Wie trenne ich den PC richtig vom Strom

shrddpicz schrieb:
Genau so habe ich das auch gemacht. Die Stromverbindung musst du vorher ja aber dennoch trennen, oder habe ich dich falsch verstanden?
Ist der Rechner runtergefahren, dann schalte ich ihn über die Steckdosenleiste ganz aus und ziehe dann das Kabel hinten raus. Ist keine schaltbare Leiste vorhanden, dann kannst du auch einfach so das Kabel aus dem Netzteil und/ oder aus der Steckdose rausziehen.
 
Kauf dir einfach eine vernünftige abschaltbare Steckerleiste für den PC und deine Peripherie, gibt es auch mit Master-Slave usw.
Wird natürlich Leute geben, die wegen dem Stützstrom der BIOS-Batterie meckern, aber das ist einfach nur lächerlich. Über die Jahrzehnte hielten die BIOS Batterien bei allen Rechnern bei mir zwischen 7 bis 12 Jahren, alle an abschaltbaren Steckdosenleisten. Mag sein, dass die moderneren Mainboards in der Hinsicht "hungriger" sind, aber wir reden hier immer noch über eine CR2032 Knopfzelle und das ist ein Cent-Artikel...
 
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Ich schalte schon immer den Desktop am Schreibtisch mit einer Mehrfachsteckleiste aus. Der Rechner selbst hat heutzutage kaum noch Standby-Verbrauch. Bei mir hängt aber noch Monitor und vor allem Aktivboxen dran, daher schalte ich ab. Mir ist schon mal eine Steckerleiste mit Überspannungsschutz kaputt gegangen und eine Masterslave beim "Heimkino". Seitdem nutze ich nur noch billige schaltbare Steckdosenleisten.
Und ja, Netzteil und Leiste ist doppelt und unnötig. Mach nur die Leiste.

ghecko schrieb:
Und durch Kontaktprellen können durch andere Geräte oder parasitäre Elemente hohe Störspannungen beim Abschalten erzeugt werden, die alle angeschossenen Geräte beschädigen können.
Das ist so formuliert nicht richtig. Durch nicht-ohmsche Lasten gibt es bei kapazitiven Lasten beim Einschalten und bei induktiven Lasten beim Ausschalten einen erhöhten Strom. Nicht Spannung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Prellen
Dort ist ein Bild von einem Schalter in einer Mehrfachsteckdose, der "nur" Laptopnetzteile geschaltet hat.

Edit: Und ja, auch ich lasse beim Fummeln am Rechner den Stecker stecken, damit es geerdet bleibt.
Edit 2: Zur Knopfzelle wäre ich mir auch nicht ganz sicher, ob die wirklich schneller leer wird, wenn der Rechner nicht an Strom ist. Ich habe Drittrechner, aussortiert im Keller, die teils mehr als ein Jahr nicht an Strom waren und noch die BIOS-Zeit haben. Und dann hatte ich schon Rechner, die gefühlt die Batterien gefressen haben, obwohl der Rechner genutzt wurde. Vor allem, wird die überhaupt geladen? Das ist doch Einweg.
 
Selas schrieb:
Mag sein, dass die moderneren Mainboards in der Hinsicht "hungriger" sind, aber wir reden hier immer noch über eine CR2032 Knopfzelle und das ist ein Cent-Artikel...

Die Knopfzelle ist billig, aber drankommen und austauschen ist anstrengend. Habe ich letztens auf Besuch bei Familie gemacht, war am Ende eine 2 Stunden Aktion... kompaktes ITX Gehäuse mit Netzteil (man kommt besonders gut nirgendwo bei) und die Batterie war auf dem Mainboard selbst auch noch besonders gut versteckt (senkrecht installiert zwischen den RAM-Modulen) und wie das so ist, wenn man eine Pinzette braucht, ist keine da also auch noch RAM ausbauen um an die Batterie zu kommen.

