Wieso "schräge Werte" bei der CPU- Spannung?

eshoxx

Lt. Commander
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Guten Abend zusammen,

seit einiger Zeit frage ich mich immer mal wieder, warum im Bios meines MB (siehe Sig.) so "schräge Werte" für die Einteilung der CPU Spannung vorgesehen sind.
Anstatt Werten wie 1.20,1.21,1.22,1.23 ... werden dort Werte wie 1.20,1.3125,1.4375 etc. ausgegeben.

Fragen die ich mir stelle:

- kann ein Board wirklich Werte u. Spannungsunterschiede von 0.0x Volt realisieren?
- was ist der Nutzen solcher Abstufungen gegenüber geraden Abstüfungen?
- worin begründet sich die Notwendigkeit solcher "schrägen Werte"?


Einen schönen Abend euch allen,


e.
 
Eine genaue Antwort kann ich dir nicht geben, das sind hauptsächlich Vermutungen. Ich denke, solche Spannungsunterschiede sind wirklich realisierbar, man kann sie ja auch nachmessen. Solche Abstufungen sind wohl nötig, um eine genauere Einstellung zu ermöglichen. Der Schritt von 1,2 Volt auf z. B. 1,3 Volt ist ja schon ein viel größerer als z. B. auf 1,250 Volt. Wenn nur etwas größere Schritte möglich sind(kenn ich von meiner Grafikkarte), liegt es vielleicht auch daran, dass keine anderen Spannungen möglich sind, was ich aber dann doch eher weniger glaube. Ich hoffe, dass ich net ganz daneben liege.
 
  1. Ja, kann es
  2. Die geraden Sprünge mit nur 2 Kommastellen sind zu grob, siehe 3.
  3. Je feiner desto besser, insbesondere beim Übertakten und auch beim Untertakten. Nicht jede CPU reagiert gleich. Die eine CPU läuft mit 1.4350V mit 3,6 GHz, die andere braucht 1.4375V, um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Ich hoffe, meine einfache Darstellung konnte weiterhelfen (oder die Profis müssen ans Werk).
 
aber je nach lastsituation (idle/load, spannung, takt, aktive/inaktive spannungswandler) ändert sich die spannung deutlich, was bei jedem board unterschiedlich ausgeprägt ist. ein phänomen ist derdiedas vDroop, das abfallen der spannung bei cpu-last, was sogar gewünscht und sinnvoll ist.

eventuell fand sich der board-hersteller hier schlau und lässt 1.3125V einstellen um im endeffekt auf 1.3V zu kommen.

jedenfalls kann ein board die spannung in so feinen schritten regeln. witzigerweise stimmt aber die messung der spannung mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit nicht ganz. das board regelt also feinen mist. die unterschiede sind aber so gering, dass es praktisch keine auswirkungen hat. außer man bewegt sich im grenzbereich, beim übertakten/undervolten, und braucht dann die 0.0125V mehr um bei feuchter witterung seine cpu richtig rechnend zu halten, dafür kann man dann nie genug schräge werte haben ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Des Rätsels Lösung ist ganz einfach :D

Die Spannungen auf dem Board werden durch digitale Spannungswandler aus den 3.3 / 5 / 12 Volt Spannungen des Netzteils erzeugt.

Denen kannste nicht vorgeben "stell mir mal 1.21V ein" - sondern es geht vom minimalen Startwert in festen Abstufungen, neben gängigen 50 oder 100 mV eben oft auch in krummen 12,5 / 37,5mv Schritten.
Intel gibt für die Stromversorgung der CPU sehr genaue Vorgaben des VRM heraus, AMD siehts scheinbar etwas gelassener.

Zu den Fragen:

- Ja, das Board kann die Spannungen so genau einstellen, im Betrieb sind gewisse Schwankungen möglich, durch die ständigen Laständerungen und Spannungsabfälle werden diesse jedoch niemals genau halten.
Dazu kommt, daß die angezeigten Spannungswerte im Hardware-Monitoring von recht billigen Schaltungen ausgelesen werden, d.h. die eingesetzten Monitoring-ICs auf dem Mainboard geben bessere Schätzwerte wieder.
Ausgegeben werden die "analogen" Werte nach Wandlung zudem wieder digital, also sind mindestens die letzten 2 Stellen eher digitales Rauschen.

- Gibt keinen Nutzen "ungerader" Spannungen, liegt an der Ansteuerung der Controller-ICs, "das ist einfach so".
 
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