sTyLzYo schrieb:
nein P2P ist kein P2W, denn derjenige der sich eine Zeitersparnis erkauft, hat nur einen temporären Vorteil, den du durch viel spielen wieder auf null setzt
P2W hingegen ist es, wenn du für Echtgeld Dinge im Shop kaufst die dir auch einen spielerischen Vorteil verschaffen (also keine Cosmetics), an die du durch reines spielen nicht rankommst
Nein, P2W ist auch wenn du über X oder eher wie bei WoT über XX bis XXX Stunden Spielzeit durch die Investition von Echtgeld Vorteile hast, die ein F2P zur gleichen Zeit Spieler nicht hat. Denn rein faktisch gesehen, ist diese "Zeitersparnis" von der Leute wie du gerne reden schon P2W: ein Spieler der z.B. nen Tiger II für XX Stunden Stock spielen muss, wird schlicht von einem Spieler der den Grind überspringt durch Echtgeld Investition deutlich geschlagen... Also hat er defacto für eine höhere Siegchance bezahlt.
Und da waren wir noch nicht bei Premium Ammo, Direktiven, Ausrüstung, Premium Consumables und oben drauf eben P2W Premium Panzer... Was das Basis P2W um nen Faktor X verstärkt.
Damit dein Argument stimmen würde, also das P2P kein P2W ist, müsste das Matchmaking 1 zu 1 Spieler mit gleichem Panzer-Ausbau Status zusammen spielen lassen... Sprich, mit Blick in WoTs Matchmaking im realen Leben ist deine Argumentation immer falsch und du wirst immer P2W haben, gerade weil es mittlerweile soooo viele Mechaniken gibt, die ein F2P Spieler nicht nutzen kann weil sie schlicht zu teuer sind.
Versteh mich da aber nicht falsch, ich würde mir wünschen, dass es nicht P2W wäre, da das Kern-Spiel Spaß macht... Leider ist es sehr stark P2W und dass wurde durch Wargaming die letzten Jahre immer weiter gepusht. Wir sind mittlerweile da, wo quasi jeder große Content Creator offen zugibt, dass es P2W ist und die Lootboxen in Lootboxen in Lootboxen mit P2W Panzern drin öffentlich brandmarkt. Sowas kann man fast als das "Endgame" der Monetarisierung und der PR bezeichnet, da es von hier nicht weiter geht: Wargaming möchte auf Teufel komm raus weiter Wale abgrasen, normale Spieler aber haben keinen Bock auf immer mehr Monetarisierung und P2W und so siecht WoT so vor sich hin, da neue Spieler nicht dran bleiben weil P2W der existierenden zu krass ist und Veteranen die oft genug Erfahrung haben zu verstehen was hier passiert verlassen das Spiel ebenfalls langsam.
Was einen dann zu Heat bringt: ich meinte es gab eine Alpha vor einiger Zeit, in der ein Spiel dass sich stark wie dass hier anhört spielbar war? Hatte es gespielt und es war... Nicht gut und ich hab da auch keine Motivation gesehen es länger als vielleicht 2h zu spielen. Dass man die Alpha nach wahrscheinlich im Großteil negativem Feedback (ähnlich wie bei quasi allen Features in WoT die letzten Jahre, Crew 2.0, HE Änderungen, UI Änderungen...) nun doch als eigenständiges Spiel bringt, lässt Bände sprechen wie wenig Wargaming neue Spieler an Board holen kann.
Hero Shooter ist nun der "neueste" Versuch und wie andere Wargaming Versuche bin ich sehr sicher, dass er krachend scheitern wird: der Markt für Hero Shooter ist massiv übersättigt. Schlimmer noch, dass Wargaming damit auch potenziell die Neueinsteiger in ein ähnliches Spiel was aber nicht WoT ist abzweigt, was die Monetarisierung in WoT verstärken dürfte...
Wenn sie einen Hero Shooter hätten machen wollen, wäre ein komplett eigenständiges Spiel mit Hybrid Mechaniken aus irgendwelchen anderen Genres der einzige mögliche Weg gewesen irgendwie auf dem Markt zu bestehen und gleichzeitig neue Spieler zu erschließen: Hero-Extraction, Hero-Survival, Hero-Racing, Hero-Loot-Shooter... Auch da wäre der Markt-Einstieg brutal, weil die Konkurrenz brutal ist, aber immerhin hat man dann kein Problem mit der internen Konkurrenz um neue Spieler.