Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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DerOlf schrieb:
Zahlen, aber nicht mehr wählen dürfen, fände ich auch nicht korrekt.
Ich weiß jetzt nicht, was da greifen (Grundgesetz oder Verfassung) würde, jedoch wäre das sicherlich mit einem von beiden nicht vereinbar. In meinen Augen wäre das eine Form von Entmündigung.
 
@mo schrieb:
Ich will mal hoffen, dass du das alles in der Schule gelernt hast!
kommt ja immer drauf an, wann man in der Schule war ;)
Ergänzung ()

Discovery_1 schrieb:
Sind meist Menschen, die begriffen haben, dass sie wählen können wie sie wollen und es ändert sich doch nichts. Vor allem die finanziell Schwachen gehen daher oft nicht mehr wählen oder versuchen aus Verzweiflung ihr "Glück" bei extremistischen Parteien, wie z. B. der AfD. Und da dieser Personenkreis mit der Zeit immer größer werden wird, müsste man sich langsam mal Gedanken um den allgemeinen Zustand von Demokratie machen, da wo die Rechten langsam immer stärker werden. Also nicht nur in Deutschland.

na ja sie überlassen eben die entscheidung anderer, die widerum wählen welche, die nur in einem bestimmten rahmen regieren und handeln dürfen,
das ist keine VT, das hat Horst Seehofer gesagt, was aber jeder schon wusst.
Ja wie du sagst, gehen daher viele nicht wählen oder wählen Extremisten.
Schade um die Demokratie.. wobei die Medien schon mitschld sind, da sie immer mehr an glaubhaft verlieren.
Deswegen sieht man sich eben VT ler bei youtube usw. an und wählt danach AfD oder sonstiges.

Schade wie sich viele manipulieren lassen.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
@dergraf1
Du schriebst:



Bei einer 10%-Hürde könnten diese Zahlen noch weitaus höher ausfallen - und auf diese Möglichkeit bezog ich mich.
Mal als simples Rechenbeispiel ... wenn bei einer 10%-Hürde 11 Parteien antreten, und alle exakt die selbe Stimmenanzahl bekommen (als Gedankenexperiment) dann bliebe der Bundestag unbesetzt ... d.h. die Wahl müsste wiederholt werden, bis mal eine Partei über 10% kommt, und damt 100% der Sitze besetzen könnte.
Der "Wählerwille" wäre damit zu fast 90% egal ... demokratisch kann ich sowas dann beim besten willen nicht mehr nennen.
also bei den Wahlen 2002 in der Türkei hatte die AKP mit 34,3% der Stimmen die Absolute Mehrheit erlangen.
Dabei fielen die DP mit 9,5% und MHP mit 8,4% durch.
Mit den anderen kleineren Parteien um die 40% die nicht ins Parlament schafften.

Trotzdem, das Beispiel USA wo ungefähr 55% wählen
und von diesen wiederum 51% den Präsidenten wählen,
wählen praktisch "nur" 26% der Wähler den Präsidenten, welcher mehr zu sagen hat als der Kanzler in Deutschland oder des Türkischen Ministerpräsidente vor 2018.

Es ist aber ein langes Thema.. wie weit darf die Demokratie gehen,
wenn es um die Regierungsfähigkeit geht,
wenn es um die Sicherheit geht (Abhörung aller Bürger, Freiheitsrechte..),
wenn es um die Wirtschaft geht, da Mehrparteien Regierungen kein Vorteil für die Wirtschaft sein dürften
usw.
 
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Felix1509 schrieb:
Dazu hab ich jetzt zwei alternative Ideen gehabt, die, ich bin mir dessen sehr bewusst, nicht perfekt sind.

1. Jeder Mensch der aktuell erst mit 18 das Wahlrecht bekommt, hat ab Geburt eine Stimme. Diese wird (wie alle anderen wichtigen und unwichtigen Entscheidungen im Leben) bis zur Volljährigkeit quasi in Vertretung durch die Erziiehungsberechtigen abgegeben (bzw. kann abgegeben werden). Dadurch würde die Gruppe <16/18 Jahre nicht aus der Gesamtgruppe der betroffenen Menschen "ausgeschossen".

