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Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus
- Ersteller th3o
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A
Andy8891
Gast
Aus gegebenem Anlass (die aktuelle Krypto-News) möchte ich nochmal zu folgendem Thema diskutieren:
Woher kommt dieser Anspruch und das Einfordern von leistungslosem Wertzuwachs?
Ein Beispiel: Ich sammle in 2 Stunden 5 Liter Wasser und lagere diese in einem dichten Behälter.
In 5 Jahren lassen sich in 2 Stunden 10 Liter Wasser sammeln.
Woher kommt nun der Anspruch, das aus den ersten gesammelten 5 Litern plötzlich ebenso 10 Liter "entstehen" sollen, weil für diese wurden ja ebenso 2 Stunden aufgewendet und es kann ja nicht sein, das die 2 Stunden vor 5 Jahren weniger Wert sind als die 2 Stunden von heute.
Es geht also um das gesammte Konstrukt Inflation und Deflation und Sparen/Investieren.
Direkt vorweg. Ich finde es allgemein unlogisch, das ein Wirtschaftssystem etabliert wird, das komplett abhängig vom Kosum ist, gleichzeitig aber überall Sparen/Investieren propagiert wird.
Mich erinnert diese Logik ein wenig an die Aussage: Alle sollen studieren, dann können alle 100.000€ verdienen.
Aus meiner Sicht, müsste das Wirtschaftssystem so aufgebaut sein, das es nicht vom Kosum/Sparen/Investieren abhängig ist.
Woher kommt dieser Anspruch und das Einfordern von leistungslosem Wertzuwachs?
Ein Beispiel: Ich sammle in 2 Stunden 5 Liter Wasser und lagere diese in einem dichten Behälter.
In 5 Jahren lassen sich in 2 Stunden 10 Liter Wasser sammeln.
Woher kommt nun der Anspruch, das aus den ersten gesammelten 5 Litern plötzlich ebenso 10 Liter "entstehen" sollen, weil für diese wurden ja ebenso 2 Stunden aufgewendet und es kann ja nicht sein, das die 2 Stunden vor 5 Jahren weniger Wert sind als die 2 Stunden von heute.
Es geht also um das gesammte Konstrukt Inflation und Deflation und Sparen/Investieren.
Direkt vorweg. Ich finde es allgemein unlogisch, das ein Wirtschaftssystem etabliert wird, das komplett abhängig vom Kosum ist, gleichzeitig aber überall Sparen/Investieren propagiert wird.
Mich erinnert diese Logik ein wenig an die Aussage: Alle sollen studieren, dann können alle 100.000€ verdienen.
Aus meiner Sicht, müsste das Wirtschaftssystem so aufgebaut sein, das es nicht vom Kosum/Sparen/Investieren abhängig ist.
BridaX
Captain
- Registriert
- Jan. 2009
- Beiträge
- 3.957
Andy8891 schrieb:Direkt vorweg. Ich finde es allgemein unlogisch, das ein Wirtschaftssystem etabliert wird, das komplett abhängig vom Kosum ist, gleichzeitig aber überall Sparen/Investieren propagiert wird.
Wer etabliert denn hier etwas? Unsere Gesellschaftsfsordnung hat sich schlicht dahingehend entwickelt. Über Jahrhunderte und Jahrtausende. Wir sind da wo wir sind, weil es eben funktioniert. Zumindest besser als alles davor gewesene.
Nur weil (deinem Empfinden nach) alle vom investieren/sparen sprechen, umsetzen werden es dennoch die wenigsten. Mit investieren geht man Risiken ein, mit sparen einen Verzicht auf gegenwärtigen Konsum - das will/kann nicht jeder.
Woher kommt dieser Anspruch und das Einfordern von leistungslosem Wertzuwachs?
Es gibt keinen Anspruch und wer fordert hier was? Alles vom Menschen Erdachte basiert (wie so oft erwähnt) auf Vertrauen. Gesellschaften, Gesetze, Moralvorstellungen, Kulturen, Traditionen, Vermögenswerte...
Alles hat den Wert dem wir als Kollektiv einer Sache zuschreiben. Vollkommen egal ob Gold, Wasser, Tulpen, Muscheln oder eben Cryptowährungen. Ist das Vertrauen weg hat im Grunde alles keinerlei Wert mehr.
Woher kommt nun der Anspruch, das aus den ersten gesammelten 5 Litern plötzlich ebenso 10 Liter "entstehen" sollen, weil für diese wurden ja ebenso 2 Stunden aufgewendet und es kann ja nicht sein, das die 2 Stunden vor 5 Jahren weniger Wert sind als die 2 Stunden von heute.
Du hast keinen Anspruch darauf dein Vermögenswert (Wasser) für einen bestimmten Preis verkaufen zu können. Es gibt einfach jemanden da draußen, der dir schlicht mehr dafür zahlen will. Vielleicht ist das Wasser knapp, er will deine geleistete Arbeit nicht selber machen oder schätzt den Wert höher ein? Ist doch vollkommen egal. Er vertraut darauf, das dein Wasser auch in Zukunft noch Wasser sein wird und die Nachfrage hoch bleibt. Ist das Vertrauen aber weg, dann hat Wasser keinen Wert mehr.
Jetzt Habe ich aber Durst, und deswegen wird Wasser auf ewig mein Vertrauen genießen (Wasser ist ein recht schlechtes Beispiel weil es ein Grundbedürfnis erfüllt)
Zuletzt bearbeitet:
A
Andy8891
Gast
BridaX schrieb:Wer etabliert denn hier etwas?
Das Casino-Finanzsystem ist nicht vom Himmel gefallen.
