DerOlf
Admiral
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Es geht insgesamt darum, eine Sitzverteilung zu erreichen, die der Verteilung der Zweitstimmen entspricht.2MinutesTurkish schrieb:Auch das ist so nicht ganz korrekt. Überhangmandate verändern im Bundestag das Verhältnis der Zweitstimmen, daher gibt es Ausgleichsmandate.
Die gezeigte Übersicht ist schon deswegen falsch, weil eine Koalition, die weniger als 50% der Zweitstimmen auf sich vereint, eben nicht mehr als 50% der Sitze im Bundestag innehaben darf.
In dem Fall wäre das Parlament nämlich nicht mehr repräsentativ ... wenn man es ganz genau nimmt.
Daher wird es nicht bei den 735 Sitzen bleiben, von denen im Link ausgegangen wird.
Damit die SPD mit ihren 206 Sitzen nur 25,7% der Gesamtsitze innehat, bräuchte der Bundestag 801,55... also 802 Sitze.
Bei 1.000 Sitzen wäre es nebenbei ganz simpel ... das Wahlergebnis hat eine Nachkommastelle ... streicht man das Komma, bekommt man also automatsch die Sitzanzahl dieser Partei nach Zweitstimmen (und das ist der Wert der zählt). Zieht man davon die Direktmandate ab, hat man die Anzahl der Listenplätze, die ins Partlament einziehen können (1.000 nur, weil man dafür im Prinzip nicht rechnen muss ... das Prinzip funktioniert aber auch bei 598 Sitzen). Wenn man über so ein System mal 5 Minuten nachdenkt, muss der BT garnicht wachsen.
598 Sitze sind es übrigens deswegen mal gewesen, weil es 299 Wahlkreise gibt (daran hat sich auch nix geändert) ... die Hälfte der Sitze im BT soll eigentlich an Direktmandate gehen.
Um das bei 735 Sitzen hin zu bekommen, bräuchten wir 367,5 Wahlkreise (wer ist auf die blöde Idee mit der ungeraden Sitzanzahl gekommen?).
Woher sollen diese 68,5 zusätzlichen Wahlkreise kommen? Landgewinnung an Nord- und Ostsee? Mal wieder irgendwo einfallen?
Zum selbst nachrechnen, hier eine Übersicht über die Sonntag gewonnenen Direktmandate.
https://de.statista.com/statistik/d...tmandate-der-parteien-bei-der-bundestagswahl/
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