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Klar mag Trump führen und das US-Wahlsystem lässt auch zu, das Kandidaten unter 50 % den Sieg erringen. Aber deutlich (und sicher!) führend ist Trump nicht.

Biden ist zumindest Fachmann als Politiker, ob nun gut oder schlecht sei mal dahingestellt. Er wird sich keinen großen Fauxpas leisten. Trump dagegen kann sich mit seinem Auftreten auch mal selbst ins Aus schießen. Bislang ist er ja um alles noch gut drumrum gekommen, aber das muss nicht immer so bleiben. Bis November vergehen noch einige Monate. Und die jüngsten sind beide auch nicht mehr, auch der Tod einer oder beider Kandidaten wäre in dem Fall nicht komplett ausgeschlossen.
 
Knergy schrieb:
Biden ist zumindest Fachmann als Politiker, ob nun gut oder schlecht sei mal dahingestellt. Er wird sich keinen großen Fauxpas leisten.
Darauf kannst dich in dem Alter aber nicht verlassen. Da reicht ein peinlicher Fauxpas und das kostet ihn vielleicht entscheidende Stimmen/Prozente.
Gut, Trump ist jetzt auch nicht gerade dem Jungbrunnen entstiegen, wirkt aber insgesamt deutlich vitaler als Biden.
Man stelle sich vor hierzulande würden Schröder (79) und Stoiber (82) gegeneinander um die Kanzlerschaft antreten. Da wartet doch jeder auf einen Aussetzer des anderen. Und deren Anhänger oder Gegner erst recht. In der amerikanischen Medienlandschaft ist das aber alles viel brutaler wie hier. Hier gibt's vielleicht noch etwas Mitleidsbonus oder Empathie, dort wirst einfach nach allen Regeln der Kunst geschlachtet.
 
Knergy schrieb:
Biden ist zumindest Fachmann als Politiker, ob nun gut oder schlecht sei mal dahingestellt. Er wird sich keinen großen Fauxpas leisten.
Hast du dir mal in letzter Zeit seine Reden und Auftritte angeschaut? Das wimmelt es doch schon von Ausfällen. Ein wirklich großer und das kann definitiv Stimmen kosten.

In dem Ausmaß fallen Ausfallerscheinungen bei Trump nicht auf.
 
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Erkekjetter schrieb:
Wenn man den ca. 2% Vorsprung als Erdrutschsieg bezeichnen will.... Mehr liegen seit Wochen nicht zwischen den beiden und der größte Abstand seit Jahresbeginn lag bei ca.4%...
Von was für einem Vorsprung redest du da? Popular Vote? Ist doch völllig unerheblich. Die Swing States sind entscheidend: Arizona Trump +4.5%, Georgia Trump +6%, Michigan Trump +2.5%, Nevada Trump +6%, North Carolina Trump +5%, Pennsylvania Trump +4%, Wisconsin Trump +2.7%, Iowa Trump +9%, Ohio Trump +11%, Florida Trump +11%...Stand jetzt konnte Trump 6 davon flippen und selbst Virginia, Minnesota, New Hampshire und New Mexico kommen wieder ins Spiel obwohl die Uhrzeiten lang in demokratischer Hand waren.
Quelle: 270towin.com

Doch, für mich ist das Stand jetzt ein Erdrutsch..

OdinHades schrieb:
Ich erinnere mich, dass 2020 schon ein Erdrutschsieg vorhergesagt wurde. Ebenso bei den Midterms. Jo.
Mit Sicherheit nicht, wenn dann 2016 als Trump laut allen Medien ja nicht den Hauch einer Chance hatte.
 
Feligs schrieb:
Mit Sicherheit nicht, wenn dann 2016 als Trump laut allen Medien ja nicht den Hauch einer Chance hatte.
Du bringst damit selbst ein Argument, weshalb es jetzt schon Sinnlos ist, von einem Erdrutschsieg zu sprechen.
 
Stand jetzt gibt es Mangels Wahl überhaupt gar keinen Sieg.

Davon ab zeigt deine Map aktuell 226 zu 235. wo ist da ein erdrutsch?
Hast du das US Wahlsystem verstanden?
 
