BridaX schrieb:
Finanzsystem = "Casino" / Nur eine weitere Pauschalisierung ohne Begründung
Wetten gehören doch ins Casino oder nicht? Es gab doch irgendwie diese tolle Analogie mit der "Regen-Versicherung".
Ich plane eine Fest und versichere mich gegen Regen.
So nachvollziehbar und sinnvoll das auf den ersten Blick scheint, würde ich hier doch gerne die Eigenverantwortlichkeit sehen. Das bedeutet, die Tickets müssen/dürfen einen Anteil für Rücklagen für eben solche Ausfälle haben.
Im kapitalistischen System wäre man mit "teuren" Rücklagen wahrscheinlich im Wettbewerbsnachteil zu einer simplen Versicherung.
Die Versicherungen sprießen auf Grund dessen auch wie Pilze aus dem Boden, sodass man jeden Furz versichern kann.
Ich würde eine staatliche Versicherung sogar begrüßen, da die Überschüsse aus dem Casino (Regen wird versichert und es regnet nicht), für sinnvolle Dinge genutzt werden könnten (Bildung, Infrastrukur usw).
Stattdessen sind es Millionen-Boni für die Versicherungsbranchen.
BridaX schrieb:
Aktienrente = "Renditedruck für die Wirtschaft" / Verstehe ich nicht - was für ein Renditedruck?
Wenn die ETFs kein Schneeballsystem sind (steigen durch Inflation -> Mehr Geld automatisch alles teurer), müssen die Renditen (Gewinne) durch Kosum erwirtschaftet werden oder nicht?
BridaX schrieb:
Geld = "Darf keinen Einfluss auf andere haben"/ Wie soll das Konzept denn aussehen?
Stell dir folgendes vor: Ich habe einen 9-5 Job. Ich komme heim, koche was simples (günstiges) und vertreibe meine Zeit hier im Forum (kostenlos). Das bedeutet, Konsum im Grunde bei fast 0.
Verträgt unser Wirtschaftssystem so einen nachhaltigen Lebensstil?
BridaX schrieb:
Aktien = "kompliziert aufgebauscht" / Kompliziert aufgebauscht für den, der sich noch nie damit auseinander gesetzt hat. Eine Beteiligung an einem Unternehmen ist jetzt nicht so schwer nachzuvollziehen.
Da hängt ein ganzer Wirtschaftszweig dran. Der damit beschäftigt ist, Aktien im sekundentakt zu Handeln um die kleinste Schwankung rauszuholen.
Wäre es bei einer einfachen Unternehmensbeteiligung mit einer Pflichtdauer von z.B. 1 Jahr, danach wird man ausgezahlt und darf, wenn man möchte zum aktuellen Nachfragepreis für ein weiteres Jahr einsteigen.
Aber eben wieder dieser Casino Gedanke, siehe diejenigen, die Bitcoin gekauft haben und nun halten obwohl sie Mültimillionäre sind, um vielleicht Multimilliardäre zu werden.
Ist doch im Grunde ein Paradebeispiel für grenzenlose Gier.
Ich würde es den Leuten gönnen, wenn diese heuchlerische "Wir retten die Welt" Mentalität verschwinden würde.
BridaX schrieb:
Wertzuwachs/Rendite = "Leistungslos" / Das können nur Menschen behaupten, die noch nie Geld investiert haben. Geld verkonsumieren ist so viel einfacher und "leistungsloser"
Hier ist wahrscheinlich einfach der Unterschied, wie wir Arbeit wahrnehmen.
Wenn ich z.B. 1000€ für meine Arbeit erhalte, dann ist das so, weil ich mir diese Arbeit ausgesucht habe.
Ich habe die Arbeit gemacht, habe die 1000 € erhalten und gebe sie nun für den Lebensstandard aus, denn dafür arbeite ich. (Ich arbeite um zu leben)
Du hast da eine andere Sichtweise. Du hast ebenso 1000 € für deine Arbeit erhalten. Du sagst aber: Meh das kann doch nicht sein. Ich brauche die 1000 € nicht jetzt, ich hätte lieber 1100 € in einem Jahr.
Und in einem Jahr sagst du: Meh, ich brauche die 1100 € nicht jetzt, ich brauche 1210 € in einem Jahr.
Ich nehme an, du willst mit 50? in Frührente? Ich drücke dir in diesem Fall die Daumen, das es nicht pünklich zu diesem Zeitpunkt einen Crash gibt.
BridaX schrieb:
Man hat einen Anspruch" / Hat man nicht, deshalb mit unter auch nicht leistungslos
Vielleicht war Ansprucht zu hart ausgedrückt. Nennen wir es Erwartung.
BridaX schrieb:
Wirtschaftssystem = "Darf nicht vom Kosum/Sparen/Investieren abhängig sein" / Wie soll das Konzept aussehen?
