News Xbox-Kahlschlag: Bei id Software muss die Hälfte der Belegschaft gehen

Auch wenn ich mit den aktuellen Spielen von idSoftware jetzt keine Berührungspunkte hatte, so waren das doch recht erfolgreiche Spiele.

Wieso entlässt man dann knapp die Hälfte der Belegschaft? Kapiere ich nicht. In jeder Firma ab einer gewissen Größe gibt es sicherlich den ein oder anderen ernsthaften Bullshit-Job, aber niemals waren 50% überflüssig?

Entweder werden da Spiele eingestampft und so Personal gespart oder es ist damit zu rechnen, dass die Qualität der Spiele (und damit auch der Erfolg) stark abnehmen werden. Egal wie: Es möge zwar kurzfristig zu Einsparungen kommen, langfristig geht so eine Aktion aber nach hinten los.

Und wofür? Gibts bei Microsoft niemanden der langfristig denken tut? Ist ja jetzt nämlich wahrlich nicht so, als wäre Microsoft ein junges Startup-Unternehmen, dass sich langfristiges Denken nicht leisten kann...
 
Das einzige XBox Game das ich habe ist der FS2024. Hoffe das passiert nichts...
 
Echt schade. Ich habe Doom 2016 und Eternal auf der Basis PS4 gespielt und beide Spiele liefen butterweich mit 60fps auf solchen leistungsschwachen Konsolen.
Sollte die Engine von id Software gestrichen werden, wird etwas Wichtiges in der Spielehistorie beendet und wir kommen immer näher in Richtung Einheitsbrei a la Unreal Engine.
 
BAR86 schrieb:
und reden wir mal gar nicht von Ubi...
Da sind mir tatsaechlich so aus dem Stand keine Studios bekannt...
Ausser vielleicht 3DO, die Macher von Might & Magic, aber wenn ich es noch richtig im Kopf habe waren die Pleite und Ubisoft hat die Reste eingesammelt.
 
Floorp schrieb:
The Dark Ages war im Vergleich zu 2016 und Eternal rein verkaufstechnisch tatsächlich ein kleiner Flop. Eternal hat sich meiner Meinung nach auch nur so gut verkauft, weil das 2016er nu-Doom damals aus dem Nichts einschlug und einen riesigen Hype generiert hat.
Was eigentlich recht schade ist, da das Spiel echt gut geworden ist. Der erhöhte Preis und dazu den Titel direkt Day1 im Gamepass zu haben, haben nun nicht wirklich zu mehr Verkäufen geführt...
Ich glaub nicht mal das da irgendein Titel bei so einer Taktik ein wirklicher Erfolg werden kann.
 
E1M1:Hangar schrieb:
Schau dir Eternal doch mal an - kannst dich ja gern weiter in bunten Level von gelber Stange zu gelber Stange schwingen. ;)

Du hast scheinbar meinen Satz nicht verstanden. Das war kein Vergleich.
Aha und die gelben Stangen machen es zu einem schlechten Spiel oder was?

Da gibt's nichts zu missverstehen und das war definitiv ein Vergleich.

Es ist auf jeden Fall enorm armselig, Entlassungen gutzuheißen, nur weil dir ein Spiel, von dem du offensichtlich keine Ahnung hast, nicht gefällt.
 
NonOptionalName schrieb:
(...) Echt komplett unverständlich, weshalb Studios, deren (ja durchaus ziemlich erfolgreiche) Spiele ihre Finanzierung eigentlich tragen dürften geschlossen bzw. so rigoros ausgedünnt werden. Bei Studios mit vielen Flops könnte man's ja nachvollziehen. Aber es würde mich sehr wundern, wenn ID für Bethesda/MS bislang ein Minusgeschäft gewesen wäre.
Sich selbst tragend ist aber in dieser Denkweise schlicht nicht genug. Übrigens eine fehlerhafte Denkweise, die besonders in der amerikanischen Wirtschaftsschule verbreitet ist. Dazu gibt es ein schönes Zitat vom TSMC-Gründer Morris Chang:
You Americans measure profitability by a ratio. There’s a problem with that. No banks accept deposits denominated in ratios. The way we measure profitability is in ‘tons of money’. You use the return on assets ratio if cash is scarce. But if there is actually a lot of cash, then that is causing you to economize on something that is abundant.
Das zu tun ist nämlich tatsächlich einfach wirtschaftlich völliger Blödsinn, auch wenn er im Mainstream der Wirtschafts„wissenschaften“ weit verbreitet ist:
Absoluten Gewinn liegen zu lassen ist einfach nur dumm. Es ist auch dumm, wenn es um Kreditwürdigkeit geht! Man schaue doch einfach nur auf das sonstige Leben, wem würde eine Bank lieber einen Kredit geben: 2000€ Einkommen, 1000€ bleiben am Ende des Monats übrig? Oder 3600€ Einkommen, 1200€ bleiben am Ende des Monats übrig? Natürlich hat letztere Person die besseren Karten. Die Marge der letzteren Person liegt aber nur bei einem Drittel, der ersteren bei der Hälfte.