Nö, da lass ich meine Netzschalter lieber an, die paar Cent auf der Stromrechnung werden nicht auffallen und kaputt geworden ist mir deswegen auch noch nichts.

Wenn auch noch ein Tintenstrahldrucker daneben steht, der nimmt jede Netzabschaltung zum Anlass, sich besonders gut durchzuputzen. Da kostet das Abschalten auf einmal richtig Geld...
 
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Wilhelm14 schrieb:
Durch nicht-ohmsche Lasten gibt es bei kapazitiven Lasten beim Einschalten und bei induktiven Lasten beim Ausschalten einen erhöhten Strom. Nicht Spannung.
Und was passiert, wenn ein Strom in so einer Anordnung oszilliert? Exakt, es kommt zu Spannungsspitzen. Hier gut zu sehen, aus deinem Link:
Tastenprellen01.png

Die Versorgungsspannung wurde durch die Spitzen fast gedoppelt. Jetzt kannst du dir sicher vorstellen, was bei ~230V eff bei û passiert, wenn eine ungünstige Gerätekombination in der Steckerleiste steckt.
 
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Die Kontakte in solchen Mehrfachsteckdosen verbrennen durch den Strom. Das ist wie Lichtbogenschweißen. Das kommt nicht durch hohe Spannungen.
 
Nein, das kommt durch den genannten hohen Einschalt/Ausschaltstrom. Darum geht es hier aber nicht, sondern um die Spannungsspitzen, die das verursacht und was die verursachen. Was mit dem Schalter der Steckerleiste passiert ist allen hier herzlich egal.
 
Und ja, das kommt durch den Strom, sag ich doch. Du empfiehlst das Schalten direkt am Netzteil. Da passiert doch dasselbe wie an der Mehrfachsteckdose.
Und jetzt versammelst du imaginär "alle" hinter dich gegen mich?
Bleib doch sachlich.
 
Wilhelm14 schrieb:
Bei mir hängt aber noch Monitor und vor allem Aktivboxen dran, daher schalte ich ab.
Bei mir auch und auch die Eheim 1048 (die pumpt seit genau 20 Jahren). Die Steckdosenleiste ist genau so alt, von Ehmann. Ich wüsste nicht, dass ich
mal defekte Hardware hatte, weil ich an der Steckdosenleiste alles ausschalte.
Für 1-3 Stunden mach ich das aber nicht.
In der Regel so zweimal am Tag.
 
KnolleJupp schrieb:
Nötig ist das aber nicht. Der Standby-Stromverbrauch ist vernachlässigbar gering.

Kosten, die jeder zahlt​

Wohl jeder hat solche versteckten Stromfresser im Haus oder im Büro. Und wir alle zahlen Jahr für Jahr „mindestens vier Milliarden Euro“ (UBA) für das süße Nichtstun. Das Portal co2online rechnet vor, dass in einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt die Stromkosten bis zu 20 Prozent der Stromrechnung ausmachen. Kein Wunder - summiert sich doch die Leistungsaufnahme der Geräte im Standby auf bis zu 50 Watt. Wer solche Verbraucher konsequent ausschalte, so co2online, könne bis zu 115 Euro jährlich sparen.


Mit 15 Watt im Leerlauf liegen Stereoanlagen ganz vorn auf der Liste der nutzlosen Verbraucher – gefolgt von LCD-Fernseher (14 Watt), Mini-Hifi-Anlage (11 Watt), PC, Monitor, Drucker und DVB-T-Receiver (jeweils 10 Watt). Meist sind es gerade die älteren Geräte, die unnötig viel Strom verbrauchen. Denn schon seit 2010 gilt eine neues EU-Gesetz, die sogenannte Ökodesign-Richtline, die den Verbrauch im Standby auf 0,5 Watt begrenzt.

