Wie steht ihr zu Bargeld?

Wollt ihr Bargeld behalten oder...?

  • Ich will Bargeld behalten

    Stimmen: 98 42,1%
  • Ich bin für eine Abschaffung lieber digital/Karte bezahlen

    Stimmen: 14 6,0%
  • Es ist mir egal wenn es irgendwann keins mehr gibt, ich zahle bequem per Karte/Handy

    Stimmen: 48 20,6%
  • Ich bezahle zwar alles was geht per Karte, bin aber trotzdem gegen eine Bargeldabschaffung."

    Stimmen: 73 31,3%

  • Umfrageteilnehmer
    233
Ein aktueller Artikel beim Focus zu zunehmenden ungewollten/ungeplanten mehrwöchigen Online-Kontosperrungen bei Trade Republic in Folge systematischem Versagen (darf nichts kosten=kein Support), stellvertretend für andere Billig-Onlineanbietern.
Schlecht für Denjenigen, welcher nur auf ein Billig-Bankenpferd setzt.
Aber ich vermute, so lange es Jemanden nicht persönlich getroffen hat, bleiben solche Geschichten für viele nur sehr unwahrscheinliche Geschichten aus dem Internet, die einem selber nie passieren werden.
Bargeld kann man sich von einem Bekannten in bestimmter Höhe ausleihen. Ob der Bekannte einem aber auch sein Handy/watch/Geldkarte mit theoretisch/praktisch unbegrenztem Limit geben wird? Ich denke, viele reine Digitalzahlungsliebhaber haben sich mit so einem (zukünftigen) Szenario noch nie befasst.

Auch beim verlinkten Focusartikel gibt es übrigens eine Leserumfrage zu einer möglichen Abschaffung von Bargeld.
 
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Der Witz ist ja, dass die Digitalisierung des Geldes den "Betreibern" des Systems mehr Macht gibt, als sie haben sollten. Gerade in Bezug auch auf den digitalen Euro.
Höre dazu auch das Chasoradio 225.

Es wäre ja nicht das erste Mal, dass Freiheiten zu Gunsten von Bequemlichkeit aufgegeben werden.
 
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Incanus schrieb:
Beim Hinhalten von Smartphone oder Smartwatch sind die meisten viel schneller.
Mir war nicht bewusst, dass man dabei keine PIN braucht. Interessant, aber das verstärkt meine Argumentation in die Richtung, dass man kein Bezahlsystem braucht weil das mit der PIN Eingabe nicht so oft vorkommt. So kommt es ja sogar noch weniger vor als ich dachte.
 
ThomasK_7 schrieb:
Bargeld kann man sich von einem Bekannten in bestimmter Höhe ausleihen. Ob der Bekannte einem aber auch sein Handy/watch/Geldkarte mit theoretisch/praktisch unbegrenztem Limit geben wird?
Bargeld bleibt halt auch in Notsituationen immer ein Tauschmittel. Auch wenn der Strom ausfällt und die Kasse im Markt nicht funktioniert. Mit einem Schein winken und der Nachbar lässt dich an seinen Kühlschrank. Wer mit der Karte winkt schaut in die Röhre. ^^
 
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Dann hast Du aber seltsame Nachbarn. Ich müsste meinem ganz sicher nicht direkt bezahlen, wenn ich etwas bräuchte ;).
 
whats4 schrieb:
mir fällt kein staat ein, der sich das leisten könnte, diesen hebel zu verlieren.
Wie sollte er verloren gehen können? Solang ein Staat Steuern erhebt, wird die Währung, in der die Steuern bezahlt werden müssen, auch nachgefragt. Und dabei ist die Form (analog oder digital) egal.

Das hat auch nicht nur etwas mit einem Machtgedanken zu tun, sondern mit dem Funktionieren der Gesellschaft, was uns allen wichtig sein dürfte (Steuern steuern).

Und dieser "Hebel" ist auch ganz unabhängig davon, ob sich die Währung zukünftig ändert. Eine Währung gibt es auch dann noch.
 
@Incanus Solange genug da ist nicht. Aber irgendwann kommt auch beim Nachbarn der Gedanke, wer von euch Priorität hat und was nötig wäre, um die Reihenfolge zu ändern. ^^
 
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Dann nützt aber auch Bargeld nichts, wenn die Versorgung insgesamt unterbrochen ist.
 
Naja aber entscheiend ist ob die dann noch einen Gegenwert hat und welchen.

ob man für 100.000 ein Auto bekommt oder einen Kaugummi - wichtiger als dass eine Währuing gibt ist dass die halt ein halbwegs verlässlicher Wertspeicher ist.

Zuviel in Bargeld oder Äquivalenten wie Girokonto, Festgeld etc ist auch nicht sinnvoll - die Mischung macht's halt.
 