2. Man zieht das Mindestwahlalter nicht nur am Anfang des Lebens ab, sondern auch am Ende. Klar etwas gehässig ggü. den älteren Mitbürgern, aber diese müssen mit der Welt auch nicht mehr so lange leben.
Also konkret würde man die Durchschnittliche Lebenswerwartung nehmen, evtl. sogar nach Frauen und Männern getrennt, und zieht hinten einfach 18 jahre ab. Aktuelle Lebenserwartung bei Geburt ist 83,4 für Frauen und 78,6 für Männer. Also dürften Frauen von 16/18 bis 66 (65,4) und Männer bis 61 (60,6) wählen.
Oder man mittelt es und alle dürften nur bis 63 zur Urne.
Glaubst du ernsthaft, dass diese Vorschläge vor irgendeinem Gericht Bestand hätten?
Bitte etwas mehr Realitätssinn!
 
I'm suggesting that people who dont have the own houses in order, should be very careful before they go about reorganizing the world!

Zitat von Jordan Peterson bei einem TV-Auftritt. Absolutes Gold-Zitat und passt hier sehr gut rein finde ich, denn man sollte erstmal sein eigenes Leben auf die Reihe bekommen bevor man anfängt zu erklären wie die Welt zu funktionieren hat.
 
Es geht doch hier im gesamten Thread nicht ausschließlich um "gerichtsfest" oder wie auch immer. bei der Überschrift von Systemkritik auf Realitätsinn zu pochen ist schon etwas unnötig versteift, finde ich.

Es geht um Ideen. Und mehr als das ist meines ja auch nicht. Dass die (bei einigen) nicht gut ankommen war klar.

Ich für mich sehe nur den Ausschluss der <18 jährigen von der politischen Teilhabe in Form von Wahlen als Problem. Dass da Andere anderer Meinungs sind ist völlig ok. Es wird ja ohnehin nicht durchgesetzt weil die Mehrheit sich damit selbst benachteiligen würde. Nehmt es halt als Gedankenexperiment.

Wie erklärt man den jungen Menschen, dass die durch die Demografie überproportional "mächtige" Gruppe alter menschen ihre Zukunft in den ar*** wirtschaften? Einfach so hinnehmen? Oder mal drüber nachdenken wie man es vielleicht verbessern könnte.

Wie gesagt ich habe nie behauptet, meine Idee wäre diejenige welche alles besser macht.
 
@Felix1509 Hätten wir ein Sozialsystem, wo alle Menschen einzahlen und wo jede Art von Einkommen zur Finanzierung mit herangezogen würde, hätten wir null Probleme mit dem Rentensystem, mit dem Gesundheitssystem, Bildung etc. Und die demografische Entwicklung wäre somit völlig egal. Nur dann müssten die Reichen ja mehr bezahlen und das wollen die meisten Politiker verhindern.
 
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Felix1509 schrieb:
Wie erklärt man den jungen Menschen, dass die durch die Demografie überproportional "mächtige" Gruppe alter menschen ihre Zukunft in den ar*** wirtschaften? Einfach so hinnehmen? Oder mal drüber nachdenken wie man es vielleicht verbessern könnte.
So lange die Aufwertung einer Gruppe mit der Diskriminierung einer anderen Gruppe einhergeht, brauchst darüber erst gar nicht zu diskutieren. Steht gegen alle unsere gesellschaftlichen Prinzipien.
Ansonsten haben sich die Alten ihr Arbeitsleben lang auch den Arsch aufgerissen, das Gemeinwesen zu finanzieren. Die demografische Delle ist eben eine Folge des Wohlstands unserer Gesellschaft, wovon auch Junge nicht unerheblich profitieren.

Gegen gute Lösungen Konflikten vorzubeugen hat natürlich niemand was. Sie müssen halt im Einklang mit unseren Grundwerten stehen.

Der neue Bundestag ist ja etwas jünger geworden. Mal sehen was dabei rauskommt.
Die aktienbasierte Rente ist ja auch auf dem Tisch.
 
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Eldok schrieb:
Absolutes Gold-Zitat
Eher ein uralter Hut.
"Gehe nicht auf die Jagd, wenn dein Haus brennt".
(keine Ahnung, ob das Laotse oder Konfuzius zugeschrieben wird ... auf jeden Fall ist es einige tausend Jahre älter als Peterson ... und der wirkt in seinen Aussagen schon ziemlich alt).
Mit so einem Spruch hat man aber sicherlich nie unrecht ... dadurch wird er aber eben nicht wertvoller, als eine "Mao-Bibel" (auch die wimmelt von ähnlichen Platitüden).
Was Peterson dabei vergisst ... es ist nicht mein Haus, das brennt, sondern eher seines (zumindest aus meiner Perpektive ... ich sehe mich jedenfalls nicht dazu gezwungen meine "male supremacy" aggressiv zu verteidigen ... er wohl irgendwie schon). Mit einem Psychologie-Lehrstuhl unterm Hintern sollte er das doch eigentlich erkennen können.