Im eigenen Unternehmen einfach mal hundert unterschiedliche Entwickler zu vereinigen, die alle (leicht) profitabel sind ist eine wirtschaftlich vollkommen sinnvolle Entscheidung. Doch sie sorgt halt dafür, dass nur dein Umsatz massiv steigt, dein Gewinn aber nicht. Und damit kommen die Verhältnis-Verliebten nicht klar...
...dass man damit gerade im Spielesektor irgendwann außerdem die Möglichkeit hat Geld zu drucken (schließlich liegen fertige Spiele und Massen an Marken im Regal) wird glatt ignoriert.
 
matmartin schrieb:
Es scheint Linus von Linus Tech Tips hatte doch Recht obwohl ihm Jason Schreier erst widersprochen hatte: Was Elder Scrolls und Fallout nicht dient, hat bei Bethesda keine große Zukunft mehr.
Nicht wirklich, denn beim ESO Team wurden auch die Hälfte der Angestellten entlassen. Bei Microsoft denkt man wahrscheinlich nur an Singleplayer. ESO schwächelt zwar, aber nicht so ernst,zuvor hatte MS auch mehrere Personen dort entlassen. Ein halbwegs gesundes Game, welches noch ordentlich Gewinn abstößt und eines der größeren westlichen MMOs ist, so zu schaden…damit hat man das Game endgültig in den sicheren Untergang getrieben.
 
Ja, das mit ID Software/Mitarbeiter ist deprimierend. Traurig.
Aber: Es wird keiner gezwungen seine Firma zu verkaufen!
Und wenn ich eine AG daraus mache (oh, mucho Money), gehört mir nunmal die Firma nicht mehr zu 100%.
Wenn die 50% überschritten sind: Pech wenn eine Übernahme kommt.
Egal:
Gier, Geld frisst Hirn!

Beispiel:
George Lucas hat auch rumgeheult, als Disney aus Star-Wars eine Farce gemacht hat.
Sage nur: Sturmtruppler (Unnamed Redshirt) + Göre (gerade von Macht erfahren),
killen einen lange ausgebildeten Sith-Schüler... Lächerlich.
(Bei: "Star Wars: Das Erwachen des Safts" bin ich ausgestiegen.)
Der soll auch sein dummes, raffgieriges Maul halten.

Ist bei uns in Europa auch nicht anders. Teamviewer, Logitech, Mediamarkt, Frtizbox auch, glaube ich,
... Liste ist unendlich.
Von den Patenten die wir verhöckern (verschenken), gar nicht zu reden.
Des Rest lassen wir uns von/in den US-Clouds + China-Smarties stehlen.

Gier frisst Hirn...

PS: Verporten Eierlikör immer noch im Familienbesitz. Aber diese Familie/Familienbetrieb sind bodenständig.
 
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E1M1:Hangar schrieb:
Die letzten 2 Doom Teile waren eh nicht der Rede wert. So weit weg von einem Doom, wie man sich es nur denken kann. Ohne den erwarteten finanziellen Erfolg wird nun an den Mitarbeitern gespart ( Für die persönlich angegriffenen User geändert... )

Wenn ich Klicki-Bunti-Jump-and-Run will, spiel ich Fortnite.

Von The Dark Ages reden wir erst garnicht.
Sehe ich tatsächlich komplett anders. Für mich ist Eternal das beste Doom aller Zeiten.

The Dark Ages fand ich in der Tat auch etwas schwächer, was aber dem Konzept geschuldet war. Das behäbigere Schild-Gameplay mochte ich einfach nicht - was vielleicht auch einfach konsequent ist, da Eternals ultraschneller Ansatz mir so zusagte. Außerdem fiel auch auf, dass unter Microsoft-Ägide ganz offenbar das Gore ggü. Eternal verringert worden war.

