variable und so hängt das Ergebnis allein vom Algorithmus ab. Dass da 50/50 bei herauskommt, muss man nicht ausrechnen.
7*3 = 3*7 = 21 .. auch schon nah am Optimum, und das kann doch nicht hinkommen?
24 oder 4*6 bzw. 6*4 ist noch näher dran ... also wenn es mit leichtem "Marktüberhang" beinahe optimal ist, dann auch mit leichetm "Sozialüberhang". Der eine Punkt interessiert doch nur Kapitalisten ;)
Versuchs mal mit einer m*n-Matrix für die Optimierung jeweils einzelner Variablen oder kleinen Clustern von Variablen. Ich glaube das kommt der Sache schon näher.

Ich weiß aber, was du sagen willst.
Es muss ein Gleichgewicht zwischen Markt und Sozial gefunden werden, damit beide in einer sozialen Marktwirtschaft gut miteinander funktionieren können.

Damit die Rente besser werden kann brauchen wir mehr EUR an Beitragszahlungen. Das bekommt man mit dem EInbezug jeglicher Einnahmequelle hin, oder durch mehr gut verdienende Menschen.
Die Erhhöhung oder der Wegfall des Beitrags-Deckels wäre auch eine Variante.
Durch einen großen Niedriglohnsektor und Menschen, die für unter €10,- die Stunde jeden Scheiß machen, bekommt man das garantiert NICHT hin.
Auch nicht dadurch, dass einige immer mehr verdienen, während andere nichtmal einen regelmäßigen Inflationsausgleich kriegen.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Wie viele Hilfen sind schon von den verschiedensten Seiten nach Afrika geflossen ? Was ist mit den asiatischen Ländern die sich von dritte Welt Ländern zu Industrienationen hoch gearbeitet haben ?
Hallo Tomi,
deine Argumentationen sind teilweise einfach falsch, gar bösartig, vor allem, wenn man deine eigene Biografie betrachtet.
Zuwanderung, also was Du und deine Eltern für euch in Anspruch genommen habt, nämlich als Wirtschaftsflüchtlinge vom Balkan nach Deutschland einzuwandern, willst Du anderen Menschen, denen es wie euch damals erging, nämlich aus der Armut, eine bessere wirtschaftliche Zukunft in einem anderen Land zu suchen, jetzt verweigern?
Mit welchem Recht, frage ich Dich?
China ist nur deshalb wirtschaftlich stärker geworden, weil viele westliche Industrien und Unternehmen aus Profit- und Gewinnmaximierungsgründen ihre Produktion dorthin verlagert haben.
Keine Umweltschutzauflagen, milliardenfach billigst verfügbare, entrechtete menschliche Arbeitskraft, also ideale Voraussetzungen für unsere global agierenden Turbokapitalisten.
Afrika wäre der nächste „Billigmarkt“, den man abgrasen könnte, weil auch in China mittlerweile die Lohnstückkosten gestiegen sind und es sich nicht mehr so lohnt, dort zu produzieren.
In den 1970 und 1980 Jahren war Japan das Billigproduktionsland für technische und elektronische Waren.
Die Hifi-Stereoanlage kam dann nicht mehr von Blaupunkt, Telefunken, Braun oder Grundig, sondern von Sony, Technics, Yamaha ect. und auch hier bei uns wurden dann diese japanischen Erzeugnisse konsumiert, weil sie billiger waren, als „Made in Germany“.
Ergebnis dieser Entwicklung waren Insolvenzen vieler deutscher Traditionsunternehmen oder die Auslagerung der Produktionen, einhergehend mit dem Verlust unserer Arbeitsplätze und damit Einkommen.
Heute sind die Japaner im Vergleich zu China, Osteuropa oder anderen Billigproduktionsstandorten viel zu teuer, auch Südkorea, das nach Japan als Billigproduktionsland für Elektronik beliebt war, ist heute zu teuer.
China ist eine kommunistische Diktatur, wo Menschenrechte nichts zählen und mit Füßen getreten und niedergeknüppelt werden, die Menschenwürde und Meinungsfreiheit nicht existent ist.
Es ist schon bemerkenswert, dass wenn es um´s Geld und den Profit geht, Kapitalisten mit Kommunisten dann gerne gute Geschäfte machen.
So sind sie halt, die Kapitalisten, keine Moral, kein Rückgrat, kein Gewissen.
Sie huldigen dem Gott des Geldes und ihr ganzes Leben widmen sie dem Materialismus, dem Geld und dessen schnellstmöglicher Vermehrung.
Produktionsstandorte und Arbeitsplätze haben sich durch die Globalisierung verlagert und menschliche Arbeitskraft wurde entwertet.
Das ist doch die Wahrheit.
Ohne westliches Outsourcing von Arbeit und Produktion nach Asien, wäre China immer noch auf dem Stand eines Entwicklungslandes.
Bezahlt wurde der Aufstieg Chinas und Osteuropas, mit dem wirtschaftlichen, wie sozialen Abstieg vieler Menschen in den westlichen Gesellschaften.
Vielen geht es in Asien und Osteuropa heute besser, dafür geht es vielen hier in den alten Industriestaaten schlechter, auch dass ist die Wahrheit.
Es wurde im Grunde umgeschichtet, damit die Profiteure der Globalisierung noch stärker profitieren und daran verdienen, die verursachten Kollateralschäden bei Mensch und Umwelt und diese Negativentwicklungen, wurden dann sozialisiert und bei den Staaten abgeladen, die sich heute mit Massenarbeitslosigkeit, Altersarmut und sozialem Elend auseinandersetzen müssen.
Der Gewinne wurden privatisiert.
Unternehmen sind privatwirtschaftlich aufgestellt, suchen also immer den eigenen Vorteil.
Warum sonst hat man in den letzten drei Jahrzehnten viele Arbeitsplätze im Westen abgebaut und sie in Billiglohnländern wieder aufgebaut?