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Ja stimmt, wozu dann überhaupt Prognosen machen, ist ja nur immer an einem Tag innerhalb von 4 Jahren Wahl.
 
Du kannst zwar von einem Trend sprechen, aber nicht das Endergebnis vorwegnehmen.
 
Erkekjetter schrieb:
Davon ab zeigt deine Map aktuell 226 zu 235. wo ist da ein erdrutsch?
Hast du das US Wahlsystem verstanden?
Die aktuellen Umfragen https://www.270towin.com/2024-presidential-election-polls/ Und die Map zeigt den Stand ohne die Swingstates an. Wenn man jetzt die Swingstates einberechnet steht es am Ende Trump: 312 zu Biden: 226 Biden (wobei eigentlich 313 für Trump und 225 für Biden da er in Nebraska derzeit in allen Distrikten vorne liegt). Erdrutsch halt.

Hast du das US Wahlsystem verstanden?
 
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Feligs schrieb:
Na zum Glück habe ich das auch so geschrieben:
Es ändert nichts daran, dass du das Wort einfach falsch verwendest.
Man kann es einmal dafür verwenden, dass jemand Haushoch gewinnt, oder Überraschend gewinnt.
Beim ersteren. Nehmen wir die Zahlen, welche du selbst nennst
Feligs schrieb:
wobei eigentlich 313 für Trump und 225
das wären 58,2 % für Trump. Das wären 1,7 % mehr, als er gegen Clinton hatte.
Zum Vergleich
Obama: 61,7 % (2012) 67,8 % (2008)
Clinton: 68,8 % und 70,4 %
Waren das dann Supererdrutschsiege?
Und Ronald Reagan hatte sogar über 90 %. Und da rede ich nur von den Wahlmänner, die meistens größere Prozentwerte haben, als die eigentliche Wählerstimmen. Da schafften es nur 4 Präsidenten knapp über 60 % zu bekommen, in den letzten 100 Jahren.

Aber das, was Trump gerade hat, wäre noch kein Erdrutschsieg. Nicht mal mir viel Guten willen.

Die zweite Definition wäre, wenn jemand überraschend gewinnt, obwohl Umfragewerte das nicht vorhersagten. Demnach wäre seine erste Wahl eher ein Erdrutschsieg gewesen, da man ja dieses mal eher damit rechnet.

Feligs schrieb:
Ja stimmt, wozu dann überhaupt Prognosen machen, ist ja nur immer an einem Tag innerhalb von 4 Jahren Wahl.
Hier geht es nicht darum, dass man nicht über Prognosen sprechen kann. Hier geht es einfach darum, dass du ein Wort falsch einsetzt.
 
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Sron schrieb:
Hast du dir mal in letzter Zeit seine Reden und Auftritte angeschaut? Das wimmelt es doch schon von Ausfällen. Ein wirklich großer und das kann definitiv Stimmen kosten.

In dem Ausmaß fallen Ausfallerscheinungen bei Trump nicht auf.

Ich meine nicht solche Dinge. Trump agiert manchmal sehr unglücklich, was seine Erfahrungen auf der politischen Bühne angeht. Der sagt durchaus Dinge, die man auch in den USA nicht sagen sollte, selbst wenn es manche Leute denken.

Und Trump führt zwar, aber in vielen Staaten eben denkbar knapp. 2-3 % sind da auch nicht die Welt. Da braucht er nur 1-2 Bundesstaaten abgeben und schon wird es für ihn wieder knapp. Die deutlich sichere Basis hat immer noch Biden. Und Texas entwickelt sich über die Jahre langsam Richtung Swing-State, das wird für die Republikaner noch ein echtes Problem, wenn da der Trend der letzen 30 Jahre so weitergeht.
 
Sron schrieb:
In dem Ausmaß fallen Ausfallerscheinungen bei Trump nicht auf.
Trump verwechselt Biden mit Obama. Und Belgien ist eine schöne Stadt. ^^
Bei dem sind auch nicht mehr alle Synapsen korrekt geschalten.

Traurig eigentlich, das die in der zweiten Reihe, egal ob Dem oder Rep die tausendfach bessere Wahl wäre. Harris und Haley...
 