Die Experten des UBA rechnen über den Daumen damit, dass sich durch die neuen Vorgaben der private Stromverbrauch um mehr als sechs Milliarden kWh jährlich verringern lässt. Das entspräche einer Einsparung von 1,2 Milliarden Euro – und fast vier Millionen Tonnen vermiedenem Kohlendioxid.
https://www.geo.de/natur/nachhaltig...omfresser-standby-verluste-immer-hoeher-trotz
 
Ich kann dazu nur sagen, dass ich seit über 6 Jahren eine Brennenstuhl Steckerleiste mit Fußschalter nutze (der aber Relais schaltet). Da ich nur eine Steckdose in meinem PC-Zimmer/Home-Office habe wird darüber folgendes geschaltet: 2 PC's incl. 2 BS (24 u. 27 Zoll), 1 8-Port Switch, 1 LED Lampe u. 2 Netzteile f. ext. HDD's. Bei beiden PC's ist der hybride Standby-Modus abgeschaltet, sodass ich sie in den Ruhezustand versetze u. dann per Steckerleiste abschalte (incl. allem anderen Geraffel). In der ganzen Zeit hatte u. habe ich null Probleme, weder bei den PC's (beides vernünftige Enermax Netzteile) noch mit der anderen Peripherie. Und auch die Relais des Fußschalters sind noch nie kleben geblieben. Also alles nicht so eng sehen.
 
KitKat::new() schrieb:
Toll wie sich der Artikel in dem von dir zitierten Teil direkt selbst widerspricht:
Mit 15 Watt im Leerlauf liegen Stereoanlagen ganz vorn auf der Liste der nutzlosen Verbraucher – gefolgt von LCD-Fernseher (14 Watt), Mini-Hifi-Anlage (11 Watt), PC, Monitor, Drucker und DVB-T-Receiver (jeweils 10 Watt). Meist sind es gerade die älteren Geräte, die unnötig viel Strom verbrauchen. Denn schon seit 2010 gilt eine neues EU-Gesetz, die sogenannte Ökodesign-Richtline, die den Verbrauch im Standby auf 0,5 Watt begrenzt.

Ich bezweifle, dass "wir alle" dermaßen viele (3 bis 5) Geräte von vor 2010 ständig am Strom angeschlossen haben. Auch finde ich das Beispiel eines WLAN-Routers seltsam, macht dieser doch eben nie "nichts".

Da würden Beispiele wie Herd, Ofen, Waschmaschine und Geschirrspüler besser passen, werden diese doch auch oft länger benutzt (und fallen somit unter eben diese "älteren" Geräte). Die sind jetzt i.d.R. aber nicht so platziert, dass man dort Mal eben an die Rückseite kommt.

Auch gilt diese EU-Richtlinie nur für bestimmte Geräte, weshalb bspw eine Playstation oder XBox unabhängig des Alters eben nicht darunter fällt.
Musste ich jetzt aber auch erstmal wieder selber nachschlagen, weil dieser verlinkte "Artikel" weder auf die Richtlinie eingeht, noch sie vernünftig erklärt oder verlinkt.
 
Ich schalte schon seit mehr als 15 Jahren meinen Rechner und meine Monitore jeden Abend ueber Steckerleiste aus. Das mache ich weil die Buechse im Schlafzimmer steht und ich einfach nichts leuchten haben will.

Die Schalter an den Netzteilen sind in der Regel nicht so arg hochwertig. Man merkt oft schon beim schalten das die sich regelrecht "matschig" anfuehlen.
Da die Netzteile dann ja auch nicht so ganz billig sind und ein Austausch selbst auf Garantie Zerit kostet, wuerde ich den nicht regelmaessig, vorallem nicht taeglich, verwenden.
Und das bei einigen, BeQuiet zB, der Schalter das Netzteil nicht komplett trennt, wurde ja schon erwaehnt.
Und zu guterletzt haette ich keine Lust jeden abend hinter dem PC rumsuchen zu muessen, vorallem wo bei modernen Rechner das Netzteil unten verbaut ist ;)

Andererseits sind aber die billigen Supermarkt-Mehrfachstecker auch nicht besser. Da habe ich schon Schalter auseinanderfliegen sehen mit daraus resultierendem offenliegen stromfuehrender Kontakte.

