Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Es gibt doch die Vorwahlen, wo die Parteien unter mehreren Kandidaten, ihren Favoriten wählen. Und ich meine, da muss man nicht mal Partei Mitglied sein. Und da werden nun mal Biden und Trump gewählt. Und man kann den beiden ja auch nicht verbieten, Teilzunehmen. Also wenn ich das richtig verstanden habe, entscheiden das nicht unbedingt die oberen 100, sondern schon teile der Bevölkerung. Und natürlich, um auch etwas zynisch zu sein, entscheidet auch der Geldbeutel des Kandidaten. Nicht im Sinne von Bestechung, sondern einfach Wahlkampf Budget.

Aber Achtung: Ganz sicher bin ich mir da auch nicht.
 
Sron schrieb:
Traurig ist es zum einen, dass Trump und Biden wohl die "Beste" Wahl für ihre jeweilige Partei sind und es wohl auch so stark an echtem Nachwuchs mangelt, dass keine besseren Alternativen Verfügbar sind.
Den Reps geht es nur darum zu gewinnen, Trump ist dazu aktuell leider in deren Lager der beste Garant. Um gute Politik geht es da nicht, nur Macht Rückgewinnung (und dank der völlig unterwanderten und ganz sicher nicht unabhängigen Judikative wohl leider auch möglich). Die Reps unter Trump verraten ohnehin so ziemlich alles, wofür die GOP eigentlich steht. Scheint aber sowohl der Partei als auch den Wähler komplett egal zu sein.

Warum die Dems so "feige" sind, erneut Biden antreten zu lassen ist mir unbegreiflich. Grade hier hätte man sich mit einem jungen Demokraten klar gegen die ganzen Opas im Politikbetrieb absetzen können. Man viel aber scheinbar jedes Risiko scheuen und ist der Meinung, das wer einmal gewonnen hat, die besten Chancen hat, erneut zu gewinnen. In meinen Augen eine gefährliche Wette.
 
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Feligs schrieb:
Derzeit kommt es auf die Wechselwähler in den Swing States an und wenn Trump am Ende nahezu alle davon gewinnt und dabei auch noch im Vergleich zur letzten Wahl 6 flippt ist das mMn schon ein großartiger Sieg. Ich nenne das Erdrutschsieg, da viel mehr in der aktuellen Zeit mMn nicht möglich ist. Wenn du das anders benennen würdest habe ich damit kein Problem.
Eigentlich wird Wahlkampf mit absurden Summen fast nur noch für diese Swingerstaaten gemacht. Wahrscheinlich werden wir in Zukunft nahezu ausschließlich nur noch so knappe Dinger sehen. Aber dadurch verwässert ja eigentlich dann der Begriff "Erdrutschsieg", wenn man das jedes mal hat.

Aber wir müssen uns jetzt auch nicht zu sehr an diesem Begriff aufhängen.
 
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Feligs schrieb:
ch nenne das Erdrutschsieg, da viel mehr in der aktuellen Zeit mMn nicht möglich ist.
Alles was man aktuell sagen kann ist das es ziemlich ausgeglichen ist. Ich gehe davon aus das der drohende Wahlsieg eines Trump viele Wähler an die Urne treiben wird die in den Prognose bisher keine Berücksichtigung gefunden haben. Daher denke ich nicht das man aktuell hier irgendeine Aussage in welche Richtung auch immer machen kann.
 
@Buttkiss

Nunja, auch vor Trump vs. Clinton wollte niemand wahrhaben, dass Trump eine Chance hat. Ich glaube es gab eigentlich keine Umfrage welche im Vorfeld Trump vorne gesehen hat. Gleiches beim Brexit.

Und auch diese Gefahren haben nicht dafür gesorgt, dass auf einmal die Wahlbeteiligung extrem steigt und dadurch extreme rausgedrängt werden.

Beispiel: es gibt jetzt einen zweiten AfD Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung war mit über 70% für deutsche Verhältnisse sehr hoch. Profitiert hat davon der AfD Kandidat welcher nichtmal eine Stichwahl benötigt, weil er in der ersten Runde schon die absolute Mehrheit geholt hat.