Der Typ ist einfach jemand, der genau wie Mark Zuckerberg verstanden hat, wie man mit Polarisierung Geld verdienen kann.
 
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Godde schrieb:
Jordan Peterson...omg.

Ist doch völlig egal von wem die Aussage stammt, und wenn's Hans-Peter aus dem Takatukaland wäre, die Aussage stimmt nun mal. Leute kriegen ihr eigenes Leben zum Teil nicht auf die reihe (privat wie beruflich) und wollen dann der ganzen Welt erklären wie das System funktionieren müsste.
 
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Das ist Bullshit.
 
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Godde schrieb:
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Das ist Bullshit.

Wenn du nicht mal dein Fahrrad im Keller reparieren kannst dann macht es bestimmt ganz viel Sinn sich von dir Vorschläge/Forderungen anzuhören wie die gesamten PKW, LKW und Flugzeug Werkstätten und Reparaturen zu laufen haben ... klar kann man das, hat aber noch nie einer gemacht und wird auch nie einer machen!
 
Du solche Vergleiche machen gar keinen Sinn. Es gibt genügend Menschen die "gebildet" und stinkreich sind und das System nicht verstehen oder dies nicht wollen. Und was heißt genau das Leben im Griff haben? Wie definiert man das, bzw. Herr Peterson.
 
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In keinem Wort habe ich differenziert zwischen gebildet, ungebildet, reich, arm oder was auch immer.

Keine Ahnung wieso du jetzt diese Karte spielst. Ich glaube auch nicht das es an deiner Lesefähigkeit liegt. Mir drängt sich mehr das Gefühl auf, das hier dein geistiger Standpunkt durchkommt der leider alles andere als neutral ist.

Du und nur du alleine ziehst hier eine Furche zwischen den besagten "Gruppen" aus absolut unerklärlichen Gründen.

Da muss ich an die Super Bowl Halftime Show Diskussionen denken die so selten dämlich sind. Dre, Eminem, Snoop Dogg, Kendrik Lamar und Mary J. Blige werden diesen SuperBowl performen. Es geht also um Sport, Musik und eine gute Zeit.

Und dann gibt es echt einige Idioten die hier Farbe ins Spiel bringen ... das ist so traurig. Und leider muss man auch sagen dass die Hautfarben Diskussion oftmals von Schwarzen losgetreten wird.
 
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@Eldok
Dann nehmen wir eben die Aussage, dass Menschen, die nichtmal ein Fahrrad repariert bekommen, anderen erzählen wollen, wie die ein Auto zu reparieren haben.

Natürlich ist das wenig erfolgversprechend und natürlich ist dieses verhalten nicht auf einzelne soziale Schichten oder Bildungsniveaus beschränkt, sondern eine ganz normale Folge der funktionalen Entmischung unserer Gesellschaft und der mit Individualismus und Egoismus einhergehenden Selbstüberschätzung.

Ich kann ein Fahrrad reparieren seit ich ca. 10 Jahre alt bin (mechanische Räder ... eBikes sind nochmal was anderes), aber ich würde nie auf die Idee kommen, einem KFZ-Mechatroniker was über seine Arbeit erzählen zu wollen.
Ich würde eine Werkstatt aber auch nicht einfach machen lassen (denn da zahlt man meist nur drauf) sondern mir vorher mehrere Kostenvoranschläge holen ... nicht weil ich den billigsten nehmen will, sondern weil ich keine Lust habe, dass ich nachher teure aber unnötige Reparaturen bezahlen muss.

Bei DIngen, für die nur ein wenig Physikkenntnisse und ein bisschen Mathe nötig sind, maße ich mir aber an, mMn falsche Berechnungen zu krtisieren.
Vor allem finde ich es ziemlich lächerlich, Variablen auszuschließen, weil die das Ergebnis in eine "nicht so angenehme" Richtung verschieben würden (Stichwort "graue Energie") so wie wir das über Jahrzehnte hinweg mit Autos, Atomkraftwerken und sehr vielen anderen Industrieprodukten erlebt haben.

