Wofür vergoldete Kontakte?

Sherman123 schrieb:

richtig. kann man dem kunden dann ja sagen: "die kostet mehr, weil die stecker vergoldet sind, und sie "länger" halten".

ich frag mich immerwieder warum der schmäh mit korrosion bei manchen funktioniert xD
 
Agent 1 schrieb:
Soundkarten für die ewigkeit... auch nicht schlecht. Ich hab noch nie nen verrostetes teil in einem rechner gesehen. Kann somit nur dazu dinen um den Preis hoch zu treiben und Kunden mit der Packungsaufschrift "vergoldete Anschlüsse" zu blenden.

Wenn du den Rost siehst is es zu spät. Vergoldete Anschlüsse gibt es außerdem nur bei Sound Produkten, da die Signalübertragung dort analog erfolgt, an USB anschlüssen o.ä. wo nicht die Stärke des Signals zählt, sondern nur ein oder aus, ist das ganze nicht so wichtig, daher werden diese Kontakte nicht vergoldet...

Ich mag Komerz bashing ja auch, denke aber dass du hier falsch liegst... Wird schon seinen Grund haben, dass ab einem gewissen Preislevel im Soundbereich (Verstärker, Boxen etc) nurnoch Goldkontakte verwendet werden. Zumindest für die Produkte die ich kaufe, wurde bisher nicht mit Goldkontakten geworben, da es dort eine Selbstverständlichkeit ist. Gerade weil diese Produkte nicht so schnelllebig sind, wie die üblichen Computerkomponenten.
 
@6shop;

Weil ich seit vielen Jahren einen "sauberen" Klang habe?
 
Solche High-End-Systeme müssen sind idR auch entsprechend verbaut, dass die Kontakte nicht so leicht korrodieren, festere Stecker, Schutztüllen... Nebenbei werden/sollten diese auch regelmäßig gereinigt werden. Außerdem haben die eig doch oft Goldkontakte ôo
 
Wer nen echten Unterschied von vergoldeten Anschlüssen zu Nicht-vergoldete hört bildet sich das doch nur ein.

dieser Marketing-Gag von wegen "besserer Sound durch vergoldete Kontakte" klappt anscheinend halt bei den meißten...
 
Zuletzt bearbeitet:
selbst bei nicht"vergoldeten" kontakten oxidiert im normalfall ja nicht wirklich was (zumindestens nicht soviel das die leistung beeinträchtigt wird)
wenn doch: bitte gegenbeweise mit fotos xD

edit:
danke atze
 
muss dem marketing gag zustimmen!

ich bin tontechniker und hab noch NIE irgendwo auf arbeit vergoldete kontakte gefunden.....egal wie teuer und edel die anlage, das pult oder die kabel waren....das ist doch bauernfang....
 
madthebad schrieb:
Das mag höchstens bei Billigprodukten zutreffen.
Kontakte werden normalerweise mit einer 24 Karat Goldschicht galvanisiert und das ist nicht teuer da die Schicht vielleicht einige mikrometer groß ist.

Es dient tatsächlich der Korrosionsbeständigkeit. ;)


Stecker werden nicht mit Gold, sondern mit einer Goldlegierung überzogen.

Was ist eine Goldlegierung? 2 Goldatome auf 10000 Zinkatome. Ein gewisser Goldanteil ist so gesehen tatsächlich vorhanden.

Das ganze wird im Säurebad zu Chrom und darin werden dann die Stecker eingetaucht.

Das ganze dient dem Korrosionsschutz und soll wertig aussehen, da das Zink das Chrom golden glänzen lässt.


edit: 24 Karat Gold? Das wäre reinstes Feingold. Das ist natürlich Unsinn, da es sich um eine Legierung handelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
easy.2ci schrieb:
Stecker werden nicht mit Gold, sondern mit einer Goldlegierung überzogen.

Was ist eine Goldlegierung? 2 Goldatome auf 10000 Zinkatome. Ein gewisser Goldanteil ist so gesehen tatsächlich vorhanden.