Eine hohe Wahlbeteiligung bedeutet mit nichten einen Nachteil für extreme Positionen. Manchmal locken diese genau die vielen Wähler hervor.
 
Aber jetzt weiss man was man von Trump zu erwarten hat. Ich hoffe einfach dass das einen Unterschied macht.
 
Man kann es einmal dafür verwenden, dass jemand Haushoch gewinnt, oder Überraschend gewinnt.
Beim ersteren. Nehmen wir die Zahlen, welche du selbst nennst

das wären 58,2 % für Trump. Das wären 1,7 % mehr, als er gegen Clinton hatte.
Zum Vergleich
Obama: 61,7 % (2012) 67,8 % (2008)
Clinton: 68,8 % und 70,4 %
Waren das dann Supererdrutschsiege?
Und Ronald Reagan hatte sogar über 90 %. Und da rede ich nur von den Wahlmänner, die meistens größere Prozentwerte haben, als die eigentliche Wählerstimmen. Da schafften es nur 4 Präsidenten knapp über 60 % zu bekommen, in den letzten 100 Jahren.

Aber das, was Trump gerade hat, wäre noch kein Erdrutschsieg. Nicht mal mir viel Guten willen.
Ist alles korrekt, aber du musst das ganze im Verhältnis sehen. Mittlerweile ist das Land (leider) so tief gespalten, dass Siege a la Reagan unmöglich sind. Da sind die Fronten viel zu verhärtet, als dass auf einmal so viele Leute die Seite wechseln. (Damals haben die Demokraten ja mWn sogar eine Wahlempfehlung für Reagan abgegeben, sowas wäre heute undenkbar.)

Derzeit kommt es auf die Wechselwähler in den Swing States an und wenn Trump am Ende nahezu alle davon gewinnt und dabei auch noch im Vergleich zur letzten Wahl 6 flippt ist das mMn schon ein großartiger Sieg. Ich nenne das Erdrutschsieg, da viel mehr in der aktuellen Zeit mMn nicht möglich ist. Wenn du das anders benennen würdest habe ich damit kein Problem.

[Repost, da der erste versenkt wurde...]
 
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Buttkiss schrieb:
Aber jetzt weiss man was man von Trump zu erwarten hat. Ich hoffe einfach dass das einen Unterschied macht.
Die Hoffnung dürfte unbegründet sein. Wir reden hier inzwischen von einem Kult, dessen Anhänger sich von der Realität komplett abgekoppelt haben.
 
Das sich die Groopies nicht umstimmen lassen ist klar, ich rede von dem ganzen Rest. Es gibt ja immer eine gewisse Anzahl von Wahlberechtigten die sich auf die Gegenseite schlagen obwohl sie diese im Normalfall nicht wählen würden, sie aber für das kleinere Übel halten.
 
Sron schrieb:
Nunja, auch vor Trump vs. Clinton wollte niemand wahrhaben, dass Trump eine Chance hat. Ich glaube es gab eigentlich keine Umfrage welche im Vorfeld Trump vorne gesehen hat. Gleiches beim Brexit.
Doch die gab es, beispielsweise von der Trafalgar-Group, die ziemlich genau den Sieg in den Swing-States vorhersagte, was wurde anders gemacht? Man versuchte den "Shy-Trump" Effekt beispielsweise durch weitere Fragestellungen zu minimieren, also den sozialen Bias / Bubbleeffekt den es definitiv in den breiten Medien gab möglichst auszublenden.

Das ist auch der Grund warum man insbesondere in Deutschland in allen Medien fast schon fassungslos über die Wahl Trumps war, die Antipathie gegenüber Trump führte zu einer Auswahl an Informationen die einen selbst bestätigen, das Trump dann noch im wesentliche in den ärmsten Regionen wie dem Rust-Belt gewann, hat man noch weniger verstehen können.