Naja, Weiterentwicklungen müssen ja nicht immer jedem gefallen. Ich halte die Kürzungen trotzdem für komplett bescheuert. id-Tech gehört zu den am besten optimierten Engines überhaupt, da Kompetenzen rauszuziehen scheint sehr kurzsichtig. Und wie gesagt, die Qualität der Spiele war auch hoch. Allermindestens müsste man einräumen, dass sie gegen den Rest der Xbox-Sparte extrem positiv herausstachen. Und ja, auch Dark Ages, was ja technisch gesehen das einzige nach der Übernahme entwickelte Doom war.
Dinonator schrieb:
Beispiel:
George Lucas hat auch rumgeheult, als Disney aus Star-Wars eine Farce gemacht hat.
Sage nur: Sturmtruppler (Unnamed Redshirt) + Göre (gerade von Macht erfahren),
killen einen lange ausgebildeten Sith-Schüler... Lächerlich.
Der soll auch sein dummes, raffgieriges Maul halten.
Gut, was das angeht ... wenn du bereits das Rentenalter erreicht hast und dich nach Verkauf deiner Firma als Milliardär zur Ruhe setzen könntest ... würdest du das nicht auch tun? Würden vermutlich viele.
Und am Ende ist Star Wars nur ein Unterhaltungsfranchise. Vom Beschweren sollte man danach aber freilich absehen, das stimmt.
Dinonator schrieb:
Ist bei uns in Europa auch nicht anders. Teamviewer, Logitech, Mediamarkt, Frtizbox auch, glaube ich,
... Liste ist unendlich.
Von den Patenten die wir verhöckern (verschenken), gar nicht zu reden.
Des Rest lassen wir uns von/in den US-Clouds + China-Smarties stehlen.
Dass es in Europa kein Investorenkapital der Größenordnung USA und China gibt, ist nicht die Schuld der Firmeneigner. Ich verstehe die Problematik, ich verstehe auch die Kritik, aber sie müsste sich realistischerweise gegen die Politik der EU und der Einzelstaaten richten.
Dinonator schrieb:
Gier frisst Hirn...
Denn: Ob man die Option, für seine Arbeit in extrem kurzer Zeit mit großem persönlichen Wohlstand belohnt zu werden, wirklich zugunsten der Allgemeinheit nicht wahrnehmen sollte, ist wohl Ansichtssache. Hand aufs Herz: Du hast eine Firma und erhältst ein massives Übernahmeangebot. Es anzunehmen, bedeutet für dich sofortigen Ruhestand und ein Leben im Luxus für den Rest deiner Jahre. Du kannst nicht behaupten, dass das nicht ein großer Reiz ist, für die allermeisten Leute.
 
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Für die Mitarbeiter natürlich bitter, ich hoffe, sie finden was neues.
Aber genau da sehe ich eine Chance für den gesamten Gamingmarkt und die Spieler. Die großen Titel stecken ja schon länger in einer Sackgasse. Da wurden Millionen bis Milliarden versenkt in absolut unterirdische Spiele. Vielleicht braucht der Gamingmarkt einen Reset, weg von 08/15 AAA(A) Konsolenkost zu mehr Innovation und Rückbesinnung auf Spiele/Spielmechaniken, die in den letzten 25 Jahren erfolgreich waren, ohne riesige Budgets zu fressen.
 
MS aktuelles Mantra bei Entwicklerstudio

Erst kaufen dann vergeigen und zermürben zum Abschluss zerstören.

Sowas nennt man im Kriegsfall verbrannte Erde hinterlassen.
 
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E1M1:Hangar schrieb:
So weit weg von einem Doom, wie man sich es nur denken kann.
Was ist den Doom, erklär doch mal?
E1M1:Hangar schrieb:
Wenn ich Klicki-Bunti-Jump-and-Run will, spiel ich Fortnite.
Doom ist und war nie Klicki Bunti Jump and Run
Chismon schrieb:
Wie man sich bei Microsoft vorstellt mit halber Größe des Studios (neue Doom und Quake Spiele) schneller zu entwickeln
Welches Quake entwickeln die den gerade? Die Marke ist seit Champions tot.
STM64 schrieb:
Bis auf Doom 3 waren das doch alle Doom-Teile.
Ich fand gerade das Doom3 einer der stärksten Teile war.
Floorp schrieb:
Das letzte richtige id Spiel war Rage (2011). Danach war es ja nur noch der Name.
Woran machst du das fest?
Jadedrache schrieb:
John Carmack hat ja schon vor langem das Weite gesucht.
Hat ja auch sein Geld gemacht, dem muss man nicht hinterher weinen.
SavageSkull schrieb:
Quake 4, als Nachfolger von Quake 2 hingegen war wohl der schwächste Titel von Id überhaupt.
Auch Quake4 fand ich damals echt toll, man denke an die Cut Scene wo man umgebaut wird. Es war halt ein klassischer Schlauchshooter.
 
@fox40phil Passiert in der Branche ja andauernd. Muss aber keinen Erfolg haben. Schau dir Stormgate an. Da saßen ehemalige StarCraft- und WarCraft-Leute dran. Floppte leider trotzdem ziemlich heftig.
 
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Fujiyama schrieb:
auf Dauer ein durchschleifen durch MS wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.
Da kratz ich mir doch mal am Kopf. KI Hickhack einen vor zwei mal links. Weils so schön war wer will möchte kann alles wieder auf Anfang setzen? Qualitätskontrolle wie bitte braucht die wer ? Na ja so lange wie wir mit unserem 11 Goldenenen Kalb so scheisse weiter machen bringt da eine bessere QS ja auch nix. Ausser wieder mehr an Ausgaben.
 
wtfNow schrieb:
Ich behaupte einfach mal, die werden schon mit Weitblick wissen was sie machen und warum sie es machen, mit dem Hintergrund am Ende ein wirtschaftlich erfolgreiches Produkt rauszubringen.
Dass es Fans nicht gefällt ist eine andere Sache.
Würde ich ja gerne unterschreiben, aber wir reden hier immerhin von Microsoft, da ist eine gewisse Skepsis angebracht.
 
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