Gruß
 
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Vitrex2030 schrieb:
Mit welchem Recht, frage ich Dich?
Ich denke, das @Tomislav2007 einen Zuzug wie seinen sicherlich befürworten würde. Dh. das Leute einwandern um etwas aus sich zu machen, anstatt in die Sozialsysteme.

Es gibt eine Statistik, das 37? % der Asylsuchenden seit 2015 einen sozialversicherungspflichtigen Job haben.
Ich bezweifle sehr stark, das diese 37% genug Steuern zahlen, um die restlichen 63% zu finanzieren.

Zum Rest.
Es wurde bei der Globalisierung genauso wie beim Internet und aktuell Krypto komplett vergessen, die xx Jahre alten Gesetze, die diese Dinge nicht entsprechend berücksichtigt haben, wenigstens zeitnah, nachdem einem das auffällt, anzupassen z.B. durch ein 100% transparentes Lieferkettengesetz mit hohen Zöllen/Verboten auf Ausbeutung von Mensch/Umwelt.
 
Hallo

Vitrex2030 schrieb:
deine Argumentationen sind teilweise einfach falsch, gar böswillig, vor allem, wenn man deine eigene Biografie betrachtet.
Zuwanderung, also was Du und deine Eltern für euch selbst in Anspruch genommen habt, nämlich als Wirtschaftsflüchtlinge vom Balkan nach Deutschland einzuwandern, willst Du anderen Menschen, denen es wie euch damals erging, nämlich aus der Armut, eine bessere wirtschaftliche Zukunft in einem anderen Land zu suchen, jetzt verweigern?
Mit welchem Recht, frage ich Dich?
Ich habe nichts über Einwanderung in ein anderes Land geschrieben, ich weiß aber wie gerne du auf allen Jugoslawen rum hakst nur weil du mit einem einzigen schlechte Erfahrungen gemacht hast.
Ich fragte wieso Afrika trotz der Bodenschätze und Rohstoffe es nicht schafft wirtschaftlich nach vorne zu kommen, so wie andere asiatische Länder (die weniger Bodenschätze und Rohstoffe haben) ?

