Kosten, die jeder zahlt
Wohl jeder hat solche versteckten Stromfresser im Haus oder im Büro. Und wir alle zahlen Jahr für Jahr „mindestens vier Milliarden Euro“ (UBA) für das süße Nichtstun. Das Portal
co2online rechnet vor, dass in einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt die Stromkosten bis zu 20 Prozent der Stromrechnung ausmachen. Kein Wunder - summiert sich doch die Leistungsaufnahme der Geräte im Standby auf bis zu 50 Watt. Wer solche Verbraucher konsequent ausschalte, so co2online, könne bis zu 115 Euro jährlich sparen.
Mit 15 Watt im Leerlauf liegen Stereoanlagen ganz vorn auf der Liste der nutzlosen Verbraucher – gefolgt von LCD-Fernseher (14 Watt), Mini-Hifi-Anlage (11 Watt), PC, Monitor, Drucker und DVB-T-Receiver (jeweils 10 Watt). Meist sind es gerade die älteren Geräte, die unnötig viel Strom verbrauchen. Denn schon seit 2010 gilt eine neues EU-Gesetz, die sogenannte Ökodesign-Richtline, die den Verbrauch im Standby auf 0,5 Watt begrenzt.
Die Experten des UBA rechnen über den Daumen damit, dass sich durch die neuen Vorgaben der private Stromverbrauch um mehr als sechs Milliarden kWh jährlich verringern lässt. Das entspräche einer Einsparung von 1,2 Milliarden Euro – und fast vier Millionen Tonnen vermiedenem Kohlendioxid.