"Das KFZ hat einen CO2-Ausstoß von X Kg pro 100km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von Y km/h". Das liest sich in einem Prospekt ganz toll, trifft aber nicht zu, sondern ist reines Verkaufsargument.
Wenn man mit solchen Angaben dann versucht zu errechnen, wie viel CO2-Äquivalente durch den verzicht auf ein Auto eingespart werden, dann liegt dieser Wert natürlich viel zu niedrig, weil dabei weder der Ausstoß bei Rohstoffgewinnung, Produktion und Transport, noch bei der Entsorgung des Fahrzeugs berücksichtigt werden. Um eine solche Rechnung abzusegnen, hätte ich schon direkt nach dem Studium mindestens 1% des Jahresgewinns der Daimler Benz AG verlangt ... und zwar JEDES Jahr.
Wenn man dann den Neukauf eines sparsameren Autos z.B. mit der "Abwrackprämie" belohnt, dann geht der Schuss eben zwingend nach hinten los, denn je kürzer ein Auto aktiv gefahren wird, desto mieser ist seine Energie- und CO2-Bilanz ... fast unabhängig vom Verbrauch im Strassenverkehr.

Man kann berechnen, nach wie vielen Jahren dieses Verhältnis kippt ... und nach dieser Berechnung wird dann auch klar, dass ein nach 5 oder 10 Jahren verschrottetes Auto einfach nur eine riesige Umweltsauerei ist, die nicht wirklich mit dem fortgesetzten Betrieb eines 30 Jahre alten Ford Transit zu vergleichen ist.
Und trotzdem macht man sich eher über den stinkenden Hippie-Transit mit Umweltschutz-Aufklebern am Heck lustig, als über den, der alle 5 bis 10 Jahre das neueste Modell anschafft, und das alte nur an einen Schrotthändler verkauft, um sich die Abwarackprämie zu sichern.
Zum Glück hält diesen Unsinn mittlerweile kaum noch jemand für etwas anderes, als ein Konjunkturpaket für die Autoindustrie ... eventuell wären die deutschen Autobauer weit früher und vor allem ernsthafter auf die eMobilität angesprungen, wenn es das nie gegeben hätte.
 
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@Eldok,

Der Einzige der hier ne Furche zieht bist du, nämlich mit dem Spruch von Peterson. Wenn du nicht siehst worauf ich hinaus will, dann ist es dein Problem, denn zB.: DerOlf hat verstanden was ich will. Du machst ein Strohmann auf mit deinem letzten Kommentar und unterstellst mir Dinge, dich ich gar nicht angesprochen habe.
Dein letzter Satz ist etwas daneben oder?
 
Ich habe echt kurz überlegt auf deine Punkte einzugehen aber das ist es mir meine Zeit einfach nicht wert. Du bist schlicht nicht in der Lange meine Aussage zu verstehen weil du extrem voreingenommen bist wenn's um dein Weltbild geht.

Und nicht ich habe dir etwas unterstellt sondern du mir, das ich hier nach irgend welchen Bildungs- oder Finanzstati differenziere. Du kannst weder lesen noch die Sachen verstehen du die gelesen hast.

Und nein der letzte Satz ist überhaupt nicht daneben.

Wenn man keine Argumente hat dann schreibt einfach irgend ein Stuss ... man man man :freak:
 
Hast du überhaupt den Satz von Peterson verstanden? Weisst du für was Peterson steht? Ich bin allergisch gegen solche Luschen, die sich für was besonderes halten mit Rechtfertigungen andere zu unterdrücken. Also du kannst gerne deinen Stuss hier ablassen aber pass bisschen auf wie du mit mir redest.
 
Dann erklär mir mal was der Satz bedeutet und erhelle mich. Und natürlich ist Peterson bei der Alt Right und Konservativen hoch angesehen. Also erzähl hier nichts.
Ich sagte nicht dass es von dir kommt, ich sagte er steht dafür. Nicht du bist die Lusche, er ist eine, Junge.
 
Godde schrieb:
Hast du überhaupt den Satz von Peterson verstanden? Weisst du für was Peterson steht?

Wie oft soll ich denn noch sagen das es mir völlig egal ist wer oder was dieser Peterson ist. Und ja ich weiß wer ist und ich habe auch den Satz verstanden, was man ja ganz offensichtlich von dir nicht behaupten kann.

Schau mal hier:
Eldok schrieb:
Ist doch völlig egal von wem die Aussage stammt, und wenn's Hans-Peter aus dem Takatukaland wäre, die Aussage stimmt nun mal.


Godde schrieb:
Und natürlich ist Peterson bei der Alt Right und Konservativen hoch angesehen. Also erzähl hier nichts.

Ist das jetzt dein ernst? Weder habe ich dem widersprochen noch habe ich es selbst irgend wo auch nur Ansatzweise aufgeführt. Alter was stimmt mit dir denn nicht?!

Ne sry ich bin raus, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Möge Gott mit dir gnädig sein und durch dich behutsam durchs Leben begleiten :)
 
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