Andy8891 schrieb:
Ich denke, das @Tomislav2007 einen Zuzug wie seinen sicherlich befürworten würde. Dh. das Leute einwandern um etwas aus sich zu machen, anstatt in die Sozialsysteme.
Genau das, ordentliche Einwanderung zum arbeiten Ja, unkontrolliertes einströmen in die Sozialsysteme Nein.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Ich habe nichts über Einwanderung in ein anderes Land geschrieben, ich weiß aber wie gerne du auf Jugoslawen rum hakst.
Ich fragte wieso Afrika trotz der Bodenschätze und Rohstoffe es nicht schafft wirtschaftlich nach vorne zu kommen so wie andere asiatische Länder (die weniger Bodenschätze und Rohstoffe haben) ?


Genau das, ordentliche Einwanderung zum arbeiten Ja, unkontrolliertes einströmen in die Sozialsysteme Nein.

Grüße Tomi
Warum Teile Asiens und Osteuropas nach vorne kamen/kommen, habe ich Dir bereits beantwortet!
In Afrika würde es genauso laufen.
Afrika wäre die neue Billigproduktionsstätte für die Kapitalisten, nur eben politisch und gesellschaftlich viel unsicherer als China oder Osteuropa.
Kapitalisten brauchen Sicherheiten, weil sie ja ihr Geld nicht verlieren, sondern weiter vermehren wollen.
Nimmst Du einem Kapitalisten sein Geld, nimmst Du ihm sein Leben, was anderes im Leben hat er nämlich nicht.
Japan und Südkorea, jetzt China sind doch das beste Beispiel dafür, wie es läuft.
Und wie es global läuft, habe ich weiter oben bereits beschrieben.
Warum schaffen es eigentlich die Balkanländer nicht, aus eigener Kraft wirtschaftlich nach oben zu kommen?
Sind die Leute dort alle faul und wollen nicht arbeiten, die könnten sich schließlich ja selbst was aufbauen?
Nein, da wird dann die EU um Kredite und Subventionen angebettelt.
Oder dann doch lieber den Weg als Wirtschaftsmigrant gehen und die eigene Heimat im Stich lassen?
 
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Hallo

Vitrex2030 schrieb:
Und wie es läuft, habe ich ebenfalls weiter oben bereits beschrieben.
Ich sehe da keine Antwort darauf wieso es Afrika im Gegensatz zu vielen asiatischen Ländern nicht schafft.
Wieso verscherbelt Afrika seine Bodenschätze und Rohstoffe fürn Appel undn Ei und nicht zu einem angemessenen Preis ?

Vitrex2030 schrieb:
China ist nur deshalb wirtschaftlich stärker geworden, weil viele westliche Industrien und Unternehmen aus Profit- und Gewinnmaximierungsgründen ihre Produktion dorthin verlagert haben.
Keine Umweltschutzauflagen, milliardenfach billigst verfügbare, entrechtete menschliche Arbeitskraft, also ideale Voraussetzungen für unsere global agierenden Turbokapitalisten.
Das würde Afrika auch hinbekommen.

Grüße Tomi
 
Vitrex2030 schrieb:
Warum schaffen es eigentlich die Balkanländer nicht, wirtschaftlich nach oben zu kommen?
Das ist doch ne müßige Argumentationsweise ... warum schafft es der Osten nicht, nach oben zu kommen?

Es wird von den Leuten gefordert, das sie für eine anständige Arbeit ihren Wohnsätz wechseln, wenn es bei ihnen nicht gibt.