Blendet man die technologische Entwicklung aus, hat sich Gesellschaftlich wenig entwickelt. Die Mehrheit wird von einer Minderheit regiert. Ob es in Deutschland, Amerika oder China ist. Ich denke auch, das die wohlhabenderen Chinesen gerne in ihrem Land leben, ansonsten könnten sie ja auswandern.BridaX schrieb:Unsere Gesellschaftsform hat sich schlicht dahingehend entwickelt, über Jahrhunderte und Jahrtausende. Weil es eben funktioniert. Zumindest besser als alles davor gewesene.
Die Aktienrente steht doch schon fast in den Startlöchern. Das wird den Renditedruck auf die Wirtschaft noch deutlich erhöhen bzw. wird der "Gewinn" im Zweifel durch Inflation erzeugt. Die Leute erhalten jedes Jahr x% Rendite. Im gleichen Atemzug wird das Leben um x% teurer.BridaX schrieb:Nur weil (deinem Empfinden nach) alle vom investieren/sparen sprechen, umsetzen werden es dennoch die wenigsten.
Aus meiner Sicht, sollte es der Gesellschaft egal sein, was ein Individium mit seinem Geld macht.BridaX schrieb:Mit investieren geht man Risiken ein, mit sparen einen Verzicht auf gegenwärtigen Konsum - das will nicht jeder.
Und zwar in der Hinsicht, das es keinen Einfluss auf diese haben sollte. (Damit nicht das Argument kommt: Dann kann der Gesellschaft ja egal sein, wenn ich Spare/Investiere)
Durch die künstlich erzeugte Inflation gibt es einen Art Herdentrieb. Überall liest man: Schützen Sie ihr Geld vor der Inflation. Investieren (Sparen) Sie in XYZ.BridaX schrieb:Es gibt keinen Anspruch und wer fordert hier was?
Im großen Ja, im Kleinen Nein.BridaX schrieb:Alles Menschen erdachte basiert (wie so oft erwähnt) auf vertrauen. Gesellschaftsformen, Gesetze, Moralvorstellungen, Kulturen, Traditionen... Ist das Vertrauen weg hat im Grunde alles keinerlei Wert mehr.
Liest man sich das Grundgesetz durch, liest es sich wie "Wünsch dir was" in Utopia.
In der Realität ist es eine einzige Enttäuschung. Ich möchte betonen, das es durchaus schlechter geht, siehe China oder Nord Korea.
Dafür das wir in den Weltraum fliegen können, sind die gesellschaftlichen Ansprüche ziemlich weit im Keller.
Schön wärs, wenn es eine simple (transparente) Angebot- und Nachfragestruktur gäbe.BridaX schrieb:Alles hat den Wert dem wir einer Sache als kollektiv zuschreiben. Vollkommen egal ob Gold, Wasser, Muscheln oder eben Cryptowährungen.
Dadurch das, wie du es immer so schön schreibst: In Aktien wird die Zukunft gehandelt, wird der simple Tauschhandel beliebig kompliziert aufgebauscht.
Dann würde man der Inflation nicht hinterherrennen.BridaX schrieb:Du hast keinen Anspruch darauf dein Vermögenswert (Wasser) für einen bestimmten Preis verkaufen zu können.
https://www.t-online.de/finanzen/ne...kb-fuehrt-strafzinsen-ab-25-000-euro-ein.html
Das ist doch ein schlechter Scherz.
Das ist direkt BWL 1x1.BridaX schrieb:Es gibt einfach jemanden da draußen, der dir schlicht mehr dafür zahlen will. Vielleicht ist das Wasser knapp, er will deine geleistete Arbeit nicht selber machen oder schätzt den Wert höher ein? Ist doch vollkommen egal. Er vertraut darauf, das dein Wasser auch in Zukunft noch Wasser sein wird und der Preis steigen wird, weil mehr Menschen Wasser haben möchten. Ist das Vertrauen weg, hat Wasser keinen Wert mehr. Jetzt Habe ich Durst, und deswegen wird Wasser auf ewig mein Vertrauen genießen
Beantwortet aber nicht die Frage, warum dieses 1x1 nicht überwunden werden kann.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Andy8891 schrieb:Blendet man die technologische Entwicklung aus, hat sich Gesellschaftlich wenig entwickelt. Die Mehrheit wird von einer Minderheit regiert.
Ich glaube es war Pareto der mal festgestellt, hat dass alle Revolutionen letzendlich immer nur darauf hinauslaufen, Eliten auszutauschen.
Dass letztendlich sich immer solche Eliten bilden liegt allerdings nicht am Gesellschaftssystem sondern an der Natur des Menschen.
BridaX
Captain
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- Jan. 2009
- Beiträge
- 3.957
@Andy8891
So leid es mir tut, ich kann diese Denk- und Argumentationsweise kaum nachvollziehen. Immer ach so einfache Antworten auf extrem komplexe Gegebenheiten und immer ganz wichtig: Klare Feindbilder...
Ich habe nichts davon mir eine Welt auszumalen die es so nicht gibt und voraussichtlich niemals geben wird. Dafür bin ich einfach zu pragmatisch, das bringt mir und meinem Umfeld rein gar nichts. Ich will ein angenehmes Leben führen - und der Weg dorthin ist sicherlich nicht der, Luftschlösser zu bauen und mich zu beklagen wie ungerecht die Welt ist.
Exakt, das hat sich über die Zeit zu dem entwickelt, was wir heute nun mal haben. Auch wenn ich bei meiner privaten Vorsorge kein Casino sehe.