Nun ja, schön für Incanus.
Zahlt der Nachbar aber auch die Miete/Kreditzinsen, Strom/Gas/Öl + Internet, Tanken usw.?
Alles ganz essentielle Dinge mit weitreichenden Folgen bei längerwöchigem Zahlungsausfall.

Im Fall der Fälle hilft auch kein neues Onlinekonto bei einer anderen Bank, denn man hat schlichtweg nichts zum Einzahlen/übertragen, denn man kommt ja nicht an sein gesperrtes digitales Vermögen.
Deswegen mein Rat aus #285, niemals auch digital, alles nur einer Bank anzuvertrauen!

Meine Nachbarn/Verwandtschaft würde mir natürlich auch helfen, aber das kann doch nicht der Anspruch an eine (funktionierende) bargeldlose Zivilgesellschaft sein!

Nachtrag: Ok, man kann sein neues Digitalkonto mit dem Verkauf von Gegenständen aus dem persönlichen Besitz auffüllen. Aber was ist das für ein Anspruch?
 
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Kuristina schrieb:
@Uzer1510 Von Wertverlust war nicht die Rede. Nur von Ausfall der Elektronik.

Nu in Deiner Unterhaltung mit Incanus war davon nicht die Rede aber meine Antwort bezog sich auf Reglohns Beitrag.

Naja eine gewisse Summe Bargeld ist immer ein Voirteil selbst wenn man sie dann evtl nicht einsetzen kann dann ist das halt Pech und man ist so schlecht dran wie alle anderen, falls aber doch hat man einen Vorteil gegenüber Bargeldlosen - besser haben als brauchen.
 
Bin mal gespannt, wann sich die aktuelle Speicherkrise als Argument für Gebührenerhöhungen bei Finanzdienstleistern, Verwaltungen und wo sonst noch möglich Bahn bricht...
 
Laie1 schrieb:
Bin mal gespannt, wann sich die aktuelle Speicherkrise als Argument für Gebührenerhöhungen bei Finanzdienstleistern, Verwaltungen und wo sonst noch möglich Bahn bricht...

Naja HW Kosten werden bei den meisten Banken nicht so viel ausmachen gegenüber Lohn und anderen kosten

Eher dürften in D die glaub auch 2026 weiter zunehmenden Unternehmensinsolvenzen den Bankern zusetzen da werden sicher viele Forderungen ausfallen - wenn die Bank Mittelstandsfinanzierer ist, was viele in D sind, dagegen dürften HW Kosten eher insgesamt in Relation überhaupt nicht ins Gewicht fallen.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Deswegen mein Rat aus #285, niemals auch digital, alles nur einer Bank anzuvertrauen!
Genau deshalb weil es durchaus mal sein kann, dass man seine digitalen Möglichkeiten nicht nutzen kann, sollte man halt auch eine gewisse Menge Bargeld zuhause haben.
 
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Uzer1510 schrieb:
..dagegen dürften HW Kosten eher insgesamt in Relation überhaupt nicht ins Gewicht fallen.
Das ist lediglich ein Beispiel dafür, dass man in der Planung seiner Infrastruktur auf größtmögliche Unabhängigkeit achten sollte.
 
Sinnvoll ist dass man sich so aufstellt dass man die maximale Zahl von Handlungsmöglichkeiten und Alternativen hat.

Weder kann ein Bank Hardwarehersteller werden noch Erzminen bertreiben noch kann jede Privatperson Mediziner und gar für alles Fachmediziner werden, so dass er wneigstens in den lebenswichtigsten Dingen unabhängig ist.

Ansatzweise Autarkie ist einfach extrem unrealistisch - ausser man akzeptiert eine durchschnittliche Lebenserwartung von 28 Jahren oder so :D

Bargeld ist halt ein sinnvoller Baustein ob man das dann tatsächlich braucht oder nicht ist egal. Lieber hat man zu viele Möglichkeiten, die man nicht alle nutzen kann und muss - als zu wenige.
 
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@Uzer1510 ..Das war selbstverständlich etwas übergeordneter adressiert. Deutschland und EU sehe ich hier in der Pflicht. Es gibt ja auch Bemühungen...aber schon durchaus fahrlässig, wie man über so viele Jahre mögliche Risiken ignorierte.
 
Europa hat weder nennenswert Bodenschätze noch die personelle und technische Infrastruktur in vielen Bereichen und anderen wie Chemie Pharma auch IT hat man sie mehr oder weniger freiwillig aufgegeben.

Übergeordnet kann Europa unabhängig werden - aber nur halt auf 2. oder eher 3. Welt Niveau so wie Nordkorea. Für mehr ist längst viel zu viel der "Vorkette" aus Europa verschwunden.

Einzig China ist wohl aktuell weltweit übergeordnet unabhängig die haben beides Vorkette und Hightech - evtl auch schon Indien, aber sicher im Bereich Hightech noch weiter zurück.
 
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