Die entsprechenden Leute ziehen weg und die selben Leute stehen da und fragen, warum bestimmte Regionen nicht wirtschaftlich nach oben kommen und warum in den großen Hauptstädten die Mieten explodieren. :freak:
 
Andy8891 schrieb:
Das ist doch ne müßige Argumentationsweise ... warum schafft es der Osten nicht, nach oben zu kommen?

Es wird von den Leuten gefordert, das sie für eine anständige Arbeit ihren Wohnsätz wechseln, wenn es bei ihnen nicht gibt.

Die entsprechenden Leute ziehen weg und die selben Leute stehen da und fragen, warum bestimmte Regionen nicht wirtschaftlich nach oben kommen und warum in den großen Hauptstädten die Mieten explodieren. :freak:
Könnte ich andersrum genauso fragen, warum investieren Unternehmen nicht in diesen abgehängten Regionen?
Global haben sie damit doch auch kein Problem.
Warum sollen sich immer nur die Menschen der Wirtschaft anpassen, warum passt sich die Wirtschaft nicht den Menschen an?
 
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Vitrex2030 schrieb:
Konnte ich andersrum genauso fragen, warum investieren Unternehmen nicht in diesen abgehängten Regionen?
Global haben sie damit doch auch kein Problem.
Machen Sie doch, diese abgehängten Regionen sind eben nicht so profitabel wie "andere" abgehängte Regionen.

Vielleicht wird man in 100(0) Jahren auch in Afrika ankommen.

Warum sollen sich immer nur die Menschen der Wirtschaft anpassen, warum passt sich die Wirtschaft nicht den Menschen an?

Solange das Mantra "Sozial ist was Arbeit schafft" in den Köpfen der (Welt-)Befölkerung ist, wird sich nichts verändern.

Solange wir keine echte Welt Regierung haben (nach einen Krieg oder einer globalen Umweltkatastrophe) so lange, bleibt jeder sich selbst überlassen.
 
Hallo

Vitrex2030 schrieb:
Warum schaffen es eigentlich die Balkanländer nicht, aus eigener Kraft wirtschaftlich nach oben zu kommen?
Weil die Balkanländer nicht annähernd so viele Bodenschätze und Rohstoffe haben wie Afrika.
Ich bin auch der Meinung das die Balkanländer deutlich weiter sind als die meisten afrikanischen Regionen.

Vitrex2030 schrieb:
Warum sollen sich immer nur die Menschen der Wirtschaft anpassen, warum passt sich die Wirtschaft nicht den Menschen an?
Das darfst du dir sehr gerne wünschen, es wird dir aber nie erfüllt werden, das ist nun mal die Realität, komm damit klar oder nicht.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Weil die Balkanländer nicht annähernd so viele Bodenschätze und Rohstoffe haben wie Afrika.
Deutschland hat auch keine großen Bodenschätze und Rohstoffe.
Stein- und Braunkohle wird ja bald nicht mehr abgebaut, viele Zechen im Ruhrgebiet sind mittlerweile dicht.
Ergänzung ()

Andy8891 schrieb:
Es gibt eine Statistik, das 37? % der Asylsuchenden seit 2015 einen sozialversicherungspflichtigen Job haben.
Ich bezweifle sehr stark, das diese 37% genug Steuern zahlen, um die restlichen 63% zu finanzieren.
Stimmt, so ist es.
Diese 37 Prozent werden zum größten Teil im Niedriglohnsektor beschäftigt, bezahlen also kaum Steuern und Sozialabgaben und mit Sicherheit werden sie die erhofften Renten und Pensionen der Babyboomer nicht retten.
Ich habe gestern gelesen, das unsere Wirtschaft zukünftig ca. 500.000 Zuwanderer jährlich benötigt, um das aktuelle Niveau zu halten.
Ich stelle mir dann schon die Frage, wenn viele Fachkräfte ihrer Heimat den Rücken kehren und auswandern, was soll dann aus den Ländern und den Menschen werden, die zurückbleiben?
Es kann doch auch nicht richtig sein, wenn wir diese Länder komplett ausbluten, indem wir ihre qualifizierten Fachkräfte abwerben.
 