Das ganze wird im Säurebad zu Chrom und darin werden dann die Stecker eingetaucht.

Das ganze dient dem Korrosionsschutz und soll wertig aussehen, da das Zink das Chrom golden glänzen lässt.


edit: 24 Karat Gold? Das wäre reinstes Feingold. Das ist natürlich Unsinn, da es sich um eine Legierung handelt.

Quelle?
 
Stecker werden nicht mit Gold, sondern mit einer Goldlegierung überzogen.

Das ist noch weniger richtig. Legierungen leiten allgemein schlechter und haben mehrer Stellen wo sich Elektronen streuen können. Dadurch würde der Widerstand steigen.

Wobei es im Allgemeinen schon zutrifft, das es unwahrscheinlich ist, dass das Kupfer oxidiert.
Natürlich ist somit das Resultat welches die Goldschicht bringt eher ernüchternd, aber wie schon oben angesprochen sieht es eben wertiger aus. Um den Nutzen lässt sich streiten. (Wie man in diesen Thread auch merkt)

Btw. Falscher Name im Zitat.
 
gibt schon selbsternannte profis hier :D

dauerhaft niedriger elektrischer übergangswiderstand bei kontakten ist der hauptgrund ... das mag minimal sein, aber bei einer kette von bauteilen ist sowas hörbar .. bei einem einzelnem stecker macht es keinen unterschied ..
wenn man aber quelle -> vorverstärker -> verstärker -> lautsprecher hat und diese auch noch sehr hochwertig ist ein vorteil unter umständen hörbar ... es kann auch rauschen und knister unterbinden ...

und das ganze ist echtgold .. wenn ihr denkt sowas ist sau teuer dann irrt ihr, weil durch galvanisierung ist die schicht im mikrometer bereich .. an so einem stecker ist als nur eine geringe menge gold (wenige 1000estel gramm)
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich klingt es schon plausibel, dass der Übergangswiderstand der Grund ist, da er bei Kupfer etc. auch wenn man die Korrosion nicht sieht mit der Zeit größer wird, was bei Gold nicht der Fall sein sollte...
 
"vergoltete Kontakte" ist hauptsächlich ein verkaufsschlagwort. im audiobereich eigendlich absolut irrelewand, da normale verchromung auch rostfrei ist und bei analogen audioströmen stet´s mehr als genug kontaktfläche und übertragungskapazität vorhanden ist, und dort auch keinerlei ströme fließen, auf die es wirken könnte. auch der übertragungswiederstand spielt hier im audiobereich keine rolle. wenn man einen übertragungsweg mit 10.000 steckverbindern hätte, dann würde man den unterschied vll. hören können. bei 2 .. 3 .. oder 4 .. kontakten ist der unterschied kaum messbar, geschweige denn hörbar.

bei anderen elektrischen einsatzgebieten kann es allerdings von vorteil sein. zb werden die pins von prozessoren vergoldet. auch wenn silber die beste elektr. leitfähigkeit besitzt (thema supraleiter) und "billiger" ist, so bildet silber bei kontakt mit luft eine oxidschicht, die isolierend wirkt somit und als "kontakt" ungeeignet ist. also ist gerade bei den starken strömen (nicht spannungen) die bei prozessoren an ihren kontaktflächen übertragen werden müssen gold die bessere wahl, da die pins oft in hoher anzahl und und kleinen ( im bezug auf die übertragenen ströme) kontaktflächen sind

im vergleich zum verchromen ist die vergoldung nicht wirklich teuer. allerdings lassen sich die hersteller ihre vergoldung besser bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ Masterwinne:

"übertragungskapazität" ??

also das wäre der tot, wenn du eine übergangskapazität hättest :evillol:
das tritt nämlich ein wenn du einen komplett oxidierten kontakt hast.
dann hast du nur noch eine kapazitive kopplung.


ps: ich liebe dieses thema :)
 
Agent 1 schrieb:
Soundkarten für die ewigkeit... auch nicht schlecht. Ich hab noch nie nen verrostetes teil in einem rechner gesehen. (...)