Eine sehr subjektive Wahrnehmung von dir. Ich finde die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte extrem positiv (Globalisierung, Frauenrechte, Schwulenrechte, Sozialhilfen, Arbeitsrecht, Arbeitszeiten, Lebenserwartung, Lebensstandard...)
Ich finde es auch pauschal nicht schlecht durch eine Minderheit regiert zu werden. Volksentscheide können ebenso fatale Folgen haben. Vor Emotionen und Fehlern ist niemand gefeit.
Zum Glück bilden Aktien mit unter die wachsende Weltwirtschaft bedingt durch den global steigenden Lebensstandard ab. Die Kurve kann noch sehr lange weiter hoch gehen. Ein Schritt der längst überfällig war.
Wir sind hier nicht bei wünsch dir was. Jedes handeln, jedes tun hat eine Auswirkung. Millionen von Zahnrädern die ineinander greifen.
Ob künstlich oder nicht, es ist aktuell nun mal so. Ob man das Geld nun ausgibt oder in Sachwerte investiert sei jedem selbst überlassen.
Sehe ich nicht so. Die waren noch nie so hoch wie heute.
Alles was du tust bezieht auch die Zukunft mit ein. Warum sollte das bei Aktien nicht so sein?
Mit Bankeinlagen hat man langfristig noch nie Rendite gemacht. Wird eh Zeit, dass sich die Denkweise in der Bevölkerung ändert und die Menschen selber die Verantwortung für ihr Geld übernehmen.
Von BWL habe ich keine Ahnung. Ich wüsste aber nicht, was es daran zu überwinden gibt? Für mich ist es ein enormer Zugewinn an Freiheit selber entscheiden zu dürfen was ich wann für wie viel (ver)kaufen darf.
So leid es mir tut, ich kann diese Denk- und Argumentationsweise kaum nachvollziehen. Immer ach so einfache Antworten auf extrem komplexe Gegebenheiten und immer ganz wichtig: Klare Feindbilder...
Ich habe nichts davon mir eine Welt auszumalen die es so nicht gibt und voraussichtlich niemals geben wird. Dafür bin ich einfach zu pragmatisch, das bringt mir und meinem Umfeld rein gar nichts. Ich will ein angenehmes Leben führen - und der Weg dorthin ist sicherlich nicht der, Luftschlösser zu bauen und mich zu beklagen wie ungerecht die Welt ist.
Andy8891 schrieb:Das Casino-Finanzsystem ist nicht vom Himmel gefallen.
Exakt, das hat sich über die Zeit zu dem entwickelt, was wir heute nun mal haben. Auch wenn ich bei meiner privaten Vorsorge kein Casino sehe.
Andy8891 schrieb:Blendet man die technologische Entwicklung aus, hat sich Gesellschaftlich wenig entwickelt. Die Mehrheit wird von einer Minderheit regiert.
Eine sehr subjektive Wahrnehmung von dir. Ich finde die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte extrem positiv (Globalisierung, Frauenrechte, Schwulenrechte, Sozialhilfen, Arbeitsrecht, Arbeitszeiten, Lebenserwartung, Lebensstandard...)
Ich finde es auch pauschal nicht schlecht durch eine Minderheit regiert zu werden. Volksentscheide können ebenso fatale Folgen haben. Vor Emotionen und Fehlern ist niemand gefeit.
Andy8891 schrieb:Die Aktienrente steht doch schon fast in den Startlöchern. Das wird den Renditedruck auf die Wirtschaft noch deutlich erhöhen bzw. wird der "Gewinn" im Zweifel durch Inflation erzeugt. Die Leute erhalten jedes Jahr x% Rendite. Im gleichen Atemzug wird das Leben um x% teurer.
Zum Glück bilden Aktien mit unter die wachsende Weltwirtschaft bedingt durch den global steigenden Lebensstandard ab. Die Kurve kann noch sehr lange weiter hoch gehen. Ein Schritt der längst überfällig war.
Andy8891 schrieb:Aus meiner Sicht, sollte es der Gesellschaft egal sein, was ein Individium mit seinem Geld macht.
Und zwar in der Hinsicht, das es keinen Einfluss auf diese haben sollte. (Damit nicht das Argument kommt: Dann kann der Gesellschaft ja egal sein, wenn ich Spare/Investiere)
Wir sind hier nicht bei wünsch dir was. Jedes handeln, jedes tun hat eine Auswirkung. Millionen von Zahnrädern die ineinander greifen.
Andy8891 schrieb:Durch die künstlich erzeugte Inflation gibt es einen Art Herdentrieb. Überall liest man: Schützen Sie ihr Geld vor der Inflation. Investieren (Sparen) Sie in XYZ.
Ob künstlich oder nicht, es ist aktuell nun mal so. Ob man das Geld nun ausgibt oder in Sachwerte investiert sei jedem selbst überlassen.
Andy8891 schrieb:Dafür das wir in den Weltraum fliegen können, sind die gesellschaftlichen Ansprüche ziemlich weit im Keller.
Sehe ich nicht so. Die waren noch nie so hoch wie heute.
Andy8891 schrieb:Schön wärs, wenn es eine simple (transparente) Angebot- und Nachfragestruktur gäbe.
Dadurch das, wie du es immer so schön schreibst: In Aktien wird die Zukunft gehandelt, wird der simple Tauschhandel beliebig kompliziert aufgebauscht.
Alles was du tust bezieht auch die Zukunft mit ein. Warum sollte das bei Aktien nicht so sein?