1. Wohlstandniveu definieren
- Wie viele Menschen mit welchem Durchschnittswohlstand (solange die Ressourcen endlich sind)
2. Rahmenbedingung schaffen
- Wohnungen, Infrastruktur
- Automatisieren, Digitalisieren und Vereinfachen jeglicher möglicher Arbeit (Logistik, Produktion, usw überall wo es möglich ist)
- Kein Eigentum an Produktionsmitteln
-> Nachfrageorientiere Produktion (Das Einkaufverhalten wird für die Nachhaltigkeit sinnvoll genutzt)
3. Das Resultat aus 2. sollte sein das z.B. 10.000 Menschen die Waren/Dienstleistungen für 1 Mio Menschen herstellen können (Bei einer Weltbevölkerung von z.B. 1 Mrd. bräuchte es z.B. 10 Mio Arbeiter)
- BGE für die Grundbedürfnisse einführen
- Gearbeitet wird zum Großteil befristet für die Luxusartikel
BridaX schrieb:
Tatsächliche Gesellschaftliche Entwicklung = "Common Sense" bzw. "eigentlich selbstverständlich" / Rückblickend ist alles selbstverständlich. Wenn man natürlich alles als selbstverständlich ansieht ist die Welt ein wirklich blöder Ort
Naja, so simple Sachen wie: Du darfst nicht töten, sollten doch Common Sense sein oder nicht?
Warum ist etwas so simples aktuell nicht zu erreichen?
BridaX schrieb:
Gesellschaftliche Entwicklung = "Gibt es fast keine" / Die Aussage kann ich am aller wenigsten nachvollziehen. Dazu gerne noch mal im Thread zurück spulen:
Klick (das waren nur wenige Veränderungen, die mir spontan eingefallen sind - mit extrem positiven Trends).
Das Haar in der Suppe sagt dir was? Warum hat jede Haustür ein Schloss?
Wenn von 1 Mio. Menschen einer ein Einbrecher ist (ein Guter), dann müssen die restlichen 999.999 alle ein Schloss einbauen.
Der Kreislauf des Lebens, erschwert die Erreichung des Ziels nochmal um ein vielfaches. Gab es einen Feldversuch mit einer kleinen Stadt mit optimalen Lebensbedingungen in Bezug auf die Kriminalitätsrate?
Mich würde so ein Feldversuch über ein paar Generationen durchaus interessieren, ob sich unter optimalen Bedingungen trotzdem die Kriminalität nicht gänzlich reduzieren würde.
BridaX schrieb:
Wie kann man das nicht gut heißen können? Keine Veränderung sehen? Für mich die reinste Verblendung. Blasphemie. Der absolute Fokus auf das negative.
Vielleicht ist es das "Superhelden-Syndrom". Um einen Menschen zu retten, sterben x-fach mehr.
Unterm Strich ist man also weiterhin im Minus.
Ich muss dazu sagen, das die Kriminalität für mich hierzu am ausschlaggebendesten ist.
An unserem Bahnhof wurden "kürzlich", man kann sich denken wann, großflächig Kameras aufgestellt.
Mein Leben isoliert betrachtet, entwicklet sich absolut positiv. Das Umfeld drum herum (nicht Familie usw.) entwickelt sich dagegen in eine negative Richtung. Je weiter man heraus zoomt, desto negativer wird es.
BridaX schrieb:
Dinge werden als Tatsache hergenommen, die absolut keine sind! Alles erscheint ein vielfaches schlechter, als es in der Realität ist. Oder es fehlt komplett die Relation zur Vergangenheit.
Die Pandemie zeigt doch den katastrophalen Zustand der Gesellschaft.
Nun kannst du natürlich in der Vergangenheit kramen und die Pest herausholen um zu demonstrien, das es ja noch viel schlechter sein könnte.
Dabei tust du genau das, was du uns vorwirfst. Du pickst eine schlechtere Situation um die aktuelle Situation besser darzustellen. Wir versuchen stattdessen das bestmögliche herauszuholen.
Aber im Kapitalismus ist das bestmögliche fatal. Es muss steigerungspotential geben, um Profite zu sichern.
Eine Glühbirne, die ein Leben lang hält? Nee, lass besser eine bauen, die nach 1. Tag oder 2 Jahren kaputt geht. Geht sie nach 1 Tag kaputt, wird es genug Beweise geben, das sie auch 2 Jahre halten kann um zu demonstieren, das es Zufall war.
BridaX schrieb:
Und deswegen tue ich mich so verdammt schwer mich in eure Sichtweisen hineinzuversetzen - das scheint mir absolut nicht rational, ich sehe keine Sinnhaftigkeit dahinter.
Die Sinnhaftigkeit ist, nicht an den Symptomen zu hantieren und die Ursachen komplett auszublenden.
Was ist im Kapitalismus sinnvoller: Eine Straße die "ewig" hält oder eine, die jedes Jahr repariert werden darf (muss)?
BridaX schrieb:
Was soll am Ende das Ergebnis dieser Diskussion sein?
Warum wird das offensichtliche, siehe Beispiel Straße, derart ignoriert?
BridaX schrieb:
Man einigt sich darauf, wer die beste Idee hat wie es anders funktionieren könnte?
Ja? Sollte eine lückenlose Lösung möglich sein (der sogar Tomislav zustimmt

)