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Vitrex2030 schrieb:
Es kann doch auch nicht richtig sein, wenn wir diese Länder komplett ausbluten, indem wir ihre qualifizierten Fachkräfte abwerben.
Es bleibt abzuwarten, wie viel Druck das globale Kartenhaus noch aushält und wie lange man diesen Druck mit Krediten weiter verschleppen kann.

Denn wenn wir eine Rentenversicherung haben, die eigentlich dafür da sein sollte, die Renten über das Umlagesystem zu finanzieren, wir aber Milliarden zusätzliche Steuern reinführen müssen, zeigt dies bereits, das es nicht so funktioniert wie gedacht.

Das gleiche beim Thema "Siehe Hochwasser Thread". Leute versichern sich nicht, weil die Versicherung zu teuer? ist und der Staat darf aushelfen.
 
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Andy8891 schrieb:
Leute versichern sich nicht, weil die Versicherung zu teuer? ist
Versicherungen sind immer "zu teuer", bis man merkt, dass der Ernstfall ohne Versicherung noch um einiges teurer ist, als das, was man bis dahin an die Versicherung hätte zahlen müssen.
Dem steht leider auch die Rechnung entgegen, wie viel man in eine Versicherung gepumpt hat, die man dann doch nie in Anspruch nehmen musste.
In beidem liegt der Vorteil eines Umlagesystems ... denn dadurch werden die Dinge für alle billiger und das klappt eben auch nur, weil es Menschen gibt, die ihr leben lang reinbuttern, ohne die Sicherungssysteme mal zu beanspruchen.
Was meinst du warum es in Deutschland eine Pflicht zur Krankenversicherung gibt ... damit niemand auf Kosten des Umlagesystems Krankenversicherung sparen kann.
Andy8891 schrieb:
und der Staat darf aushelfen.
Man lernt halt bei den ganz Großen, und die meisten Unternehmen handhaben das nicht anders.
Auch da werden Entwicklungen verschlafen, und wenn es dann echt eng wird, ruft man nach Staatshilfen.
Wie hat sich unsere Autoindustrie gegen die eMobilität gesträubt ... im Grunde mussten ausländische Hersteller unseren Autokonzernen erst zeigen, das da Geld zu holen ist. Und nun ruft man nach Förderung, um den selbst gebastelten Rückstand wieder aufzuholen.

Manchmal geschieht das nichtmal aus einer Notwendigkeit, sondern eher aus der reinen Möglichkeit heraus ... man fühlt sich schlecht oder sogar dumm, wenn man mögliche Fördergelder nicht wenigstens beantragt hat.

Wie oft werde ich mit staunenden Augen gefragt, warum ich denn nicht aufstocke ... ich hätte doch ein Anrecht darauf.
Das mag sein ... aber es ist unnötig, und ich bin ohne Jobcenter einfach so unendlich viel zufriedener.
Letzteres ist mir einfach mehr wert, als monatlich ca. €50,- mehr in der Tasche.
ich bin froh, dass es das Jobcenter momentan einen feuchten Dreck zu interessieren hat, wenn ich in einem Monat mal 300,- bei einem Gig verdient habe ... es ist sogar egal, wenn es 3.000 sind ... mit unregelmäßigen Zuverdiensten kann dieser Laden nämlich garnicht umgehen.
Momentan interessiert sich dafür nur das Finanzamt und mit denen habe ich exakt ein mal im Jahr zu tun ... statt alle paar Monate mal, wenn das JC aus einem einmaligen Zuverdienst mal wieder was regelmäßiges zu basteln versucht hat (diese Situation hatte ich regelmäßig und habe mich immer gefragt, welchen Teil von "einmalig" die eigentlich nicht verstehen, dass man denen das immer wieder erklären muss).
 
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