Dieser Bias führt dann auch zu kapitalen Fehleinschätzungen bezüglich der Fähigkeiten von Trump, dessen Wählerpotential und Anhängerschaft, daraus resultierte beispielsweise die fatale Wahlstrategie der Demokraten in den ärmeren Regionen keine außergewöhnliche Aufmerksamkeit zu schenken. Man konnte sich nicht vorstellen das ein exzentrischer, aufgeblasener Multimillionär der völlig Abseits des Establishments absurd anmutende Reden hält, ständig proviziert und beleidigt, genau dort gewinnen wird wo es den Menschen am schlechtesten geht.

Dabei hätten sie es selbst besser wissen müssen, denn eines entscheidet am Ende die US Wahl immer: "Its the economy, stupid!".
 
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Trump wird gewinnen. Ob es einen Unterschied in der US-amerikanischen Politik machen wird? Ich glaube nicht. Wir haben schon einmal 4 Jahre Trump ohne größere Zerwürfnisse überstanden.
 
Er wird auch gewinnen, da bin ich sicher.

Wenn die USA dann noch au der NATO austritt, ist das Chaos in Europa perfekt :hammer_alt:
 
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Das glaube ich nicht. Es wird ein bisschen Säbelrasseln geben, Trump wird einzelne EU-Länder zu größeren NATO-Kontributionen drängen (2% Ziel), eventuell kommen ein paar neue Zölle um der deutschen Wirtschaft den Garaus zu machen. Falls der Ukrainekrieg dann noch läuft, wird es interessant werden: wie Trump die Sache wohl angehen wird? Israel ist auch so ein Thema...
 

Ich frage mich aber ernsthaft, was die Demokraten geritten hat einen dementen Senior als Präsidentschaftskandidaten wieder ins Rennen zu schicken. Biden gehört in den wohlverdienten Ruhestand, jedoch nicht in ein nächstes Präsidentenamt. Hätte man da nicht lieber zu einem "jungen" Kandidaten Mitte Vierzig greifen können?
 
Na Trump muss bezüglich versprechern, mal lieber kleine Brötchen backen.

Und ja Biden ist betagt und ein jüngerer Kandidat wäre willkommen.
 
Nomadd schrieb:
Ich frage mich aber ernsthaft, was die Demokraten geritten hat einen dementen Senior als Präsidentschaftskandidaten wieder ins Rennen zu schicken.
1. Weil ein amtierender Präsident immer einen Amtsbonus hat auf den man ungern verzichtet
2. Weil er der einzige ist, der eine realistische Chance gegen Trump hat. Wobei andersrum auch gilt, er hat eigentlich nur gegen Trump eine realistische Chance, gegen jeden anderen Kandidaten würde er vermutlich haushoch verlieren.
Ergänzung ()

BTW:
Kleiner Blick über die Grenze.
Gestern Wahl in Salzburg zum Gemeinderat und Bürgermeister Direktwahl.
Aus bundesdeutscher Sicht etwas überraschend das Ergebnis der 'KPÖ'. Ja, das steht tatsächlich für kommunistische Partei Österreichs. Dort hat man offensichtlich weniger Berührungsängste mit dem hierzulande verpönten Begriff.
Die beiden stärksten Kandidaten der Bürgermeisterwahl mit jeweils knapp 30 % i.Ü. die Kandidaten der SPÖ und eben der KPÖ und damit in der Stichwahl.

https://salzburg.orf.at/stories/3247955/
 
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Schade, dass der Thread hier mit langweiligen US-Themen gekapert wurde. Ich dachte es geht um Weltanschauungen.

Es wird doch schon nonstop über die USA berichtet in unseren Medien…
 
Ist halt aktuell ein wichtiger Bestandteil der Weltpolitik die anstehenden US Wahlen. Natürlich passt das hier in den Thread. Was hast du bisher außer jetzt diese Beschwerde und der üblichen Stammtischverurteilung unserer Medien beigetragen?

Was würdest du den hier lieber diskutieren? Du hast Kritik geübt, die Gelegenheit aber nicht genutzt eine Alternative aufzuzeigen oder gar zu starten.
 
So vergeht einfach die Lust aufs diskutieren. Thema sollte Weltanschauung sein, Kapitalismus, Kommunismus usw. Gegensatz Kollektivismus, Individualismus. Theokratien und so weiter und so fort.

Die US Wahl hat damit garnichts zu tun.
 
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