Andy8891 schrieb:Dann würde man der Inflation nicht hinterherrennen.
https://www.t-online.de/finanzen/ne...kb-fuehrt-strafzinsen-ab-25-000-euro-ein.html
Das ist doch ein schlechter Scherz.
Mit Bankeinlagen hat man langfristig noch nie Rendite gemacht. Wird eh Zeit, dass sich die Denkweise in der Bevölkerung ändert und die Menschen selber die Verantwortung für ihr Geld übernehmen.
Andy8891 schrieb:Das ist direkt BWL 1x1.
Beantwortet aber nicht die Frage, warum dieses 1x1 nicht überwunden werden kann.
Von BWL habe ich keine Ahnung. Ich wüsste aber nicht, was es daran zu überwinden gibt? Für mich ist es ein enormer Zugewinn an Freiheit selber entscheiden zu dürfen was ich wann für wie viel (ver)kaufen darf.
Zuletzt bearbeitet:
Andy8891 schrieb:Das Casino-Finanzsystem ist nicht vom Himmel gefallen.
Genau, es hat sich entwickelt.
Andy8891 schrieb:[...] Die Mehrheit wird von einer Minderheit regiert. Ob es in Deutschland, Amerika oder China ist. Ich denke auch, das die wohlhabenderen Chinesen gerne in ihrem Land leben, ansonsten könnten sie ja auswandern.
Es ist ein funktionierendes System.
Andy8891 schrieb:Die Aktienrente steht doch schon fast in den Startlöchern. Das wird den Renditedruck auf die Wirtschaft noch deutlich erhöhen bzw. wird der "Gewinn" im Zweifel durch Inflation erzeugt. Die Leute erhalten jedes Jahr x% Rendite. Im gleichen Atemzug wird das Leben um x% teurer.[...]
Es gibt keine Verpflichtung für Unternehmen an die Börse zu gehen oder überhaupt Aktien auszugeben.
Discovery_1
Rear Admiral
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Der Kapitalismus soll vor allem Zinsen für die Profiteure dieses Wirtschaftssystem erzeugen. Wer erzeugt die Zinsen? Die arbeitenden Menschen in der Wirtschaft. Diese arbeitenden Menschen werden im Laufe der Zeit auf maximale Effizienz getrimmt, oder durch immer modernere (und wesentlich günstigere) Technik ersetzt. Maximale Effizienz = wenige Kosten, bzw. maximale Ausbeute für die Profiteure dieses Wirtschaftssystems. Deswegen sinken im globalen Wettbewerb auch die Löhne immer weiter ab. Die großen Unternehmen ziehen nämlich oft noch dorthin, wo es noch günstigere Produktionsbedingungen gibt, als am aktuellen Standort. Die großen (kapitalgedeckten) Unternehmen versuchen auch im Laufe der Zeit Monopole zu generieren, um dann die Preise für Waren bestimmen zu können und somit immer mehr Geld (für die Aktionäre = Besitzer) einstreichen zu können. Im Kapitalismus geht es nicht um Arbeitsplätze, das war schon immer ein Mythos. Es geht immer nur um eines, das immer schnellere Generieren von immer mehr Geld - für die Profiteure dieses Wirtschaftssystems. Noch perverser finde ich das Bankenkonstrukt im Kapitalismus. Bei den (privaten) Banken wird es immer schwerer, überhaupt noch durchzusteigen. Na ja, so in etwa deute ich jedenfalls die ganzen Erklärungen vom Kabarettisten Volker Pispers. Und es ist auch so logisch, wenn man länger drüber nachgedacht hat.Andy8891 schrieb:das ein Wirtschaftssystem etabliert wird, das komplett abhängig vom Kosum ist
A
Andy8891
Gast
Was genau kannst du nicht nachvollziehen?BridaX schrieb:So leid es mir tut, ich kann diese Denk- und Argumentationsweise kaum nachvollziehen.
Was ist komplex und was ist meine einfache Antwort darauf?BridaX schrieb:Immer ach so einfache Antworten auf extrem komplexe Gegebenheiten
Natürlich es ist doch absolut simpel.BridaX schrieb:und immer ganz wichtig: Klare Feindbilder...
Wenn das Ziel, jenes ist, das du ja selbst schreibst:
Dann ist alles, was sich diesem in den Weg stellt, ein Feindbild. Mag sein, das es in der aktuellen Situation sehr viele Feindbilder sind, aber das sind sie doch zurecht oder nicht?BridaX schrieb:Ich will ein angenehmes Leben führen -
Vieles davon ist "Common Sense". Wenn ich dich erst den Würgegriff nehme und dann nach und nach davon befreie, wird der Gewürgte sagen: Wow meine Situation hat sich deutlich verbessert.BridaX schrieb:Ich finde die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte extrem positiv (Globalisierung, Frauenrechte, Schwulenrechte, Sozialhilfen, Arbeitsrecht, Arbeitszeiten, Lebenserwartung, Lebensstandard...)
Ein Außenstehender würde sich denken. Sind die noch ganz dicht?
Die Regierung hat doch eine simple Grundaufgabe:BridaX schrieb:Ich finde es auch pauschal nicht schlecht durch eine Minderheit regiert zu werden. Volksentscheide können ebenso fatale Folgen haben. Vor Emotionen und Fehlern ist niemand gefeit.
Dieses Ziel zu erreichen und zu erhalten.BridaX schrieb:Ich will ein angenehmes Leben führen -
Jetzt könnte man natürlich diskutieren, was man im letzten Detail als "angenehm" definiert und da wird es möglicherweise Streitpunkte geben. Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, das es unüberwindbare Differenzen gibt.
Man könnte streiten oder 80qm oder 100qm oder 200qm Wohnflächte notwendig sind usw.
