Wie soll ich es allen erklären?

Naja ich habe eigentlich niemanden hier dem ich wirklich alles anvertrauen würde. Meine "Freunde" lassen sich schon von total banalen Sachen aus der Fassungen bringen. Und wenn ich mit solchen Theman anfang ernte ich nichts ausser Gelächter oder Kommentare wie "Ich muss auch arbeiten", die mir nun wirklich nichts bringen.

Ich bin wirklich kein Jammerlappen, ich hab meine 3 Jahre Ausbildung aufm Bau verbracht Schlitze kloppen und im Winter bei -10 Grad Straßenlampen reparieren. Auch Kabelziehen im Graben bei 30 Grad Hitze ist nicht gerade die schönste Arbeit. Das hab ich auch alles überstanden!
Nur was jetzt mein Problem ist, ist eher psychisch, nicht körperlich.

Ich hab keinen richtig guten Freund, warum weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, werde einfach von zu vielen Leuten ausgenutzt und das weiß ich auch.
Jemand der mir vertraut und der mir keine dummen Kommentare an den Kopf wirft ist leider mit 16 nicht so wirklich in meinem Alter, da brauch ich mit solchen Themen auch nicht anfangen.

Wie gesagt, die Freunde die ich hab, sind für sowas nicht zu gebrauchen. Allein wenn jemand schon einen Streit wegen einem Computerspiel anfängt, geht es irgendwie zu weit...
 
dann solltest du dir erstrecht jemanden suchen oder n sonstiges ventil (wie ich mit meinen texten die ich schreib) das macht einem den kopf frei und löst den druck fürn moment
 
Na ja, so richtig Vertrauen hast du aber auch nicht in deine Leute oder?
Warum dem / der 16 jährigen das nicht erzählen? Wg. der fehlenden Erfahrung im Arbeitsbereich?
 
@ SeriousDan:

Gerade dann ist es besser, wenn du mit erstmal mit einer neutralen Person, z.B. einem Arzt, darüber sprichst.

Ansonsten versuch es mit deinem 16-jährigen Freund. Er mag zwar nicht so viel Erfahrung haben, aber zuhören wird er ja wohl können. Dem könntest du dich auch anvertrauen.
 
dann solltest du dir erstrecht jemanden suchen oder n sonstiges ventil

Ein Ventil scheint ja die rechte Gesinnung zu sein. Und das meine ich nicht mal wirklich böse, sondern es passt zu allen (wissenschaftlichen) Beobachtungen auf diesem Gebiet.
 
ich war in einer ähnlichen Situation. Habe zwei Therapien hinter mir die mir sehr geholfen haben. Ok, ohne die Therapien wäre ich jetzt wohl nicht mehr hier, aber das ist ein anderes Thema.

Dir kann ich nur raten zum Arzt zu gehen. Habe zu Beginn meiner Krankheit meinem hausarzt auch geschichten vom Pferd aufgetischt um nen gelben Zettel zu bekommen. Bis ich irgendwann mal die Wahrheit gesagt habe, und merkte das der Arzt schon die ganze Zeit wusste was mein eigentliches Problem bzw. meine eigentliche Krankheit ist.
Und heute nicht zum Arzt zu gehen, dafür aber morgen bringts nicht wirklich. Geh heute noch zum Hausarzt, erzähl ihm wie es bei dir aussieht und er wird dich mit Sicherheit fürs erste Krankschreiben und dir auch Psychater bzw. Psychotherapeuten empfehlen.
Und dann liegt es an dir Termine bei diesen Fachleuten auszumachen. Nach einem ersten Gespräch kann dir ein Psychater auch sagen wie dringend es bei dir ist und eine stationäre oder ambulante Therapie nötig ist.

Es ist wichtig das du jetzt für eine gewisse Zeit deine Ruhe hast um deine Gedanken und Gefühle wieder zu zentrieren. Und zu deinen jetzigen Pflichten gehört auch deine Eltern darüber in Kenntniss zu setzen und natürlich die Krankmeldung sofort dem Arbeitgeber zukommen zu lassen. Dann kann dir keiner was.