Dann wart mal ab bis dir ne Wasserkühlung ausläuft ;) Spaß beiseite, an Buchsen/Steckern für analoge Signale kann ich (vermeintlich) höherwertige Kontaktmaterialien noch halbwegs nachvollziehen (wenn man wirklich das beste vom besten braucht). Aber spätestens bei digitalen Ein/Ausgängen hört der Spaß dann auf (es sei denn man hat wirklich sehr hohe Frequenzen und/oder große Übertragungswege mit entsprechend viel Signalverlust im Kabel, aber welcher Heimanwender hat das schon?).
 
Bei MP3s und den ganzen anderen Störfaktoren in einem PC ist es scheiß egal. Die beste qualität bei der Übertragung wird dir ein digitales Signal liefern. Welches dann in einem hochwettigen Verstärker umgewandelt wird und an entsprechend gute Boxen ausgegeben. Wenn du da so ein krüppeliges Logitech-System dran hadt ist es vollkommen egal.
 
Warum Gold? Weils am besten funktioniert, wenig kostet, und noch dazu "wertig ausieht". Gold ist nunmal ein Edelmetall und daher relativ korrosionsbeständig.
Kupfer ohne Beschichtung fällt schonmal völlig aus, da es nach relativ kurzer Zeit eine isolierende Schicht ausbildet - die Patina. Ebenso Aluminium. Silber läuft an.
Chrom geht, hat aber den Nachteil dass es sehr hart ist - für einen guten Kontakt ist aber eine gewisse Steckfläche erforderlich. Da kommt das weiche Gold voll zum Zug.

Die Beschichtung selbst kostet so wenig, dass es müßig ist darüber zu diskutieren. Auch wenn es echtes Gold ist, die Menge ist derart gering, dass es sich nichtmal um einen Cent Materialwert handelt.

Der beste Kommentar bis jetzt war aber, dass die Goldbeschichtung für einen schlechten Klang sorgt. Ja ne, is klar. Meine liebste Anekdote zu dem Thema bis jetzt ist die von selbsternannten Audiophilen, die bei einem Blindtest nicht in der Lage waren zwischen Drahtkleiderhaken aus der Putzerei und einem mehrere tausend Euro teuren Lautsprecherkabel zu unterscheiden. Damit entfällt jede weitere Diskussion über das Leitermaterial, was das angeht gilt fast schon "Metall ist Metall".

Also nochmal kurz: Es leitet gut, es korrodiert nicht, und es schaut gut aus. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

mfg
 
Vergoldung gibt es wirklich auf 24K Basis, aber die paar Moleküle, die dann wirklich auf der Oberfläche landen, sind dann auch nach einigen Steckkontakten wieder abgetragen, wenn es billig gemacht ist.
Gelb chromatiert gibt es auch, ist dann aber noch mehr Beschiss, vor allem wenn als "24K gold plated" verkauft.
Habe bisher wenige Anwendungsbereiche gesehen, wo die Vergoldung wirklich Sinn machen kann:
- evtl. Satellitentechnik (nicht im Haus, sondern die im Orbit), Raumfahrttechnik
- extrem anspruchsvolle Umgebungen (Meerluft, ätzende Gase, stark saure/basische Umgebung)
- für den Verkäufer/Hersteller auch in allen anderen (Herstellungskosten Vergoldung: ein bis maximal zweistellige Centbeträge, Aufpreise an den Kunden kennt Ihr selbst)

Vergoldung allein sagt auch noch gar nichts,
eine gleichmäßige 0,1-µm Schicht kann besser sein als eine ungleichmäßige 1-µm Schicht.
andere Verfahren (Nickel, Chrom, Zinn, Silber...) in gut sind immer besser als Vergoldung in schlecht
 
@easy.2ci:

Gold wird im Säurebad natürlich nicht zu Chrom, das ist völlig ausgeschlossen. Das wäre ja sowas wie der Anti-Stein der Weisen. Selbiges gilt auch für Zink oder jedes andere Element. Elemente wandeln sich nicht einfach so in andere Elemente um.
 
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