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Feligs schrieb:
Wenn Trump antreten darf erwarte ich nichts anderes als einen Erdrutschsieg. Er führt laut aktuellen Zahlen in allen wichtigen Swingstates wie Georgia, Florida, North Carolina, Arizona, Nevada, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, Iowa, Ohio und kommt selbst in Minnesota, New Hampshire, Virginia und New Mexico auf unerwartete Hochs. Das wird ein Desaster für die Demokraten und Biden.

Haley hat gestern D.C. gewonnen, das wird vermutlich aber ihr einziger Sieg bei den Vorwahlen sein.
Bisher sind es Wahlen innerhalb der Republikaner. Ob man das auf die Wahlen hochrechnen kann bezweifele ich. Wobei ich leichte Vorteile für Trump sehe.
 
ZeT schrieb:
Traurig eigentlich, das die in der zweiten Reihe, egal ob Dem oder Rep die tausendfach bessere Wahl wäre. Harris und Haley...
Ob Harris jetzt eine bessere Wahl ist, möchte ich stark bezweifeln. Vielleicht was ihren Geisteszustand angeht, aber politisch halte ich von ihrer Heuchelei nichts.

Traurig ist es zum einen, dass Trump und Biden wohl die "Beste" Wahl für ihre jeweilige Partei sind und es wohl auch so stark an echtem Nachwuchs mangelt, dass keine besseren Alternativen Verfügbar sind.
 
Sron schrieb:
Traurig ist es zum einen, dass Trump und Biden wohl die "Beste" Wahl für ihre jeweilige Partei sind und es wohl auch so stark an echtem Nachwuchs mangelt, dass keine besseren Alternativen Verfügbar sind.
Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Die USA mit 4x so vielen Einwohnern, die Republikaner haben fast 100x so viele Parteimitglieder wie die CDU, entsprechend viele aktive Politiker und es soll keine gute Alternative zu einem fast 80 jährigen Trump geben?

Ich denke, dass die definitiv vorhanden sind, nur ist Trump die perfekte Populismusfigur, um das einzig Wichtige zu bekommen: Stimmen. Um "gute" Politik geht es da nicht primär.

Beide stellen da Greise auf, die beide ihre eigenen Probleme haben, teilweise alleine schon dadurch, weil sie zu alt sind.

Manchmal habe ich das Gefühl, das den US-Amerikanern egal ist, wer der Präsident ist. ^^
 
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@Skaiy
Wenn Populismus gewünscht wird, ist Trump aber eben auch eine gute Wahl.
Wie ist es bei Biden? Was sind seine USPs, was hat er was andere nicht haben?
 
Die Wahl ist noch nicht entschieden, es wird auch keinen Erdrutschsieg geben, da die Prognosen recht deutlich zeigen das die üblichen Parteihochburgen nicht dazu tendieren in das andere Lager zu wechseln, es also auf wenige Staaten ankommen wird.

Richtig ist aber auch das Trump seine Führung in den unsicheren Staaten ausgebaut hat, entschieden ist aber wie gesagt noch nichts. Es reicht wenn in den kommenden monaten einer der Kandidaten tief in ein Fettnäpchen tritt, Hillary war da beispielsweise eine "Expertin", da musste der GRU nichtmal wirklich nachhelfen.

Das kann sein wenn Biden etwas absurdes vor laufender Kamera tut aufgrund seiner zunehmenden Demenz oder Trump ein Tabu bricht was selbst er nicht brechen sollte. Das übliche TV-Duell dürfte auch hier eine kritische Sache werden und wer weiss, vielleicht lassen sich die Demokraten auch wieder abfischen, besonders schwer scheint es bei denen nicht zu sein.
 
Sron schrieb:
Wie ist es bei Biden? Was sind seine USPs, was hat er was andere nicht haben?
Ich denke, dass er einfach der counterpart von Trump ist. Irgendwie eine ruhige Vaterfigur.

Bei quasi nur zwei relevanten Parteien ist das fast schon nötig, um überhaupt eine richtige unterschiedliche Wahl zu haben.

Ich finde ihn ebenfalls schon zu alt, obwohl ich ihn als Politiker an sich nicht schlecht einordnen würde. Aber auch da kann mir niemand sagen, dass es keinen Nachwuchs gibt. Woran das genau liegt keine Ahnung.
 
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