Wenn ich dich richtig verstanden habe sind deine Eltern berufstätig? Dann hast du ja praktisch den ganzen Arbeitstag für dich weil du alleine zuhause bist?! Umso besser ;)

Zugegeben, als ich in der Situation war, habe ich schon alleine gelebt und wenn ich krankgeschrieben war, war niemand zuhause der mir irgendwelche Vorhaltungen gemacht hat.

Aber du solltest einen Gang zurücklegen. Definitiv.
 
Mein Vater arbeitet, meine Mutter nicht, allerdings zieht meine Mutter bald aus... ja komische Situation.
Und bei dem 16 jährigen geht es nicht ums Alter, eher um seinen Horizont. Er ist einfach noch nicht so weit wie man mit 16 sein sollte... ist nicht böse gemeint ihm gegenüber, er ist echt ok. Aber über solche Themen kann ich mit ihm nicht reden.

Wenn meine Mutter nächsten Monat auszieht, was ich persönlich schade finde, weil sie 700km wegzieht, dann wäre ich tagsüber alleine.
Allerdings muss ich mir jetzt wirklich nochmal viel durch den Kopf gehen lassen. Erstmal alles verarbeiten und drüber nachdenken, wenn ich es hier 7 Monate ausgehalten hab, kommt es auch einen Tag nicht an.

Aber danke für alle Antworten, auch die nicht so netten ;)
 
SeriousDan schrieb:
Mein Vater arbeitet, meine Mutter nicht, allerdings zieht meine Mutter bald aus... ja komische Situation.

und noch ein weiteres Problem (wenn auch evtl. unterbewusst) ;)

du musst lernen dich deinen Ängsten und Problemen zu stellen. Das ist streckenweise wirklich bitter. Aber wenn all das hinter dir liegt kann dich so leicht nix mehr aus der Bahn werfen.
Ist wirklich so....
 
Hat denn der Arbeitgeber nichts dagegen, dass der Threadersteller hier den ganzen Tag lang private Dinge postet während seiner Arbeitszeit? ;-)
 
Ja, meine Mutter macht sehr viel für mich naja bzw. kümmert sich sehr um mich.
Mein Vater ist eher genau das Gegenteil, wenn ich alleine mit ihm wohne geht sowieso erstmal alles drunter und drüber.
Ich hoffe ich kann irgendwie ein bisschen Geld sparen und evtl einen anderen Job finden mit dem ich mehr finanzielle Möglichkeiten habe. Ausziehen wäre zwar super, aber ist nicht so leit zu realisieren.

Ich flüchte oft dem Alltag ein bisschen wenn ich am PC sitze oder Musik höre. Gehöre was Musik und Gesinnung angeht ja auch eher zu Randgruppen. Hab seit kurzem auch eine Xbox360, die mit unter auch zu den FInanzierungen gehört, die mir aber echt viel Spaß bereitet. EInfach Abends gemütlich da sitzen und eine runde daddeln, dabei Musik laufen haben... da kommt man echt auf andere Gedanken.

Allerdings macht mir der Streit auch zu schaffen, weil meinen Freund die anderen auch alle durch mich kennen und ich somit von allen Seiten gefragt werd, was ist denn los...

Puh so viel Zeug auf einmal, schrecklich.
 
und versuch mal weniger der Welt zu entfliehen, lebe lieber darin....
 
Servus erstmal!

Oh mann. Also bisher hab ich mich ja rausgehalten, jetzt würde ich auch mal gerne etwas dazu sagen:

Ich bezweifel, dass die ganzen Kommentare hier irgendeinen Effekt haben. SeriousDan "heult sich aus" (Entschuldigung für die Formulierung, aber so sieht es einfach aus), holt sich Trost, und macht weiter im Trott.

110 Kommentare voller Hilfestellungen und Tipps - und keiner davon umgesetzt. Nichtmal zum Arzt gegangen, obwohl man ja auch mal ohne exakte Erklärung an die Eltern, wohin man will nach der Arbeit, das Haus verlassen können sollte. Dabei wäre ein Arztgespräch (welches ja nichtmal in einer Krankscheibung enden muss - vielleicht hätte er dir ja einen psychischen Augleich (zB Sport), eine Reha oder Ähnliches anbieten können) doch wirklich kein Akt gewesen.