Das Aktiensystem hat den gleichen Luxus wie das Bankensystem. Solange sich Ein- und Auszahlungen die Waage halten, können die Zahlen auf dem Bildschirm beliebig hoch werden.BridaX schrieb:Zum Glück bilden Aktien mit unter die wachsende Weltwirtschaft bedingt durch den global steigenden Lebensstandard ab. Die Kurve kann noch sehr lange weiter hoch gehen. Ein Schritt der längst überfällig war.
Formuliers anders. Die Möglichkeiten (abhängig davon, wo man geboren wurde) sind heute möglicherweise so hoch wie noch nie. Wobei man jetzt wieder diskutieren könnte, ob es dem Adel in irgendeiner Zeitspanne verhältnismäßig schlecht ging. (Technologie und Lebenserwartung ausgeblendet)BridaX schrieb:Sehe ich nicht so. Die waren noch nie so hoch wie heute.
Anders war es sicherlich, aber für die Möglichkeiten die man hatte?
Das Bankensystem sollte eine einzige, komplett simple Aufgabe haben:BridaX schrieb:Mit Bankeinlagen hat man langfristig noch nie Rendite gemacht. Wird eh Zeit, dass sich die Denkweise in der Bevölkerung ändert und die Menschen selber die Verantwortung für ihr Geld übernehmen.
Meine Zahl im Computer so stehen zu lassen wie sie ist. Sie soll diese weder künstlich erhöhen, noch sich davon künstlich mit fadenscheinigen Begründungen was abzwacken.
Findest du diese "Forderung" jetzt so weit vom dem Himmel geholt?
Dies ist eine Scheinfreiheit. Kaufst (Verkaufst) du heute etwas nicht, kann es sein, das du morgen nichtmehr die Gelegenheit dafür bekommst. Oder natürlich X mal teurer, wo wieder der Common Sense anspringen müsste und hinterfragen: Wie kann es sein, das etwas heute 1 € und morgen 1.000 € kostet.BridaX schrieb:Für mich ist es ein enormer Zugewinn an Freiheit selber entscheiden zu dürfen was ich wann für wie viel (ver)kaufe.
Ist dies Gesellschaftlich sinnvoll? Ist es förderlich für das Ziel?
Felix1509
Lt. Commander
- Registriert
- Juni 2007
- Beiträge
- 1.048
Ich verstehe auch nicht wieso man in einem Thread der "Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus" genannt ist mit
argumentiert.
Dann wäre ja der ganze Thread von Anfang an obsolet.
Das es durch (auf den ersten und zweiten Blick) "hirngespinstige" oder "weltfremde" Gedanken(gänge) zu neuen Erkentnissen kommen kann scheint nicht jedem klar zu sein.
Muss es auch nicht, wieso man sich dann hier bemüht, alles klein und schlechtzureden, weiß ich leider auch nicht.
Andererseits versteht ja unausweichlich auch jede*r den Titel anders. Von daher ist das für mich vielleicht nicht verständlich, für den nächsten aber konsequent und logisch.
(frei übersetzt) "Das System ist so wie es ist weil es funktioniert. Wer sich nur genug anstrengt kann es zu allem schaffen"
argumentiert.
Dann wäre ja der ganze Thread von Anfang an obsolet.
Das es durch (auf den ersten und zweiten Blick) "hirngespinstige" oder "weltfremde" Gedanken(gänge) zu neuen Erkentnissen kommen kann scheint nicht jedem klar zu sein.
Muss es auch nicht, wieso man sich dann hier bemüht, alles klein und schlechtzureden, weiß ich leider auch nicht.
Andererseits versteht ja unausweichlich auch jede*r den Titel anders. Von daher ist das für mich vielleicht nicht verständlich, für den nächsten aber konsequent und logisch.
A
Andy8891
Gast
Obwohl mir ja immer eine weltfremde Haltung vorgeworfen wird, möchte ich mal bildlich erläutern, wie ich die Argumente der anderen Seite wahrnehme:
Man nehme einen Apfelbaum mit 1000 Äpfeln. Manche hängen weiter oben, andere weiter unten.
Nun pflückt der Gegenüber einen tief hängenden Apfel bequem vom Boden stehend aus und demonstriert, wie einfach es ist, einen Apfel zu erhalten.
Ich drehe mich um und sehe neben und hinter mir 100.000 Menschen. Ich schau mir den Apfelbaum an und sehe, das ein Teil komplett unerreichbar hängt und ein Teil bereits verdorben ist.
Wenn ich nun meinen Gegenüber frage, ob er seine Aussage mit - Jeder kann ganz einfach einen Apfel erhalten - in der aktuellen Situation als ernst gemeinten Fakt darstellt, frage ich mich, wer hier die weltfremde Haltung hat.
Man nehme einen Apfelbaum mit 1000 Äpfeln. Manche hängen weiter oben, andere weiter unten.
Nun pflückt der Gegenüber einen tief hängenden Apfel bequem vom Boden stehend aus und demonstriert, wie einfach es ist, einen Apfel zu erhalten.
Ich drehe mich um und sehe neben und hinter mir 100.000 Menschen. Ich schau mir den Apfelbaum an und sehe, das ein Teil komplett unerreichbar hängt und ein Teil bereits verdorben ist.
Wenn ich nun meinen Gegenüber frage, ob er seine Aussage mit - Jeder kann ganz einfach einen Apfel erhalten - in der aktuellen Situation als ernst gemeinten Fakt darstellt, frage ich mich, wer hier die weltfremde Haltung hat.