Nachdem ich von billigen Supermarktleisten, uber hochwertige Leisten mit Schalter einiges probiert habe, habe ich fuer mich inzwischen Steckerleisten mit Fusschalter entdeckt. Die Schalter koennen (und sind es bei meinen Modellen offensichtlich auch) da groesser und robuster gebaut werden. Meine beiden Leisten die ich im Einsatz habe werden seit mehr als 5 Jahren fast taeglich geschaltet, und funktionieren absolut problemlos. Solange hat noch keine Steckerleiste bis jetzt ausgehalten.

Das ist einmal die hier:
https://www.amazon.de/Brennenstuhl-...anente-beleuchteter-Fußschalter/dp/B00W9OS89U
An dem permanenten Dosen haengt ein Netzwerkswitch und eine Schreibtischlampe mit eigenem Schalter, an den anderen diverse Elektronikgeraete.

Und einmal die hier:
https://www.amazon.de/Brennenstuhl-...ste-Kindersicherung-Fußschalter/dp/B00CI63OCA
Da haengt mein PC und meine Monitore dran.

Die Leisten sind komplett in der Ecke meines Ecktisches verschwunden, nur die Schalter sind nach vorne gefuehrt.

Von Kram mit internen Relaisschaltungen wuerde ich abraten, und damit auch von Master/Slave Einheiten. Die Relais sind meistens nicht all zu hochwertig, und gehen gerne mal kaputt. Master/Slave Steckerleisten haben dann auch noch das Problem das moderne Rechner im Idle sehr sparsam sein koennen, was teils dafuer reicht dass sie abschalten.

Zur BIOS Batterie: Mein aeltester Rechner den ich so regelmaessig ausgeschaltet habe wurde 6 Jahre alt. Bei dem musste ich tatsaechlich einmal die Knopfzelle wechseln.
 
Ihr braucht einfach eine Steckerleiste mit Überspannungsableiter vom Typ 3. Kosten allerdings ein paar € mehr als übliche mit Schalter.

Ich habe eine alte Leiste von Kopp mit kombiniertem DI Schutzschalter (10mA Fehlerstrom) und B16 Schutzschalter, sowie einem Typ3 Überspannungsableiter.

Ich zitiere mal von OBO (Link): Überspannungsableiter vom Typ 3 werden zum Schutz gegen Schaltüberspannungen in den Endgerätestromkreisen eingesetzt.

Alternativ, falls ihr gelernte Elektrotechniker oder befugt seid an Niederspannungsanlagen zu arbeiten, könnt ihr auch eine normale Steckerleiste nehmen und davor einen 1-Phasigen Lasttrennschalter setzen. Nutzt vom Schalter nur einen der beiden Schaltkontakte und bringt parallel zum Schaltkontakt einen Varistor z.B. S20K300. Der löscht dann einen möglichen Lichtbogen indem er die Überspannung am Schaltkontakt vorbei wieder zurück ins Netz leitet. Und nein, dadurch entsteht kein Schaden an anderen Geräten.

EDIT:
btw, ein Lichtbogen entsteht nur, wenn ihr den Kontakt öffnet und der Absolutwert der Netzspannung zu diesem Zeitpunkt recht hoch ist. Falls diese jedoch niedrig oder gar am 0V durchgang ist entsteht kein Lichtbogen. Bei unseren üblichen um die 50Hz habt ihr also 100mal pro Sekunde die möglichkeit den Schalter zu betätigen ohne, dass ein Lichtbogen entsteht. Müsst nur schnell genug sein 🙈

EDIT2: habe den Varistor angepasst, der ist ja parallel zum Schalter und nicht zwischen L und N, da reicht eine kleinere Spannung, also entsprechend den K300 statt K385 bzw. K420
 
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