Ich bin ebenfalls 20 (allerdings zuhause ausgezogen), studiere Maschinenbau, teile mir eine kleine Wohnung, arbeite jede freie Minute um an Geld zu kommen, und hab auch nicht immer Lust und Motivation. Aber wenn einem etwas nicht passt, dann muss man halt mal den Mut haben die Situation ändern zu wollen. Schauen, was man tun kann, damit es in mittelfristiger Zukunft besser läuft.

Genau das vermisse ich hier aber völlig. Du wartest eher auf jemanden, der dein Leben komplett umkrempelt, während du nichts dafür tun musst.

Ich will dir wirklich nicht zu Nahe treten, ich verstehe, dass es momentan hart ist für dich. Aber ich habe die Hoffnung, dass du vielleicht mal die Augen öffnest und beginnst dich selbst aus den Problemen zu befreien und ein besseres Leben zu haben, wenn dir einmal deutlich gesagt wird, dass du eben Hand an deiner Zukunft anlegen musst.

Du kannst es schaffen. Aber du müsstest zunächstmal dich aufraffen dafür. Ansonsten war jeder Kommentar und jede Hilfestellung hier vergebens.

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg.

Gruß,
[sauba]
 
Ich lasse mal den Hobbypsychologen raushängen. Bei dir sehe ich eine abhängige Persönlichkeitsstruktur, d.h. du bist unsicher und unterwürfig, hast Angst deine Meinung zu sagen um andere nicht zu enttäuschen und Angst vorm Verlassenwerden, strahlst Hilfebedürftigkeit aus. Solche Persönlichkeitszüge sind ein erhöhter Risikofaktor, um an einer Depression zu erkranken. Nun bin ich weder Mediziner noch Psychologe, aber bei allem was du hier schreibst und vor allem wie du es schreibst, ist es mein Eindruck, dass du dich vielleicht schon in einer (leichten) depressiven Episode befinden könntest - und das ist ein Krankheitsbild, bei dem man sich auf jeden Fall in die Hände eines Fachmanns begeben sollte. Der erste Ansprechpartner wäre der Hausarzt.

Wie schon gesagt wurde solltest du dir weniger Gedanken über die Reaktionen deines Umfelds machen, sondern zu allererst an dich selber denken und abklären lassen, ob du einfach nur urlaubsreif bist oder ob noch mehr dahinter steckt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@sauba: Volle Zustimmung.

@Exar_Kun: Würde ich nicht ganz von der Hand weisen, Deine Vermutung. Es kann gut sein, daß SeriousDan wegen dieser unselbständigen, Hilfebedürftigkeit ausstrahlenden Art auch so wenig Freunde hat.

Ich war mit Anfang 20 auch so depri-hilfebedürftig unterwegs (obwohl ich den Job immer gut gemacht habe). Deswegen hatte ich kaum Freunde, weil so jemand niemanden interessiert. Kann man ja auch gut verstehen! Erst später, als ich beruflich wirklich meine "Berufung" gefunden hatte und dort interessante Dinge an den Start brachte und selbstsicherer wurde, hatte ich mehr Freunde, und auch die Frauen begannen Interesse an mir zu zeigen. Vorher war frauenmäßig tote Hose (bis auf die üblichen Psycho-Bratzen und Dicken, die sowieso keiner will, natürlich :cool_alt:)

Deswegen muß halt auch der Rat lauten: Berufliches & Alltag auf die Reihe kriegen, so daß man das Gefühl hat, man ist der Steuermann. Aus dem daraus resultierenden Selbstwertgefühl entsteht dann die Ausstrahlung, die Freunde & Frauen bringt.
Aber nicht umgekehrt! Nicht: Erst brauche ich einige Leute, die ganz lieb zu mir sind, und dann schaffe ich es vielleicht mal, in Beruf & Alltag aus dem Quark zu kommen. Funktioniert nicht, denn Menschen sind Egoisten und wollen gleichberechtigte Freunde, nicht jemanden, den sie therapieren sollen. Falls Du glaubst, erst Therapie (oder allgemein mehr Zuwendung) zu benötigen, ist das 100% o.k., dann mußt Du aber zu einem kompetenten Profi.

LG,
Hasenbein
 
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