PeterPlan
Lt. Commander
- Registriert
- Aug. 2005
- Beiträge
- 1.726
Die Diskussion hier tritt eigentlich von Anfang an auf der Stelle, weil die wenigsten kognitiv in der Lage sind, aus dem neoliberalen Gedankenkorsett auszubrechen.
Ich gehe nur mal kurz auf ein paar Argumente ein:
Jeder Deutsche ist, weltweit gesehen, Profiteur dieses Systems. Das Neidargument zieht daher nicht. Es zog noch nie, da es im Kern nicht um Neid geht, sondern um eine sachlich geführte, systemische Kritik, die ein evolutionäres Ziel verfolgt. Das verstehen aber die wenigsten, auch viele Linke bzw. Marxisten sind damit offensichtlich überfordert (wenn ich Gysi oder einer Wagenknecht zuhöre, dreht sich mir der Magen um).
Kleiner historischer Exkurs: Streng genommen ist der Mensch seit der Sesshaftwerdung (Neolithische Revolution, vor ca. 10.000 Jahren) nicht mehr wirklich frei.
Zunächst herrschten über Jahrtausende hinweg wenige Privilegierte innerhalb feudaler Systeme, die sich erst durch die technische Entwicklung (Zünfte, Manufakturen bis hin zur industriellen Großproduktion) über die Ständegesellschaft hin zur modernen, bürgerlichen Gesellschaft entwickelten. An der Abhängigkeitssituation der Masse hat sich dadurch aber herzlich wenig geändert, weil nach wie vor die Produktionsmittel darüber bestimmen, wer wieviele Freiheiten hat. Früher war es Besitz an Ländereien (und damit direkt verbunden Humanressourcen), heute sind es Fabriken und Schutzrechte (zB Urheberrecht), die den Großteil der Menschen im Zaum halten. Interessant daran ist eigentlich, dass die Legitimation sich im Kern nicht wirklich geändert hat: Erst war es eine gottgegebene Hierarchie, die ökonomisch wirkte, heute ist sie allein ökonomisch strukturiert (man hat also lediglich das übernatürliche Element aus der Gleichung gestrichen), begründet wird beides auf die selbe, infame Art und Weise: Es ist halt so, wie es ist. Das ist nichts weniger als eine Bankrotterklärung für jede philosophisch geführte Bearbeitung. Dass Ausbeutung in der DNA des Menschen verankert ist, halte ich für ein sehr gefährliches Argument, wenn man darauf eine ganze Wirtschaftsform aufbaut. Es ist schlichtweg falsch. Natürlich gibt und gab es immer Ausbeutende, aber muss man ihnen denn alles auf dem Silbertablett präsentieren?
In einer Welt, in der man ohne Kapital schlichtweg krepiert, und daher auf Erwerbsarbeit (oder Erbe) angewiesen ist, von individueller Freiheit zu sprechen, ist schon sehr gewagt. Marx hat das erkannt ("das Sein bestimmt das Bewußtsein"), und auch wenn das nach heutigem Wissensstand eine zu enge Definition darstellte, die seitdem massiv erweitert wurde (zB die konstruktivistische Strömung in der Psychologie), hat er doch prinzipiell recht gehabt, wie spätere, modernere Erkenntnisse bewiesen haben: Ich verweise abermals auf Pierre Bourdieu, auch wenn vermutlich die Wenigsten hier die Energie haben, sich diesem Brocken von Stoff zu widmen. Es lohnt sich aber!
Im Kapitalismus geht es nicht um Bedürfnisse, nicht um den Kunden, und auch nicht um das Produkt, sondern um Profit. Die Grenznutzenlehre hat bis heute keinerlei Beweis dafür erbracht, dass Nutzen und Profit das selbe sind, es wird aber so postuliert. Auch die so genannte Post-Ex-Koordination halte ich für grundsätzlich falsch, weil sie das wirtschaftliche Prinzip, Bedürfnisse zunächst zu verifizieren und dann zu befriedigen, von der falschen Seite angeht, nach dem Motto: Ich biete einfach mal was an, mache nen Haufen Werbung, und hoffe, dass man mir das Zeugs dann abkauft. Die Müllhalden der Geschichte sind voll von gescheiterten Produktoffensiven. Womit auch das Prinzip "Angebot und Nachfrage" auf den Prüfstein gehört. Aber mit Geld rechnet sichs halt einfacher, und solange keiner aufmuckt, kann man es ja so laufen lassen...
Ich gehe nur mal kurz auf ein paar Argumente ein:
Jeder Deutsche ist, weltweit gesehen, Profiteur dieses Systems. Das Neidargument zieht daher nicht. Es zog noch nie, da es im Kern nicht um Neid geht, sondern um eine sachlich geführte, systemische Kritik, die ein evolutionäres Ziel verfolgt. Das verstehen aber die wenigsten, auch viele Linke bzw. Marxisten sind damit offensichtlich überfordert (wenn ich Gysi oder einer Wagenknecht zuhöre, dreht sich mir der Magen um).
Kleiner historischer Exkurs: Streng genommen ist der Mensch seit der Sesshaftwerdung (Neolithische Revolution, vor ca. 10.000 Jahren) nicht mehr wirklich frei.
Zunächst herrschten über Jahrtausende hinweg wenige Privilegierte innerhalb feudaler Systeme, die sich erst durch die technische Entwicklung (Zünfte, Manufakturen bis hin zur industriellen Großproduktion) über die Ständegesellschaft hin zur modernen, bürgerlichen Gesellschaft entwickelten. An der Abhängigkeitssituation der Masse hat sich dadurch aber herzlich wenig geändert, weil nach wie vor die Produktionsmittel darüber bestimmen, wer wieviele Freiheiten hat. Früher war es Besitz an Ländereien (und damit direkt verbunden Humanressourcen), heute sind es Fabriken und Schutzrechte (zB Urheberrecht), die den Großteil der Menschen im Zaum halten. Interessant daran ist eigentlich, dass die Legitimation sich im Kern nicht wirklich geändert hat: Erst war es eine gottgegebene Hierarchie, die ökonomisch wirkte, heute ist sie allein ökonomisch strukturiert (man hat also lediglich das übernatürliche Element aus der Gleichung gestrichen), begründet wird beides auf die selbe, infame Art und Weise: Es ist halt so, wie es ist. Das ist nichts weniger als eine Bankrotterklärung für jede philosophisch geführte Bearbeitung. Dass Ausbeutung in der DNA des Menschen verankert ist, halte ich für ein sehr gefährliches Argument, wenn man darauf eine ganze Wirtschaftsform aufbaut. Es ist schlichtweg falsch. Natürlich gibt und gab es immer Ausbeutende, aber muss man ihnen denn alles auf dem Silbertablett präsentieren?
In einer Welt, in der man ohne Kapital schlichtweg krepiert, und daher auf Erwerbsarbeit (oder Erbe) angewiesen ist, von individueller Freiheit zu sprechen, ist schon sehr gewagt. Marx hat das erkannt ("das Sein bestimmt das Bewußtsein"), und auch wenn das nach heutigem Wissensstand eine zu enge Definition darstellte, die seitdem massiv erweitert wurde (zB die konstruktivistische Strömung in der Psychologie), hat er doch prinzipiell recht gehabt, wie spätere, modernere Erkenntnisse bewiesen haben: Ich verweise abermals auf Pierre Bourdieu, auch wenn vermutlich die Wenigsten hier die Energie haben, sich diesem Brocken von Stoff zu widmen. Es lohnt sich aber!
Im Kapitalismus geht es nicht um Bedürfnisse, nicht um den Kunden, und auch nicht um das Produkt, sondern um Profit. Die Grenznutzenlehre hat bis heute keinerlei Beweis dafür erbracht, dass Nutzen und Profit das selbe sind, es wird aber so postuliert. Auch die so genannte Post-Ex-Koordination halte ich für grundsätzlich falsch, weil sie das wirtschaftliche Prinzip, Bedürfnisse zunächst zu verifizieren und dann zu befriedigen, von der falschen Seite angeht, nach dem Motto: Ich biete einfach mal was an, mache nen Haufen Werbung, und hoffe, dass man mir das Zeugs dann abkauft. Die Müllhalden der Geschichte sind voll von gescheiterten Produktoffensiven. Womit auch das Prinzip "Angebot und Nachfrage" auf den Prüfstein gehört. Aber mit Geld rechnet sichs halt einfacher, und solange keiner aufmuckt, kann man es ja so laufen lassen...
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Andy8891
Gast
PeterPlan schrieb:Im Kapitalismus geht es nicht um Bedürfnisse, nicht um den Kunden, und auch nicht um das Produkt, sondern um Profit.
Ist jetzt natürlich satirisch aufgearbeitet, aber das solch ein Irrsinn Schulterzuckend hingenommen wird:
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Man wird sehen, ob der Klimawandel ein entsprechender Weckruf wird, oder ob es für "die da Unten" einfach nur ungemütlicher wird und man sie weiterhin mit dem simplen Totschlagargument "Motivation, Intelligenz und Fleiß" mundtot machen kann.
Das Thema Werbung ist ein eigenes Thema ... wenn ich auf eine werbefinanzierte Webseite gehe, die zu 95% aus Werbung besteht ... kein Kommentar.PeterPlan schrieb:Ich biete einfach mal was an, mache nen Haufen Werbung, und hoffe, dass man mir das Zeugs dann abkauft.
Aus meiner Sicht, sollte öffentliche Werbung verboten wurden und die Gesellschaft darf etwas mehr eigene Verantwortung für ihre Bedürfnisse übernehmen. Z.B. bekommt man in den entsprechenden Foren die neusten Entwicklungen präsentiert.
Für die ältere (aussterbende) Generation kann als Übergangslösung weiterhin die Papierwerbung auf freiwilliger Basis erhalten bleiben.
Tomislav2007
Admiral
- Registriert
- Okt. 2007
- Beiträge
- 8.858
Hallo
Ich greife auch nicht freiwillig in einen Hundehaufen nur um am eigenen Leib zu erfahren wie sich das anfühlt, ich bin nicht masochistisch veranlagt.
Wieso haben Mensch wie du so ein Problem damit zu erkennen das es Menschen gibt denen es vollkommen egal ist wie es anderen/fremden geht ?
Ungerechtigkeit kann auch auf Gegenseitigkeit beruhen, warum sollte das System gut zu jemandem sein der das System ablehnt und evtl. bekämpft ?
Ich finde es sehr gerecht das unser System denen nicht mehr als nötig schenkt die nicht bereit sind zum System mehr als nur Anwesenheit beizusteuern.
Grüße Tomi
Warum sollte ich das erkennen und vor allem etwas ändern wollen, wenn es mir sehr gut geht und andere/fremde mir vollkommen egal sind ?Godde schrieb:Das Problem ist doch schon zu erkennen, wie ungerecht das System ist.
Ich greife auch nicht freiwillig in einen Hundehaufen nur um am eigenen Leib zu erfahren wie sich das anfühlt, ich bin nicht masochistisch veranlagt.
Wieso haben Mensch wie du so ein Problem damit zu erkennen das es Menschen gibt denen es vollkommen egal ist wie es anderen/fremden geht ?
Ungerechtigkeit kann auch auf Gegenseitigkeit beruhen, warum sollte das System gut zu jemandem sein der das System ablehnt und evtl. bekämpft ?
Ich finde es sehr gerecht das unser System denen nicht mehr als nötig schenkt die nicht bereit sind zum System mehr als nur Anwesenheit beizusteuern.
Evtl. kann dir das jemand beantworten der nicht arbeiten will (obwohl er könnte) und für seine Leistungslosigkeit ein BGE fordert ?Andy8891 schrieb:Woher kommt dieser Anspruch und das Einfordern von leistungslosem Wertzuwachs?
Grüße Tomi
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Andy8891
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Mal eine ganz platte Frage:Tomislav2007 schrieb:Ungerechtigkeit kann auch auf Gegenseitigkeit beruhen, warum sollte das System gut zu jemandem sein der das System ablehnt und evtl. bekämpft ?
Würdest du bei einem Monopoly Spiel mitspielen, das eine Erbe-Regel hätte. Sagen wir ein zufälliger Spieler erhält 75% aller Straßen und das 1.000x Startkapital.
€ Der Gewinner "darf" eine weitere Runde spielen (Erbe wird neu ausgewürfelt), die Verlierer dürfen 7 Tage körperliche Schwerstarbeit leisten.
Ich stimme dir in diesem Punkt zu.Tomislav2007 schrieb:Ich finde es sehr gerecht das unser System denen nicht mehr als nötig schenkt die nicht bereit sind zum System mehr als nur Anwesenheit beizusteuern.
Die Frage ist, wie man die Kinder sozialverträglich einbindet? Ganztagskita und Schulen? Dann könnte man sie direkt ins Internat schicken. Wäre wahrscheinlich in einigen Familien auch für die Kinder sinnvoller.
Hast du dir das South Park Video angesehen? Es geht darum, das viele Berufe am seidenen Faden hängen und ausschließlich aufgrund der Unvernuft der Menschen existieren.Tomislav2007 schrieb:Evtl. kann dir das jemand beantworten der nicht arbeiten will (obwohl er könnte) und für seine Leistungslosigkeit ein BGE fordert ?
Stell dir vor, die Oma würde dem Kind das Geld direkt schenken. Zig Arbeitsplätze lösen sich in Rauch auf.
Der Klimawandel, sollte er so schlimm sein, wie es prophezeit wird, wird die Wegwerfgesellschaft in eine Zwickmühle stecken.
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Tomislav2007
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Hallo
Erwartest du ernsthaft von jemandem der ein Haus am Meer geerbt hat das er etwas gegen erben hat ? https://debeste.de/143538/Bist-du-Einzelkind-Ich-bevorzuge-den-Ausdruck
Ich sage allen Bäckereifachverkäuferinnen/Friseurinnen/Floristinnen/etc. (die über ihren mageren Lohn jammern) selber ausgesucht und damit selber schuld.
Alle diese Berufe sind schon seit etlichen Jahren/Jahrzehnten toter als tot (dank billigen Geiz ist geil Backketten, Türkischen 8€ Billigfrisören und nur noch 2-3 Tage im Jahr wo Blumen von einer nennenswerten Anzahl von Kunden gekauft werden, wie kommt man auf die Idee diese Berufe heutzutage noch zu lernen ? Das gleiche gilt für Studienfächer wie Philosophie/Germanistik/etc.
Grüße Tomi
Nein, ich mag Brettspiele nicht, egal wie die Regeln sind.Andy8891 schrieb:Würdest du bei einem Monopoly Spiel mitspielen, das eine Erbe-Regel hätte.
Erwartest du ernsthaft von jemandem der ein Haus am Meer geerbt hat das er etwas gegen erben hat ? https://debeste.de/143538/Bist-du-Einzelkind-Ich-bevorzuge-den-Ausdruck
Nein, ich mag Zeichentrick nicht, egal was darin vorkommt.Andy8891 schrieb:Hast du dir das South Park Video angesehen?
Mal eine ganz platte Antwort: Wer sich so einen Beruf aussucht ist selber schuld.Andy8891 schrieb:Es geht darum, das viele Berufe am seidenen Faden hängen und ausschließlich aufgrund der Unvernuft der Menschen existieren.
Ich sage allen Bäckereifachverkäuferinnen/Friseurinnen/Floristinnen/etc. (die über ihren mageren Lohn jammern) selber ausgesucht und damit selber schuld.
Alle diese Berufe sind schon seit etlichen Jahren/Jahrzehnten toter als tot (dank billigen Geiz ist geil Backketten, Türkischen 8€ Billigfrisören und nur noch 2-3 Tage im Jahr wo Blumen von einer nennenswerten Anzahl von Kunden gekauft werden, wie kommt man auf die Idee diese Berufe heutzutage noch zu lernen ? Das gleiche gilt für Studienfächer wie Philosophie/Germanistik/etc.
Das ist mir egal, darum dürfen sich die Eltern der Kinder kümmern, man sollte sich bevor man Kinder in die Welt setzt Gedanken darüber machen ob man sich die Kinder leisten kann.Andy8891 schrieb:Die Frage ist, wie man die Kinder sozialverträglich einbindet?
Wat kütt, dat kütt.Andy8891 schrieb:Der Klimawandel, sollte er so schlimm sein, wie es prophezeit wird, wird die Wegwerfgesellschaft in eine Zwickmühle stecken.
Grüße Tomi
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